Dresden: Altmarkt

  • Ich vermute es geht hier um die Ecke am Pirnaischen Platz.


    Noch ein Blick in den Innenhof des Star Inn.
    Dort drin kann man sich schnell "ausversehen" verlaufen ;)



  • ^Schön, die Liebe zum Detail zu sehen und das in einem Innenhof! Ich glaube, da könnte sich sogar der Neumarkt eine Scheibe von abschneiden ;).


    PS: Das bezieht sich natürlich auf die Fassaden, (noch) nicht auf die Grünanlagen.

  • Star Inn im Haus Altmarkt





    Der Hof wird eine Grünfläche, die Mülltonnen aller Häuser verschwanden gen Untergrund, Bäume wurden angeblich nicht gefällt.




    Ausblick eines Hotelzimmers am Staffelgeschoss, das Zimmerinnere vergaß ich zu bebildern - sieht aber allg. recht gut aus.




    ^oben: Ecksaalblick auf die Wilsdruffer // unten: die Saalleuchter verschwanden bereits zu Ostzeiten und wurden nun durch selbige Firma von einst nachgebaut




    ^ oben: Konferenzsaal // unten: Gastrozone im 1.OG




    ^ Hotelgang mit Radverleih

  • ^Zugegeben der schlechteste Entwurf für "Dresdner Verhältnisse" war es nicht, aber von allen Seiten her war das geplante Gebäude doch nur "bessere Stangenware".
    Und der damit noch für eine Zeitlang erhaltene Blick auf das alte Gewandhaus stört mich nicht wirklich.
    Der Kommentar "Das aktuell vorgestellte Projekt ist aber zu schwach“ von Thomas Löser (Grüne) finde ich schon korrekt. Man sollte nicht jede Fläche "zuballern", nur weil gerade jemand seinen persönlichen Haufen setzen will. Davon haben wir hier schon genug!


    Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass auch anspruchsvollere Architektur dort irgendwann mal entsteht und leider würde es mich auch nicht wundern, wenn der Zuschlag am Ende doch wieder an ein 0815-Entwurf geht.
    Aber ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.

  • Der Entwurf war sicher nicht der Schlechteste, dennoch teile ich die Ansichten von R-G-R. Eine Bebauung des Grundstuecks ist zwar richtig und wichtig, doch blieben hin zum Rathausplatz wohl auf Jahre nur zwei Brandwaende, da der private Eigentuemer ja offenbar zu hohe Preisvorstellungen fuer sein Grundstueck hat. Dann kann die Flaeche vorerst auch komplett brachliegen - natuerlich verbunden mit der Hoffnung, dass sich die Stadt und der Privateigentuemer einigen und das Areal kuenftig von einem Investoren komplett - und nicht stueckweise - bebaut wird.

  • Rund um den Altmarkt (Teil 1)

    Für eine morgendliche sonntägliche Runde habe ich mich über die Elbe gewagt mit dem Ziel, das in meinen Augen viel zu gering gewürdigte Wiederaufbaugebiet der fünfziger und frühen sechziger Jahre rund um den Altmarkt näher zu beleuchten. Begonnen habe ich am Pirnaischen Platz und der Ringstraße, weiter ging es durch Gewandhausstraße, Wilsdruffer Straße, Weiße Gasse, Kreuzstraße über Altmarkt und die Seestraße zum Doktor-Külz-Ring.



    Das Bürohochhaus an der Ecke Ringstraße/Wilsdruffer Straße von 1959/60 bildet die Dominante des heute weitgehend unbebauten Platzes:




    Hochhaus mit dem südöstlichen Bock der Wilsdruffer Straße:




    Häuserblock entlang der Ringstraße:




    Der klassische Blick entlang der Südseite der Wilsdruffer Straße in Richtung Altmarkt und Postplatz, die Häuser entstammen der ersten Wiederaufbauphase bis 1960:




    Geschäftseinbauten in der Wilsdruffer Straße:




    Die traditionelle Löwen-Apotheke war eins an der Nordwestecke des Altmarkts ansässig, an der Stelle, wo heute das erste Centrum-Warenhaus und spätere Intecta-Gebäude steht. Man beachte die originale (und originelle) Werbung:




    Blick in die Gewandhausstraße, das neamensgebende Gebäude im Hintergrund:




    Die Gewandhausstraße beschreibt eine Zickzack-Form, was reizvolle Einblicke ermöglicht:




    Die meisten Ladenlokale werden heute gastronomisch genutzt:




    An der Rückseite des Gewandhauses befindet sich seit 1966 der Dinglinger-Brunnen, einst im Hof der Frauengasse 9:




    Flache pavillonartige Geschäftsbebauung in der Gewandhausstraße:




    Geschäftseingang im Eckhaus Gewandhausstraße/Wilsdruffer Straße - beachtenswert die offensichtlich ägyptisch inspirierten Säulen:




    Zurück an der Wilsdruffer Straße dieser interessante Blick in einen Hauseingang:




    Juwelier an der Wilsdruffer Straße, ebenfalls noch mit weitgehend originaler Fassade:




    Arkadengang am Eingang der Weißen Gasse, Blick in Richtung Altmarkt:




    Der Arkadengang von der Wilsdruffer Straße aus:




    Annäherung an die Weiße Gasse:


  • Rund um den Altmarkt (Teil 2)

    Weiter geht's in die Weiße Gasse:




    In der Weißen Gasse, die heute vor allem gastronomisch genutzt und auch entsprechend vermarktet wird. Das mag man ob der rein touristischen Ausrichtung kritisch sehen, auf jeden Fall hat es zu einer Belebung der Altstadt beigetragen, so dass nun nicht mehr um 8 die Bürgersteige hochgeklappt werden:






    Die Weiße Gasse ist seit 1961 vor allem durch den einst auf dem Ferdinandplatz beheimateten Gänsediebbrunnen von Robert Diez aus dem Jahr 1878 bekannt:




    Totale der Weißen Gasse, über den Arkaden thront die Frauenkirche:




    Einmal 90° gedreht blicken wir in die Kreuzstraße in Richtung Altmarkt:




    Eckhaus an der Kreuzstraße, dieses beherbergt das Café Central:




    Blick zurück in die Kreuzstraße:




    Eingang zum Café, auch hier ist die hohe handwerkliche Qualität der frühen Wiederaufbauphase bemerkenswert:




    Das Eckhaus vom kleinen Platz vor der Kreuzkirche gesehen:




    Hauseingang an der Altmarkt-Ostseite:




    Altmarkt-Ostseite mit Kreuzkirche:




    Blick durch die Wasserspiele zum Haus Altmarkt:




    Haus Altmarkt in der Gesamtansicht, frisch eröffnet als Nobelhotel:


    Einmal editiert, zuletzt von antonstädter () aus folgendem Grund: Bild ersetzt - Hauseingang am Altmarkt

  • Rund um den Altmarkt (Teil 3)

    Wechseln wir die Altmarktseite, ein Blick auf das ehemalige Centrum-Warenhaus an Stelle der Löwen-Apotheke, heute Teil der Altmarkt-Galerie:




    Detail: Steinerne Tafel zur Geschichte des Ortes:




    Arkaden an der Wilsdruffer Straße:





    Blick zurück zum Haus Altmarkt:




    Unter den Arkaden an der Altmarkt-Westseite:





    Hauseingang an der Altmarkt-Ostseite:




    Blick in die Seestraße in Richtung Ring:




    Eingang zur Webergasse:




    Die Webergasse wird durch einen hohen Dachreiter markiert, der an den Turm des einstigen Altstädter Rathauses erinnert, dass sich wenige Meter nördlich befand:




    Blick in die Webergasse, heute überdachter Teil der Altmarkt-Galerie:




    Im Durchgang zur Webergasse, Blick zum Markt:




    Durchgang am Herbert-Wehner-Platz:




    Informationstafeln im Durchgang:




    Café Prag in der Seestraße:




    Detailansichten der Fassade:





    Blick durch die Seestraße über den Altmarkt zur Schloßstraße, die klassische Südostachse der mittelalterlichen Stadt:




    Erhalten blieb in Teilen auch die ursprüngliche Stadtmöblierung der fünfziger Jahre, hier Vitrinen an der Seestraße:





    Wir befinden uns abschließend im Bereich der ehemaligen Festungsanlagen. Rechts neben dem neuzeitlichen Eckbau zum Doktor-Külz-Ring befand sich dereinst das Seetor, südlicher Zugang zur Stadt, das jedoch wegen der davor befindlichen Tümpel ("Seen") und der deswegen fehlenden Fernstraßenanbindung nie eine wirkliche Bedeutung erlangte und den größten Teil seiner Existenz in geschlossener Form verlebte:




    Aus meiner Sicht stellen die Wiederaufbauleistungen der fünfziger und frühen sechziger Jahre durchaus eine anerkennenswerte künstlerische und architektonische Leistung dar. Größtes Manko der Altmarktbebauung bleibt allerdings die irreparable Überbauung nahezu aller Nebengassen, so dass sich das städtische Leben auf wenige Hauptachsen konzentriert.

  • In der Weißen Gasse, die heute vor allem gastronomisch genutzt und auch entsprechend vermarktet wird. Das mag man ob der rein touristischen Ausrichtung kritisch sehen, auf jeden Fall hat es zu einer Belebung der Altstadt beigetragen, so dass nun nicht mehr um 8 die Bürgersteige hochgeklappt werden:


    Wieso ist ein gastronomische Nutzung rein touristische Ausrichtung? Ich treffe mich mit Freunden durchaus ab und zu mal in dem einen oder anderen Restaurant in der Weißen Gasse. Ich glaube nicht, dass dort nur hauptsächlich Touristen sind.


    Was mich eher stört, dass dort ein großer Teil der Restaurants/Bars zu einem einzigen Anbieter gehören, hat ja fast schon was vom System-Gastronomie. :)


    Original italienisch, spanisch oder südafrikanisch ist dort also nichts. Aber die machen das alles nicht schlecht, die Qualität stimmt, also passt das schon.

  • ^ zumindest das Rauschenbach ist mE Treff nicht weniger Dresdner_Innen. Auch die Restaurants werden durchaus von Dresdnern besucht, wenngleich wohl doch der Schwerpunkt auf Touri-Gästen liegt. Welche Eigentümer dahinter stehen, ist den meisten ohnehin nicht bekannt und letztlich fast egal. Da am Neumarkt gleiche Monopolisierung vorliegen soll, deutet es deutlich auf eine spezielle Ortsspezifik und Gemengelage hin, die eben noch zu keinem Marktausgleich geführt hat.


    Die Fülle an Gastronomie zeigt schön os-maps.


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    Danke an antonstädter für die detailreiche Runde um den Altmarkt. Die langen Arkaden auf der Westseite des Altmarkts machen leider nicht nur sonntags einen unfrequentierten Eindruck - dort schwächelt der mittlerweile verbliebene Einzelhandelsrest so vor sich hin, da die Großgalerie im Hinterhof (hach, wie hieß sie noch gleich? // ach, hätten wir nur sonntachs die Möglichkeit zum Shopping-Gottesdienst) jede Regung städtischer Belebung - gleich einem Saugsaurier - aufsaugt. Kein Wunder, ist doch etwa ein Fünftel des Altstadtkerns von besagtem Konsum-Saurier besetzt, was auf einen typisch altsächsischen Altstadtkern analoger Größe wie den von Bautzen übertragen etwa bedeutete, drei Kornmarktcenter als Block ins Gefüge zu krachen. Aber gut, dieser Vergleich hinkt etwas und die Bedingungen sind und waren in Dresdens Altstadt eben völlig andere.


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    Da im letzten Stadtrat etliche Themen mit Bezug zum Rathaus behandelt bzw erwähnt wurden, möchte ich noch einige diesbezügliche Stichpunkte hinzufügen:


    - Ringhotel wurde vertagt – wohl Diskussionsbedarf
    - Rathaussanierung: Gesamtkonzept für ges. Verwaltung als Thema jetzt neu im Rat, weitere Zusammenführung verschiedener Dienststellen und Ämter weiterhin angedacht (Stichwort u.a.: Techn. Rathaus)
    - Ärger mit gekündigtem Architektenvertrag (Rathaussanierung) noch nicht vorbei, großer Versagenspunkt fehlt, da alles Stückchen für Stückchen schief ging - daher Rechtslage schwierig in Nachweisführung der Rechtmäßigkeit der Kündigung
    - noch keine Kantine im Rathaus: Räume im Ratskeller zwar vorhanden, aber zu groß. Derzeit wird von der Bürgermeisterrunde die Einrichtung einer Ratskellermensa geprüft und (so Hr. Lames, SPD) "wenn sie nicht gestorben sind dann prüfen sie wohl morgen auch noch", da das alles seit 20 Jahren längst bekannt sei.
    - Rathausturm hat noch keine Perspektive, aber auch viel Geschossfläche, die zB als Konferenzzone für Rat und Verwaltung genutzt werden könnte, auch Büros usw. Ratskeller sowie Konferenzzone würden, so der Wunsch von RRG, zu mehr Kommunikation zwischen den Leuten aus Rat und Verwaltung führen und so mehr Gemeinsamkeit stiften.
    - Verwaltungsstrukturreform wird mit Neubesetzung Verwalt. Spitze umgesetzt
    - Krankenhäuser bisher bei Ordnung + Sicherheit – künftig: Soziales
    - Liegenschaften bisher Finanzen – künftig: Bau und Stadtentw.

    - Findungskommission für die neuen Beigeordneten ist geplant (für fachl. Eignungsprüfung)
    - Kurtaxe war Auflage des CDU-Innenministeriums (in Unkenntnis der Kommunalsatzungen), man war gezwungen, den Umweg über die Beanstandung der Unrechtmäßigkeit zu nehmen, um nun zur Bettensteuer/Beherbergungsabgabe zu kommen.


    Es ist also vieles in Arbeit.

  • Neues Rathaus am 22.5.2015

    Am gestrigen Abend widmete ich mich dem in Sanierung befindlichen Neuen Rathaus. 1905 bis 1910 errichtet, wurde es nach schweren Kriegszerstörungen in mehreren Etappen vereinfacht wiederaufgebaut, was sich noch heute gut am Grad der Purifizierung der einzelnen Fassaden ablesen lässt.


    Blick auf den Festsaalflügel und den Turm, mit 105 Metern höchste Erhebung der Dresdner Innenstadt, von der Ringstraße aus:




    Trümmerfrau auf dem Rathausplatz, ein Werk Walter Reinholds von 1952:




    Die bereits sanierte Ecke Kreuzstraße/Rathausplatz; warum die Fassade derart fleckig belassen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.




    Gerüstästhetik am Festsaalflügel:




    Bautafel am Dr.-Külz-Ring:




    Ausschnitt des Südflügel-Daches mit Turm: Der Südflügel am heutigen Dr.-Külz-Ring wurde als erster bereits 1952 wieder eingeweiht, dabei wurde das ehemalige Mansarddach durch ein Mezzanin ersetzt.




    Portikus des Südeinganges, die beim Wiederaufbau hochrechteckig gestalteten Eingangstüren wurden bei einer ersten Sanierung in den 1990ern in Anlehrnung an den Vorkriegszustand durch Rundbogenöffnungen ersetzt:




    Politisch korrektes Eingangsschild; mal sehen, ob es nach der Wahl in zwei Wochen getauscht werden muss:




    Noch mal der Portikus: Ob man sich auf eine Fensterfarbe wird einigen können...?




    Totale der Mittelachse des Südflügels:




    Grünzone auf dem Streifen der ehemaligen Stadtbefestigung am Dr.-Külz-Ring:




    Fahnenmastsockel vor dem Südausgang:




    Übergang von Süd- und Westflügel: Beim erheblich später sanierten Westflügel wurden wesentliche Gestaltungselemente der Vorkriegsfassade belassen.




    Portikus am Westflügel, der noch der (dringend nötigen) Sanierung harrt:




    Schulgasse/An der Kreuzkirche: Westflügel in der Totalen.




    Hietzigbrunnen An der Kreuzkirche; beim Näherkommen...




    ...bemerkt man den Breslauer Zwerg:




    Erker an der Ecke An der Kreuzkirche/Kreuzstraße:




    In der Kreuzstraße, Geschäftsfront:




    Hofeingang im Nordflügel sowie Blick zurück in die Kreuzstraße aus selbigem:





    Ende des Rundgangs am Ausgang der Kreuzstraße mit dem markanten Treppenhaus; aufgrund der Baumaßnahmen sind die interessanten Details des Festsaalflügels im Moment leider nicht sichtbar oder zugänglich.




    Noch einmal ein Blick auf den Turm mit Dach des Nordflügels, rechts unsaniert, links saniert: Auch hier die Frage nach der Fensterfarbe. Mir gefallen die alten deutlich besser.




    Rathausturm aus der Gewandhausstraße:




    Das war's!

  • ^@DNN-Artikel

    ... Bauingenieure äußerten Zweifel daran, dass sich auf dem Grundstück eine Tiefgarage errichten lässt, weil direkt unter der Oberfläche die historische Stadtmauer verlaufe.


    Inwieweit? Beim Merkur-I-Projekt, welches aktuell am Postplatz gebaut wird, wurde auch ein Teil historischer Stadtmauer (zur Wallstraße hin) entfernt. Oder ist hier einfach der Aufwand zu groß?

  • ^ Ach, das hab ich gar überlesen. Ist nur Geplänkel. Ist auch Quatsch. Entweder steht was unter Schutz oder eben nicht, zudem braucht mE ein Hotel keinen Stellplatznachweis und folglich keine TG. Aber darum gehts hier überhaupt nicht.
    Es geht um die Nutzung Hotel, die manchen mißfällt (ist hierbei aber keine Aufgabe der Politik) und es geht um banal Gestalterisches, da manchen die Verstellung des Gewandhauses nicht passt. Also schickt mans in die Gremienrunde, dort kanns erstmal vor sich hin rotieren. Das ganze mutet ziemlich dilletantistisch seitens des Stadtrates an. Echt blöd, dass die immer mitreden dürfen.

  • Rathaussanierung - Beleuchtung Kuppelsaal
    Wiki-Bild des Saals


    trotz Streites hat der Stadtrat die historischen Lampen für den Kuppelsaal beschlossen, jedoch gabs jede Menge Gegenwind. Wieviel man in Dresden noch auf Gestalterisches achtet, macht der Artikel der DNN deutlich (inkl. Kommentare).
    Und es kommen neue Unklarheiten auf: Warum müssen noch neue Leuchten hinzu? Das Ding ist doch als Denkmal saniert und muss mE nicht jedwede Neubauauflage nachweisen.
    Nach so vielen Jahren weiß ich selbst nicht mehr, wie die histor. Lampen eigentlich aussahen. Findet da jemand mal ein Bild (das obige aus wiki zeigts nicht)? Vielleicht ist eine Integration von LED-Technik und ausreichender Ausleuchtung tatsächlich unkompliziert möglich? Ich erinnere nur, dass es dort immer sehr dunkel war. Ich denke, es war wohl oft (und unverständlich) das (historische) Licht ausgeschaltet.
    Desweiteren nervt dieses ständige Verweisen auf Kitas und Schulen doch gehörig. Nun haben wir (dank Orosch) bereits etliche Jahre NUR Kitas und Schulen gemacht, hunderte Millionen sind hineingeflossen, zahlreiche olle DDR-Bauten und innenstadtraumfressende Flach- und Nebengebäude wurden saniert, ein verfehlter Nachkriegsaufbau damit völlig kritiklos auf ewig zementiert. Auf Gestaltungsfragen achten scheinbar nur noch wenige, dabei besteht ein Großstadtwesen doch nicht allein aus Kitas oder Kleingärten. Das ist einfach nur üblicher Provinzialismus. Ansonsten halte ich eher die heutigen Bauauflagen für überflüssig, dort entsteht eine viel größere Geldverschwendung. Aber das scheint vielen nicht bewusst zu sein, der Sparwüterich kommt immer erst bei Gestaltungsfragen aus seinem Loch. Also, mal sehen was hier kommt und wie es dann aussieht.

  • Der Artikel ist doch wieder in so einem dämlichen Stil geschrieben, dass es natürlich in den Kommentarspalten die erhofften Reaktionen auslöst. Klar, die böse Linke, diese elenden Geldverschwender... So ein Schwachsinn. Ganz ehrlich, mich verwundert eher, dass sich die Linke hier mal für eine historische Beleuchtung einsetzt, zumal eine, die nicht aus DDR-Zeiten stammt. Ich werte das sogar als Springen über den eigenen ideologischen Schatten zum Ansehen der Stadt und zur Zierde. Ich find's super. :daumen:
    Dass der Zastrow natülich wieder nix auslässt um zu hetzen - geschenkt.
    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen, hätte gern auch den Dresdensia-Brunnen gerne wieder im Rathaus.


    Edit: Unter diesem Link gibt es eine kleine Abbildung von 1914. Eine Weitere findet sich in groß auch im Dresdner Buch "Dresdner Rathäuser -Eine Dokumentation" auf Seite 26

  • ^ Diese Art von Lokalpresse bleibt uns wohl erhalten, bindet doch Skandalisierung die Leserschaft. Leider wird zu oft verkehrtherum gehetzt - sicher auch aus Ahnungslosigkeit der Schreiberlinge.


    Danke dunkel, da bin ich sogleich mal zum Privatarchiv Dresdensis gesprungen und hab das Heftlein über die Rathäuser erblättert: mein Gott, allein was das Neue Rathaus noch nötig hätte, um wieder der Palast zu werden, der es einst war. Heul! Erst gestern konnte ich "sanierte" Flure und Türen des Rathauses einsehen - mmh, na und?, sieht genauso kahl und sinnlos aus wie schon zuvor. Aber toll, dass mal alles aufgehakt und zugeschmiert wurde, generiert ja "Arbeitsplätze" und ist gut für die Wirtschaftsmühle.


    Da sieht man, wie weit sich unsere Stadt von einstiger Größe entfernt hat. Es ist eine vollumfängliche Entfremdung vor der Geschichte festzustellen, ich habe in letzter Zeit wachsend den Eindruck, dass speziell in Dresden "das Moderne" mehr (und unreflektierter) als andernorts als nicht zu hinterfragender Garant für "besser" oder "fortschrittlicher" dargestellt (Medien) und angesehen (Bürgerschaft) wird. Es ist allerdings mitnichten ein dresdner Ding, generell gilt dies allumfänglich allüberall in D-Lande.


    Die alten Bilder zeigen (geradeso zu erkennen) wunderschöne Leuchten (mE jugendstilige Glasovale), aber meine Frage war, wie der letzte Zustand vor Sanierung war? Unklar ist auch, warum sind die so teuer, sollte noch was bestanden haben. Hoffen wir, dass es nicht wieder zerredet wird. Ich finde, jeder im dresdner Bausektor Tätige und eigentlich jeder Bürger sollte sich wenigstens einmal pro Woche Bilder des alten Dresdens zu Gemüte führen - egal welche. Das wäre sicher noch keine Lösung, aber etwas Sand käme ins entfremdete "moderne Getriebe". :D