Neuigkeiten aus Mannheim

  • Die Stadt Mannheim plant den Auszug aus dem Collini-Center. In diesem ist derzeit das Technische Rathaus mit 600 Mitarbeitern (!) untergebracht. Ein neuer Standort wird derzeit gesucht.


    Das Collini-Center ist stark sanierungsbedürftig mit einem geschätzten Investitionsbedarf von 70 Millionen Euro. Die Stadt als Eigentümer wird den Bau verkaufen. Beim Sanierungsbedarf handelt es sich unter anderem auch um Wasserschäden und Brandschäden. Betroffen wäre wohl nur der kleinere, zehnstöckige Büroturm des Gebäudekomplexes, nicht der 32-stöckige Wohnturm.
    Von der SPD wurde vor drei Monaten der Abbruch beantragt, aber wohl zurückgewiesen. Ein Verkauf war auch 2010 schon mal eingeplant - damals wurde ein Wiederverkaufswert von 12-15 Millionen Euro avisiert, bei einer Marktsondierung wurden allerdings keine möglichen Käufer gefunden. Im Gespräch war damals ein pseudo-PPP-Modell mit dem kommunalen Wohnungsbauunternehmen GBG; die hat aber damals schon angekündigt, dass sie das nur mitmacht, wenn die Rückvermietung sich für sie in absehbarer Zeit amortisiert (was eine Miete von vermutlich 7-8 Euro/m² wäre).


    Zumindest berichtet über den geplanten Auszug der Mannheimer Morgen in einer Tickermeldung unter Bezug auf eine "Beschlußvorlage". Zumindest im Bürgerinformationssystem bin ich da bisher nicht fündig geworden, die Sitzungen des Ausschusses für Immobilienmanagement etc bla bla sind allerdings auch nicht öffentlich.

  • Für rund 50 der Mitarbeiter aus dem Collini-Center (s.o.) plant die Stadt Mannheim einen Neubau.


    Konkret soll auf dem Ochsenpferchbunker in Neckarstadt - das ist der an der Jungbuschbrücke - ein zweistöckiges Gebäude entstehen. Bei voller Ausnutzung der Baufläche wären das rund 2400 m², das Gebäude würde damit auf über den Daumen gepeilt ca 33 Meter Höhe anwachsen.


    Der Bunker untendrunter wird vom derzeit kleineren Außenlager (seit 2011 genutzt) zum Haupt-Stadtarchiv umgerüstet. Vorgesehen ist die Unterbringung von maximal 20 Kilometern Akten. Der Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg ist atomwaffensicher und diente im Kalten Krieg neben seiner Zivilschutzfunktion für 5400 Personen auch als "Kartenlager Süd" der Bundeswehr. Eine bauliche Änderung des Bunkers ist nicht vorgesehen, um die Schutzfunktion - dann für das Stadtarchiv - explizit zu erhalten.


    Allerdings muss das Ganze erst mal noch den üblichen Genehmigungsgang gehen, sieht aber nicht so unwahrscheinlich aus solange die gut 10 Millionen Euro dafür irgendwoher kommen. Der Bunker gehört der Stadt. Die Idee wird hauptsächlich von dem Architekten gepusht, der sich letztes Jahr im Mühlauhafen einen Speicher Büro mit Hotel untendrunter umgebaut hat, zusammen mit dem Leiter des Stadtarchivs.

  • Da der Threadtitel "News" beinhaltet und es dafür keinen wirklich guten Thread gibt:


    Der Verband Region Rhein-Neckar (das ist der politische Teil der MRN) hat in der nächsten Sitzung seines Planungsausschusses am 2.3. als Tagesordnungspunkt sich eine "Urbane Seilbahn Ludwigshafen-Mannheim" verordnet. Beteiligt an der Planung ist der VRN, die Seilbahn wird als potenzielles Verkehrsmittel zum zeitweiligen Ersatz der Hochstraße Nord sowie nach deren Bauzeit als dauerhafte Einrichtung gehandelt. Die Kapazität des Vergleichsmusters würde grob einem 2-Minuten-Straßenbahn-Takt entsprechen.


    Zumindest laut SWR und Mannheimer Morgen, die Tagesordnung ist nämlich nicht wirklich öffentlich. Und ja, ich hab auch erst an den Aprilscherz des Mannheimer Morgens vom letzten Jahr gedacht.

  • Laut Mannheimer Morgen und SWR hat der Planungsausschuss die "Urbane Seilbahn" wohlwollend und als "denkbar" zur Kenntnis genommen.


    Die CDU hätte allerdings vorzugsweise eine zweite Fähre bei Altrip, mit der Mondzahl von 800 zu transportierenden PKW pro Stunde garniert - die derzeitige Fähre transportiert ca 60 PKW pro Stunde und Richtung bei voller Auslastung. Die SPD ist "aufgeschlossen" gegenüber der Seilbahn, solange diese wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Grünen halten eher nichts davon.


    Eine ebenfalls in diesem Rahmen angedachte Güterseilbahn zum Transport von täglich bis zu 300 Containern über den Rhein wurde aus baulichen Gründen verworfen.

  • Ich halte so etwas auch für eine Aprillscherz. Die meisten Menschen die über die Brücken fahren kommen ja von weiter außerhalb. Also gedanklich für mich unterbelichteten erst irgendwo in Lu Parkplatz suchen, dann zur Seilbahn laufen und dann in Mannheim wieder laufen bis in die Innenstadt oder ist ein Halt am Paradeplatz und am Wasserturm vorgesehen? Die Idee ist genau so absurd wie die das neue Polizeipräsidium Ludwigshafen auf der Parkinsel zu errichten... mit genau 2 Zufahrtsstraßen von denen einen auch noch eine Hebebrücke ist!!! Was wir hier dringend brauchen ist eine neue Brücke oder noch besser ein Tunnel. Alle anderen Ideen sind nur geistige Diarrhö.

  • Also wenn wir den Altriper Rheinübergang als Maßstab nehmen würd ich mit einer neuen Brücke oder einem Tunnel zwischen Mannheim und Ludwigshafen so gegen 2060 rechnen. Oder mit Einstellung eines jetzt initiierten Projektes dieser Art zu grob diesem Zeitpunkt. Auf jeden Fall etwas zu spät für die Hochstraße Nord.


    Das Problem ist faktisch, daß sich mit Schließung des Brückenkopfs der Hochstraße Nord 40% des Verkehrs zwischen Mannheim und Ludwigshafen verlagern muß. Das sind über den Daumen gepeilt 20.500 Fahrzeuge und 3.500 Straßenbahnfahrgäste. Hiervon sind, wieder über den Daumen gepeilt, etwa 12.000 Personen Pendler nur zwischen den Städten Mannheim und Ludwigshafen, also 50%.

  • LED Videowände am MVV Hochhaus

    In den letzten Tagen haben Bürger in Mannheim eine Petition auf die Beine gestellt, die sich der Abschaffung der neuen LED Videowände am MVV Hochhaus widmet.
    Die Petition hat mittlerweile knapp 230 Unterschriften gesammelt, 2.400 möchte sie insgesamt erreichen.
    Die Grünen unterstützen diese Petition und haben sich ebenfalls mit kritischen Fragen an die Stadtverwaltung gewandt, in denen es unter Anderen um Zugvögel, Lichtsmog und Risiken im Verkehrsfluss geht.


    Wie steht Ihr zum neuen Logo und findet Ihr die Petition berechtigt, oder haltet ihr sie für überflüssig?

  • Es wäre eine Schande, wenn diese Videowände wieder ausgeknipst werden würden. Die Wände sind wahrlich ein kleiner Leuchtturm, nicht nur symbolisch.
    Sowas ist in einer Großstadt eben ganz normal und gehört in vielen Städten der Welt dazu.
    Mir gefällt es sehr gut und es ist schon ein Kompromiss, dass die Helligkeit nachts stark heruntergedrosselt wird, das dürfte wirklich nicht mehr stören.
    Die Grünen in Mannheim, unter Fontagnier, haben eine Menge Macht.
    Sie sind die Vorreiter in Sachen Verboten und Schikanen. Man kennt es ja nicht anders aus der Bundesebene...
    Ich bin gespannt wie die Sache ausgeht... Omen est nomen

  • Wenn die Dinger wieder weg müssen trifft es diesmal wenigstens die richtigen, da steht ja der Mamo und RNF oder die Haas Gruppe dahinter und das sind ja genau diejenigen welche für die Zurück in die Steinzeit Partei eifrigst seit Jahren parteiliche Werbung in ihrem Provinz Blatt und Sender machen. lol***


    Architektonisch finde ich diese Videowände eh nicht so berauschend und irgendwie unpassend zu dem Gebäude.


    Das man sich aber über so ne Belanglosigkeit wie Video Wände an einem Hochhaus allen ernstes tiefgreifende Gedanken macht, hier ne Petition startet und mal wieder nach Verboten schreit zeigt allerdings das einige Leute mit sinnvollen Tätigkeiten nicht ausgelastet zu sein scheinen.

  • Habe heute durch Zufall entdeckt, dass sich die Bilddaten von Google Streetview (zumindest innerhalb Mannheims) noch auf einem sehr alten Stand befinden. Ich würde den Stand auf 2008-2010 schätzen.


    Besonders interessant ist dabei das ehemalige Q6Q7, das Kurpfalz-Center (damals noch Walmart), das alte Einkaufszentrum Waldhof Ost/Klinikum Waldhof und der Jungbusch.
    Es ist wirklich hochinteressant zu sehen, wie schnell sich Mannheim wandelt.
    Begebt Euch gerne mal auf Entdeckungsreise im Mannheim von vor 10 Jahren :)

  • ^


    Google Street View wird Deutschlandweit seit März 2011 nicht mehr aktualisiert oder ausgeweitet. Im Regelfall handelt es sich in Mannheim um die erste, originale Bilderstellung durch Google Streetview, die nie aktualisiert wurde.

  • MVV-Videowände

    Scheinbar hat man den Kompromiss gefunden, dass sie nicht mehr rot, sondern dunkelblau leuchten und das sie Nachts weniger Bewegung inne haben. Ich fande zwar das Rot besser, aber lieber so, als dass sie die am Ende abgehängt werden müssen, damit die Leute auch ja nicht ihre Rollläden/Vorhänge in der Nacht zumachen müssen.

  • MVV Videowände

    Hallo Twal98, lustig, dass Dir das rot besser gefallen hat, ich finde tatsächlich, dass sich das Blau viel weniger mit dem Türkis der Fassade beißt :D
    Geschmäcker unterscheiden sich eben


    Passend zu den dunkelblauen Stirnseiten würde es mir jetzt noch gefallen, wenn man die Fassadenteile an den Seiten des Dachs im selben dunkelblau einfärben würde, um eine durchgehende Linie zu haben.
    Allerdings habe ich mal gerüchtweise vernommen, dass das Grün der Fassade unter irgend einem Schutz steht, da ist wohl nicht viel zu wollen...

  • Und das nächste Hotel kommt... Diesmal ein Premier Inn und das auch noch in der Breiten Straße. 193 Zimmer mehr für den eh schon hart umkämpften Hotelmarkt.


    Optisch finde ich das aber gar nicht mal so schlecht mit den sanfte Rundungen und der Fassade mit leichten Absätzen. Für die Breite Straße sicher eine enorme Aufwertung nur ich frage mich wirklich wie viel Hotels die Stadt noch vertragen soll... oder kann? Also was hier in den letzten 2 oder 3 Jahren in Bau, Eröffnung oder Planung ist nähert sich langsam der Verdoppelung der Hotelkapazität der 2000 er Jahre. Mir stellt sich auch die Frage ob man nicht besser in Wohnraum investieren sollte, der ist bekanntlich ja knapp auch in Mannheim. Der neuste Trend ist das Mannheimer mit unteren oder mittleren Einkommen an der Untergrenze vermehrt nach Ludwigshafen ziehen weil Sie in Mannheim die Mieten nicht mehr zahlen können oder wollen bzw gar keine bezahlbaren Wohnungen mehr finden. Für Ludwigshafen übrigens kein wirklicher Gewinn da hier die Bevölkerungsstruktur eh schon eine relative Schieflage hat und die Stadt momentan um ca. 3000 Einwohner im Jahr wächst was problematisch ist da es hier im Gegensatz zu Mannheims neuen Stadtteilen wie Franklin oder den Erweiterungen rund um die Gartenschau Fläche keine größeren ausgewiesenen Neubaugebiete mehr gibt. Man hat zwar gerade die Äcker am Heinrich Pech Haus in West als Baugebiete erklärt das ist aber hochproblematisch meiner Meinung nach da hier eine der wenigen Frischluftschneisen für die Innenstadt teilweise zugebaut wird. Und wirklich große andere Flächen welche noch bebaut werden könnten hat die Stadt nur wenn man massiv Äcker welche für die Lebensmittelproduktion benötigt werden zubauen würde.


    Einen kompletten Bericht zum Hotel Neubau findet ihr im Deal Magazin

  • Da muss ich dir vollkommen recht geben. Das schaut richtig gut aus und entfernt gleichzeitig einen der größten Schandflecke an der Breiten Straße. Gerade die Rundungen sind mal was neues in diesem Bereich und ich hoffe das die Natursteinfassade die laut Artikel angebracht wird, gut zur Geltung kommen wird. Mit dem neu gestalteten Einkaufshaus in K1, das zwar eine Verbesserung gegenüber dem Vorzustand ist, aber trotzdem unglaublich billig rüberkommt, könnte das einen Impuls in den Bereich bringen und die Entwicklungen in der Breiten Straße möglichst umkehren oder zumindest stabilisieren (wobei ersteres sehr unwahrscheinlich ist).


    In der östliche Unterstadt wurden in den letzten Jahren viele Projekte realisiert, wie zum Beispiel Q6 Q7, R4, R7 9, R3 15. Zudem sind viele Projekte in diesem Teil der Innenstadt in Bau oder Planung, wie T4 T5, T6 16, S3 6, Q2 6 und jetzt auch T5 1. Wenn jetzt auch noch die Stadt Geld in das Gebiet pumpen würde, durch zum Beispiel die Sanierung des Herschelbads oder durch die Aufwertung des Straßenraums, glaube ich wäre es möglich diesen Bereich, der im Moment nett gesagt eine Schmuddelecke ist, so zu entwickeln, dass aus der östlichen Unterstadt ein "Vorzeige"wohnbereich wird.
    Diese Ausage ist natürlich sehr hoffnungsgeladen, aber wie sagt man so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt ;).


    Bzgl. Hotelentwicklung in Mannheim:
    Was man erwähnen muss, ist dass es über Jahre ein Hotelbettendefizit in Mannheim gab. Zudem stiegen auch die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren stark an. Trotz alldem ist die momentane Entwicklung in diesem Bereich auf jeden Fall dramatisch. Der Druck auf kleinere Inhabergeführte Hotels wächst mit jedem Hotel und wir können davon ausgehen das in den nächsten Jahren sicher das ein oder andere schließen wird. Ganz kritisch wird es, wenn die Wirtschaft kippt. Mannheim ist keine Touristenhochburg und damit abhängig von Geschäftsreisenden. Die kommen aber in Rezessionen nicht mehr so häufig.
    Die Stadt kann der Entwicklung zwar nur schwer einen Riegel davorsetzten, aber weitere Hotels sollten nach Möglichkeit verhindert werden (was ja auch schon geschieht - im Planungswettbewerb für das alte TRM sind Hotelpläne verboten).
    In einem positiven Szenario (positive Wirtschaftsentwicklung und gelungene Stärkung des Tourismuses, durch Marketing und BUGA 2023) wird der Markt die Hotels, die im Moment geplant sind verkraften.
    Das negative will ich mir aber nicht wirklich ausmalen.

  • Schmuddelecke ist wirklich nett ausgedrückt, für mich ist das fast schon exterritoriales Gebiet wo ich mich einfach nur noch unwohl fühle. Was nun wirklich weniger mit der Herkunft und Anzahl der anzutreffenden Nationalitäten oder Menschen zusammenhängt sondern mehr mit dem Bildungsgrad und der meist fehlenden "Guten Kinderstube" Ich bezweifle das hier mit Neubauten oder einer sicher wünschenswerten Sanierung des Herschelbades alleine noch irgendwas zu retten ist, da muss ein ganz anderer Hebel angesetzt werden und das kann die Stadt sicher nicht.


    Das die Wirtschaft unendlich weiter so gut läuft ist ökonomisch übrigens nicht möglich, der nächste Crash kommt und glaubt man den Prophezeiungen einiger Top Ökonomen waren Krise der Vergangenheit dagegen ein Kindergeburtstag. Da wir unser Land ja Dank gewisser Ideologen gerade deindustrialisieren und obendrein noch die Produktion der meisten Güter schon fast verlernt haben bzw diese nach wie vor in Billig Lohn Länder auslagern wird das Erwachen dann jenseits deiner Vorstellung liegen. Leer stehenden Hotels sind das sicher das kleinste Problem.

  • Ich bezweifle das hier mit Neubauten oder einer sicher wünschenswerten Sanierung des Herschelbades alleine noch irgendwas zu retten ist, da muss ein ganz anderer Hebel angesetzt werden und das kann die Stadt sicher nicht.


    Naja, durch Aufwertungen und Neubauten steigen über kurz oder lang die Preise und ein Teil der Bewohner kann sich es einfach nicht mehr leisten dort zu wohnen. Die kommen dann zu dir rüber nach LU. Mir ist klar, dass die östliche Unterstadt nicht Kreuzberg ist und damit in 5 Jahren durch gentrifiziert ist, was ja auch nicht wünschenswert ist, sondern dieser Prozess Jahrzehnte benötigt und am Ende im besten Fall ein Gebiet entsteht, mit einer besseren Sozialstruktur und Durchmischung als heute.
    Mannheim hat ja zumindest schon Erfahrungen im Jungbusch sammeln können, wie man so etwas am besten angeht und wie Fehler vermieden werden können.


    der nächste Crash kommt und glaubt man den Prophezeiungen einiger Top Ökonomen [...] wird das Erwachen dann jenseits deiner Vorstellung liegen


    Deine dunklen Zukunftsaussichten teile ich aber weniger. Achtung Phrase: Fragt man 5 Ökonomen, bekommt man 7 unterschiedliche Antworten. Irgendwann wird die Rezession kommen, aber wie hart und welche Auswirkungen sie haben wird, liest man am besten aus dem Kaffeesatz. Wir sind hier ja aber kein Wirtschaftsforum, sondern ein Architekturforum und damit spare ich mir weitere Ausführungen.

  • MVV Videowände

    Als EVU sollte man sich gescheiter der Verantwortung stellen, die es heutzutage erfordert einen bewussten Umgang mit der erzeugten Energie zu pflegen und dies dem Kunden auch zu vermitteln. Sonst wird man unglaubwürdig, was sich dann auch letztendlich im Wechselverhalten der Stromabnehmer bemerkbar macht. Mit großformatigen Videospielereien setzt man da heute das falsche Signal. Eine Möglichkeit sehe ich da beispielsweise darin, die ganze Fassade des Hochhauses, das in die Jahre gekommen ist, energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Statt Strom zu verbraten gäbe es die Möglichkeit die Fassade zur Stromerzeugung heranzuziehen. Das würde zumindest mal die Kosten senken, was sich im Betriebsergebnis einer AG sicherlich gut macht.

    Darin steckt auch ein gestalterischer Ansatz. PV-Module gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Designs.

    Auch wenn die MVV in erster Linie ihren Strom bzw. Strommix verkaufen will, und es nicht ihr Anliegen ist die Erzeugung regenerativer Energien zu fördern, macht es Sinn zu demonstrieren, was mit und um die Stromerzeugung heute machbar und sinnvoll ist, wenn man schon mal im Strommarkt unterwegs ist.

    Eine bessere Werbung kann ich mir nicht vorstellen.