Rund um den Dresdner Nahverkehr

  • Rund um den Dresdner Nahverkehr

    Lange diskutiert, mehrfach gewünscht, hier isser: der örtliche ÖPNV-Faden. Ich würde das Thema gern mit dem aktualisierten Liniennetzplan eröffnen. Neben der Änderung der verwendeten Schrifttypen, ich bin in letzter Zeit Freund der auch klein sehr gut lesbaren und optisch ansprechenden DIN-Normschriften geworden, sind auch die aktuellen Haltestellenumbenennungen eingepflegt.




    Hier in Groß. Der Dresdner Nahverkehr mag ja wirklich gut sein, das offizielle Informationsdesign ist es leider nicht.

  • Zur substanziellen Unterfütterung gleich mal der erste Artikel von mir selbst. Die Zeit , die ja ansonsten nicht wirklich einen Narren an unserer schönen Stadt gefressen hat, hat dem hiesigen Nahverkehr einen eigenen Artikel im Rahmen der entsprechenden Themenreihe gewidmet, gespickt mit fast schon extatischen Lobeshymnen. Dabei wird die wichtige Rolle der Straßenbahn für die Effizienz und positive öffentliche Wahrnehmung des Nahverkehrs hervorgehoben.


    Hier der Link zum Zeit-Artikel vom 11.2. .


    Als Eingeborener mag man die Sache ein wenig differenzierter sehen - in Anbetracht der zahlreichen Strecken, die selbst in jüngerer Zeit noch über die Klinge springen mussten und heute schmerzlich fehlen. Was wäre, wenn man noch mit der Bahn bis Hainsberg, Pillnitz oder Cossebaude fahren könnte? Nicht zu reden von den nach 1945 nicht wieder aufgebauten Strecken durch die Chemnitzer Straße, die Bürgerwiese, die Pfotenhauerstraße oder die Hechtstraße, die heute durchaus sinnvolle Netzergänzungen darstellen könnten.


    Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Ausbaupläne für das Straßenbahnnetz nicht wie bereits so häufig im Sande verlaufen. Erinnert sei an die hochfliegenden Pläne aus den Neunzigern für die Dohnaer Straße, die Stauffenbergallee - Waldschlößchenbrücke oder gar die Überlandstrecke nach Kesselsdorf und Wilsdruff.


    Plauen, die Johannstadt, das Uni-Gelände, Strehlen und Striesen hätten einen bedarfsgerechten, qualitativ hochwertigen Nahverkehr ebenso nötig wie andere Stadtteile. Der Dresdner Nahverkehr mag gut sein. Es gibt aber nichts, was nicht noch zu verbessern wäre.

  • Im Ratsinfosystem liegen zahlreiche Vorlagen und Dokumente zum Stadtbahnprogramm 2020 vor.


    Zwecks Auffindung möchte ich hier mal ein paar Links sammeln.
    Wen es interessiert, kann hier und da schöne Plangrundlagen "abstauben".


    Das fing zB mit V0405/10 - Prioritätenliste Straßenbahn-Neubaustrecken von Jan.2010 an - http://ratsinfo.dresden.de/vo0050.php?__kvonr=1261&search=1


    Eine Übersicht über die Ratsinfo-Suchergebnisse zu "Stadtbahn 2020" gibts HIER.


    Daraus sind i.d.R. solche Vorlagen interessant, die der politischen Zustimmung bedürfen:
    (OBR-Sitzungen, Vergaben oder Infovorlagen sind nur bedingt relevant)


    Aus Zeitmangel kann ich die wichtigen Vorlagen jetzt nicht rausfiltern und nach Themen ordnen.
    Unter abweichenden Suchbegriffen wie "Straßenbahn" könnten noch mehr Vorlagen auftauchen.


    Aktuell veröffentlicht wurde eine Ratsanfrage zum Stadtbahnprogramm Sachstand 2016 - klick.
    Darin sind schöne Diagramme zu den Kostenanteilen pro Jahr oder Bauart - sowie den Förderanteilen.
    Ich denke, eine Großstadt mit einstelligem Milliardenhaushalt dürfte 5 - 10 Mio Euro Eigenmittelbelastung pro Jahr und über Jahre tragen können, wie aus den Kosten hervorgeht. Nicht ganz klar ist mir, wie die DVB-Mittel haushälterisch beachtet sind, da diese ja wohl ebenso aus "Stadtgeld", ergo: der DREWAG-Querbezuschussung stammen.


    Hier gehts zur Stadtbahn-2020-Webseite der DVB - klick.
    (Einblick in die Einzelabschnitte über den Rahmen links)
    Über diese Seite möchte die DVB die interessierte Kundschaft auf dem Laufenden halten.
    Ob das so ist, sei dahingestellt. Auch Kritik wird man hier nicht auffinden.


    Die Verwaltung wiederum "möchte bald" ihre Brennpunkt-Webseite zur Stadtbahn aktualisieren
    dresden.de/de/stadtraum/brennpunkte/Stadtbahn_2020
    Diesen Absichten darf man getrost mit viel Engelsgeduld entgegensehen. :D

  • Stadtbahn Plauen-Johannstadt

    ^ Danke für die Links zum aktuellen Stand beim Stadtbahn 2020 Programm. Interessant finde ich vor allem die Antworten auf die Ratsanfrage. So wusste ich noch nicht, dass für die Straßenbahntrasse Plauen-Johannstadt die Planungen wieder aufgenommen wurden und mit dem Segen des Freistaates ein Antrag auf Aufnahme in das Bundesprogramm gestellt wurde. Die Ablehnung unter dem früheren FDP Minister Morlok - eine totale Fehlbesetzung - erschien mir immer als Verhinderungstaktik der "Autofahrerpartei". Gut so, wenn dort jetzt weitergeplant und in nicht allzu ferner Zukunft hoffentlich gebaut wird.

  • Baubeginn Oskarstraße

    An der Oskarstraße haben die Bauarbeiten zur "Stadtbahn 2020" begonnen - genauer die zur Streckenverlegung der Linien 9 und 13 zwischen Querallee und Wasaplatz.


    Hierzu die DNN und die Ässzädd. Selbst dem MDR ist dies eine Meldung wert.


    Die Neubaustrecke ist die Grundvoraussetzung für den Weiterbau im Zuge der Linie 61 - davon abgesehen finde ich die Führung über den Haltepunkt Strehlen mit entsprechender Verknüpfung zur S-Bahn sehr sinnvoll. Hier halten dann zwei Straßenbahn- und vier Buslinien an einer gemeinsamen Haltestellenanlage.


    ---Hierzu einige Gedanken meinerseits, da ich mich einfach mal dreist zum Nahverkehrsexperten des Dresden-Forums aufschwinge.---


    Aufgegeben wird die aktuelle aus der Pferdebahnzeit stammende Trasse durch die Franz-Liszt- und Wasastraße, damit entfällt allerdings auch die Haltestelle Julius-Otto-Straße (nach aktuellem Stand ersatzlos). Es bliebe zu überlegen, ob als Kompensation nicht die Linie 75 den Verlauf der heutigen Straßenbahntrasse übernehmen sollte, zumal mit der 9 am Haltepunkt Strehlen dann eine alternative Direktanbindung des Stadtzentrums zur Verfügung steht.


    Ändern wird sich dies alles, zumindest nach den aktuellen Planungen, mit Fertigstellung der Strecke über den Zelleschen Weg. Stand jetzt soll die 61, allerdings ohne Verstärkerfahrten, ja verbleiben, die parallele Straßenbahntrasse soll zwischen Wasaplatz und Nürnberger Platz durch die Linie 9 befahren werden, die dort dann nordwärts zum Hauptbahnhof abbiegt, den Restabschnitt nach Löbtau soll die umverlegte Linie 7 übernehmen.


    Einen durchgehenden Straßenbahnverkehr analog der 61 soll es zumindest im Anfangsstadium nicht geben. So sinnlos wie der Parallelverkehr Bahn-Bus, etwas was die DVB eigentlich hassen wie der Teufel das Weihwasser, auf den ersten Blick erscheinen mag: eine Brechung der immens wichtigen Südosttangente namens 61 kann wegen des hohen Durchfahrerkontingents in Strehlen praktisch einfach nicht erfolgen. Solange der Bus nicht wenigstens bis zur Zwinglistraße ersetzt wird, bleibt uns der gute alte Obusnachfolger also noch erhalten.


    Damit verbliebe am Haltepunkt Strehlen dann nur noch die 13. Da diese das Stadtzentrum nicht berührt stellen sich die geschilderten Planspiele aus meiner Sicht als recht unausgegoren heraus. Vielleicht wäre dann die im MDR-Artikel angesprochene Linie 14, provisorisch nur bis Strehlen, wirklich die bessere Lösung. Es ist angedacht, dass diese den Abschnitt Rudolf-Renner-Straße-Warthaer Straße von der Linie 12 übernimmt, die wiederum - ja wohin eigentlich? - geführt werden soll. Es zeigt sich wieder einmal, dass seit der Stilllegung der Tharandter Straße im Westen definitiv ein sinnvoller Endpunkt fehlt. Wölfnitz käme zwar infrage, 3 Linien sind auf der vor sich hinsiechenden oberen Kesselsdorfer Straße aber wirklich zu viel des Guten.


    Die 14 verkehrte dann auf der Relation Leutewitz-Altcotta-Tharandter Straße-Nürnberger Platz-Zellescher Weg-Wasaplatz-Haltepunkt Strehlen. Warum eigentlich nicht?


    Ein weiterer Aspekt, der mir an den bisherigen Planungen missfällt, ist der vorgesehene Ersatz der Linie 8 in der Südvorstadt durch die 7. Die 8 soll ja, auf einen 20-Minuten-Takt reduziert, nur noch zwischen Hellerau und Postplatz/Wallstraße verkehren. Wir alle wissen, wie teilweise bis Anschlag gefüllt die 7 heute schon ist. Wie diese zusätzlich auch noch den Univerkehr aufnehmen soll, bleibt mir schleierhaft - da wird auch die neue breitere Fahrzeuggeneration nicht wirklich helfen. Es wäre aus meiner Sicht viel sinnvoller, die 8 ab Nürnberger Platz nach Plauen zu leiten und dafür die E3 zu streichen. Das hohe Entwicklungspotenzial entlang der Münchner Straße rechtfertigt perspektivisch ohnehin wie ehedem den Einsatz zweier Straßenbahnlinien auf dem Plauener Ast. Mal abgesehen davon, dass auf der Königsbrücker zwei Linien im 10-Minuten-Takt nun wahrlich kein Überangebot darstellen!



    Zum Schluss noch mein Statement zur "Linie 5" (die ich persönlich in historischer Kontinuität lieber "15" nennen würde):


    Die Wiederaufnahme der Planungen zum Komplettersatz der Stammstrecke der Linie 62 sind ebenfalls sehr erfreulich. Damit würden nach 70, 80 Jahren zwei einstige Hauptstrecken des Dresdner Straßenbahnnetzes ihre sehr verspätete Wiederauferstehung feiern. Wer den Nutzen bezweifelt, sollte einfach mal versuchen, sich am Pirnaischen Platz im Berufsverkehr in einen Bus Richtung Johannstadt zu quetschen. Die Capacity können hier auch nur kurzfristige Abhilfe schaffen.

  • ^Zur Verdeutlichung noch einmal schematisch, die Darstellung entspricht den offiziellen Planungen:


    1. Die Situation ab nächstem Jahr, wenn beide Straßenbahnlinien über den Haltepunkt Strehlen verkehren - die netzspezifischen Änderungen sind minimal.



    Groß




    2. Nach Inbetriebnahme des Zelleschen Weges. Wie beschrieben finde ich diese Planung aus mehrerlei Hinsicht problematisch: Kein durchgehender Straßenbahnverkehr auf dem Zelleschen Weg, Überlastung der Linie 7, da diese zusätzlich den Univerkehr in Richtung Neustadt aufnehmen muss (die 9 ist keine Alternative zur 8), hinzu kommt die deutlich geschwächte Anbindung Strehlens und des Zoos an die Innenstadt. Mal sehen, wie es dann wirklich kommt...



    Groß

  • "Niederflur-T4D"

    Nu gugge ma, was gommd'n da???





    Ja, auch das hat indirekt mit Stadtraumgestaltung zu tun ;-)


    Anlässlich zweier Jubiläen haben die DVB einen NGTD8DD in der Original-Optik eines Tatrawagens gestaltet.


    Mehr dazu auch in den örtlichen Postillen: I und II .


    Die Bildchen konnte ich übrigens als "Notschuss" am gestrigen Mittag auf dem Bischofsweg einfangen, als mir besagtes Gefährt wie aus heiterem Himmel auf Linie 13 entgegenkam.


    Ganz nett, ABER natürlich habe ich auch etwas zu mäkeln: So hätte man die schwarze Dachhutze vorn auch elfenbeinfarben bekleben sollen, und vor allem sind die neumodischen Wappen völlig deplatziert. Statt des Stadtwappens vorn wäre die Wagennummer angebracht gewesen. Dann wäre die eigentlich nett gemeinte Illusion wirklich stimmig. Oder hatten die DVB Angst, dass man das Gefährt dann nicht mehr als Straßenbahn erkennen würde? :keineahn:

  • Zu deinen Plänen ^^


    Kommt da nicht noch eine neue Linie auf dem Zellschen Weg dazu?


    Ich finde es auch dumm die 8 auf dem Postplatz enden zu lassen, soll sie doch lieber noch eine Schleife über die Südvorstadt fahren.

  • ^Eine neue Straßenbahnlinie soll erst kommen, wenn eine Weiterführung der Straßenbahn-Neubaustrecke ab Tiergartenstraße mindestens bis Gruna erfolgt und die 61 entsprechend zurückgeführt werden kann. Diese soll laut aktuellem Stand die Nummer 14 erhalten und ab Löbtau weiter nach Leutewitz fahren (heute Linie 12). Was mit dieser wiederum im Westen passieren soll - keine Ahnung. Wahrscheinlich soll sie dann in Wölfnitz enden.


    Bis dahin soll es einen Parallelverkehr Bus 61 (wahrscheinlich nur noch im durchgehenden 10-Minuten-Takt) und Straßenbahn (Linie 9 auf dem Zelleschen Weg/C-D-F-Straße zwischen Nürnberger Platz und Wasaplatz, Linie 7 auf der Nürnberger Straße/Nossener Brücke zwischen Nürnberger Platz und Löbtau) geben, so dass nur der Bus wie bisher durchfährt. Finde ich auch etwas merkwürdig, aber eine Brechung der 61 in Strehlen ist wohl wirklich nicht vermittelbar. Diese Situation ist auf Plan 2 dargestellt. An einer Variante des Gesamtplans mit allen geplanten Strecken arbeite ich noch.


    Warten wir mal ab. Bis dahin fließt noch sehr viel Wasser die Elbe hinunter, und erst einmal müssen überhaupt irgendwelche Gleise über den Zelleschen Weg gelegt werden. Solange da nicht gebuddelt wird, glaube ich erst mal an gar nix - da gab es schon zuviele Luftschlösser.


    Vielleicht wächst ja dann aus dem Grünstreifen am Zelleschen Weg ein dicker Zastrow, und da dieser einer bedrohten Art angehört, darf ohnehin nicht gebaut werden...

  • Linie 62 in Striesen

    Bei Recherchen zu den geplanten Linienführungen bin ich auch auf die Broschüre "DVB F a k t" vom Februar 2011 gestoßen, in der ein Fazit über die Einführung des neuen Busnetzes 2009 gezogen wurde.


    Da die Umlegung der Linie 64 weg von der aktuellen provisorischen Streckenführung über den Fetscherplatz nun wegen der anstehenden Straßenbauarbeiten in Striesen wieder auf der Agenda stehen dürfte, stelle ich hier einmal eine Skizze aus besagter Broschüre ein (genaue Quelle unten auf der Grafik).



    In Groß.



    Geplant sind insgesamt drei neue Haltestellen:



      Tittmannstraße an der Kreuzung Augsburger/Tittmann- bzw. Forsthausstraße) in etwa in der Lage der früheren stadtwärtigen Straßenbahnhaltestelle,



      Wartburgstraße an der Kreuzung Tittmannstraße/Wartburgstraße,



      Haydnstraße an der Kreuzung Tittmannstraße/Haydnstr.


    An der Haltestelle Spenerstraße wird die 64 wieder auf die momentane Streckenführung treffen.


    Die Umsetzung der längst geplanten Maßnahme wäre ein Meilenstein in der Erschließung des Quartiers, das seit 1950 ohne Nahverkehrserschließung auskommen muss. Zudem ist aktuell ja sogar eine Wiederbelebung der Straßenbahnachse durch die Augsburger Straße in kompletter Länge in der Diskussion (wenngleich ebenso in Busform), wonach die Linie 65 diese durchgehend befahren und anschließend über die Waldschlößchenbrücke in die Albertstadt verlängert werden soll. Im Sinne des Netzgedankens sicher eine überlegenswerte Idee.


    In letzterem Fall wäre allerdings zu überlegen, wie die wichtige Anbindung des Schillerplatzes durch Neugruna hindurch gewährleistet werden könnte. Es böte sich eine Verlängerung der etwas unmotiviert in Neugruna verebbenden Linien 85 und 87 an, die gemeinsam den 10-Minuten-Takt der 65 aufnehmen könnten.


    Edit: Bitte Titel in "Linie 64 in Striesen" ändern - war zu schnell beim Abschicken (sänk juh)

    2 Mal editiert, zuletzt von antonstädter () aus folgendem Grund: Falsche Liniennummer in Titel

  • Nord-Süd-Verbindung

    Der technische Ausbau der Nord-Süd-Achse vom Albertplatz zum Nürnberger Platz ist abgeschlossen. Mittels "intelligenter" Ampelbeeinflussung soll der Durchlauf auf der wichtigen Route deutlich verbessert und die Fahrzeiten beschleunigt werden - mit diversen finanziellen Vorzügen mittels Kurseinsparungen und geringerem Energieverbrauch. Besonders die am stärksten belasteten Linien des Dresdner Netzes, die 3 und die 7, werden hiervon sicherlich profitieren.



    Die entsprechenden Medienmeldungen:

    Esszätt
    DNNDresdenFernsehenTag24

  • Einbindung von Kamenz ins Dresdner S-Bahn-Netz

    Mit den Vorbereitungen der für irgendwann geplanten Elektrifizierung und dem Ausbau der Strecke Dresden-Görlitz erfolgt nun auch die Elektrifizierung der abzweigenden Nahverkehrsstrecke Arnsdorf-Kamenz. Die Bestellung dieses Abschnittes sei durch den Freistaat erfolgt. Laut einem Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe würden die Voraussetzungen geschaffen, Kamenz ins Dresdner S-Bahn-Netz einzubinden. Wann und wie genau ist allerdings noch völlig offen.


    MDR Sachsen, 6.4.2017
    Ostmagistrale bald unter Strom?
    Bahn schreibt Planung für Dresden-Görlitz aus
    http://www.mdr.de/sachsen/baut…trifizierung-aus-100.html



    Nebenbei: Wie steht es denn eigentlich um die diskutierte Fusion des Verkehrsverbunds Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon) und dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO)?

  • Eine Gruppe von Anwohnern unter der Führung eines Christian Paul hat es geschafft das Stadtbahn2020 Projekt in der Oskarstraße zu stoppen.
    Die DVB musste heute Abend die Arbeiten auf unbestimmte Zeit einstellen(mindestens mehrere Monate). Bis ein Verhandlungstermin gefunden wird, kann es ewig dauern.
    Die Verfügung kommt vom Oberverwaltungsgerichts Bautzen, weil es im Planverfahren einen schwerwiegenden Formfehler gab. Bei der Umweltverträglichkeit hat die Landesdirektion vergessen einen Erörtungstermin zu organisieren und die Unterlagen zur öffentlichen Auslegung waren unvollständig.


    http://www.sz-online.de/nachri…strassenbahn-3662324.html


    Meine Meiinung: Solche Idioten, die geklagt haben. Wenn wirklich nicht weiter gebaut werden darf, hoffe ich die haben jetzt für Jahrzehnte eine stillgelegene Baustelle vor der Tür!

  • Sächsische Zeitung, 31.07.2017
    Landkreis profitiert von Berufspendlern
    Die zieht es zur Arbeit nicht nur in die Landeshauptstadt. Viele kommen auch von dort in den Landkreis.
    https://www.sz-online.de/nachr…rufspendlern-3738178.html


    Pendler_innen setzen immer mehr auf den öffentlichen Nahverkehr. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO): „Insgesamt verzeichnen wir nach Riesa und Meißen ein Fahrgastwachstum, die Zahlen in Großenhain sind nach einem starken Wachstum bis 2015 stabil auf hohem Niveau“, so Sprecher Christian Schlemper. Der Aufwärtstrend bei der S-Bahn hat mit der Taktverdichtung in der Hauptverkehrszeit im April einen weiteren Impuls erhalten.


    Im ersten Halbjahr 2017 fuhren 540 Menschen mehr nach Meißen als im Vorjahreszeitraum – ein Plus von zwölf Prozent. In Coswig und Radebeul stiegen die Fahrgastzahlen um 14 beziehungsweise 13 Prozent.

  • Neue Linie 73

    Hallöle,


    unser hiesiges Verkehrskombinat hat sich trotz langem Würgen, Zetern und Winden nun doch dazu nötigen lassen, den Trachenbergern die lange gewünschte Quartierbuslinie zu kredenzen.


    Sie hört auf die seit 2009 obsolete Bezeichnung 73 und befährt die Döbelner Straße fast auf ganzer Länge.



    (eigene Grafik)


    Der Versuchsbetrieb mit Kleinbus läuft ab Fahrplanwechsel am 3. Januar bis zum 1. Juli 2018. Nun obliegt es den Anwohnern, ihr Begehr durch Taten, sprich die häufige Frequentierung des allerdings nur halbstündlich verkehrenden Mercedes Sprinters, zu untermauern und für einen dauerhaften Fahrbetrieb zu sorgen.


    Meine persönliche Meinung: Die 73 wird den 1. Juli wohl kaum überleben. Ohnehin scheint mir eine Busverbindung über die Döbelner Straße in Anbetracht der andernorts bestehenden Bedienungslücken eher von untergeordneter Bedeutung. So wäre z.B. die vor Jahren abgebügelte Quartierbuslinie durch die Antonstadt, die die bisher unerschlossene, aber dichtbevölkerte nahverkehrliche Diaspora an der Nord-, Forst- oder Prießnitzstraße hätte erschließen sollen, aus meiner Sicht erheblich sinnvoller.


    ---


    Notiz am Rande: In die Karte eingepflegt sind auch die zum gleichen Termin wirksamen Änderungen der Haltestellenbezeichnungen. So werden aus allen "Haltepunkten" der S-Bahn nunmehr offiziell "S-Bahnhöfe" (so auch in Trachau und Pieschen), die Haltestelle "Am Trachauer Bahnhof" wird in "Peschelstraße" umbenannt und die "Geblerstraße" in "S-Bahnhof Trachau West" - eine selten dümmliche Bezeichnung, gaukelt diese doch die Existenz eines zweiten S-Bahn-Haltes in Trachau vor. "Geblerstraße (S-Bahnhof Trachau)" wäre hier aus meiner Sicht erheblich sinnvoller gewesen. Aber mich fragt ja keiner...

  • Gleisschleife Infineon Süd


    Die Gleisschleife samt neuen barrierefreien Haltestellenbereichen für die Linien 7 und 8 ist fertig. Elektronische Anzeigetafeln und 4 Wartehäuschen sind auch dazu gekommen. Außerdem wurden mehrere Beleuchtungsmasten aufgestellt und die Fahrleitungsmasten durch neue ersetzt. Mal schauen ob auf dem Platz dazwischen noch die Bäume gepflanzt werden.


    Panorama von der Königsbrücker Straße aus


    Haltestellenbereich Richtung Hellerau


    Haltestellenbereich Richtung Weixdorf


    Panorama beide Haltestellenbereiche


    Panorama vom Haltestellenbereich Hellerau aus


    Blickrichtung Ersatzhaltestelle für Inselverkehr Hellerau-Weixdorf


    Ab Februar werden dann die Weichen an der Gleischleife am Diebsteig entfernt und das Gelände renaturiert.


    https://www.sachsen-fernsehen.…ord-ins-neue-jahr-432433/


    Ein Rückblick und Blick in die Zukunft der DVB im Video

    Einmal editiert, zuletzt von Chris1988 () aus folgendem Grund: Bilder ergänzt

  • DVB 2018

    ^ Nun ja, die Mittelinsel am Abzweig Hellerau war eigentlich nie baumbesetzt, dafür gab es hier bis in die 90er eine wunderschöne hölzerne Wartehalle mit achteckigem Grundriss. Eigentlich hatte ich läuten hören, diese solle rekonstruiert werden, aber da man auf das Decaux-Standardmaterial zurückgegriffen hat, wird es wohl nicht so kommen. Schade!


    Außerdem ist die neue Schleife pikanterweise nicht aus Richtung Hellerau befahrbar, und somit kann der Kurzpendel der "8" hier nicht wenden, was wiederum ZR-Fahrzeuge erforderlich macht. Ein Schildbürgerstreich, da dies die einzige Betriebsrichtung ist, in der die Schleife planmäßig zu nutzen gewesen wäre. Dennoch vielen Dank für das Update!


    ---


    Gestern und heute geisterten auch die aktuellen DVB-Projekte durch die Postillen. Kurz zusammengefasst die Hiobsbotschaften vorweg:


    Wie es an der Oskarstraße weitergeht steht in den Sternen, auch die Augustusbrücke wird wohl vor 2020 nicht befahrbar sein, und in der Johannstadt wird weiter an der Straßenbahn herumgeplant werden, ohne dass irgendein Zeithorizont absehbar wäre. Ich höre schon das Wehklagen der örtlichen Wutbürger... Persönlich bin ich bezüglich des weiteren Ausbaus des innerstädtischen Straßenbahnnetzes sehr pessimistisch, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.


    Aber auch Positives gibt es zu vermelden: Die 73 ist gestartet (werde ich diese Wochenende mal einem Selbsttest unterziehen), und ab Jahresmitte wird der Endpunkt Pillnitz in Ortsrichtung verlegt. Dann feiert auch die 83 ihre Auferstehung, sie wird zukünftig statt der 63 (wieder) zwischen Bonnewitz und Pillnitz unterwegs sein und mit der Pirnaischen "P" verknüpft. Aus diesem Grunde werde ich meine längst geplante Pillnitzer Busgeschichte(n)-Reihe auch noch mal vertagen...


    Die neuen Bahnen werden ebenso in diesem Jahr eingetütet werden. Ich persönlich finde die Wagenverbreiterung unabdingbar, auch wenn dabei ein gutes Stück alter Straßenbahnromantik auf der Strecke bleiben wird (und die letzten Tatras gleich mit). Wenigstens ist man in den Ost-Städten gleich auf Niederflur gegangen und erspart sich so die städtebaulich unsäglichen Hochbahnsteige à la Stuttgart, Hannover oder Köln...


    An der Kesselsdorfer Straße wird es wegen des Neubaus der "Zentralhaltestelle" Tharandter Straße eine weitere Langzeitbaustelle geben. Vielleicht streift ja ein Radlader aus Versehen so die "Löbtau-Passage", dass sie wegen statischen Totalschadens plattgemacht werden muss.


    Und das Wichtigste: der neue Nachtverkehr ab April. Auch wenn in der Woche etwas ausgedünnt wird (Wegfall des Treffens 1.15 Uhr), so ist die Einführung eines exakten Stundentaktes statt der unwuchtigen 70 Minuten begrüßenswert. Das absolute Hochlicht wird aber der Wochenend-Nachtverkehr: Einen durchgehenden nächtlichen Halbstundentakt dürfte wohl kaum eine Stadt Dresdner Größenordnung aufweisen. Dies ist mal wirklich eine Revolution!


    Fazit: Der Generationswechsel an der Spitze der DVB scheint gelungen. Unter den insgesamt widrigen Rahmenbedingungen besitzen wir in unserem Landeshauptdorf definitiv ein herausragendes Verkehrsunternehmen. Wer wie ich täglich auf die Deutsche Bahn angewiesen ist kann sicherlich nachvollziehen, wovon ich schrub...

  • Soweit ich weiß, ist die Schleife so konstruiert, dass bei verkürzten Fahrten aus dem Norden die Straßenbahn zwischen Weixdorf und Hellerau als Inselverkehr pendelt und dies ist auch mit normalen Wagen möglich mit der Konstruktion.


    Die andere Variante ist aus der Stadt kommen und in der Schleife wenden, wenn Eine Strecke oberhalb nicht befahrbar ist


    Ja, im ersten Plan war der Pavillion noch eingezeichnet. In einem späteren dann die normalen Wartehäuschen und Bäume auf der Fläche.

  • ^Du meinst den doppelgleisigen Abzweig von Klotzsche in Richtung Hellerau am Abzweig? Dem ist so, die Gleisschleife selbst liegt ja daneben im Busch, mit einer recht mächtigen Böschung ;-)


    Es ist möglich (wie vorher auch schon), ab Abzweig Hellerau von Klotzsche nach Hellerau zu fahren. Einen solchen Inselverkehr gab es auch schon recht häufig bei Bauarbeiten. Der Abzweig ist nicht zu verwechseln mit der Gleisschleife, diese selbst selbst ist aber aus Hellerau eben nicht zu befahren, was ich schon, nun ja, etwas kurzsichtig finde, wenn man diese Relation regelmäßig befährt.


    Deine Bilder zeigen übrigens den rekonstruierten Abzweig Hellerau und nicht die Schleife selbst. Ist die eigentlich schon fertig oder nur die Anschlüsse an die bestehenden Strecken?

  • Der Abzweig und die Gleisschleife gehören zusammen. Früher gab es nur ein Gleis von Weixdorf nach Hellerau, nun ist der Bogen zweigleisig.


    Und man brauch keine Möglichkeit von Hellerau kommend in der Schleife zu wenden und dann nach Hellerau zurück. Die Bahn kann einfach bis Weixdorf fahren und dann zurück.


    Und ja die Schleife ist schon in Betrieb. Im Februar wird ja die alte am Diebsteig abgerissen.