Dresdner Stadtgespräch

  • ^ interessant sind die neuen wohnbauflächen fr-wolf-strasse (nahe neust. bhf) und kaitzer strasse 2 (nahe hbf). die kaitzer hatte ich erst kürzlich gezeigt, leider zählt das nachbargrundstück doch nicht zum umfang. aber beides sehr positiv.
    für das büro- und geschäftshaus MK1 am wiener platz sehe ich hingegen wenig chancen - wie auch für den mitvisualisierten ZOB.
    das käthe-kollwitz-ufer ist rausgelassen worden, weil dort ggf schon zugriff durch stesad bzw. neu-woba gesehen wird - möglicherweise.

  • Fröbelstraße taucht auch noch nicht auf.


    Interessant finde ich noch Ferdinandplatz und am Rathausplatz.
    Lingnerallee sind noch Visualisierungen mit Bestandsgebäuden.


    Warum sich MK4 am Altmarkt so schlecht verkauft, versteh ich auch nicht.

  • Immobilien aus Infinus-Millionenpleite nun verkauft
    die SäZ berichtet - hier - mit Bilderreihe


    seit april 2014 lief der verkauf. 48 mill. euro brachte das ein - mehr als gedacht. ob es alle immobilien der konkursmasse waren, bleibt unklar. es ist aber der weitaus größte teil - vielleicht auch alles.
    stadtbaulich wichtig ist die hauptstrasse 21 (ex-DNN-redaktion), wo nun hoffentlich eine neubelebung / sanierung stattfinden kann. ansonsten sind es top-objekte in saniertem zustand, wo keine bauliche folge zu erwarten ist.


    genaueres ist im tagsdrauf artikel zu lesen - hier auch

    2 Mal editiert, zuletzt von Elli Kny () aus folgendem Grund: 2. link angehängt

  • Mir ist heute beim Surfen ein interessantes Bild aufgefallen. Ich denke, viele kennen es bereits, aber ich fand es einfach sehr interessant:



    ( http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Dresden-pop_per_skm.png )


    Striesen, mit der eher weitläufigeren Würfelbebauung und ohne Blockrandbebauuung, ist nicht nur der bewohnerreichste Stadtteil Dresdens, sondern auch der am dichtesten bevölkerte. Und wenn man es auf Ortsamtsbereiche bezieht: Der Ortsamtsbereich Blasewitz (84k Einwohner und damit fast so groß wie Zwickau oder größer als Pirna und Freital zusammen) ist der bevölkerungsreichste.


    Es ist auch nicht so, dass sich die Bevölkerung kreisrund um die Innenstadt ausbreitet. Während der Süden und Südosten bis fast zur Stadtgrenze dicht bevölkert ist, ist für mich die Stadt im Norden de facto nach der Kreuzung Staufenbergallee/Königsbrücker beendet. Danach kommt erst mal Grün, Industrieruinen, Gewerbegebiet und noch mehr Grün. Klotzsche war bis 1950 eigenständige Stadt.


    Wenn ich mir das Bild oben anschaue, dann fallen mir auch 2 deutliche Fehlentwicklungen auf:


    A) Das Stadtzentrum ist im Prinzip weit im Westen des bevölkerten Gebiets und daher für viele Dresdner wahrscheinlich unattraktiv. Für Striesener ist es hin wie her, ob man in die Innenstadt fährt oder zum Kaufpark Nickern, wenn man etwa mal Shoppen gehen will. Der Elbepark dagegen ist eher für das Umland gebaut. Ich kenne Radebeuler, die ihn lieben. Wenn ich heute von Grund auf ein neues Stadtzentrum gestalten würde, welches möglichst attraktiv für die Dresdner Bevölkerung wäre, dann würde ich es wohl im Gebiet im und um den Großen Garten verorten.
    (Ist außerdem mal jemandem aufgefallen, dass es um die Frauenkirche herum fast keine Fahrradstellplätze gibt? Zumindest wurden wir nicht fündig und mussten einen Bauzaun nutzen, als wir mal vor ein paar Tagen mit dem Rad da waren.)


    B) Das mit Abstand größte Gewerbegebiet, die gesamte Mikroelektronik-Branche, befindet sich weit im Norden, de facto außerhalb der Stadt. Die Bevölkerung wohnt aber im Süden und Südosten. Daraus entstehen große innerstädtische Pendlerströme. Und ein Umstieg auf die DVB ist keine Option, zumindest wie ich es aus dem Bekanntenkreis höre von einer Person, welche täglich von Gruna bis in das Gewerbegebiet Nord "pendelt" und mal DVB probiert hat, als das Auto in der Werkstatt war. Noch langsamer und häufig zu Stoßzeiten überfüllt. Die Neubausiedlungen im Norden, etwa in Klotzsche, obwohl man im ersten Moment Zersiedlung sagen möchte, entschärfen dieses innerstädtische Pendeln etwas. Im Südosten bin ich dann auf das Gewerbegebiet "Wissenschaftsstandort Ost" gespannt, wobei es dort aber auch ansonsten Gewerbeflächen gibt, welche schlichtweg nicht genutzt werden. Bei der IHK etwa, gibt es eine riesige Gewerbefläche, welche seit Jahren bei Immoscout zum Verkauf steht. Anscheinend kein Bedarf, Arbeitsplätze in der Nähe der Wohnflächen zu schaffen.

  • Vielleicht hilft es ja, um die vermeintlichen "Fehlentwicklungen" zu verstehen, sich einfach mal mit der Geschichte der Stadt und hren Eingemeindungen auseinaderzusetzen. Und um das umweltfreundliche Bewirtschaften zweier PKW krampfhaft zu rechtfertigen, genügt es kaum, die DVB als "keine Alternative" darzustellen, nur weil man selbst offensichtlich zu bequem zu deren regelmäßiger Nutzung ist. Es soll Bewohner der Stadt geben (meinereiner eingeschlossen), die bewusst auf die Führung eines eigenen fahrbaren Untersatzes verzichten und hiermit sehr wohl sehr gut zurechtkommen. Ich pendle übrigens täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen meinem häuslichen Dresdner Domizil und Riesa, und das klappt im Großen und Ganzen auch ganz wunderbar, wenn nicht gerade die Lokführer streiken.


    Im übrigen ist mir relativ unklar, was uns der weitgehend sinnfreie Beitrag eigentlich suggerieren soll..?!?

  • Dresdner Stadtgespräch und Debatten und so, daher der Beitrag (P.S. hatte lange Weile auf Arbeit und habe bisschen rumgesurft und meine Gedanken abends mal zusammengefasst.). Und das Beispiel oben mit "DVB ist keine Option" war nicht von mir, sondern aus dem Bekanntenkreis. Zu meinem Arbeitsort fährt weder die DVB, noch die S-Bahn noch sonst eine Bahn. Ist vielleicht auch so eine Fehlplanung wie bei so einigen Gewerbegebieten. Dort müssen LKWs usw. hin, daher nah an der Autobahn und außerhalb der Stadt aber weitab von jeglicher Art von ÖPNV.


    Sobald wir ein paar Kleingärten in Dresden (Striesen / Gruna / Tolkewitz / evtl. Seidnitz) zu riesigen Gewerbeflächen umbauen und dort verarbeitendes Gewerbe nebst Verwaltung platzieren (und meine Firma dorthin umsiedelt - evtl. brauchen wir dann noch eine kleine Stadtautobahn zwecks LKW-Verkehr), verkaufe ich auch gerne mein Auto. Finde auch, dass es ein unnötiger Kostenfaktor ist. Aber direkt daneben möchte ich dann nicht wohnen, ist nämlich tlw. ziemlich laut... :)


    (Dazu fällt mir ein:
    Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
    vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
    mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
    vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -
    aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
    - Kurt Tucholsky)

  • Für die hohe Bevölkerungsdichte im Süden und Südwesten auf der Karte seh ich eher als Grund, dass sich dort direkt Freital und Pirna als größere Städte anschließen und sich somit das dichtbesiedelte Zentrum von Dresden automatisch nach Südwesten verlagert.
    Im Norden ist alles mehr dörflich geprägt.

  • Ganz genau. Und im Nordwesten Radebeul und Coswig, die ja auch zur inneren Agglomeration gehören und nur durch Ortsschilder voneinander bzw. von Dresden getrennt sind. Und schwupps liegt das angeblich so weit im Westen liegende Zentrum wieder recht mittig im bewohnten Areal.

  • Wenn ich mir nur Dresden anschaue, dann sieht man ziemlich deutlich, dass sich die Dresdner um den Großen Garten herum und sogar eher Richtung Südost konzentrieren. Und darum geht es doch beim Argument Kernstadt? Wenn ich auf der einen Seite Radebeul-Coswig dazuzähle, dann habe ich auf der anderen Seite Freital, Bannewitz, Heidenau, Dohna und Pirna. Auch dann sind deutlich mehr Menschen im Süden und Südosten.

  • Ich denke der historische Zentrumsbereich bestand/besteht zwischen Altstadt und Blasewitz was man noch heute an der großen Bevölkerungsdichte erkennen kann.
    Durch Eingemeindungen vor und nach der Zerstörung kamen viele nördliche und besonders südöstliche Gebiete dazu. Da diese erst spät hinzukammen konnten Sie natürlich weniger von dem Gründerzeitlichen Bauboom profitieren als. z.B. Striesen, Blasewitz oder Löbtau (ehemals größtes Dorf Sachsens).
    Jedoch zu DDR Zeiten haben sich gerade auf südöstlichen Gebiet viele neue Wohngebiete herrausgebildet, da diese schon zu Dresden gehörten aber kaum bebaut waren, wodurch man denken kann das sich das eigentliche Zentrum der Stadt um den Großen Garten herum befindet.
    Aber das Zentrum einer Stadt ist nicht der Bereich von dem aus in alle Richtungen eine ähnlich dicht bebaute Fläche ausgeht sondern das Zentrum ist eher historisch zu betrachten und wird durch seine Gebäude bestimmt (Marktplatz, Schloss, Rathaus, Theater) oder einfach die Verkehrwege welche deutlich einen Zentrumsbereich herrausbilden bzw. erkennen lassen.
    Desweiteren muss man in Dresden natürlich noch die Tal-Lage beachten, deswegen hat sich die Stadt nach dem Krieg nicht weiter richtung Norden (Grenze durch Heide und Berge und ebefalls Stadtgrenze), Osten oder Westen (ebenfalls Grenze durch Elbhänge bzw. Stadtgrenze) entwickelt sondern mehr Richtung Südosten da man hier noch ebene Flächen hatte welche man ohne störende Hanglage schnell und günstig bebauen konnte.


    MfG
    Christian

  • das stadtzentrum muss sich tatsächlich irgendwohin verflüchtigt haben, denn auch im stadtmodell sucht man solches aktuell vergebens.
    damit wäre nun endlich platz für eine angemessene flutpolderfläche an zentralem ort.
    ich werde demnächst das stadtzentrum folglich im grossen garten aufsuchen.

  • Am Großen Garten muss ja erst noch ein Stadtzentrum entstehen. :-)
    Ich nenne es Zukunftsinvestition Stadtzentrum 2050 am Großen Garten...
    Wobei... Einfach ein großer Park als Stadtzentrum hat doch auch was... :-)

  • Und da sind sie wieder - immer mehr Kräne über der Stadt


    wie vor Längerem angekündigt, entwickelt sich bis Ende 2014 ein neuer Bauboom, der allerdings erst innerhalb 2015 zum Maximum führen wird, da noch eine Menge dazukommt. Wie lange sich dann dieses Maximum an Baustellen hält, wird man sehen.



  • neues Rahmenkonzept Wohnen


    obwohl erst kürzlich bekannt wurde, dass die Stadtverwaltung ihr "Wohnkonzept" erst bis Frühjahr 2015 fertig bekommen kann, präsentierten heute einige Verantwortliche bereits ein neue "Rahmenkonzept Wohnen", was die Vorarbeit zum Wohnkonzept darstellt.


    die DNN berichtet


    Im Artikel sind interessante Zahlen aufgezeigt sowie Kartenpläne (in gewohnt unbrauchbar mieser Auflösung).



    auch die Stadtseite gibt eine PM bekannt, allerdings ohne Verlinkung auf eine Konzeptseite - hier bei dresden.de



    ein Videobeitrag dazu ist hier zu sehen - mit Interview mit den BMs Sittel und Marx
    Laut BM Marx wird es also einen revolvierenden Grundstücksfond geben, mit dem die Stadt Grundstücke aufkauft, zur Baureife führt und profitorientiert weiterveräussert.



    auch themenbezogen: eine Präsentation vom SPA-Amtsleiter Szuggat vom 27.03.2014 - Szuggat.pdf - sowas ist mal interessant




    desweiteren schaut man auch nach München, um Ideen ggf und lokal angepasst zu übernehmen - siehe SäZ

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  • DD Fernsehen, 13.10.2014
    Dresden will bis 2015 ein Rahmenkonzept Wohnen erstellen
    In Dresden werden 2030 über 585 000 Menschen leben. Um genügend Wohnungen zu schaffen, hat die Stadt Maßnahmen vorgeschlagen, u.a. die bevorzugte Bereitstellung kommunaler Grundstücke für Genossenschaften. Alle Details bei DF-Online. +++
    http://www.dresden-fernsehen.d…konzept-Wohnen-erstellen/


    In dem Beitrag werden zwei Folien einer Präsentation gezeigt, die mit dem Text der PM weitgehend identisch sind, aber zum Teil noch weitere Punkte enthalten:


    Rahmenkonzept Wohnen - Handlungsstrategien


    1. Maßnahmen, die sich bereits in der Umsetzung befinden:
    - Verstärkung der Forderung an Land und Bund
    - Ausweisung von ausreichend Flächenpotenzialen im neuen Flächennutzungsplan
    - Unterstützung von Wohnungsneubauprojekten
    - Weiterentwicklung von Wohnbauflächenkataster und Brachflächendatenbank
    - Unterstützung von Baugemeinschaften
    - Umsetzung des kommunalen Wohnungsanpassungsprogrammes
    - Erstellung des Wohnungsmarktberichtes
    - kontinuierliche Einbeziehung der lokalen Wohnungsmarktakteure


    2. Weitere Maßnahmen, die ohne Stadtratsbeschluss im Rahmen der laufenden Verwaltung der Stadt möglich sind bzw. in Abhängigkeit von Aufsichtsratsbeschlüssen stehen:
    - Vorbereitung von Wohnprojekten und längerfristige Sicherung von Wohnraum durch die Stesad GmbH
    - Bereitstellung kommunaler Grundstücke vorzugsweise für Genossenschaften
    - Bildung eines revolvierenden Grundstücksfonds Wohnen
    - Einbeziehung der Liegenschaften von Land und Bund


    Des weiteren die Aussage von Baubürgermeister Jörn Marx im Interview: „Dann haben wir natürlich vor - und das ist auch ein ganz probates Mittel in der Republik - Baulandbeschaffung für große Städte. Hört sich erst einmal sehr kryptisch an, ist es aber gar nicht. Sondern daß man eigene Grundstücke kauft, daß man bei Firmen Grundstücke kauft und die dann als Stadt zu einem gewissen Baurecht entwickelt und die dann mit diesem entsprechenden Mehrwert dann auch veräußert. Und mit diesem Mehrwert dann praktisch wieder in diesen revolvierenden Grundstücksfonds hineingehen.“

  • Dresden bekommt 12 neue Asylbewerberheime


    abseits der derzeit bundesweiten prozesse und der sonderbelastungen kommunaler haushalte möchte ich nur auf die standortauflistung und die lösungen hinweisen - hier


    dabei sind 6 bestandsimmobilien sowie 6 neubauten vorgesehen.


    interessant im bestandsbereich ist, daß einige randlagige hotels schon in kürze angemietet werden. ich vermute, daß aufgrund zunehmender hotels in der innenstadt die auslastung am standrand spürbar geringer geworden ist und daher deren verfügbarkeit gegeben ist. letztlich könnte über diesen hinweis deutlich werden, daß sich die dresdner hotellandschaft quasi konsolidiert und zunehmend mehr im stadtzentrum präsent ist.


    interessant im neubaubereich ist, daß diese 6 neubauten (hier) alle in holz-systembauweise mit je 60 wohnplätzen errichtet werden - vermutlich alle gleichen bautyps. dies geschieht allerdings durchweg erst bis nov/dez 2016. vermutlich werden es äusserst schlichte kastenbauten mit putzfassade über der holzkonstruktion.
    nennenswertester standort ist die teplitzer strasse (draufsicht), wo ein solcher bau auf zwei benachbarten flurstücken errichtet wird. direkt nebenan wird derzeit erst ein und danach ein weiteres studentenwohnheim errichtet. ab ende 2016 werden sich dort demnach drei schlichte wohnbauten aneinanderreihen, was allerdings der bisher völlig anbaufreien situation eine gewisse rahmung geben wird.

  • Dein vorletztes Luftbild zeigt mal wieder eindrücklich, wie völlig verkorkst die Ecke hinter dem Taschenbergpalais mit Advanta Riegel ist. Einer Nadel gleich schiebt es sich da rein. Daran ist aber leider nicht nur der scheußliche Riegel mit der für diese Stelle absolut schrottigen "Löffelputz"-Fassade Schuld. Durch die Überbauung der kleinen Brüdergasse von der Schloßstraße ist das ganze Areal zwischen Palais und Wohnriegel völlig isoliert. Da verirrt sich so gut wie kein Mensch hin. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen auf den Riegel zu verzichten. So hat man es nur noch schlimmer gemacht.