Beiträge von Demian

    Charakterloser billiger Allerweltsentwurf. Und auch noch kostspielig. Hauptsache neu, steril und hell. Könnte auch ein Flughafenterminal am anderen Ende der Welt sein. Die Passage hätte unter Denkmalschutz gehört. Die Wasserorgel, die hochwertigen Ladeneinbauten etc. Sehr ärgerlich.

    Diesen Eindruck kann ich nicht teilen. Allein 2025 gab es im betreffenden Stadtteil 7 (!) Dämmungen:


    Werderstraße 18a

    Schoppershofstraße 18

    Schoppershofstraße 43

    Heerwagenstraße 31

    Heerwagenstraße 5 - Dämmung der Giebel und Hoffassade bei einem Einzeldenkmal!

    Welserstraße 30 und 32


    Das waren zwar teilweise nicht ganz so üppig geschmückte Häuser, die aber dennoch mit simplen Mitteln stark aufgewertet hätten werden können und dann richtig etwas hergemacht hätten. Optik, feine Details und Langlebigkeit werden dennoch immer beeinträchtigt durch diese Dämmungen. Man stelle sich nur vor man wäre mit der Schoppershofstraße 18 ähnlich verfahren wie mit der vorbildlichen Heerwagenstraße 34.


    Um die Welserstraße mit ihren Gesimsen und dem schönen Putz war es auch besonders ärgerlich..


    Die prächtige Fichtestraße 50 ist auch nur durch einen Zufall erhalten geblieben, andere Pläne standen bereits bereit, und wäre sonst ein echter Skandal geworden.


    Vor nicht allzu langer Zeit gingen zudem das Eckhaus Messehaus 20 (ehemals La Habana) verloren und es gab die super ärgerliche Posse um die bis heute unbebaute Martin-Richter-Straße. Ersteres wirkt nun, nach Auszug des Lokals, endgültig abrissreif und wird von einem "Vorgarten" a la Gärten des Grauens geziert. Jegliches Leben, das dem entstellten Bau zumindest durch das Lokal und dessen Möblierung noch gegeben war, ist nun entwichen.


    Wenn das in diesem Tempo weitergeht, 2026 wieder 7 Häuser und so weiter, und auch vor üppigen nicht geschützten Häusern und sogar Denkmälern kein oder nur partiell Halt gemacht wird, dann kann man sich vorstellen, wie schön "energetisch" das einstige Gründerzeitquartier in wenigen Jahren aussehen wird.

    Gefällt mir leider nicht. Meine erste Assoziation war der Henninger-Turm in Frankfurt mit seinem "ulkigen" Aufsatz. Etwas weiter hergeholt, aber naja. Manchmal ist mir eine Brache tatsächlich lieber als beliebige Klötzchenstapelei. Hier wird die Wirkung und Bedeutung des Justizpalastes völlig untergraben. Auch wenn der Anbau des Justizpalasts bereits weniger gelungen und nicht wirklich stimmig ist, so setzt man dem Ganzen damit die Krone auf. Wenn der Hochpunkt wenigstens in Klinker ausgeführt werden würde und filigraner wäre, à la Art Deco..

    Ohje, dunkelgrau + Zinkblechorgie. Da wird man ja schon beim Anblick depressiv. Das "Welser-Quartier" ist doch schon unambitioniert und klotzig genug.. Soll das eine Art Blumenfenster sein? Es werden auch treffsicher immer nur die unästhetischsten Gestaltungselemente wieder ausgegraben, siehe auch Laubengänge etc. Oder soll das da oben am Zinkblech etwa ein zarter Hauch von Gesims sein. 😛



    Bitte keine sinnlosen Vollzitate des vorstehenden Beitrags. Der Bezug versteht sich von selbst.

    Kleines Update zur Fichtestraße 50:


    Auf dieses Ergebnis freue ich mich sehr. Die opulente Stuckfassade präsentiert sich schon wieder tadellos unter den Gerüsten. Sicherlich wurde den Eigentümern auch hier von findigen Geschäftsleuten zunächst erzählt, dass diese Fassade, ob der vorhandenen Schäden, nicht zu retten sei und gedämmt werden müsse. Mit den richtigen Dienstleistern scheint es jedoch auch anders zu gehen. 😉


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    Zuletzt hier darüber berichtet:


    Erfreuliche Kleinigkeit in der Schoppershofstraße 39:
    Hier wurde peu a peu ein kompletter Satz neuer passender Fenster eingesetzt. Kein Flickwerk und keine unschön anzusehenden Rollläden mehr.
    Das wertet das eher schlichte und doch schöne Haus sehr auf und ist ein Statement. Zuletzt gab es ja etliche eher unerfreuliche Entwicklungen im Viertel, beispielsweise die Schoppershofstraße 43 wenige Häuser weiter (oder Schoppershofstraße 18 etc.).

    Vorzustand:

    https://maps.app.goo.gl/QmxPSwhpaZbacgLG8?g_st=ac

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    Heerwagenstraße 5


    Vorzustand:


    https://maps.app.goo.gl/FeT8cL7a8EeeA1dx8


    Das schöne Haus wird, nachdem es einen ganzen Satz neuer denkmalgerechter Fenster bekommen hat, auf der Giebel- und Hofseite gedämmt. Dies geschieht, obwohl das Gebäude ein Einzeldenkmal ist und die Giebelseite eine gefällige Gestaltung aufweist.
    Der Denkmalschutz ist in Anbetracht des "Klimas" mittlerweile offenbar vollkommen hinfällig. Aus meiner Sicht ein absoluter Skandal.


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    Kleines Update Schoppershofstraße 18:



    Die gerundeten Fenster werden offenbar auch nicht erhalten. Hoffentlich erhält man zumindest das Sandstein EG und den Giebel. Bei ersterem bin ich mir da nicht mal so sicher. Puh, das wird ausschauen.. Sehr traurig, wenn man bedenkt wie prächtig das Gebäude einst ausgesehen hat.



     

    Fichtestraße 50:

    Hier scheint sich eine hochwertige Restaurierung der untypischen und hochwertigen Stuckfassade anzubahnen, nachdem diese zuletzt deutliche Schäden aufwies. Die Gauben sind schon mal aus Kupfer.


    https://maps.app.goo.gl/3cVPwYNH2Ga1Wn768






    Sulzbacher Straße 84:



    Dieses Haus fällt mir schon länger als renovierungsbedürftig auf. Es ist sicherlich keine große Baukunst, aber der interessante Putz, die Fensterformate + Faschen und der kleine Dachvorsprung über dem EG sind zumindest recht ok und stören nicht. Die rundum verlaufenden Buchstaben sind auch erhaltenswert. Interessant auch, dass sich unter dem Putz noch Sandstein zeigt. Sicherlich wird das Haus bald gedämmt werden und damit jegliche Filigranität verlieren und einfach nur noch unansehnlich sein ( besonders in Anbetracht der viel befahrenen Straße).


    was ich partout nicht verstehe: warum werden in Nürnberg (neue) Häuser immer direkt an den schmalen Gehweg direkt neben der Straße gebaut??? Der Effekt ist schlimm: für das Stadtbild, die Bewohner, die Nutzenden, die Fußgänger, usw.


    Würden Neubauten konsequent 3 bis 5 m nach hinten versetzt, könnten breitere Gehsteige und Grünstreifen mit Baumalleen als Grenze zur Straße entstehen. Der Eindruck des öffentlichen Raums würde sich stark verbessern. Im Gegenzug die Häuser 2 Etagen aufstocken, das oberste Geschoss klassisch nach hinten versetzt, und die Flächenbilanz dürfte sogar positiv sein. Als Nebeneffekt würden so mehr und attraktivere Wohnungen entstehen.


    Aber bei vielen in der hiesigen Verwaltung, Planung und Politik scheint immer noch das Bild einer kompakten Mittelalterstadt oder Kleinstadtidylle alles andere zu überwiegen.

    Danke! Das stößt mir auch ständig sehr unangenehm auf.


    Ich zitiere mich mal ganz nonchalant selbst zu diesem Thema:


    "Natürlich mehr Straßenbegleitgrün:
    Es sollte angestrebt werden, dass Gebäude etwas zurückgesetzt gebaut werden, so dass Straßenbäume gepflanzt werden können. Hier sollte auch nicht nur etwas Alibigrün in Form von ein paar Büschen angepflanzt werden wie es bei den Apartments neben dem Tempo-Haus der Fall ist.
    So wird das Wohnen an Ausfallstraßen etwas erträglicher und die Distanz zur Straße hin zumindest gefühlsmäßig vergrößert. Im Sommer ist es natürlich auch bzgl Temperatur, Luft und Lautstärke vorteilhaft. Optisch ist es der Stadt auch zuträglich, besonders bei weniger attraktiven Bauten hehe.


    Da fallen mir so viele Beispiele ein, wo Gebäude direkt an die Straße gequetscht wurden, da kriegt man ja fast Platzangst:
    Neue Feuerwehr in Gostenhof (Seite zur Hauptstraße hin); ParkLane zur Bayreuther Straße hin + auch wenn man die Ubahn-Haltestelle nach oben kommt sieht es so gedrungen und unwirtlich aus wie das Gebäude hineingequetscht wurde; das neue Gebäude mit Klinkersockel ggü des Mercados; Luitpoldviertel; Seetor City Campus."


    Auch wieder billigste weiße Einscheibenfenster..


    Die vor wenigen Jahren "wachgeküsste" Heerwagenstraße 34 zeigt, wie es auch anders hätte gehen können.

    Man hat stilvolle geteilte Fenster eingesetzt, 2 Gesimse hinzugefügt und den Vorgarten inklusive Einfassung schön angelegt. Die Holztüre tut ihr übriges. Das Haus macht nun einen sehr guten Eindruck obwohl es immer noch vergleichsweise schlicht ist.


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    https://maps.app.goo.gl/veyk7EqWPRBMyLw19


    Der damalige Beitrag Nothors zur Heerwagenstraße 34:


    Zwischenstand der revitalisierten und barrierefrei ausgebauten Straßenbahnhaltestelle am Stadtpark/ Berliner Platz:


    Das Wartehäuschen, das im Endzustand komplett eingegrünt sein soll, beginnt auf dem Dach zu blühen.

    Auf jeden Fall eine coole Sache, aber mE doch sicherlich eher ein kostspieliger und wartungsintensiver "Gag" denn ein Gamechanger in Sachen Klimaschutz. Nur ein paar Meter weiter im Viertel Rennweg/ Schoppershof fallen mir etliche seit Jahren unbestückte Baumscheiben ein (Bismarckstraße, Messehaus Ecke Schoppershofstraße, Geuderstraße etc). Das hat zwar nur bedingt etwas mit der spezifischen Planung dieser Haltestelle zu tun, aber dennoch auffällig.


    Die grünen Straßenbahntrassen nehmen ebenfalls Gestalt an.


    Netterweise hat man der Haltestelle auch 4 neue recht schicke Bänke und

    2 neue Bäume spendiert. Ich hätte schwören können, dass hinter diesen Bänken kürzlich auch neue Bäume gepflanzt wurden, aber diese sind aktuell nicht mehr ersichtlich und wurden evtl umgepflanzt/ mussten aus baulichen Gründen noch einmal entfernt werden? Es kann aber natürlich auch sein, dass ich das irgendwie verwechselt habe.


    (Bei Bedarf gern in den Thread zu Maxfeld verschieben?! Mein letzter Post zur Haltestelle war ebenfalls in diesem Thread, daher wollte ich einheitlich bleiben.)


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    Ergänzend noch ein paar Bilder zur rückwärtigen Ansicht der Heerwagenstraße 31. Die Balkone sind für die Bewohner sicherlich sehr schön und auch recht großzügig, aber Altbaufeeling mag hier für mich nicht mehr so recht aufkommen. Stahlorgie + der Kühlschrank-Effekt, durch die Dämmung, wirkt im schmalen Innenhof zusätzlich noch einmal stärker und der Durchgang unterscheidet sich auch in keiner Weise mehr von modernen Bauten.





    Update Welserstraße 30 und 32


    Sehr minderwertige und ärgerliche Dämmung im Vergleich zur Heerwagenstraße aus dem Vorpost.

    Das Gesims über dem EG sowie die Gesimse um die Fenster im EG sind verschwunden. Die Gesimse um Tür und Dachabschluss wirken nicht mehr. Billige Gauben aus Zinkblech und langweilige Farbgebung. Die bereits zuvor schmalen Balkone nun geradezu lächerlich schmal.

    Das Zinkblech von Gauben und Co wirkt aus der Ferne lästig aufdringlich und als Blickfang im negativen Sinne.

    Die schönen originalen Haustüren gingen bei allen 3 Häusern kürzlich erst verloren.

    Ich mochte diese Häuser trotz ihrer relativen Schlichtheit recht gern und ärgere mich darüber. Die sanierten Fassaden dürften an dieser vielbefahrenen Straße nicht lang so aussehen..


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    Noch ungedämmte Nr 28


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    Vorzustand Nr 30


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    Die Heerwagenstraße 31 zeigt sich seit heute ohne Gerüst. Die Fassade wurde gedämmt, der Laden wurde zurückgebaut und die Gauben sind nun aus Zinkblech.


    Die Veränderung zum Vorzustand ist nicht allzu groß und die Sanierung wurde mE vergleichsweise hochwertig ausgeführt.

    Dennoch wäre es natürlich schöner gewesen, wenn keine Dämmung erfolgt wäre.

    Die Fenster wirken recht wertig und es wurden wieder Gesimse hinzugefügt, die einigermaßen authentisch wirken. Die Tür ist leider sehr modernistisch geraten, die Gauben haben ihre Holzbalkenoptik verloren und Zinkblech hätte auch nicht sein müssen. Außerdem sieht es grotesk aus, dass der Stromkasten quasi in die Fassade eingebettet ist bzw die Fassade um diesen herum verläuft. Energetisch sicherlich auch schwierig. Dass der Laden nun weg ist und dass das Haus wieder bewohnt werden wird, ist natürlich schön.

    Ich hoffe dass der Sockel auch noch bearbeitet wird, denn Stand jetzt sieht dieser ziemlich schäbig aus und ich habe schon Sanierungsmaßnahmen gesehen, bei denen dieser aus unerfindlichen Gründen einfach unberührt blieb. Ich hatte erst überlegt ob breitere Rahmungen um die Fenster nicht schöner gewesen wären, allerdings waren diese zuvor ja auch sehr filigran und sind es beim sehr ähnlichen Nachbarhaus ebenfalls.


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    Die Häuser in der Hohfederstraße finde ich gar nicht so schlecht. Beim Weißen gefallen mir die Erker und die Farbe der Fenster. Mit einem anderen Anstrich kann das echt ganz nett aussehen. Die Zinkblechgauben sind natürlich nicht so toll. Beim Nachbarn gefällt mir die Anordnung der Fenster. Besonders auch des Treppenhauses und der giebelseitigen Fenster. Die Abhebung des Eingangsbereiches + Gauben sind auch nicht verkehrt.

    In dieser Gegend stehen so viele mE unwirtliche Nachkriegshäuser herum, dass fast alles eine Verbesserung wäre. Ich kann die irgendwie einfach nicht sehen, auch wenn sie partiell mehr Gestaltung aufweisen als aktuelle Neubauten.

    Hochwertige JVA oder BND-Gebäude? =)

    Kleiner Spaß. Material und Ausführung schauen ja recht hochwertig aus. Passt nur halt gar nicht in die Ecke. Ein Mehrfamilienhaus mit Dach und optisch, durch unterschiedliche Farbgebung, in 2 Teile geteilt, hätte mir besser gefallen.

    Lärmtechnisch ja sowieso sehr schwierig an dieser Ecke.

    Die Peterstraße 36 gefällt mir ganz gut (Dach, Sockelbereich) und passt auch gut in die Gegend.
    Die Ernststraße 1 ist natürlich blanker Hohn in Anbetracht des Namens. Da gefällt mir sogar der Nachkriegsbau links daneben besser. Die mE unruhige Anordnung von Balkonen und Fenstern ist sehr unangenehm. Im EG freut man sich sicherlich auch über die Fenster fast auf Straßenhöhe. Schade, dass man dem schönen Altbau an der anderen Ecke nichts ambitionierte(re)s gegenübergestellt hat (eventuell sogar etwas, das den "Eckerker" des Nachbars wieder aufnimmt).

    Die Schlossstraße 33 schaut ganz nett aus und die Frischekuren für die Altbauten sind sowieso sehr erfreulich. Auch wenn die aufgesetzten Sprossen in der Zerzabelshofstraße 53 zu filigran ausfallen. Man muss ja schon dankbar sein, wenn nicht gedämmt wird..

    Vielen Dank für die Dokumentation!

    Dieses Gebäude hat es mir vorhin in die Timeline gespült.

    Ich musste irgendwie sofort an die Ecke Welser Straße/Bayreuther Straße neben dem Tempo Haus denken, wo vor wenigen Jahren das eher enttäuschende Welser Quartier entstanden ist. Die Ecken ähneln sich und allein dieses recht einfache Art Deco Gebäude wäre um ein Vielfaches ansprechender als das jetzige Gebäude und hätte die Ecksituation/ den Stadtraum schön akzentuiert..


    Zudem muss man sich mit ein paar Büschen und etwas Wiese vor dem Welser Quartier begnügen, statt neuen Bäumen.


    Welser Quartier


    https://maps.app.goo.gl/ycAxs56qGNm2YcTL6?g_st=ac


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    Art Deco Gebäude


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