Dresden: Antonstadt

  • Die Brandwand der Bautzner Str. 55 hat mal wieder eine neue Gestaltung bekommen (zuletzt #501).
    Beworben wird hier das Finale eines ostdeutschlandweiten Street-Art-Battles in Dresden. Das Neustadt-Geflüster hat mit erläuternden Infos auch schon darüber berichtet. Gestern Abend wurde unter das Kartenblatt noch hinzugeschrieben, wie man an Freikarten für das Finale kommt (hab ich aber kein Bild von gemacht, war schon zu dunkel).



    (Bild von mir vom 01.11.)

  • Dem Umbau Scheune Kulturzentrum (ausführliche Info hier: #511) hat nun auch der Stadtrat mit großer Mehrheit (61 Ja, 2 Nein, 2 Enthaltungen) zugestimmt (DNN berichteten).
    Wie Elli bereits dazu schrieb, ist es nicht nachvollziehbar, warum man die Variante 3 der Variante 2 vorzieht. Wesentlicher Mehrwert ist lediglich ein größeres Café unten, ein breiter Saal sowie ein größeres Foyer oben. Dafür muss dann auch die bestehende, ansichtsprägende Rettungstreppe hinter dem Haus weichen. In meinen Augen unnötig. Auch das auskragende Obergeschoss in der Frontfassade ist gestalterisch schwierig, lässt es die EG-Fassade mit Eingang doch ganz schön gedrungen und dunkel wirken. Zum Glück handelt es sich bei den bisher veröffentlichten Plänen erst einmal um Vorentwürfe. Abgesehen vom Raumkonzept scheint da also noch Gestaltungsspielraum vorhanden zu sein. Stellt sich nur die Frage, wer diesen zukünftig mit Inhalt füllen darf. Scheune-Vorstand Seifert wies laut Bericht daraufhin, dass die Entwürfe auch mit "Akteuren aus der Neustadt" diskutiert werden müssten. Man kann gespannt sein, in welchem Rahmen (falls überhaupt) das umgesetzt wird und wer die benannten Akteure genau sein sollen.


    Edit: In der Ratsinfo der Stadt findet man den beschlossenen Änderungsantrag. Darin heißt es unter Pkt. 3, dass eine Variante 4 erarbeitet werden soll, die den "Erhalt des Gesamteindrucks" Rechnung tragen soll. Unter Pkt. 4 wird auf die zu beteiligenden Akteure verwiesen. Diese sollen sein:
    - die Nutzer_innen der Scheune (sehr vage Formulierung, finde ich, theoretisch also jeder)
    - vor Ort agierende Angebote der Mobilen Arbeit der Diakonie sowie des KJH Louise
    - das DreikönigsGymnasium
    - die Neustadt-Kümmerin
    - die Stadtteilrunde Neustadt (inklusive des Stadtteilkoordinators des Jugendamtes) sowie die Gruppe, die den Scheunevorplatz sozialpädagogisch betreut

  • ^ Ich bin infolge weiterer Betrachtung inzwischen auf die teure Variante 3 umgesattelt, wenngleich ich weiter die durch die Kulturschaffenden auszufüllende Bedarfe-Matrix nicht als sakrosankt ansehe. Variante 3 hat eine Holzlamellenfassade, in der Schrägansicht einer Visu machte es im heutigen Platzumfeld einen durchaus stimmigen und interessanten Eindruck, hingegen die Alt-Scheune doch recht banal ist, wenn man ehrlich ist. Die Panoramaverglasung zum Vorplatz gibt Einblick ins Leben innen, und von innen Ausblicke auf den Platz. Das wirkt insgesamt sehr angenehm, soll den Ort "beleben" - man sollte mE aber bei einer Holzfassade bleiben und nix Kaltes oder Graues da hinändern.
    Da es komplett aus Eigenmitteln der Stadt finanziert ist, gabs für dieses luxuriöse Kulturprojekt noch kaum adäquate Medialerwähnung. Es kommen später noch die "Aussenanlagen" hinzu, was man aber nicht übertreiben sollte. Unklar wird die Kostenentwicklung der Sache bleiben, bis das Ding steht. Im Prinzip ist es ein recht großes Kulturprojekt, sinnvoll zwar, aber irgendwo reicht der Zaster dann eben auch mal nicht (zB Barockfiguren Hauptstraße).



    Fassadensanierung A30 - Alaunstrasse 30
    das Haus ist im Besitz der kathol. Kirche - zumindest wenns noch so ist.


    Die Rückfassade (in Bildmitte) wurde schonmal irgendwann gemacht.

  • Schulbauten der Antonstadt = letzte Projekte des Sanierungsgebietes, Zwischenstand



    15. Grundschule, Görlitzer Strasse


    ^ Seitenflügel an der Seifhennersdorfer Strasse



    Dreikönigs-Gymnasium aka Gymnasium Dreikönigsschule, Louisenstrasse
    Haus A

    An der Strassenseite ist neuer Putz drauf und es gibt eine Farbprobe


    Rückansichten im Hof - mit neuem Anbau Speisesaal



    Bonus: Durchgang zur Rothenburger Strasse

  • Neubau Diakonissenkrankenhaus (zuletzt #524)


    Aktuelle Bilder von mir vom Sonntag (mit Handy, bitte entschuldigt die Qualität).


    Man baut nun bereits am Obergeschoss. Interessant ist, dass dieses zur Wolfsgasse hin über das EG und die Grundstücksbegrenzungsmauer auskragt. Man hätte wahrscheinlich gern auch im EG bis an die Grundstücksgrenze gebaut, vermute ich, daurfte es aber nicht. Vielleicht steht die Mauer dort unter Schutz.



    Auf dem Grundstück gibt es nun auch ein Hinweisschild. Vermutlich haben zu viele Leute nachgefragt.



    Das große Nachbargebäude steht derzeit leer und ist sanierungsbedürftig. Mal schauen, wann es eine Auffrischung bekommt und was dann da irgendwann mal reinkommt.


    Edit: Im Themenstadtplan ist nun zu erkennen, dass es zwischen der ehem. Hostienbäckerei (jetzt Schulleitung/Sekretariat) und dem leerstehenden Gebäude auch einen Verbindungsbau geben wird. Vermutlich wird das leere Haus dann auch Teil der Berufsfachsschule.

  • Pfunds Höfe Bautzner Straße/Ecke Prießnitzstraße (zuletzt #526ff.)


    Bilder von mir vom Sonntag.


    Im Hof ist nun die Decke über dem hinteren Teil der Tiefgarage. Wie man sieht wurde gleich ein Sockel für das Haus im Innenhof hergestellt.



    Der vordere Teil hin zur Prießnitzstraße wird gerade geschahlt. Hier erkennt man, dass die TG nicht bis an die Straße reichen wird (zumindest sieht es momentan so aus). An der Brandwand des Bestandsgebäudes wird laut Visus die Einfahrt sein, vermutlich dann mit Rampe, wenn die TG nicht bis zur Straße reicht.


    Zum Nachbarhof (hinter Bautzner 75) wurd ein Teil in der TG-Wand und -Decke ausgespart. Entweder wird das später nachgeholt oder hier wird es eine Öffnung/einen Zugang zur TG geben.


    In der Baugrube Bautzner Ecke Prießnitzstraße werden derzeit merkwürdige Fundamentarbeiten ausgeführt. Zwischen den Stützen des UG/TG wurde eine Art Wanne ausgebildet, die wieder mit Erde verfüllt wurde. Diese Konstruktion liegt auch etwas tiefer, als die restliche Bodenplatte. Was könnte das sein?


  • Bautzner Straße 73


    Das ruinöse Gebäude wird wohl nun abgerissen. Anfang der Woche wurde ein richtiger Bauzaun bis auf die Straße gestellt, die Fußgänger kommen auf dieser Straßenseite nun nicht mehr durch. Im Themenstadtplan sind die Einschränkungen dort mit Abbruchmaßnahmen bis 03.02. begründet.


    Zur Erinnerung: dieses Vorhaben war dort einmal geplant. Ob das so noch der Fall ist, bleibt fraglich. Die Anzeigen bei Immoscout dazu wurden vom Investor wohl zurückgezogen. Im Themenstadtplan ist auch kein Neubauvorhaben eingetragen.

  • Pfunds Höfe - update
    zuletzt oben^^^


    2 Blicke von der Prießnitzstrasse - also von hinten:
    Der mitten im Quartier sich nun hochreckende Baukörper verbaut bekanntlich nicht nur jegliche annehmbare Hofsituation, sondern ist so überflüssig wie ein Furunkel am Hintern. :D



    Blick von der Spitze am Eck zur Bautzner Strasse.


    Ausblick vom Pfunds Caféhaus




    ^ benachbarte Dächerlandschaft des neustädter Eastends - etwa mittig das Stadtteilhaus.

  • ^^aus diesem Artikel erfahren wir, dass die neuen Eigentümer, die "Besonders Wohnen" sind, hinter der die Architektin Heike Böttcher steckt, die uns auch die wunderbaren Erzeugnisse auf der Hechtstraße gebracht hat... :nono:


    http://www.besonderswohnen.de/…hechtstrasse-dresden.html


    Die grässlichen Pläne vom Vorplaner mit seinem massiv zugebauten Hinterhof wurden wohl nicht übernommen. Die Böttchersche Neuplanung sieht zumindest ein Mansarddach vor. Zur Schauseite zur Bautzner hin, erfährt man allerdings nichts. Leider ewarte ich auch nichts für's Auge, zumindest nichts, was sich positiv vom Bestand abhebt und einen adäquaten Ersatz für den Verlust eines authentischen Bauwerks aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts darstellt. Ich hoffe (!!) , das revidieren zu können.


    https://www.immovista.de/Expose.81.0.html?&exposenr=5796

  • ^Tatsächlich...Danke Chris...tja, immerhin Backsteinverklinkerung, ansonsten toll für den Hipster von heute mit Hang zum Exibitionismus...Aber wahrscheinlich wird eh tüchtig zugezogen sein, denn dauerhaft so auf dem Präsentierteller...wer will denn das?!

  • Schlecht finde ich den Neubau nicht. Nur habe ich weniger als null Verständnis für den Abriss des Hungerstilhauses. In der heutigen Situation, bei den Summen mit denen im Immobiliengeschäft jongliert wird, ist das nicht zu verstehen. Eine Sanierung wäre hier absolut zumutbar gewesen. Aber warum auch immer haben die Ämter das Haus ja freigegeben.....

  • Wenn man als Besitzer/Bauherr nachweisen kann, dass eine Sanierung wirtschaftlich in keinem Verhältnis steht, kann unter Umständen auch einem Abriss eines denkmalgeschützten Hauses stattgegeben werden. Zumal, wenn die noch vorhandenen Bausubstanz nicht mehr zu retten ist. Deshalb lassen Investoren solche Häuser ja auch gern mal 10 Jahre oder so rumstehen, damit es hoffentlich von allein zusammenfällt.


    Und die große Glasfront ist nicht nur hinsichtlich der Einblicke in die Wohnungen bendeklich, sondern auch wegen des sommerlichen Wärmeschutzes. Es gibt, soweit erkennbar, keinen außenliegenden Sonnenschutz, und das bei einer Südfassade. Im Sommer wird da schön die Sonne reinknallen und die Räume aufheizen. Und wenn im Winter mal die tiefstehende Sonne scheint, wird sie bestimmt ganz schon blenden. Noch mehr Gründe für Gardinen oder Vorhänge. Sieht dann bestimmt "schön" bunt aus.

  • Die Fassade sieht - trotz der großflächigen Verglasung - einfach abweisend und kalt aus. Es müssen ja keine Balustraden, Erker oder Dachbekrkönungen sein (obwohl ich das begrüßen würde...:)), aber das Fehlen jeglicher Struktur lässt den Bau banal, langweilig und in meinen Augen auch sehr unelegant aussehen. Es fehlt jeglicher Bezug zur Nachbarbebauung, ist aber wohl so gewollt. Passt aber dann auch wieder zum Parkhaus ein paar Häuser weiter stadteinwärts... :D