Bilker Bahnhof und näheres Umfeld

  • Bilker Bahnhof und näheres Umfeld

    Die RP schrieb heute über das Areal Bilker Allee / Elisabethstraße / Bachstraße, wo einige Kommunalpolitiker Wohnbebauung wünschen - leider ohne Details, mit welcher Dichte und Geschossigkeit. (Manche hier könnten sich dort gut ein Wohnhochhaus vorstellen.) Das Gelände wird noch bis Ende 2018 als Einrichtungsfläche der Baustellen benötigt. Man möchte erst mal die "Rahmenbedingungen für die Baurechtschaffung" ermitteln.

  • Alles andere als ein Hochhaus (ob Wohnen, Büro, Hotel oder Mischung) wäre an dieser Stelle eine riesen Enttäuschung. Ich denke diese Ecke kann den ganzen Platz um den Bilker Bahnhof zu einem richtigen Zentrum aufwerten á la Breitscheidplatz Berlin. Dort machen sich die beiden Hochhäuser im Hintergrund des Platzes unheimlich gut. Ich denke auch die Lage am Bilker Bahnhof ist unumstritten super attraktiv, also sollte sich dort einiges an Geschossfläche problemlos vermarkten lassen.

  • Ein Hochhaus sollte in der Sichtachse der Elisabethstraße stehen; bislang schaut man dort nur auf die schwache Schmalseite der Düsseldorf-Arkaden und das Glasdach des Schwimmbades.

  • ^^Das sehe ich ähnlich - die Sichtachse der Friedrichstraße wäre ebenfalls interessant. Die Düsseldorf Arkaden begeistern mich ebensowenig - die schwächere Seite ist aber noch immer der REAL...

  • ^^Das sehe ich ähnlich - die Sichtachse der Friedrichstraße wäre ebenfalls interessant. Die Düsseldorf Arkaden begeistern mich ebensowenig - die schwächere Seite ist aber noch immer der REAL...


    ...stimmt wohl, aber dahin fahre ich wie viele andere auch jede Woche zum einkaufen, einmal hin,- alles drin! :)

  • An dieser Stelle macht verdichteter Wohnungsbau auf jeden Fall Sinn, da bin ich mal auf die Planungsvorschläge und die Öffentlichkeitsbeteiligung gespannt.


    Dass da auch ein Hochhaus entstehen könnte, halte ich nach den bisherigen Anfragen der SPD zu dem Grundstück für fraglich:
    2013, 2014, 2015, 2017
    Forciert wird seniorengerecht, generationsübergreifend, bezahlbar und genossenschaftlich - das wiederspricht eigentlich einem Hochhaus.


    Schön wäre es auch, wenn man an der östliche Ecke der Elisabethstraße/Bachstraße eine passende Bebauung mit entwickeln würde.

  • Ich gehe davon aus, dass die Stadt das Grundstück an der Ecke Bach- / Elisabethstraße über einen Investorenwettbewerb veräußern wird; neben dem Städtebau und dem Nutzungskonzept wird der gebotene Preis eine gewichtige Rolle spielen.
    Ein gewisser Anteil von Wohnungen müsste natürlich preisgemindert oder gefördert sein, die anderen Wohnungen im freien Segment sowie mögliche Gewerbe- und Büroflächen werden den erwarteten Grundstückspreis erwirtschaften müssen.
    Auf Grund dessen sehe ich ein Hochhaus nicht als unwahrscheinlich an.


    Das mindergenutzte Real Grundstück könnte nur gewinnen; aber solange die Metro dort mit Real Geld verdienen kann, wird wohl kaum etwas passieren.

  • Ein Hochhaus so 40-60m an dieser Stelle macht schon Sinn, bildet er doch eine Landmarke für den Bilker Bahnhof. Würde dort aber lieber Wohnungen sehen anstatt Büros, in den oberen Etagen bekommt man von dem Lärm auf der Straße eh nicht mehr soviel mit und aufgrund der sehr zentralen Lage müsste man die Wohnungen doch gut vermarktet bekommen. Also im EG Läden, darüber sozial und preisgedämpft, und darüber die Eigentumswohnungen. Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin ob sich das verträgt. :confused:

  • Forciert wird seniorengerecht, generationsübergreifend, bezahlbar und genossenschaftlich - das wiederspricht eigentlich einem Hochhaus.


    In Grand Central soll es ebenso bezahlbar, dennoch sind dort Hochhäuser vorgesehen - die Gestaltung ist hier etwas umstritten, aber immerhin. Inzwischen darf in Düsseldorf geförderter Wohnungsbau bis zu 7 Geschosse hoch sein (ausnahmsweise gar höher), das wäre also etwas für den Blockrand (mit Läden im EG) - für Hochhäuser blieben die Ecken. Preisgedämpfte Wohnungen unten, frei finanzierte darüber.


    Seniorengerecht ist jedes Haus mit ebenerdigem Eingang und mindestens einem Aufzug - ob 7 Geschosse hoch oder 17 (die hier zumindest einer der Türme erreichen könnte - in der Sichtachse der Elisabethstraße, das wäre die südöstliche Ecke des Blocks nördlich von den Arcaden?).

  • ... Also im EG Läden, darüber sozial und preisgedämpft, und darüber die Eigentumswohnungen. Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin ob sich das verträgt. :confused:


    Geförderte Wohnungen sowie Mietwohnungen allgemein und auch Laden- und Büroflächen werden in der Regel von größeren Investoren übernommen; Eigentumswohnungen werden im Allgemeinen an Eigennutzer oder Einzelinvestoren veräußert.
    Bei einem derartigen Mix sollten beide Bereiche sauber getrennt und somit realteilbar sein.

  • Man sollte diese prominente Lage für ein städtebauliches Ausrufezeichen nutzen. Hier kommen täglich viele 1000 Leute durch. Zudem könnte man einige hässliche Rückseiten kaschieren und durch einen neuen Blickfang den gesamten Raum neu definieren und prägen. Zu oft schon wurden gute Lagen architektonisch verschenkt. Das beste Beispiel steht gleich nebenan.

  • ^Die DB plant den Bilker S-Bahnhof zum Regionalbahnhof auszubauen. Künftig werden 20000 Fahrgäste statt 10000 wie bisher hier umsteigen. Ein schickes Hochhaus ist bestimmt besser als irgendwelche Sozialwohnungen.

  • Bachstraße/Elisabethstraße

    Als ich die städtische Meldung über die Bürgerwerkstatt für die Ecke Elisabethstraße/Bachstraße gefunden habe, habe ich völlig vergessen, dass es diesen Thread überhaupt gibt. Jetzt habe ich noch diesen WZ-Artikel vom 10.11 gefunden. Ein paar Infos, die die Stadt nicht geboten hat - die Filiale der Realschule Florastraße soll ca. 800 Qm groß werden. Bis 2020 soll es auf dem Areal immer wieder eine Eisfläche geben, der Baustart wird also für 2021 angepeilt.


    Aufgrund des politischen Drucks soll das Bauland nicht auf den freien Markt kommen, sondern direkt an Bauträger wie Genossenschaften verkauft werden. Ich hoffe, die bezahlbaren Preise bedeuten keine besondere Einschränkungen der Höhe und Dichte - bezahlbar soll es auch im Grand Central sein, mit Hochpunkten. Hoffentlich ist der Politik klar, dass man von den WEs viele, viele braucht.


    Die Erinnerung trügt nicht - viele Leute sprechen sich für zumindest einen Hochpunkt aus, hier ab #2.

  • Ich meine nicht nur das Grundstück, von dem jetzt die Rede ist, sondern auch das Grundstück gegenüber. Ein oder zwei sehenswerte Hochhäuser an diesen Stellen passen einfach perfekt. Damit würde der gesamte Platz vor den Arcaden viel urbaner wirken. Wirkliche Metropolen zeichnen sich dadurch aus, dass nicht nur im vermeintlichen "Zentrum" Urbanität gegeben ist. Und so hätte man in Bilk die Chance selbst als Downtown wahrgenommen zu werden. In Venlo ist ein tolles Hochhaus entstanden. Sowas könnte ich mir dort auch perfekt vorstellen. Wenn dann noch die Lücke vor dem Real-Markt vernünftig geschlossen würde und der Bahnhof endlich saniert wird, könnte wirklich etwas Tolles entstehen!! Aber ich befürchte, dass alles nur so vor sich hinplätschert und sich der Status quo nicht verbessert. Wenn in der Lage auf deutlich wahrnehmbare Geschossigkeit verzichtet wird, dann ist niemandem mehr zu helfen.


    Hier das wirklich tolle Hochhaus in Venlo (ein Dorf in Holland)
    http://www.panoramio.com/photo/112221200

  • ^Mit der skizzierten Entwicklung gehe ich zu 100% d'accord und in vielen Ländern der Welt würde man die Fläche unter den gegebenen Rahmenbedingungen wohl so entwickeln. Das wär dann ein tolles Entree in die südliche Innenstadt mit Großstadt-Charakter. Ich befürchte, hier wird aber wieder einfach Durchschnitt entwickelt. Es muss doch ein Kompromiss aus bezahlbarem Wohnraum und großstädtischer Entwicklung mit Hochpunkten möglich sein?

  • Enttäuschung an der Ecke Bachstraße/Elisabethstraße

    ^ Ich fürchte, ich muss Euch enttäuschen. In der Bibliothek neben dem Areal wurden die Entwürfe von der Werkstatt ausgestellt, ich habe sie heute abgeknippst so gut es ging. Nur auf einem sehe ich ein einziges Hochhaus (zumindest mit angemessener Geschossigkeit und mit akzeptablen Proportionen - 3. Thumb). Manche Entwürfe wollten aus einem Großteil des Areals einen weiteren Park machen:




    Diese Quartiere würden kaum urbaner wirken als das Dorf, das ich heute vor Ort gesehen habe:



    Hoffentlich wird noch nachgebessert - bis 2021 kann das Bauland nur noch knapper werden.

  • Einen Entwurf, der das Areal als Park darstellt, habe ich dort nicht gesehen; eventuell war es der westlich der Kronenstraße gelegene Flora Park, der in den auch gezeigten Wettbewerbsplänen zu den Arcaden zu sehen war


    Die Mehrzahl der gezeigten Entwürfe sind allerdings eher enttäuschend; und das nicht wegen des fehlenden Hochpunktes, der sicherlich in der Blickachse der Elisabethstraße mehr als nur wünschenswert ist.
    Die Entwürfe werden der besonderen Herausvorderung des Ortes nicht gerecht.


    Der Bereich an dem Durchbruch der Elisabethstraße zwischen Bilker Allee und Bachstraße ist eine Art Scharnier zwischen zwei städtebaulichen Strukturen.
    Die Planung sollte zudem eine schlüssige Überleitung zum Platz am Bilker Bahnhof schaffen.


    Bis auf den auch für mich fehlenden Hochpunkt hat nur einer der drei gezeigten Entwürfe von Green Architects einen im Prinzip richtigen Ansatz.


    Gruselig und hoffentlich kein städtebaulicherEntwurf ist das rechts der Tür gezeigte Model mit dem Ergebnis der gestrigen Bürgerwerkstatt.
    In dem unmotiviert wirkenden, schräg verlaufenden Blockrand mit einem irgendwie in den Innenbereich hineinragenden Riegel sind durch angeheftete Zettel mögliche Nutzungsverteilungen dargestellt.


    Ich kann nur hoffen, dass das Stadtplanungsamt die Chance nutzt, an diesem Ort eine qualitative städtebauliche Planung hin zu bekommen und es nicht dem Investor überlässt.

  • ^ Einen Investor im klassischen Sinne soll es nicht geben - jemanden, der mit dem aktuellen Bauland-Marktpreis kalkulieren muss und zumindest ein Interesse an möglichst viel BGF hat. Stattdessen soll der Preis politisch bestimmt sein, so kann eine Wohngenossenschaft diesen mitnehmen, einen Block wie auf dem Modell mit Zetteln errichten - und es wird noch als Schaffung des benötigten Wohnraums gefeiert. Dass eine Chance auf mehr BGF wie auch eine städtebauliche vertan wird, wird bei solchen Gelegenheiten ausgeblendet - bloß keine Widerstände überwinden zu müssen.


    Die RP beschrieb heute, dass mit Modellhäusern geplant wurde - angeblich wurde auch über Höhe diskutiert, doch wie genau, wurde nicht beschrieben. Nachbarn geben Ideen klingt schon stark nach dem Nimby-Wort.


    So wie ich die Entwürfe der Green Architects sehe, sie ähneln stark dem Modell mit den Zetteln? Auf zwei gibt es eine Ost-West-Gasse, auf dem rechten einen Quer-Riegel. Die viele grüne Farbe auf den Zeichnungen bedeutet wohl begrünte Dächer.


    Nachdem ich schon so oft verschiedene Visionen gezeichnet habe - vielleicht könnte jemand zeichnen, wie er sich die Bebauung dieser beiden Straßenblöcke hier vorstellt?


    BTW: Links vom Artikel wird eine EMail-Adresse veröffentlicht, an die man Anregungen und Kritik schicken kann - falls jemand Interesse hat.


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    Erg.: Wie ich mir selbst die Bebauung des Areals vorstellen könnte, habe ich hier skizziert.

  • Elisabethstraße / Bilker Allee / Bachstraße

    Ich habe mir heute auch mal die in den Fenstern der Stadtteilbibliothek augehangenen Entwürfe angesehen, hier mal die Grundlagen der Planung, die Fläche auf der anderen Straßenseite, wo die Cubic Studios sind, gehört nicht mit dazu, die in den Entwürfen eingezeichneten Bauten darf man daher erst einmal nur als freie künstlerische Interpretation auffassen und alle Entwürfe (Teil 2) , alles als Fotos (deshalb diesmal mehr als üblich):


    Die Rahmenbedingungen und Problemstellungen (Lärm):











    Bilder von mir / 26.11.2017 - hier mehr Bilder dazu