Diese Dachgauben sehen aber sehr unelegant aus. Da hätte man lieber ein Mansardenwalmdach auswählen sollen.
Nbger Nordosten: Rennweg, Schoppershof, Weigelshof
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Achja, die Wohnungen werden zum Schnäppchenpreis von rund 11.000€/qm vermarktet.
Das müssen aber reiche Studenten sein, die sich das leisten können.
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Das müssen aber reiche Studenten sein, die sich das leisten können.
Es sind ja wohl eher deren Eltern, würde ich mal sagen. Ich freue mich über den Entwurf und meine, dass der wesentlich hochwertiger aussieht als einer, der schonmal für die Adresse herumzirkuliert ist. Leider zeigt es aber auch, dass offenbar Studentenappartments das einzige sind dass sich heutzutage noch zu bauen lohnt. Die Kaufpreise für gut sanierte Bestandswohnungen liegen um die 5.000 €/qm, im Neubausegment bei um die 8.000 €/qm. Je kleiner man die Einheiten macht und Dinge wie "Vermietgarantie" drumherum bastelt, desto weiter kann man noch nach oben gehen. Aber ob das nun wirklich kommt, wer weiß. Ich fände ein Studentenwohnheim an dieser Stelle nicht verkehrt, die U-Bahn und eine Fahrradstraße liegt direkt vor der Türe. Und der Entwurf ist nicht der schlechteste. Klar, an den tollen Altbau kommt es nicht dran, aber das ist halt ein strukturelles Problem, dass der abgerissen werden durfte obwohl noch Leute drin wohnten und die Neubauplanung nicht realistisch gewesen ist.
Das ist leider strukturell in unserer Stadtplanung. Das wäre doch mal ein schönes Konzept für die Linken, die sich sonst ja schnell mit Enteignungsdystopien, Mietpreisbremsen usw. hervortun: Abrissgenehmigungen für Wohngebäude daran zu koppeln, dass der Bauherr ein Mehr an Wohnungen dadurch schafft. Bei Bäumen klappt das doch auch!
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Wundert mich auch dass es das noch nicht gibt - Strafzahlungen bei Abriss und Nichtbebauung innerhalb einer gewissen Zeitspanne wären für mich ein no-brainer und würden jahrelange hässliche Brachen wie wir sie schon manchmal hatten verhindern!
Zum Neubau: Lediglich Klinker ist mir zu wenig um mich darüber freuen zu können - ist doch total banal was die Fassade angeht. Erdgeschosszone kommt auch gedrungen und nicht unbedingt wertig daher, da hätte man Sandstein verbauen können.
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Abrissgenehmigungen für Wohngebäude daran zu koppeln, dass der Bauherr ein Mehr an Wohnungen dadurch schafft. Bei Bäumen klappt das doch auch!
Ist etwas am Thema vorbei, aber so stehen lassen will ich das auch nicht
Bei Bäumen klappt das nämlich überhaupt nicht. Um die selbe Kühlwirkung, Sauerstoffproduktion, CO2-Speicherung und Verschattungsfläche eines bspw. 70 Jahre alten Laubbaums mit altersgemäßem Kronenumfang (~ 15 - 25 m) heute zu kompensieren, müsste man je nach Studie 200 bis 400 junge Bäume pflanzen. Vom übrigen Ökosystem, das ein alter Baum für Flora und Fauna erzeugt, mal ganz abgesehen. Oder hat schon mal jemand einen Eichhörnchen-Kobel auf einer 5 Jahre alten Ersatzpflanzung entdeckt?
Die handvoll gesetzlich geforderten Ersatzpflanzungen - sofern sie überhaupt durchgeführt werden - kompensieren also nicht einmal ansatzweise den Verlust eines alten Baums, sondern sind eher homöopathischer Natur.Strafzahlungen bei Abriss und Nichtbebauung innerhalb einer gewissen Zeitspanne wären für mich ein no-brainer
Es gibt das sogenannte Baugebot nach § 176 BauGB. Ist eine Bebauung dem Eigentümer wirtschaftlich nicht zuzumuten, so hat die Kommune jedoch vom Baugebot abzusehen. Da viele Bauprojekte über eigene Projektgesellschaften laufen, die im Zweifel schnell insolvent gehen, wenn es sein muss, hat man da in der Praxis oft keine wirkliche Handhabe. Als Ultima Ratio steht zwar eine Enteignung im Gesetz, aber die Entschädigungszahlungen (Kaufpreise) muss sich die Kommune auch erstmal leisten können.
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Da hast du natürlich Recht, aber die Bauvorschriften kennen glaube ich nur "Baum" und machen da keine Berechnung wie alt und welche Sorte, um einen anderen zu ersetzen usw. usf., und zudem darf man die Bäume sozusagen auch am Waldrand pflanzen und muss sie nicht dort setzen wo sie abgeholzt wurden. Mein Vergleich hat also sicherlich Schwächen, er diente aber zur Illustration.
Genauso könnte man argumentieren, dass ein Abriss ja immer nur stattfindet, weil man etwas neues bauen möchte. Auf einem gesunden Immo-markt wäre das sicherlich auch so. Nur speziell hier in Nbg. beobachte ich einfach überaus häufig den Abriss, und dann folgt - nichts! Das sollte man eindämmen, der Altbau in der Martin-Richter-Straße verschwand 2019, vor 7 Jahren! Da hätte halt noch jemand wohnen können. Ich checks nicht, der Bau war binnen 3 Tagen weg, den Abriss muss man doch nicht Jahre vorher machen, das ist doch alles ein Aufwasch! Hier ging es doch konkret nur darum Öffentlichkeit zu vermeiden, denn es gab Fans des Altbaus und Menschen, die ihn retten wollten und das auch gekonnt hätten!
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Das stimmt so nicht ganz mit den Bäumen. Nürnberg hat wie die meisten großen Städte eine Baumschutzverordnung. Der Ersatz berechnet sich nach Stammumfang, d.h. für größere Bäume müssen mehrere Ersatzbäume gepflanzt werden. Die Ersatzpflanzungen müssen auch immer direkt auf dem Grundstück wo gefällt wurde gepflanzt werden und nicht irgendwo am Waldrand. Vollkommen richtig ist, dass so eine kleine Neupflanzung Jahrzehnte braucht um den ökologischen Wert eines alten Baumes zu erreichen, wenn er es überhaupt soweit schafft.
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aber die Bauvorschriften kennen glaube ich nur "Baum" und machen da keine Berechnung wie alt und welche Sorte, um einen anderen zu ersetzen usw. usf.
Bäume oder gar Ersatzpflanzungen kennen die Bauvorschriften gar nicht
Wie arc_bn schon schrieb, bemisst sich der Ersatz nach der Baumschutzverordnung.
Zumindest in München ist es tatsächlich so, dass die Ersatzpflanzungen auch an anderer Stelle gepflanzt werden können, wenn dies auf dem Grundstück nach der Bebauung nicht artgerecht möglich ist bzw. die Vitalitätserwartungen negativ sind. Ich denke, in Nürnberg dürfte das ähnlich sein. Dazu kann der Bauherr bei fehlendem eigenen Grund eine Ausgleichszahlung an die Stadt leisten, welche dann für dieses Geld auf eigenen Flächen, u.a. ökologischen Ausgleichsflächen, die Pflanzungen vornimmt.
Konkret: Gefällter Ahorn, Stammumfang 350 cm, höchste Vitalität ==> 4 Ersatzpflanzungen der Wuchsklasse I oder 20.400 € Ausgleichszahlung. D.h. Faktor 100 weniger als ökologisch heute erforderlich wäre. Kann man hier selbst berechnen: https://stadt.muenchen.de/infos/baumschu…satzpflanzungenGenauso könnte man argumentieren, dass ein Abriss ja immer nur stattfindet, weil man etwas neues bauen möchte. Auf einem gesunden Immo-markt wäre das sicherlich auch so. Nur speziell hier in Nbg. beobachte ich einfach überaus häufig den Abriss, und dann folgt - nichts!
Abgerissen wird auch, wenn die Substanz nicht mehr ohne erheblichen Aufwand bewirtschaftet werden kann und der Leerstand höhere laufende Kosten verursacht. Ärgerlich sind sicherlich vorzeitig entmietete Wohnhäuser, auf deren Grundstücken dann nach Abbruch jahrelang nichts vorwärts geht - sei es weil der Bauherr inzwischen insolvent gegangen ist - Corona und Energiekrise ab 2022 haben diese forciert - oder das Planungsverfahren feststeckt. Skandalöse Beispiele davon gibt's auch in München zu genüge und ich bin mir sicher, dass das in keiner anderen Großstadt Deutschlands anders ist.
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Zum Neubau in der Martin-Richter Straße:
Kommt natürlich nicht ansatzweise an den Vorgängerbau heran, über diese Posse ärgere ich mich noch immer. Ansonsten ist zumindest die Straßenfassade ganz ok, mehr aber auch nicht. Die Erdgeschosszone finde ich ebenfalls weniger gelungen und hätte mir eine wertigere Lösung gewünscht.
Dass es bei einer solchen Cash Cow nicht einmal möglich war dem Bau im Hinterhof noch Backstein zu spendieren oder zumindest ein paar Riemchen (ähnlich dem gelungenen und beliebten Tucher-Areal in Maxfeld) ist bedauerlich. Ein blanker weißer Standardkasten ohne jegliche Gestaltung. Auch ganz interessant dass im Exposé zu Beginn auf mehreren Seiten erstmal die Altstadt großzügig abgebildet wird statt des Gebäudes. "Studenten sind ja eh immer unterwegs."
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also mir gefällt der Miniappartment-Neubau überhaupt nicht. Wer will länger in solch kleinen Zellen wohnen? bzw. wer kann sich das leisten? bei den Kaufpreisen sind das locker 700€ warm / Monat. Wer so viel Miete zahlen kann und will, kann sich auch was schöneres suchen.
Habe ich beim Überfliegen des Exposes die Autostellplätze nur übersehen oder werden da tatsächlich 78 Miniappartments ohne einen einzigen Stellplatz gebaut?
Wer so viel Miete zahlt (s.o.) kann sich auch ein Auto leisten...
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^ Es gibt deutlich mehr Nachfrage nach solchen kleinen Wohnungen als Angebot. Hauptzielgruppe sind Studenten, Berufseinsteiger, Projektmitarbeiter auf Zeit usw. Ist doch nichts Neues mehr.
Unterkellert wird das Gebäude laut Exposé nicht, daher auch keine Stellplätze. D.h. der Bauherr dürfte einiges an Ablöse an die Stadt zahlen müssen. -
bei den Kaufpreisen sind das locker 700€ warm / Monat.
Nicht unbedingt. Ich hab mir auch mal durchgerechnet, ob sich ein Kauf lohnen würde und aktuell sind das die einzigen Wohnungen auf dem Markt, wo sich das zum Vermieten einigermaßen lohnt. Auch schon bei einer Miete von 500€ im Monat. Diese Appartments lohnen sich vor allem wegen dem großen Anteil günstiger KfW-Kredite bei der Finanzierung (oft 150.000€) und den teilweise sogar kombinierbaren Sonder-AfA und degressive AfA. Es trägt sich also in erster Linie durch Steuerersparnisse hinten raus, die Miete fällt nichtmal so gravierend ins Gewicht.
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Der Euro ist ja eh nichts mehr wert. Eine Wohnung ist ein Materieller Wert den der Euro nicht bietet. Die Wohnung steigt im Wert während der Euro durch die Inflation immer wertloser wird. Ich denke Immobilien sind die beste Wertanlage und waren sie schon immer neben Gold und anderen Edelmetallen.
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Lieblingsfranke Man muss nur berücksichtigen, dass die vom Bauträger gestellte Einrichtung je nach Preisklasse des Objekts im Unterhalt durchaus teuer werden kann. Das trifft auch auf das Hausgeld zu. In diesem konkreten Fall besonders "vermieterfreundlich": Es gibt keine TG und damit auf lange Sicht auch keine teure Instandsetzung.
Die Wohnung steigt im Wert während der Euro durch die Inflation immer wertloser wird. Ich denke Immobilien sind die beste Wertanlage
Klar, auf dem Giro herumliegen lassen, ist nie gut. Neben den Edelmetallen gibt es Aktien als sinnvolle Sachwerte. Ein Wertverlust kann umgekehrt genauso mit Immobilien einhergehen. Wer 2019 gekauft hatte, musste bis zuletzt Verluste einstecken. Gleichzeitig war der Leitzins soweit gestiegen, dass die Sparrendite über der einer vermieteten Wohnung lag (inzw. wieder drunter). Wie die Zukunft aussieht, weiß niemand. In wachsenden Regionen ist eine Wohnung sicher ein gutes Investment, in schrumpfenden eher nicht. Die Wette ist, zu wissen, welche Region auch in der Zukunft noch wachsen wird. Für die beiden großen bayerischen Ballungsräume mache ich mir da keine Sorgen. Aber für Teile des ländlichen Raums, insb. Nordostbayern und Bayerischer Wald, sieht es da schon ganz anders aus.
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Sanierung Einzeldenkmal Heerwagenstraße 5

Zwischenzeitlich wurde auch die Vorderfassade angefasst und renoviert. Die Sandsteinelemente wurden gereinigt und gefestigt und ein neuer Dünnputz aufgezogen:

Tja, was soll man dazu sagen... der Eigentümer hat wirklich viel Geld in die Hand genommen. Aber sieht man davon was? Der kahle Schmuckgiebel ist immernoch schmucklos. Die Farbigkeit der Fassade ist verschwunden. Die Textur und Gliederung der Giebelseite ebenfalls. Keine balkone dran, im Innern der Wohnungen hat sich auch nichts verändert, schiefe Böden sind immernoch schief, klemmende Türen klemmen immernoch. Trotzdem ist die Miete gestiegen und man hat ein Jahr lang Gerüste ertragen. Ist das Denkmal jetzt aufgewertet, sein Zeugniswert gesteigert? Oder sein Wohnwert? Für mich ein Irrweg, schade um das viele Geld. Das Geld des Eigentümers, das Geld der Mieter und auch das Steuergeld, das in Form von Förderungen da reingeflossen ist.
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Nach wie vor sehr ärgerlich. Die vorherige Farbgebung sah in Kombination mit den Sandsteinelementen richtig toll aus und hat auch der gesamten Häuserreihe gut getan. Man sieht ja links angeschnitten, dass das Nachbarhaus in einem recht ähnlichen Farbton gehalten ist. Nun wirkt das Ganze ziemlich monoton.
Die schöne backsteinsichtige Giebelseite mit dezenter Gestaltung fehlt ebenfalls. Stattdessen wird diese nun binnen weniger Jahre altern, wie gedämmte Fassaden nunmal altern: wenig vorteilhaft und wartungsintensiv.
Es ist auch immer noch skandalös, dass dieses Einzeldenkmal überhaupt gedämmt werden durfte. Womöglich hat man als Denkmalschutz sogar die jetzige Farbgebung vorgegeben und sich damit mE nachteilig eingebracht, eine Dämmung hielt man hingegen nicht für ein Problem... Das soll mal jemand verstehen. Selbstdiskreditierung.
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Unsere Stadt soll grauer werden
Das kleine Mehrfamilienhaus Martin-Richter-Straße 21 aus der Wirtschaftswunderzeit wurde in den letzten 2 Jahren saniert:

Die charakteristischen runden Balkone sind gottseidank geblieben, ebenso der gekachelte Eingangsbereich, obwohl das Haus komplett gedämmt wurde und daher eine neue Fassade erhielt. Die Geländer sind leider eher von der billigen Sorte und passen nicht so recht an die elegante Balkonform. Leider ist das im Detail alles etwas "robust" gemacht, überall sind noch Farbtropfen und Putzbatzen an den Teilen dran. Und offenbar wird nun noch im Hofbereich ein Gebäude errichtet, was ich persönlich ganz gut finde.

Ein bisschen Farbe hätte dem Haus aber gut getan, das Weiß ist nun wirklich öde und wird mehr als schlecht altern.
Selbiges scheint beim Wirtschaftswunderhaus Werderstraße 2 anzustehen:

Hier kann man aktuell auch schön die Details einer energetischen Sanierung beobachten. Dieser runde graue Kessel, k.A. was genau das ist, steht dort schon den ganzen Sommer. Während der ersten großen Regengüsse Anfang Juni oder wann das genau war war die Dämmstoffschicht noch nicht verputzt und hat sich komplett mit Wasser vollgesaugt. Danach wurde direkt verputzt.


Ob das nicht nachhaltig problematisch ist, ich weiß es nicht. Denn falls sie durchnässt ist, dauert es ja ewig bis die trocknet, und wenn bereits die Putzschicht drauf ist kann es nur nach Innen durch die Wand abtrocknen. An der schmalen Stelle zwischen den großen Panoramafenstern sieht man wie lavede das alles ist, was für ein Gefriemel so eine Dämmung letztlich ist. Ebenso problematisch sind die Fensteranschlüsse: Wenn man schon die Chance hat, und neue Fenster + Dämmung gleichzeitig einbaut, dann muss man darauf achten dass die Fenster in die Dämmebene eingebaut werden. Hier hat man es falsch gemacht und die Fenster an der alten Position montiert, sodass keine bündige Dämmebene entsteht. Der Energieberater, der das Ganze begleitet um die Bauausführung zu bestätigen über die dann eine Förderung abkassiert werden soll, wird hier womöglich einen Mangel moniert haben. Denn die schmalen Dämmstreifen, mit denen man nun die Wangen der alten Wand dämmen muss, werden zu einer Wärmebrücke. Die Lösung ist nun, die Fenster zu versetzen. Das wiederum ist auch nicht so einfach, weil 1. die Dämmung ja schon drauf geklebt wurde, und 2. das Lichtmaß der Maueröffnung anders ist als im Falz, wo die Fenster aktuell sitzen. Ergo, für meine laienhaften Augen ist das alles nicht korrekt ausgeführt und muss eigentlich rückgebaut werden.

Vermutlich tut sich deshalb dort schon seit Wochen nichts mehr.
Ob das Haus hinterher wenigstens eine freundliche Farbe bekommen wird, oder wir hier eine weitere öde weiße Kiste bekommen, die in der Ecke nun wie Schimmel auf einem Käse wachsen, ich habe meine Zweifel.
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Werderstraße 2
Immer wieder spannend an dem Haus vorbei zu gehen und sich anzusehen, was dort neu ist:

Eines der Fenster, von denen ich schon moniert hatte, dass sie nicht in der Dämmebene säßen, ist wieder ausgebaut worden. Oder es wurde garnicht erst eingebaut. Und diese seltsamen windschiefen grauen Styroporplatten neben den Fenstern werden angebaut, wieder abgerupft, nun wieder drangeschäumt, eins ist abermals weg... wild. Absolut wild.

Da sieht man mal was für ein endloses Gefriemel und Gepfusche soetwas sein kann, wenn man aus einem alten Haus einen Ferrari machen möchte: Balkonanbau, Lüftungssystem, maximale Dämmung, Zigfachisolierglas, alles. Aber den alten Fassadenputz vorher mal festigen und einen tragfähigen Untergrund herstellen, das war dann wohl nicht auf dem Auftragszettel gestanden. Will nicht wissen unter wievielen intakt aussehenden Dämmungen die alte Substanz bröckelt und rieselt... nicht umsonst kam ja nach wenigen Jahren die Vorgabe, dass das immer zusätzlich festgedübelt werden muss, da auf die Tragfähigkeit des Altputzes kein Verlass ist, und Neuverputzen viel teurer ist als dübeln... "Gott schütze mich vor Staub und Schmutz, vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz“...... Klimaschutz muss es eigentlich heißen, der alte Spruch. Im Sinne von energetischen Zwangsmaßnahmen...
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