Infrastrukturprojekte

  • Haben sie denn zumindest die Asphaltdecke in Ordnung gebracht oder ist das auch daneben gegangen?


    Also hier und da wird noch geflickt.


    Aber wenn ich den Ägidienmarkt sehe und den hindernisfreien Fußgängerüberweg, bin ich schon sehr begeistert. Endlich sind die Zeiten vorbei, wo man vom JFK-Platz bis zum Ritterbrunnen die Autobahn durch die City nur über den Hortentunnel unterqueren konnte.


    Was mir jedoch fehlt wäre ein weiterer Überweg (ohne Ampelanlagen) über die Auguststraße. So auf Höhe Kuhstraße.

  • Ist es nun ein Flickenteppich oder eine anständige Asphaltdecke geworden?


    Ich fände es befremdlich, wenn man Dinge modernisieren möchte, aber den Bau am Ende schlimmer hinterlässt...

  • Bis auf eine Erneuerung auf dem Ägidienmarkt im Bereich des Fußgängerüberwegs wurde nur das nötigste gemacht, also die alte Fahrbahndecke in der Stobenstr. und Auguststr. belassen. Bis jetzt ging es nur um die Erneuerung der Gleisanlagen. Im nächsten Jahr wird der Ägidienmarkt umgestaltet.

  • Saniert wurde dort von der Verkehrs-AG die Gleisanlage mit teilweisem Rückbau der dritten Fahrbahn und deren Umnutzung in Aufstellflächem bds. der Gleise zur besseren Querbarkeit und Wiederherstellung des Ägidienmarktes !


    Diese Baumaßnahme hat also primär nichts mit Straßen- oder Fahrbahnoberflächensanierung zu tun - wie ja der Diskussion und den öffentlichen Meldungen zu entnehmen war bzw ist. :-))


    Dort wo in die Fahrbahn eingegriffen wurde ist der Anschluss auch entsprechend wiederhergestellt worden - weitere darüber hinausgehende Bauaufgaben diesbezüglich bestanden seitens der Verkehrs-AG natürlich nicht.


    Die Qualität der Infrastruktur in diesem Bereich wurde erheblich verbessert, neue geräuschgedämpfte Gleise, Überhöhung des Gleiskörpers zurückgebaut, Trenngitter entfernt, Querbarkeit wiederhergestellt, Rasengleise angelegt... Der gesamte Bereich hat erheblich profitiert und wird es im nächsten Jahr noch weiter tun.


    Über die Qualität der Straßen lässt sich generell sicher vortrefflich diskutieren - da es hier jedoch um den Gleiskörper ging ist und die Straßen hier gar nicht saniert wurden wirkt die Kritik hier fehl am Platze !

  • Genau, um das nochmal klarzustellen und aufzugreifen.
    Es geht hier in der Kurzdiskussion nur um die Eingriffe in die Asphaltdecke und die daraus entstandenen Unebenheiten, die es vor den Baumaßnahmen nicht gab. In der Wendenstraße gab es vor 1,5 Jahren das selbe Anliegen und dort wurde nach einem Jahr die Asphaltdecke neu gefestigt.

  • Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!!!


    Zum einen wurde die Fahrbahn im Bereich Ägidienmarkt etc. an den betroffenen Stellen wiederhergestellt und zum anderen ist das auch professionell geschehen!


    In der Wendenstraße wurde die Fahrbahn nach einer nicht primär die Straße betreffenden Baumaßnahme ( Schubert-Höfe etc ) bewusst NICHT professionell wiederhergestellt und nur provisorisch mit Rohasphalt geschlossen, da unmittelbar darauf die Komplettsanierung der Wendenstraße folgte !


    Es ist zu allen Zeiten stets auch kommuniziert worden, dass es temporär nur einen provisorischen Oberflächenverschluss bis zum Beginn der Sanierung der Straße geben wird und die komplette Erneuerung im Rahmen der Sanierung erfolgt.


    Die Stobenstraße steht jedoch ( kurzfristig ) noch gar nicht zur Sanierung an, so dass hier ganze andere Rahmendingungen herrschen wie an der Wendenstraße ! Die Sanierung wird mittelfristig angedacht und soll in ein Konzept zum Umbau / Sanierung des Kennedyplatzes einfließen.


    Ich schlage vor sich vor Ort selbst einmal ein Bild über die Qualität der Ausführung zu machen und sich über etwaige Hintergründe zu informieren bevor hier Dinge genannt werden, die so auf diese Art nicht korrekt wiedergegeben sind.


    Unebenheiten und provisorische Fahrbahnanteile wie in der Wendenstrasse konnte ich jedenfalls nicht annähernd entdecken - und ich wohne vor Ort und bin die Strecke schon des öfteren abgelaufen um zu schauen wie es dort ausschaut. :-))

  • Gibt es Belege dafür, dass der Kennedyplatz und das umliegende Areal Richtung Stobenstraße saniert wird oder kann das noch 20 Jahre dauern?
    Vor 3 Jahren gab es schon einmal eine Diskussion um die Errichtung von einem Torhaus am Kennedyplatz.


    Warten wir einfach ab und hoffen.

  • Für die Gestaltung der Freiräume des Magniviertels und somit der Kuhstraße wurde ja bereits ein Konzept erarbeitet.


    Und bei den ganzen Baulücken im Klint wäre ein Wiederaufbau wünschenswert, um den bisherigen guten Ansatz (!) fortzuführen.

  • Siehe BraZ vom 31.10.:


    Die Gleisanlagen sind neu verlegt, die Trams rollen wieder flott in Richtung John-F.-Kennedy-Platz. Doch schon werfen die nächsten Bauarbeiten ihre Schatten voraus. Die Stadt erläuterte jetzt im Rathaus den Anwohnern von Stobenstraße, Ägidienmarkt und Augststraße, was sie dort ab März 2017 vorhat - und welche Kosten entstehen. [....] In der Stobenstraße soll stadteinwärts künftig die dritte Fahrspur entfallen. [...] Eine Fahrbahn entfällt, dafür wird in Höhe der Kolonnaden ein zwei Meter breiter barrierefreier Gehweg entstehen.[...] Auch die Auguststraße wird stadteinwärts künftig 6,5m breit sein. [...]



    Die Fahrbahnen werden nächstes Jahr gemacht. Ich hätte es auch gerne gesehen, wenn man solche Baustellen in einem Rutsch schafft, manchmal ist das aber nicht der Fall, dann wird halt geflickt um die Arbeit nicht zweimal zu machen. Ein gutes hat die Sache: Der Verkehr in der Innenstadt wird gleich zweimal beruhigt.


    Viele Grüße

  • Danke!


    Genau, ich war mittlerweile vor Ort und habe die Stobenstraße inspiziert.
    Der Asphalt ist beiderseits ein reinster Flickenteppich und kleine Ungegebenheiten sind auch entstanden. Aber es wird, laut BZ, in Aussicht gestellt, dass nächstes Jahr eine neue Teerdecke aufgetragen wird.

  • Na das liest man natürlich gern, da bisher ja immer nur davon die Rede war, dass der Ägidienmarkt saniert wird!


    Ich hoffe ja auch immer noch darauf, dass sich dann in naher Zukunft auch die Sanierung von Klint und Kuhstraße anschließen und sich die Situation im Klint grundlegend ändert und dort eine ergänzende Bebauung geschaffen wird !


    Das Gleiche gilt natürlich für den Kenedyplatz und die Kurt Schumacher Str.

  • Zugverbindung Wob-Bs

    Ab dem 11. Dezember an fährt von Wolfsburg aus ein zusätzlicher Spätzug nach Braunschweig - jeweils von Montag bis Donnerstag fährt ab 23.14 Uhr ein Zug von WOB Hbf zum Braunschweiger Hauptbahnhof. Langsam scheint sich also die Verbindung zwischen den beiden niedersächsischen Großstädten, wenn auch nur in kleinen Schritten, zu verbessern.


    http://www.news38.de/wolfsburg…Braunschweig.html?ref=sec

  • Ausbau des Straßenbahnnetzes

    Die Ergebnisse der Trassenbewertung sollen am 13. Januar 2017 den Ratsgremien und Medien vorgestellt werden. Für den 16. Januar ist ein öffentlicher Informationsabend in der Stadthalle vorgesehen.
    http://regionalbraunschweig.de…idore-wird-abgeschlossen/


    Bereits jetzt beginnt die Diskussion. Der Einzelhandelsverband Harz-Heide möchte eine Straßenbahn durch die Gördelinger Straße verhindern und spricht sich für eine Trasse durch die Güldenstraße aus.
    http://www.news38.de/braunschw…nd-alarmiert.html?ref=sec

  • Schleuse Lüneburg Scharnebeck

    Die Stadt Braunschwei beteiligt sich am Neubau der Schleuse Lüneburg Scharnebeck. Das Projekt soll 2025 abgeschlossen sein. Durch den Bau der neuen Schleuse könnten größere Schiffe passieren. Die Verwaltung geht davon aus, dass der Anteil der Binnenschifffahrt beim möglichen Einsatz von größeren Schiffseinheiten überproportional steigen würde. Deshalb verspreche man sich auch einen Wachstum für den Braunschweiger Hafen.


    http://regionalbraunschweig.de…iell-an-schleusen-neubau/

  • Ausbau des Straßenbahnnetzes

    Heute wurden, wie angekündigt, die Pläne der Stadt vorgestellt: Ziel ist demnach der Ausbau des Straßenbahnnetzes in sechs Korridoren mit insgesamt rund 18 neuen Gleiskilometern bis 2030. Dieser wird als wirtschaftlich sinnvoll erachtet. Siehe hierzu auch die entsprechende Verlautbarung der Stadt: http://www.braunschweig.de/pol…0113_Stadtbahnausbau.html


    Konkret sind drei Ausbaustufen vorgesehen:


    Stufe 1 umfasst die Verlängerung der Linie 3 vom Moorhüttenweg bis zum Neubaugebiet Volkmarode-Nord (Bewertungsfaktor 1,3; Länge: rund 1,2 Kilometer, geschätzte Baukosten rund 17 Mio. Euro, Baubeginn 2020) sowie eine Verlängerung vom Krematorium an der Helmstedter Straße nach Rautheim (Bewertungsfaktor 1,4; Länge: rund 3,4 Kilometer, Baukosten rund 31,4 Mio. Euro).


    Stufe 2 beinhaltet den Bau einer Strecke vom Hauptbahnhof über Bebelhof und Klinikum Salzdahlumer Str. bis zum Heidberg (Bewertungsfaktor 1,6 in Verbindung mit der Campusbahn, Länge rund 3,4 Kilometer, Baukosten rund 39 Mio. Euro) sowie die Campusbahn vom Güteranschlussgleis Heizkraftwerk nach Querum (Bewertungsfaktor 1,6 in Verbindung mit dem Projekt Salzdahlumer Straße; Länge rund 4 Kilometer, Baukosten rund 41,4 Mio. Euro).


    Stufe 3 umfasst dann, und das ist politisch durchaus geschickt, die besonders umstrittenen Strecken, nämlich die westliche Innenstadtverbindung über Güldenstraße oder Gördelinger Straße / Brabandtstraße (Bewertungsfaktor 1,2 bzw. 1,3 als Gesamtprojekt mit der Strecke Lehndorf / Kanzlerfeld, Länge rund 950 oder 800 Meter, Baukosten rund 10 Mio. Euro) sowie die Trasse Lehndorf / Kanzlerfeld vom Radeklint über Rudolfplatz, Saarstraße und Bundesallee (Bewertungsfaktor 1, ; Länge rund 5,1 Kilometer, Baukosten rund 50,2 Mio. Euro).


    Über die genauen Streckenverläufe soll erst zu einem späteren Zeitpunkt unter erneuter Bürgerbeteiligung entschieden werden. Bleibt zu hoffen, dass den Worten nun alsbald auch Taten folgen werden.

  • Tramausbau

    Die Kosten für den geplanten Ausbau sollen übrigens bei 200 Millionen EUR liegen.
    Das Konzept wird übrigens morgen am Montag, 16. Januar, ab 18 Uhr in der Stadthalle vorgestellt. Eigene Visionen und Gestaltungslinien werden vom Netzwerk Mobilität und Verkehr in Braunschweig (MoVeBS) vorgestellt.


    Wer einen Blick auf die Visionen werfen will, kann dieses übrigens unter http://movebs.de/ tun.


    Ein Video zum Ausbau findet sich hier:


    https://www.stadt-bahn-plus.de/infomaterial/#c33

  • Ausbau des Straßenbahnnetzes

    Unter der Voraussetzung, dass die nun vorgestellten Planungen eine breite politische Unterstützung erfahren (wonach es derzeit aussieht), kann man durchaus von einem „großen Wurf“ sprechen. Wir haben hier im DAF ja auch einen, wenn auch sehr bescheidenen, Beitrag dazu geleistet. Ich hegte zwischenzeitlich die Befürchtung, dass weniger dabei herauskommt. Gleichwohl gab es bekanntlich bereits in den 1990er Jahren ein großes Stadtbahnkonzept, aus dem dann sehr wenig hervorgegangen ist. Insofern wird nun alles von der konkreten Umsetzbarkeit abhängen. In dieser Hinsicht bin ich verhalten optimistisch, zumal die vorgesehenen drei Stufen dieser Herausforderung durchaus Rechnung tragen.


    Stufe 1 ist gut gewählt. Die Strecke nach Volkmarode-Nord ist ein altes Wahlkampfversprechen der SPD, die allein schon deswegen in der Pflicht steht. Die Trassierung ist klar und die marode Wendeschleife am Moorhüttenweg rechtfertigt die hohe Priorität. Dass auch die Anbindung Rautheims der ersten Stufe zugeschlagen wurde, hat mich persönlich am meisten überrascht. Hier wird es sicherlich noch Diskussionen bezüglich der konkrete Anbindung geben, da die Frage offen ist, ob die Strecke von der Helmstedter Straße oder vom Betriebshof aus verlängert werden und wie bzw. wo die Überquerung der Güterbahn erfolgen soll (dazu später mal mehr).


    Stufe 2 umfasst die m. E. bautechnisch interessantesten Strecken. Für die Unterquerung der Bahngleise im Bereich der Salzdahlumer Straße südlich des Berliner Platzes gibt es von MoveBS ja bereits einen hervorragenden Vorschlag (der auf Dvorak zurückgehen dürfte, wenn ich mich nicht täusche.) Die Campusbahn ist ein ganz besonderes Projekt, da es hier ja um eine echte Stadtbahn geht, die fern bestehender Straßenverbindungen gebaut werden müsste. MoveBS hat ja auch dazu einen Vorschlag hinsichtlich einer niveaugleichen Querung der Bahngleise im Bereich der Waabe skizziert, doch gehe ich davon aus, dass es hier, wie auch in der Präsentation der Stadt erwähnt, eher zum Bau einer Stadtbahnbrücke über Bahn und Bach kommen dürfte. Langfristig bestünde nach dem Bau der Campusbahn bis zum östlichen Ortsrand Querums m. E. auch die Option einer Verlängerung gen Dibbesdorf/Hondelage/Lehre (perspektivisch, wohlgemerkt.)


    Stufe 3 beinhaltet die „Problemfälle“, d. h. die Strecken, bei denen das vermutlich größte Konfliktpotenzial besteht. Sollte bei den vorangegangenen Maßnahmen alles glattgehen, könnten diese als positive Beispiele aber womöglich dabei helfen, Vorurteilen seitens der Anwohner zu begegnen. Bei der Innenstadtstrecke sollten aus meiner Sicht städtebauliche Gesichtspunkte noch stärker als sonst berücksichtigt werden. Das spricht eher gegen die Gördelinger Straße, obwohl für Fahrgäste eine Führung über den Altstadtmarkt sicherlich attraktiver als eine Trasse über die Güldenstraße wäre. Letztere wäre einfacher um- und durchzusetzen. Bei der Anbindung Lehndorfs sehe ich noch immer das Problem mit dem Engpass, den die Hildesheimer Straße zwischen Rudolfplatz und Ringgleis darstellt.


    Womit ich noch hadere, ist das in der Präsentation vorgestellte Zielnetz. Hier sehe ich vor allem zwei Kritikpunkte:


    1.) Es macht m. E. wenig Sinn, die Direktverbindung vom Erfurtplatz (Heidberg) in die Innenstadt über die Wolfenbütteler Straße komplett aufzugeben.


    2.) Ich halte es für fragwürdig, in einem Netz mit fünf Hauptlinien, zwei Linien vorzusehen, die keine gemeinsame Haltestelle aufweisen – dies betrifft die in Aussicht gestellten Linien 2 (Heidberg-Kazlerfeld) und 4 (Rautheim - Siegfriedviertel).


    Allerdings unterstelle ich mal, dass das Zielnetz den Fördervoraussetzungen Rechnung trägt, d. h. dass z. B. eine bestehen bleibende Direktverbindung Heidberg - Innenstadt eventuell die Förderfähigkeit der Trasse über die Salzdahlumer Straße unterminieren würde. Weiß jemand hierzu mehr?