Moabit | Kleinere Projekte

  • Neubau Staatsanwaltschaft Turmstraße

    Bilder vom Abriss bzw. Umbau. Der verbliebene Bestandsbau-Teil wird entkernt. Ein Bauschild mit der aus #166 bekannten Visualisierung ist jetzt auch vor Ort:





    Die Rückseite:




  • Rathaus Tiergarten

    Und noch mal die Turmstraße in Moabit.


    Am Rathaus Tiergarten aus den 30er Jahren wird gerade der Ostflügel eingerüstet. Ob nur irgendwelche Reparaturarbeiten anstehen oder doch mal die unschöne graue Zementputz-Fassade gestrichen wird, weiß ich nicht. Vor gut 10 Jahren wurde ja mal die Westseite (und nur die) des Westflügels gelb gestrichen, dabei blieb es bis heute...



  • Fassadensanierung Birkenstraße

    Fragwürdige Sanierung einer einst entstuckten Altbaufassade in der Moabiter Birkenstraße, gleich neben dem Moa-Bogen.


    Auch wenn es gut gemeint ist, finde ich diese vorgefertigten angeklebten Plastik-Stuckelemente immer etwas grenzwertig. Zudem hebt sich die "dicke" Dämmung sichtbar gegenüber dem EG ab, was etwas aufgesetzt wirkt.
    So wirkt das ganze nicht richtig stimmig.


    Vorher sah es so aus - fast besser: G. Street View



  • Fragwürdige Sanierung einer einst entstuckten Altbaufassade in der Moabiter Birkenstraße, gleich neben dem Moa-Bogen.


    Auch wenn es gut gemeint ist, finde ich diese vorgefertigten angeklebten Plastik-Stuckelemente immer etwas grenzwertig. Zudem hebt sich die "dicke" Dämmung sichtbar gegenüber dem EG ab, was etwas aufgesetzt wirkt.
    So wirkt das ganze nicht richtig stimmig.


    In der Tat etwas eigentümlich. Private Eigentümer, und davon gehe ich hier mangels besseren Wissens mal aus, scheren sich oftmals nicht wirklich um die Optik wenn sie sich einmal für eine Dämmung entschieden haben. Der Eigentümer hier hat sich scheinbar schon Gedanken darüber gemacht. Umso fragwürdiger, warum er das Haus dann überhaupt dämmt.

  • Kleinere Projekte Moabit

    Im Nordosten Moabits, und auch nordöstlich vom Fritz-Schloss-Park mit seinen Sportanlagen, wurden und werden einige Backsteingebäude zu Büros und Wohnungen umgebaut, ein Neubau ergänzt das Ensemble. Es dürften z. T. ehem. Kasernen des 1. Garde-Feldartillerie-Regiments an der Kruppstraße sein.


    Lage Google Maps


    Ein paar Bilder dazu. Nahe der Einfahrt Lehrter Straße entsteht dieser Neubau:



    Die schönen alten Backsteingebäude wurden mit grauen kastenartigen Etagen etwas klobig aufgestockt:








    Zum Park hin wohnt es sich recht lauschig:




    Die haben hier ihr Büro:




    Gegenüber an der Kruppstraße wurde vor einger Zeit ein Gebäude Polizeidirektion 3 fassadensaniert. Das Ergebnis ist hier zu sehen:




    Immer wieder schön anzuschauen ist der Büro-Sichtbetonklotz genau an der Ecke Krupp- und Lehrter Straße. (Der ziert die Ecke schon eine ganze Weile):



  • Immer wieder schön anzuschauen ist der Büro-Sichtbetonklotz genau an der Ecke Krupp- und Lehrter Straße.


    Der "Büro-Sichtbetonklotz" ist das Ateliergebäude von Katharina Grosse von Augustin und Frank Architekten, ausgezeichnet mit dem Architekturpreis Berlin 2009 und dem Gestaltungspreis der Wüstenrot-Stiftung 2010.
    Meiner Meinung nach zu Recht, es ist einer der besten Bauten der in den letzten Jahren in Neuteutonia entstanden ist.

  • Kruppstraße, Ecke Lehrter Straße

    Da haben die Architekten bei der Aufstockung der fein gegliederten Backsteinfassaden mit den monolithischen, glatt verputzten Aufbauten aber einen hoch interessanten Kontrast zwischen farbig gestaltetem Ursprungsbau und in erfrischendem grau gehaltener "Ergänzung" geschaffen.
    Vor allem bei dem dritten Bild wird wieder deutlich, dass die grausame Entstellung von Altbauten durch Aufstockungen und Vereinfachungen der Dachlandschaft in der Nachkriegszeit scheinbar nicht eine überwundene Geschmacklosigkeit der 60er und 70er Jahre ist, sondern auch in der aktuellen Architektur würdige Nachfolger für zukünftige Bildbände "schlechter Bausünden" findet. :Nieder:

  • Da frag ich mich eher ob solche Preise wirklich noch als Auszeichnungen zu verstehen sind, wenn solche Bunker prämiert werden. Wäre das Gebäude 40 Jahre älter, würde man es als "Bausünde" beschreien, als Neubau bekommt es Preise.

  • @ saxonia: bin absolut deiner Meinung, etwas Sichtbeton und hier und da ein halbwegs großes Fenster und voila wir haben nen prämierten Superentwurf.


    Urbanist:

    Meiner Meinung nach zu Recht, es ist einer der besten Bauten der in den letzten Jahren in Neuteutonia entstanden ist.


    "Neuteutonia??" klingt so nach Flakturm Germania...

  • Der "Büro-Sichtbetonklotz" ist das Ateliergebäude von Katharina Grosse von Augustin und Frank Architekten, ausgezeichnet mit dem Architekturpreis Berlin 2009 und dem Gestaltungspreis der Wüstenrot-Stiftung 2010.


    Das ist nur konsequent, offenbart es doch schonungslos die totale Überflüssigkeit des Architekturbegriffs in der heutigen Zeit. Ein Berufsstand schafft sich quasi selbst ab. Einen Quader mit zufälligen Öffnungen und Oberflächen zu versehen - dass ist allenfalls noch eine Hausaufgabe für Softwareentwickler im Grundstudium. Man könnte es sogar zu einer kompletten Fertigungsstrecke ausbauen, wo dann unablässig solch lustige Würfel ausgeworfen werden.

  • was wenn

    Überlegt mal, wenn sich viele Architekten einen Preis zum an die Wand hängen wünschen und dann alle so bauen würden.
    Wie würden dann unsere Städte aussehen?

  • ^ ... "Gestaltungspreis der Wüstenrot-Stiftung" ... es gibt wohl mehr Preise als auszeichnungwerte Dinge. Öttinger und Sternburg Bier haben ja auch Preise bekommen.


    Es ist ein klobiger Betonklotz. Schade, dass er in Berlin und nicht in "Neuteutonia" entstanden ist (ist das sowas wie Sin City oder Gotham?). Falls Urbanist es nicht ironisch meint, kann er sich ja sowas gern als Eigenheim bauen. ;) Aber bitte in hinter dichten Bäumen versteckt.

  • Das ist nur konsequent, offenbart es doch schonungslos die totale Überflüssigkeit des Architekturbegriffs in der heutigen Zeit. Ein Berufsstand schafft sich quasi selbst ab. Einen Quader mit zufälligen Öffnungen und Oberflächen zu versehen - dass ist allenfalls noch eine Hausaufgabe für Softwareentwickler im Grundstudium. Man könnte es sogar zu einer kompletten Fertigungsstrecke ausbauen, wo dann unablässig solch lustige Würfel ausgeworfen werden.


    Ich glaube du hast den Berufsstand nicht ganz verstanden. Es ist ja nicht nur Aufgabe des Architekten schöne Fassaden zu malen. Ich bin in dem Ateliergebäude mal drin gewesen und muss sagen, dass ich sehr angetan war von der Qualität der Räume. Sowohl vom Wohlgefühl als auch von der Ausführung ist das alles sehr gut gemacht. Die Fassade ist auch nicht mein Fall, aber zufällig oder gar parametrisch ist da nix!

  • dummerweise erschliessen sich die räume eben nicht dem durchschnittlichen berliner, der genau an diesem bau vorbeiläuft....der sieht die betonmauer nebst fenster und denkt sich möglicherweise : "boah...so´n mist" ich bin mir ziemlich sicher, das der bau im inneren grandios ist, aber genau das wird nicht nach aussen transportiert...und kommt exakt in der ecke auch nicht zur wirkung...ich habe sicher nichts gegen schlichte betonwände, himmel ich wohne in pberg quasi neben dem museum für architekturskizzen, da ist noch nicht einmal ein fenster vorhanden, aber der bau fügt sich grandios in seine umgebung ein....frag mich mal warum....

  • Westhafen, Verladestation

    Und dann noch eine kleine Info aus Moabit. Hier wird die bisher etwas schäbig aussehende Verladestation am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal (gegenüber der Straße Nordufer) Kanal aufgehübscht.


    Link zum Vorzustand bei Street View bzw. bei Bing Maps


    Das Ergebnis sieht doch ganz freundlich aus. Blick von der Föhrer Brücke:



    Und vom Nordufer:



  • Neue Spreebogen-Promenade

    Laut Tagesspiegel plant die Freiberger Holding am Nordufer des Spreebogens eine neue Flaniermeile zu errichten. Die neue Spreebogenpromenade soll bereits 2014 das Flussufer mit dem kleinen Tiergarten verbinden. Darüber hinaus sind entlang des Streckenverlaufs einige Sanierungen, Abrisse und Umnutzungen/ Aufwertungen bei der angrenzenden Bestandsbebauung geplant.


    Quelle: http://www.tagesspiegel.de/ber…-wird-kommen/8755140.html

  • ^^ Westhafen


    Also ich weiß nicht. Aus ästhetischer Sicht hätte man sich die Farbe sparen können, nachdem man den grauen Schuppenanbau nicht hinter, sondern vor das Gebäude gesetzt hat. Gerade die Ansicht von der Brücke ist doch zentral. So geht die ganze Leichtigkeit des Gebäudes und die Illusion des schwebenden Kreuzes verloren, weil man eben nicht mehr "unten durch" gucken kann. Eigentlich nämlich ein schönes Exemplar Industriearchitektur der Nachkriegsmoderne.
    Immerhin war die ehemalige Zementumschlaganlage, ein Spätwerk aus dem Hause Schramm & Elingius (1963), bis zur Entwidmung einmal Kulturdenkmal.