Nbger Westen: Himpfelshof, Kleinweidemühle, Eberhardshof, Muggenhof, Schniegling

  • Ja, das typische Klötzchenstapeln, immerhin hier nicht in Siff Styropor, sondern mit einigermaßen wertiger Verkleidung. Dennoch mit vielen architektonischen Unzulänglichkeiten: die zerklüftete Erdgeschosszone ist ja inzwischen leider fast schon als Standard akzeptiert, komisch sind diese abstehenden Panele neben den Fenstern, die hätte man wenigsten etwas variieren können. Erinnern mich etwas an dieses Gebäude.

    Wiederum Standard ist, dass der Bau die Ecksituation gar nicht ausnutzt. Ok, ich verstehe dass man der Kirche nebenan keine Konkurrenz machen möchte, aber auch ohne Ecktürmchen hätte man da schon etwas mehr machen können, etwa durch eine konkave Fassadengestaltung, Staffelung,... es hätte sicher Möglichkeiten gegeben.

  • Ein bisschen was aus dem Nürnberger Westen:

    Maximilianstraße

    Der Autoverkäufer an der Adam-Klein-Straße Ecke Maximilianstraße ist nun geräumt, es steht nur noch ein kleines Verkaufskiosk dort (Achtung, Denkmalschutz?). Die beiden Brandwände der großen Nachbarhäuser rufen allerdings sehr laut nach einer Neubebauung. Gabs es da hier nicht bereits Entwürfe zu sehen?

    U-Bahnhof Muggenhof

    Außerdem ist der U-Bahnhof Muggenhof als Hochbahnhof fertig saniert. Wirkt irgendwie als sei das eine Denkmalsanierung, denn die großen Glasbausteine wurden erneuert und nicht durch schnödes Fensterglas oder - noch schlimmer - irgendwelche vandalismussicheren Lochbleche ersetzt. Nein, so ist es dann doch am Besten:

    Alte Schulhäuser an der Kläranlage

    Die wollte ich schon immer mal wieder aufsuchen, denn sie sind wirklich schmuck geworden. Dieses Schulhauspaar aus früher Gründerzeit standen ja bereits zur Abrissdiskussion, aber der Denkmalschutz hat es verhindert. Und so stehen die beiden Schmuckstücke heute wieder frisch hergerichtet da:

    Das Vordere soll, soweit ich das mitbekommen habe ein Stadtteil- oder Jugendtreff werden. Aktuell steht es noch leer, soweit ich das erkennen konnte:

    Das hintere wurde dem Kläranlagenbetrieb zugeschlagen, ist entsprechend abgezäunt und wird auch bereits genutzt.

    Was ich ein durchaus reizvoll finde ist, dass sich die beiden Gebäude durchaus als Geschwister präsentieren, aber offenbar hat man es dennoch unternommen, sie im Detail unterschiedlich zu machen. Keine Ahnung ob das historisch auch schon so war, aber außer der Größe/Kubatur und das Klinkermauerwerk mit Sandsteinelementen haben sie nichts gemeinsam. Die Fenster sind in der Farbe und Profil unterschiedlich, die historischen Jalousieverkleidungen sind verschieden und ebenso die Dacheindeckung ist nicht gleich. Muss man schon zwei mal hinschauen. SUN, der Kläranlagenbetreiber informiert noch am Grundstückszaun über das Projekt, dessen Ende wohl termingerecht erreicht wurde.

    Übrigens, Projekte gibt es da wohl immer wieder, demnächst soll dort auf dem Areal die wohl größte Wärmepumpe der Stadt installiert werden, sie soll dem geklärten Wasser Wärme entziehen, so Energie liefern und gleichzeitig das Abwasser kühlen und so die Pegnitz ökologisch entlasten. Mal sehen ob man diese "größte Wärmepumpe Nürnbergs" auch vom Grundstückszaun aus wird sehen können.

  • Pestalozzistraße 9

    In Eberhardshof ist schon vor geraumer Zeit ein kleines Fabrikgebäude umgebaut worden zu Wohnungen. Leider haben es die Planer nicht geschafft, oder auch gewollt das Gebäude als stylisches Loft zu entwickeln, sondern haben die Standardschablone einer Billigsanierung drüber gezogen: Fenster wurden verkleinert oder ganz zugemauert, der Industrielook ist weg, WDVS dran, eine Aufstockung die wiederum fremd aussieht. Den Vorzustand habe ich damals etwas vielseitiger festgehalten, weil das Haus natürlich enormes Potenzial ausgestrahlt hatte:

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    jetzt:

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    Sehr schade, denn es fehlte eigentlich nur Geschmack um es besser zu machen.

    Neubau Fahrradstraße 10

    Einen Steinwurf davon entfernt in der Fahrradstraße 10 soll eine Baulücke geschlossen werden. Zuvor stand dort der Flachbau eines KfZ-Betriebs (streetview).

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    Geplant ist ein eher durchschnittlicher Lückenfüller ohne gestalterischen Esprit.

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    Visualisierung der Straßenfassade zum öffentlichen Raum:

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    Visu: Stattwerkstatt.de

    Allerdings ist dieser Straßenabschnitt eh nicht der schönste, deshalb passt der Bau da schon irgendwie hin.

    Sehr schade eigentlich, denn Eberhardshof hat insgesamt durchaus einiges zu bieten, dort sind zahlreiche, wirklich gut erhaltene und unverbastelte Gründerzeit-Straßenzüge. Die Fürther Straße ist auch nicht mehr so abartig laut und stinkend wie sie mal war, und die Pegnitzwiesen sind direkt dahinter. Das könnte eigentlich ein sehr beliebtes Wohnviertel werden. Gentrifizierung, wo bleibst du?

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Name "Inselkammer" könnte gut und gerne als Synonym für Profitmaximierung herhalten. Wenn es nach dem Eigentümer gegangen wäre, wäre die komplette Fläche mit Wohnschachteln bebaut worden. Verhindert hat das lokaler WIderstand, die alten Biergartenbesucher mit ihrer Wehmit und eine erstaunlich schnell reagierende städtische Verwaltung, die den Biergarten zur Grünfläche deklariert hat.


    nur nebenbei: die Fam. Inselkammer hatte vor vielen Jahren die (vereinigten) Tucher-Bräu billig eingekauft und dann nach kürzester Schamfrist begonnen, den mitgekauften Immobilienbestand an Häusern mit Gaststätten und Wohnungen zu filetieren und zu vergolden (sprich einzeln zu verkaufen).

    Sind denn Wohnschachteln nicht eigentlich das was das Volk braucht!? Das Volk braucht ganz sicher keine 280 Millionen U Bahn in irgendein Vorort Kaff aber die Leute brauchen bezahlbaren Wohnraum.

  • Baufortschritt "Tramloft" am Fuchsloch:

    Der vordere Riegel steht ja nun schon eine ganze Weile. Bemerkenswert finde ich nach wie vor, dass er als geschlossene, rd. 300 m langer Block monolithisch gestaltet ist. Sollen damit wohl übel riechende Düfte von Westen aus abgeschirmt werden? ;)

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    Details, hatte ich glaube ich schonmal gezeigt:

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    Die zweite Reihe an Mehrfamilienhäusern ist auch fertig und bewohnt. Dazwischen hat sich eine Art Hof herausgebildet, wie ich sie von den Plattenbauvierteln im Osten aus meiner Kindheit kenne:

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    Die Gebäude in der zweiten Reihe sind also dann als Solitäre hingestellt worden, es gibt keinen durchgehenden Block mehr. Erfrischend sind die unterschiedlichen Fassaden:

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    Hinter dieser Reihe wiederum eine Brache, die auf ihre Entwicklung wartet:

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    Der Feuerwehranfahrtsplan zeigt, dass da offenbar noch gut und gerne zwei Reihen an Wohnblöcken hinpassen könnten:

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    Wenn ich das richtig gesehen habe ist der Entwickler dieses Projektes die niederländische BPD, welche auch die beiden Wohntürme an der Hainstraße gegenüber der Meistersingerhalle bauen wollte. An diesen beiden Baustellen ist zurzeit tote Hose. Zu den Wohntürmen gab es vor einigen Tagen einen Zeitungsbeitrag, in dem nachgefragt wurde, wann denn nun der Baubeginn sei. Und das darin gesagte dürfte wohl auch auf das "Tramloft" zutreffen: Darin heißt es, dass in Nürnberg Wohnungsbau aktuell ein "Schwieriges Umfeld" habe - oder so. Das heißt es sei aktuell fast unmöglich, die Eigentumswohnungen zu den gewünschten Verkaufspreisen zu platzieren, es gebe eine starke Kaufzurückhaltung. Grundsätzlich halte man aber an den Plänen fest und hoffe auf eine Entspannung am Verkäufermarkt. Ob wir die Realisierung dieser beiden Projekte noch erleben, oder ob es nicht weiter verkauft werden wird, das wird man sehen.

    Ich schlussfolgere daraus aber, dass die Menschen nicht mehr bereit oder in der Lage sind jeden Preis zu bezahlen. Den Wohnraum günstiger herzustellen scheint noch nicht möglich, dazu sind wohl die Vorgaben an Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Wohnkomfort usw. usf. immer noch zu hoch. Andererseits scheint sich das einmalige, fast epochale Niedrigzinszeitfenster endgültig geschlossen zu haben. In der Niedrigzinsphase war es ja zu sensationellen Konditionen möglich den Schritt ins Eigenheim zu wagen. Das ist wohl auch bis auf Weiteres vorbei. Der gesamte Immobilienmarkt konsolidiert sich gerade, und hofft vermutlich auf Impulse durch Entschlackung der Bauvorschriften.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das neue Technikum der TH Nürnberg Georg Simon Ohm auf dem AEG-Nordareal wird in seiner Wirkung erahnbar. Kürzlich wurde Richtfest gefeiert. An der Südfassade sind inzwischen die Fassadenteile in den Obergeschossen montiert. Auch hier würde ich wieder sagen: keine „große Architektur“, aber ein gelungener Funktionsbau mit gut geschnittenen Proportionen und aus der Nähe nicht uninteressanter Struktur.

    Ich war mal wieder dort. Der Ohm-Neubau ist nun fertig und hat seine Aufgaben übernommen:

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    Zeitlose Funktionsarchitektur, würd ich sagen. Und das meine ich nicht negativ:

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    Durch die großen Glasfronten kann man einen Blick ins Innere werfen. Wie erwartet, schaut aus wie ein Paradies für Technikverliebte. Und es erscheint mir noch nicht ganz fertig eingerichtet:

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    Die weiteren Bauabschnitte auf dem Gelände stehen in der Warteschleife. Eigentlich seltsam, dass es auch hier nach Stilstand aussieht, denn damit steht ja das nagelneue THN-Gebäude wie ein Technikleuchtturm mitten im Niemandsland.

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    Unter anderem soll mindestens dieses weitere THN-Gebäude dazu kommen. Aber wann, dazu steht nichts auf der Tafel:

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    Die ambitionierte Gesamtplanung unter dem Label "Coloured Fields" kann man noch auf der zweiten Tafel ablesen. Das kleine rote Kreuz hab ich eingezeichnet um zu zeigen wo ich beim Fotografieren stand. Man erkennt, dass mit dem neuen TUN-Gebäude oben erst der 1 von insgesamt 9 Bauabschnitten umgesetzt worden ist. Das geht hier also erst los:

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    Irgendwie bekommt man schon den Eindruck, dass das Baugeschehen, das großvolumige Baugeschehen in der Stadt stark nachgelassen hat.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Unter anderem soll mindestens dieses weitere THN-Gebäude dazu kommen. Aber wann, dazu steht nichts auf der Tafel:


    Meines Erachtens ist das auf dem Bild dargestellte Gebäude der ursprüngliche Entwurf des von Dir gezeigten jetzt fertigen Ohm-Technikums. Der Blickwinkel dürfte von Nord nach Süd auf die Nordfassade mit der schrägen Fassade hin zur geplanten kleinen Grünanlage sein.

    Das zweite Gebäude der THN kommt m.W. an die östliche Seite des Areals, neben die Kleingartenanlage. Wann es soweit ist - keine Ahnung.

    Im Sommer 2024 hat der Freistaat hierfür zunächst einmal das Grundstück erworben. Die Fakultäten für Design und für Informatik sollen dort ihre neue Heimat finden. Der folgende Pressemitteilung beinhaltet auch eine Luftaufnahme des jetzt fertigen Technikums und des daneben liegenden Grundstücks:

    Freistaat erwirbt Grundstücke Auf AEG für die Ohm – Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

  • Das gezeigte Gebäude ist das gebaute Gebäude.


    Dekoratives Anführungszeichen

    Baufortschritt "Tramloft" am Fuchsloch:

    [..]

    Ich schlussfolgere daraus aber, dass die Menschen nicht mehr bereit oder in der Lage sind jeden Preis zu bezahlen. Den Wohnraum günstiger herzustellen scheint noch nicht möglich, dazu sind wohl die Vorgaben an Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Wohnkomfort usw. usf. immer noch zu hoch. Andererseits scheint sich das einmalige, fast epochale Niedrigzinszeitfenster endgültig geschlossen zu haben. In der Niedrigzinsphase war es ja zu sensationellen Konditionen möglich den Schritt ins Eigenheim zu wagen. Das ist wohl auch bis auf Weiteres vorbei. Der gesamte Immobilienmarkt konsolidiert sich gerade, und hofft vermutlich auf Impulse durch Entschlackung der Bauvorschriften.


    Die Zahl der größeren Neubaubaustellen ist in der Tat stark rückläufig und ich glaube auch, dass viele Menschen nicht mehr in der Lage oder Willens sind, die tlw. extrem hohe Preise zu bezahlen. Aber genau hier sehe ich das Problem: die meisten Bauträger haben hoch gepokert und nun unverkaufte Neubauobjekte im Bestand. Wer sucht, findet in Nürnberg und Umgebung schnell zahlreiche Objekte (DHH, RH und ETW), die z.T. schon seit über 2,5 Jahren fertig sind, aber noch auf Käufer / Bewohner warten. So lange die Bauträger die nicht zu den aufgerufenen Preisen los bekommen, werden sie nichts oder nur wenig vergleichbares Neues auf den Markt bringen und schon gleich dreimal nicht zu geringeren Preisen, Damit würden sie sich nämlich selbst zu richtigen Preisnachlässen der unverkauften Bestandsobjekte zwingen. Denn wer kauft noch eine 2 oder 3 Jahre alte Wohnung, die mehr kostet als eine gerade fertig gestellte? Das ist meiner Meinung nach auch vollkommen unabhängig von Bauvorschriften usw.

    Dazu wird ein zweiter Aspekt mehr und mehr wirken: die Nachfrage fängt an zu sinken! Der demographische Wandel schlägt nun stärker durch und die Bevölkerung wächst nicht mehr sondern schrumpft. Der jahrelange Zuzug aus dem Ausland wird seit einiger Zeit politisch in einen Wegzug gewandelt (siehe u.a. die Kanzlerworte zu den 80% Rückkehren nach Syrien). Merkel hat 2015 sehr schnell verstanden, dass Einwanderung i.d.R. Wachstum bringt (siehe u.a. die spanische Entwicklung der letzten Jahre). Wenn man nun genau in die andere Richtung politisch wirkt, wird sich das entsprechend in einem Minus-Wachstum niederschlagen.

  • Wenn man das so annimmt, wie du es herleitest, dann wird es noch schwierig mit der Neubebauung des alten Lederer-Biergartens in Gostenhof z.B. Oder, wie ich letztens wieder hörte, wird auch der Hummelsteiner Park bald verschwinden, der wurde jüngst verkauft und es ist Wohnungsneubau zu erwarten. Das bedeutet ja auch, dass das Matra der "Wohnungsnot" so nicht mehr lange zu halten sein wird. Mit diesem Argument werden ja u.a. die genannten beliebten Biergärten Nürnbergs geopfert.

    Allerdings sehe ich das auch so, dass die Preise im Eigentumssegment dann nach unten angepasst werden müssen, wenn die Bauträger überleben wollen. Es ist immer noch besser billiger zu verkaufen als nichts zu verkaufen - es sei denn sie ziehen ein Vermietungsgeschäft auf, was ich wohl tun würde.

    Im Grunde sehe ich daran erstmal nichts negatives.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das bedeutet ja auch, dass das Matra der "Wohnungsnot" so nicht mehr lange zu halten sein wird.

    Die Wohnungsnot bezieht sich ja primär nicht auf überteuerte Eigentumswohnungen, sondern auf bezahlbare Mietwohnungen. Davon gibt es nach wie vor viel zu wenige - auch in Nürnberg. Das betrifft ebenso geförderten Wohnraum für einkommensschwache Haushalte. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn zugleich bezahlbare ETW entstünden - die würden nicht zuletzt Druck vom Mietmarkt nehmen - aber Zinsniveau und die weit stärker als das Einkommen gestiegenen Baukosten lassen da denke ich keine große Hoffnung zu.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Es ist immer noch besser billiger zu verkaufen als nichts zu verkaufen

    Kommt auf den Bauträger und seine Finanzmittel an. Solange der Bauträger keine Zahlungsschwierigkeiten bekommt, kann er (noch?) darauf spekulieren, dass irgendjemand die bezugsfertige Wohnung früher oder später zum aufgerufenen Preis kaufen wird. Abschläge beim Preis macht nur jemand, der mit dem Rücken zur Wand steht. Schwieriger sieht es bei halbfertigen Vorhaben aus, bei denen der Bauträger selbst noch erhebliche Zahlungen leisten muss. Wenn das Projekt von der Hand in den Mund finanziert ist, kann das kleinere Entwickler bei zu wenigen Käufern zügig in die Insolenz treiben. Daher auch die restriktivere Kreditvergabe der Banken, die z.T. bestimmte Vorverkaufsquoten einfordern. Doch selbst wenn die Wohnungen schon alle verkauft sind, ist das keine Garantie. In München gibt es bspw. ein halbfertiges ETW-Gebäude, bei dem die Käufer seit Jahren mit einer Bauruine leben müssen, weil die zugehörige Projektgesellschaft allein aufgrund der später erheblich gestiegenen Baukosten insolvent gegangen ist.