Beiträge von Demian

    Nach wie vor sehr ärgerlich. Die vorherige Farbgebung sah in Kombination mit den Sandsteinelementen richtig toll aus und hat auch der gesamten Häuserreihe gut getan. Man sieht ja links angeschnitten, dass das Nachbarhaus in einem recht ähnlichen Farbton gehalten ist. Nun wirkt das Ganze ziemlich monoton.

    Die schöne backsteinsichtige Giebelseite mit dezenter Gestaltung fehlt ebenfalls. Stattdessen wird diese nun binnen weniger Jahre altern, wie gedämmte Fassaden nunmal altern: wenig vorteilhaft und wartungsintensiv.

    Es ist auch immer noch skandalös, dass dieses Einzeldenkmal überhaupt gedämmt werden durfte. Womöglich hat man als Denkmalschutz sogar die jetzige Farbgebung vorgegeben und sich damit mE nachteilig eingebracht, eine Dämmung hielt man hingegen nicht für ein Problem... Das soll mal jemand verstehen. Selbstdiskreditierung.

    Gefällt mir leider nicht. Der verwendete Backstein und der Innenhof sind ganz nett, aber letztlich doch alles simple Klötzchenstapelei. Da gefallen mir die postmodernen verspielten Bauten aus den 90er und 00er Jahren entlang der äußeren Sulzbacher Straße und auf der anderen Seite der Schienen bedeutend besser. Der neugebaute Komplex erschlägt zudem die kleinteilige Umgebung mit Villen etc total. Einfach riesige blanke Fronten. Überhaupt sind die Neubauprojekte der letzten Jahre im Nürnberger Osten mE alle sehr klotzig und wenig gelungen. Schade für diese schöne Gegend. Die erwähnten postmodernen Bauten zeigen, dass es auch anders geht und man trotzdem genug Wohnraum schaffen kann.

    Dass zielgerichtet immer die unansehnlichsten Spielereien aus der Mottenkiste geholt werden, in diesem Fall Laubengänge, ist auch beachtlich.

    Dass man auf eines der Schatzstücke, bei dem man sich in der Vergangenheit viel Mühe gab, einfach still und heimlich ein graues WDVS Vorstadthäuschen mit bodentiefen Fenstern setzt finde ich abenteuerlich und sehr enttäuschend.

    Wahrscheinlich feiert man sich sogar noch dafür, dass man sich in die Dächerlandschaft einreiht. Mehr als Dachlandschaft und die Einhaltung alter Parzellen/ Grundrisse bedarf es ja bekanntlich auch nicht für einen gelungenen Wiederaufbau..

    Zum Neubau in der Martin-Richter Straße:

    Kommt natürlich nicht ansatzweise an den Vorgängerbau heran, über diese Posse ärgere ich mich noch immer. Ansonsten ist zumindest die Straßenfassade ganz ok, mehr aber auch nicht. Die Erdgeschosszone finde ich ebenfalls weniger gelungen und hätte mir eine wertigere Lösung gewünscht.

    Dass es bei einer solchen Cash Cow nicht einmal möglich war dem Bau im Hinterhof noch Backstein zu spendieren oder zumindest ein paar Riemchen (ähnlich dem gelungenen und beliebten Tucher-Areal in Maxfeld) ist bedauerlich. Ein blanker weißer Standardkasten ohne jegliche Gestaltung. Auch ganz interessant dass im Exposé zu Beginn auf mehreren Seiten erstmal die Altstadt großzügig abgebildet wird statt des Gebäudes. "Studenten sind ja eh immer unterwegs."

    Schade, da hätte ich gehofft, dass die russlanddeutschen Funktionsträger auf einen eher konservativen Bau hinwirken statt solche Kuben zu bauen. Die griechisch orthodoxe Kirche des heiligen Apostels Paulus in der oberen Kanalstraße in Gostenhof ist ein gutes jüngeres Beispiel dafür wie es auch anders geht. Auch wenn das natürlich keine Kirche wird, ist der Entwurf doch völlig austauschbar..

    Beide Gebäude gefallen mir gut und haben ihre Qualitäten, dennoch fällt mir immer folgendes auf:

    Diese gelungene (oft frühe) Nachkriegsarchitektur ist, zumindest für mich, immer eher etwas für den zweiten Blick. Sie haut mich nicht um und "verzaubert" mich wie prächtige Jugendstilpaläste, Gründerzeitliche Funktionsbauten oder ein Fachwerkensemble es vermögen, so dass ich ins Schwärmen ob dieser Baukunst komme.

    Wenn ich Städte neu entdecke und diese historische Architektur kaum vorhanden ist, bin ich immer erstmal etwas enttäuscht. Bei genauerer Betrachtung stechen mir dann diese gelungenen Nachkriegsbauten und ihre Details ins Auge und heben sich positiv ab. Hochwertige eloxierte Alufenster und Türen, Flugdächer und schöne Vordächer, Verwendung von Backstein und Sandstein, Filigranität, hier und da mal eine Wölbung in der Fassade - aber letztlich doch eine Rasterfassade und limitiert.

    Nur eine Beobachtung meinerseits und vielleicht auch etwas dem jeweiligen Alter geschuldet (bin Anfang der 90' geboren).

    Der kleinteilige Nürnberger Osten wurde in den letzten Jahren ganz schön grob zugeklotzt und leider ist mE kein einziges überzeugendes Projekt dabei. Ob Tafel-Quartier, Seetor City Campus oder dieses Quartier hier. Dann soll man die Prora-Riegel wenigstens so platzieren, dass sie eine Lärmschutzwand gegen die Bahnlinie bilden, damit wenigstens irgendein Nutzen erfüllt wird. :S Die gemütlichen postmodernen Wohnkomplexe in dieser Ecke stecken diese sterilen Quartiere alle locker in die Tasche..

    Bei Aussagen wie 'veränderte politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen gebe, die nun ein höheres Gewicht hätten' kriege ich immer große Bauchschmerzen. Dann wird der Denkmalschutz doch komplett zugunsten des Klimaschutzes abgeräumt.

    Eine mit WDVS gedämmte Fassade eines Sandsteinhauses mit ein paar traurigen angeklebten Styroporapplikationen als Stuck zB ist keine "denkmalverträgliche Lösung" oder gar ein Mittelweg..

    Habe keinen passenden Thread gefunden, daher hier. Das klingt ja gar nicht gut. Wäre ein Abonnent oder eine sachkundige Person evtl so freundlich weiterführende Informationen zu geben?

    Dämmungen, Frankfurter Pfannen in Blau, überdimensionierte Blechgauben und Anbauten?.. 😵‍💫 oder doch "nur" Dinge, die die Gärten betreffen, wie Schottergärten.

    Klingt ja im Teaser so als ob neue Bewohner andere Pläne hatten. Falls das der Fall sein sollte, fragt man sich natürlich, warum man dann in ein Ensemblegebiet zieht? Als Einziger herausstechen wollen? Aber genug der Spekulation.

    "Werderau: Konflikt zwischen Ensembleschutz und modernen Bauwünschen.im Nürnberger Süden"

    https://www.nn.de/nuernberg/dann…Cg236J6U0T45GRg

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    Finde den Entwurf sehr uninspiriert. Klötzchenstapelei. Alibi-Fassadenbegrünung, die eh nicht kommt. Das man jetzt quasi schon dankbar sein muss, dass mal etwas Farbe im Spiel ist, ist auch irgendwie vielsagend.

    Der Aufseßplatz ist nun sicher kein Kobergerplatz von der Klientel her aber doch sehr zentral. In Fürth baut man in weniger exponierten Lagen so etwas hier mit deutlich mehr Anspruch und Wertigkeit:

    Rundungen, großzügige Sockel über 2 Etagen, Betonung von Ecken, wertigere Materialien und aufwendiger gestaltete Fassaden, Vor- und Rücksprünge..

    Bauvorhaben Jahnstraße 34-36

    https://stadtrat.fuerth.de/vo0050.asp?__kvonr=65512

    Screenshots aus der PDF

    Screenshot-20260227-171516-Adobe-Acrobat.jpg

    Screenshot-20260227-171547-Adobe-Acrobat.jpg

    Diesen Eindruck kann ich nicht teilen. Allein 2025 gab es im betreffenden Stadtteil 7 (!) Dämmungen:

    Werderstraße 18a

    Schoppershofstraße 18

    Schoppershofstraße 43

    Heerwagenstraße 31

    Heerwagenstraße 5 - Dämmung der Giebel und Hoffassade bei einem Einzeldenkmal!

    Welserstraße 30 und 32

    Das waren zwar teilweise nicht ganz so üppig geschmückte Häuser, die aber dennoch mit simplen Mitteln stark aufgewertet hätten werden können und dann richtig etwas hergemacht hätten. Optik, feine Details und Langlebigkeit werden dennoch immer beeinträchtigt durch diese Dämmungen. Man stelle sich nur vor man wäre mit der Schoppershofstraße 18 ähnlich verfahren wie mit der vorbildlichen Heerwagenstraße 34.

    Um die Welserstraße mit ihren Gesimsen und dem schönen Putz war es auch besonders ärgerlich..

    Die prächtige Fichtestraße 50 ist auch nur durch einen Zufall erhalten geblieben, andere Pläne standen bereits bereit, und wäre sonst ein echter Skandal geworden.

    Vor nicht allzu langer Zeit gingen zudem das Eckhaus Messehaus 20 (ehemals La Habana) verloren und es gab die super ärgerliche Posse um die bis heute unbebaute Martin-Richter-Straße. Ersteres wirkt nun, nach Auszug des Lokals, endgültig abrissreif und wird von einem "Vorgarten" a la Gärten des Grauens geziert. Jegliches Leben, das dem entstellten Bau zumindest durch das Lokal und dessen Möblierung noch gegeben war, ist nun entwichen.

    Wenn das in diesem Tempo weitergeht, 2026 wieder 7 Häuser und so weiter, und auch vor üppigen nicht geschützten Häusern und sogar Denkmälern kein oder nur partiell Halt gemacht wird, dann kann man sich vorstellen, wie schön "energetisch" das einstige Gründerzeitquartier in wenigen Jahren aussehen wird.

    Gefällt mir leider nicht. Meine erste Assoziation war der Henninger-Turm in Frankfurt mit seinem "ulkigen" Aufsatz. Etwas weiter hergeholt, aber naja. Manchmal ist mir eine Brache tatsächlich lieber als beliebige Klötzchenstapelei. Hier wird die Wirkung und Bedeutung des Justizpalastes völlig untergraben. Auch wenn der Anbau des Justizpalasts bereits weniger gelungen und nicht wirklich stimmig ist, so setzt man dem Ganzen damit die Krone auf. Wenn der Hochpunkt wenigstens in Klinker ausgeführt werden würde und filigraner wäre, à la Art Deco..

    Ohje, dunkelgrau + Zinkblechorgie. Da wird man ja schon beim Anblick depressiv. Das "Welser-Quartier" ist doch schon unambitioniert und klotzig genug.. Soll das eine Art Blumenfenster sein? Es werden auch treffsicher immer nur die unästhetischsten Gestaltungselemente wieder ausgegraben, siehe auch Laubengänge etc. Oder soll das da oben am Zinkblech etwa ein zarter Hauch von Gesims sein. 😛


    [mod]Bitte keine sinnlosen Vollzitate des vorstehenden Beitrags. Der Bezug versteht sich von selbst.[/mod]

    Kleines Update zur Fichtestraße 50:

    Auf dieses Ergebnis freue ich mich sehr. Die opulente Stuckfassade präsentiert sich schon wieder tadellos unter den Gerüsten. Sicherlich wurde den Eigentümern auch hier von findigen Geschäftsleuten zunächst erzählt, dass diese Fassade, ob der vorhandenen Schäden, nicht zu retten sei und gedämmt werden müsse. Mit den richtigen Dienstleistern scheint es jedoch auch anders zu gehen. 😉

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    Zuletzt hier darüber berichtet:

    Demian
    19. Juli 2025 um 22:25