Nbger Zentrum: Sebalder und Lorenzer Altstadt

  • Die Verkehrsführung der Beckschlagergasse wurde ja vor einiger Zeit geändert und hat sich aus Sicht des Rathauses bewährt. Aus meiner nicht, denn sie wird immer noch zum Rasen benutzt und die Verkehrsführung am Inneren Laufer Platz ist für mich eine Katastrophe, ganz besonders für Radfahrende und zu Fuß Gehende.

    Jedenfalls gibt es jetzt eine Entscheidungsvorlage dazu. Ein Umbau kommt.

    Den Bauplan kann man hier einsehen. Auf Facebook ist eine neue Visualisierung dazu aufgetaucht.

    Es gibt mehr Platz für Gehwege und die Bäume sowie weiteres Grün, das ist schön und dürfte endlich mal ein würdiges Entree für die dortige Gastronomie bieten. Sonst gilt als Totschlagargument der Stadt gegen Baumneupflanzungen ja immer, dass dazu Leitungen umgelegt werden müssen. Hier geschieht dies und man erfährt auch mal die Kosten dazu: 120 000 €

    Altstädtisch erscheint mir die Gegend auch mit den Maßnahmen nicht, was ja einen Grund hat: Bis zum zweiten Weltkrieg befand sich mitten auf der Fahrbahn eine Häuserzeile. Diese wurde nicht wiederaufgebaut. Dabei wäre diese Maßnahme für mich vielversprechender für Stadtbild, Wohnraum würde auch entstehen, und der Verkehr entschleunigt werden. Mit dem aktuellen Verkehrskonzept geht das aber natürlich nicht.

    Ich habe halt nur die Befürchtung dass die geplante Baumaßnahme dann zwar schon eine deutliche Aufwertung bringt, aber gleichzeitig den aktuellen verkehrsplanerisch und städtebaulich suboptimalen Zustand für die nächste Zeit zementiert.

    2 Mal editiert, zuletzt von Sprenggiebel () aus folgendem Grund: richtige Links

  • Da wir im Pellerhaus-Strang gerade nebenher das Thema Pilatushaus aufgewärmt haben, stelle ich hier mal paar Ein- und Ausblicke ein, die ich im Mai 2019 knipsen konnte, in Ergänzung zu den hochwertigeren Innenaufnahmen von nothor in Beitrag #133.


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    Während ein Wiederaufbau des Pellerhaus-Vordergebäudes wohl auf absehbare Zeit ein Traumgebilde bleibt, wäre eine Sanierung des Pilatushauses durch die Altstadtfreunde einfach phantastisch.

  • Pilatushaus


    Danke für die Fotos!


    Heute erschien der Newsletter 2/2021 der Altstadtfreunde, in dem es auch ein kurzes Update zum Pilatushaus gab. Da heisst es, das es nichts neues gäbe, man warte noch die Finanzierungszusagen des Freitstaats usw. ab, um abzuschätzen, was die ganze Angelegenheit die Altstadtfreunde operativ kosten wird.


    Ich durfte im Juni 2019 auch mal durch das Pilatushaus streifen und habe Aufnahmen gemacht. Zunächst der schmale Hof zwischen der Stadtmauer und der Gebäuderückseite:




    Hier sieht man auch viel deutlicher als von der Straße aus den Unterschied zwischen dem weitgehend historischen Pilatushaus vorne und dem Neubau im hinteren Bereich (links), es handelt sich ja um ein über ein mittig gelegenes Treppenhaus erschlossenes Doppelhaus:



    Damals war das Gebäude innen übersäht mit oberflächlichem Schimmel, sicherlich dem heißen Sommer 2019 geschuldet:




    Das imposante, hölzerne Dachgeschoss mit dem Giebelerker hat es mir auch angetan:




    Aber die Fotos von nenntmichismael treffen es da besser. Summa Summarum macht das Pilatushaus aber noch einen standhaften Eindruck, man sieht ihm seine statischen Probleme nicht direkt an, und die eingestellten Stützen werden wohl noch länger halten:


  • Ein paar Schritte weiter gen Norden wird die Winklerstraße 33 ebenfalls mit einer weiteren Reihe Gauben ausgestattet. Ob an der Fassade auch gearbeitet wird, konnte ich aus der Ferne nicht erkennen. Das Haus ist Teil des Pfarramts "Zur Lieben Frau" ( also der Frauenkirche am Hauptmarkt) und liegt super prominent. Ich hoffe das hier gleich einige Versäumnisse des Gebäudes in toller Nachbarschaft zu lösen, z. B. die schlimmen weißen Billigfenster und die tote, hässliche Erdgeschosszone...

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    Hier hat sich das äußere Erscheinungsbild wirklich mit kleinen aber feinen Maßnahmen an Dach, Fenstern und Fassade zum besseren gewendet. Hier nun ein Bild von heute (27.02.). und hier ein Link zum Vorzustand


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    Ein Bild ums Eck zeigt die "Schaufassaden" der IHK, wie ich finde rundum gelungen


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    d.

  • Heute war ich hier (als auch in anderen Teilen der Altstadt) nochmal vor Ort und hab ein paar weitere Bilder gemacht. Was mach interessiert hat, war insbesondere, wie der rückwärtige Teil nun aussieht. Wie man von der Winklerstraße aus ja schon sieht, steht der Bau zwischen zwei prachtvollen, historischen Bauten die noch ihre rückwärtigen Gebäudeteile zum Schmazgässchen hin haben. Der Neubau dazwischen hatte hier stattdessen lediglich einen Parkplatz. Ob das so bleibt ist für mich noch nicht so klar, zumindest wird hier gearbeitet. Ein promienten Nachbarn hab ich auch abgelichtet: Das 2-Sterne-Restaurant Essigbrätlein in einem ziemlich "ausgebeulten" Altbau...


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    Zugang zum Schmalzgässchen von Norden her, baustellenbedingt gerade offziell gesperrt...">

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    d.">

  • Update zum Umbau des ehemaligen kirchlichen Verwaltungsbaus (und mittelalterlichem Kloster) an der Burgstraße / Stöpselgasse


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    Die rückwärtige Ansicht von der Gasse am Welserhof aus gesehen

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    d.

  • Update zum Umbau des nördlichen Platzabschlusses am Hans-Sachs-Platz, fotografiert von mir am 28.02.


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    Es wurde sehr viel Aufwand in die Dachpartie, die Anpassung der Balkone, die handwerklich sehr gut gemachte Wärmedämmung als auch die schicken Fenster (siehe vor allem das letzte Bild) gesteckt. Wahrscheinlich ist es der am besten sanierte 50er-Jahre-Bau der damals nicht (wie das Neue Rathaus oder die Staatsbank) für repräsentative Zwecke errichtet wurde.

    Ein fahler Beigeschmack bleibt allerdings, denn den Aufwand sieht man eigentlich nur als Kenner, ansonsten verschwimmt der Bau total mit den dahinter liegenden 08/15-Bauten der dort beginnenden "Sebalder Steppe"...


    d.

  • Dexter Vielen Dank für das reiche Fotoupdate! Hochklassige Bilder, gut eingefangene Details und gut gewählte Blickwinkel, das tut mir sehr gut, denn als Radfahrer plus Maskenpflicht bin ich in den letzten 6 Monaten doch eher selten in der Altstadt gewesen.


    Zum ehem. Dominikanerkloster: Ich finde das Projekt eigentlich sehr gut, es hat zu einer deutlichen Aufwertung des Ortes geführt. Wenn da nur nicht diese lieblosen, eigentlich schon aufdringlichen Dachgauben wären. Die machen die eigentlich liebevolle Sanierung gestalterisch kaputt, finde ich.


    Zum Hans-Sachs-Platz: Als die Sanierung des Riegels begann habe ich das Schlimmste befürchtet. Einen Styroporkasten, wie er im Buche steht. Stattdessen haben sie sich wirklich Mühe gegeben, damit man garnicht bemerkt dass der Bau aufgestockt wurde. Genau so muss m.E. Architektur sein, im Geiste der Erbauer weiterentwickeln, ohne dass es zu einer Entwertung des Originals kommt. Das wiederaufgebaute Wolffsche Rathaus wurde um 2 Fensterachsen gekürzt - merkt heute kein Mensch! Weils eben gut gemacht wurde.

    Auf deinem vorletzten Foto sieht man auch die verheerende Wirkung des Bankgebäudes am Obstmarkt. Sie "adelt" den 50'er-Jahrebau gewissermaßen, weil sie Monstrosität daneben stellt. Ein schöner Platz wird der Hans-Sachs-Platz aber nie werden, solange der Bankbau mit der gierigen Tiefgarageneinfahrt dort bleibt.

  • @ nothor und DAF-Freunde: Ich schiebe noch ein paar Fotos aus der Altstadt nach - das Wetter bot sich ja sowas von an, durch Sonne und fehlendes Grün sieht man derzeit ja jeden Winkel...


    Einschätzung zur Westzeile am Hauptmarkt, fotografiert von mir am 28.02.:

    Durch Sanierung des heutigen Hotels "Sorat", Neubau und Sanierung der IHK hat sich ja ein wesentlicher Teil des gern genommenen Motivs mit Sebalduskirche (neu eingedeckt) und Schönem Brunnen (auch zuletzt saniert) positiv weiterentwickelt. Leider ist die Zeit bei zwei ganz zentralen Fassaden des Platzes aber stehen geblieben.


    Der beige-grau-gestrichene Bau mit dem McD. ist ja klassische Stangenware der 50er in Nürnberg. Hier ließe sich mit Kosmetik an Fenstern und Sockel sowie Anstrich schon recht viel Effekt raus holen.

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    Der Bau mit der Sandsteinfassadeist da schon schwieriger. Ähnlichen Maßnahmen wie zuletzt beim Sorat-Hotel oder der Winklerstraße 33 (weiter oben) wären ja relativ einfach zu machen. Heute stören ja vor allem die Alubleche an den Gauben, die Fenster und Jalousien. Allerdings sind die Stockwerke so gedrängt - ob eine Sanierung hier wirklich das Beste ist? Ein Neubau mit wieder stärker untergliederter Fassade (hier standen mal 2 Fassaden auf gleicher Fläche) wäre wohl die bessere Wahl.

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    Die rückwärtige Ansicht der beiden Bauten in der Winklerstraße

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    Gehören die Gebäude auch Gerd Schmelzer und seiner Alpha? Gibt es hier irgendwelche Planungen?

    Die Draufsicht zeigt es, die Gebäude hätten großes städtebauliches Potenzial...


    d.

  • Update zum Umbau der Irrerstr. 13, der Sanierung des Sebalder Pfarrhofs sowie ein bisschen Beifang am Weinmarkt, fotografiert von mir am 28.02.


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    Gegenüber steht ein Bau, bei dem ich mir nicht sicher bin ob er hier nur einfach auf den ggf. stehengeblieben Stumpf in den 50ern aufgesetzt wurde, oder hier vielleicht noch ein Altbau drin steckt. Ein auf alle Fälle spannender Sanierungskandidat ist das Haus weiter hinten auf der rechten Straßenseite (in braun) - das ist mit Sicherheit was ziemlich antikes und zeigt sich in einem bemitleidenswerten Zustand...


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    Ein echter Ärgernis ist die Fassade der Berufsgenossenschaft Holz und Metall. Die Kubatur passt, wie man aus verschiedenen Blickwinkeln beim durchstreifen der Straßen herausfinden kann. Aber ansonsten ist an dem Bau so ziemlich alles recht modisch-peinlich, von den Firstabschlüssen über die Fensteranordnungen als auch die Erdgeschosszone etc.


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    Gut angenommen werden die neu geschaffenen Sitzmöglichkeiten in dem zu Versuchszwecken gesperrten Weinmarkt (und tlw. angrenzender Straßen). Es zeichnet sich wohl ab, das dies der Dauerzustand werden wird und kein Durchgangsverkehr hier mehr durch darf...


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    Auch die Gartenseite des frisch sanierten Sebalder Pfarrhofs ist besser "ohne grün" erkennbar


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    d.

  • Ein echter Ärgernis ist die Fassade der Berufsgenossenschaft Holz und Metall. Die Kubatur passt, wie man aus verschiedenen Blickwinkeln beim durchstreifen der Straßen herausfinden kann. Aber ansonsten ist an dem Bau so ziemlich alles recht modisch-peinlich, von den Firstabschlüssen über die Fensteranordnungen als auch die Erdgeschosszone etc.

    Da sagst du was! Zwar hat das Haus durchaus gelungene Altstadtzitate, u.a. die in Sandstein verkleidete Giebelwand mit dem spitzen Dach, aber die wie ein Rucksack drangehängte Blechfassade ist fürchterlich, und das davon erdrückte, zurückgenommene Erdgeschoss, das sich von der Straße und der Öffentlichkeit vollkommen abkehrt durch diese seltsame gepflasterte Böschung ist wirklich skurril. Ja, hier sollte man die Blechfassade abnehmen, die Geschossdecke zwischen EG und 1. OG teilweise entfernen und großzügige, einladende Räume schaffen. Das dürfte eigentlich garnicht unmöglich sein.

  • Ja, die Berufsgenossenschaft bewirbt sich im Grunde um die Aufnahme in unserer liste der Bausünden...


    Damit will ich mich aber gar nicht weiter aufhalten. Sehr schöne Photos, Dexter, die noch dazu zeigen, dass sich diese Ecke langsam aber sicher wirklich macht. Die Irrerstraße war im Lockdown-Sommer mit den vielen Restauranttischen ein fast schon mediterraner Traum. Die Sitzgelegenheiten halten die Blechkarossen hoffentlich dauerhaft fern und schaffen Aufenthaltsqualität. Dass das Buchbinderhaus nach Jahren des Leerstands tatsächlich denkmaladäquat herausgeputzt wird, ist ebenfalls wunderbar. Das aufpolierte Haus in der Winklerstraße fügt sich harmonisch zwischen den beiden stattlichen mittelalterlichen Bürgerhäusern ein - ein wirklich gelungenes Miteinander.


    Krönender Abschluss wäre jetzt der Wiederaufbau des Hauses zum Savoyischen Kreuz gegenüber. Da hat man schon längern nichts mehr gehört, ob, wann und wie es dabei vorangeht. Da m.W. die Altstadtfreunde aber detaillierte Fassadenpläne aus der Zeit vor der Zerstörung auffinden konnten, gibt es bei diesem denkmalgeschützten Haus eigentlich keinen Grund mehr für eine nicht originalgetreue Rekonstruktion zumindest der Schaufassade.

  • Update zu Geschäfts-/Hotelneubauten in auf der Lorenzer Seite, fotografiert von mir am 28.02.


    Äußerlich kann man von den Abrissarbeiten am City-Point (für das künftige Altstadt-Karree) nur wenig erkennen, im Inneren sieht man durch die Schaufenster allerdings bereits viel Schutt. Der Investor überarbeitet derweil wohl nochmal die Pläne, wann es genau los geht ist offen


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    Still ruht der See am Eck des ehemaligen "Schuh Leiser" an der Breiten Gasse 71-73 von "Newport". Die Baugrube ist ausgehoben, aber seither passiert irgendwie nichts mehr. Was ist da wohl los?


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    Dagegen kommt der Neubau neben dem Wöhrl schon aus dem Tiefgeschoss und bald gehts in die Höhe

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    d.

  • Der Kollege Dexter hat kürzlich bei seiner Phototour durch die Altstadt fast alles abgegrast, aber eine erfreuliche Entwicklung ist ihm durch die Lappen gegangen. :) In der Luitpoldstraße 12, letztmalig im August 2020 in Beitrag #301 gezeigt, sind die Arbeiten an Fassade und Fenstern beendet. Alles mutet sehr geschmackvoll und hochwertig an. Das Gebäude mit seinem für Nürnberg ungewöhnlichen geleben Sandstein strahlt nun wieder richtig und ist zu einer weiteren Perle in der an Höhepunkten wahrlich nicht armen Straße geworden.


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    Die Krönung des Ganzen sind die sehr schönen Dachgeschossfenster:


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    In diesem Stil bitte auch andernorts weitermachen.

  • Wow, das muss ein gandioses Licht sein in den Räumen da oben.


    Ja, wenn man in dieser Qualität saniert, dann kehrt man die Qualität, die Einzigartigkeit und natürliche Schönheit der historischen Sandsteinhäuser heraus. Und das macht das Stadtbild eigentlich ziemlich einmalig. Man sollte nur schauen dass man das mit den Fenstern und Verblechungen originalgetreu löst, und nicht am falschen Ende spart. Die beste Sanierung ist sinnlos, wenns am Ende schlecht aussieht.

  • Umbau im Kirchenraum der Lorenzkirche geplatzt


    Wie die NN/NZ heute berichtet hat die evangelische Kirche angesichts der heftigen Kritik ihre Umbaupläne für den Innenraum der Lorenzkirche verworfen:


    https://www.nordbayern.de/regi…rche-verworfen-1.10905383


    Zuletzt hatte nenntmichismael hier im Forum sogar eine Visu dazu verlinkt:

    Die Kritiker haben sich durchgesetzt, und wie ich finde zu Recht. Die vielen Leserbriefe, die dazu seit Monaten nahezu täglich in der NZ abgedruckt werden, haben mich durchaus überzeugt und sehr skeptisch werden lassen, ob die oben gezeigte Visualisierung den Eingriff nicht doch beschönigend und verharmlosend wiedergibt. Unabhängig von den vielen Millionen, die die evangelische Kirche hier ausgeben will, was allein schon Diskussionsstoff genug wäre, wird v.a. die Beeinträchtigung des Kirchenraumes angeführt. Nach der o.g. Visualisierung kann ich die Beeinträchtigung nicht so ganz nachvollziehen, aber wie wir wissen sind Visualisierungen trügerisch. Texturen, Spiegelungen, Farbnuancen, Materialität werden nicht wirklichkeitsgetreu abgebildet und erzeugen Zerrbilder. Zudem kam das Argument, dass die Lorenzkirche so, wie sie jetzt ist, genau richtig sei und keine monumentalen Neubauten im Innern verkraften müsse. Denn Neubauten in gotischen Kirchenräumen könne man sich bereits in St. Klara und St. Martha einige Meter südlich anschauen, und ich finde dieses Argument trifft ins Schwarze. Die Lorenzkirche findet sich quasi im heutigen Zustand bereits so in Architektur- und Kunstbüchern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder. Das sollte m.E. ehrfurchtgebietend genug sein, dass sich jedwede Einbauten genau nicht sichtbar, und maximal zurücknehmend und anpassend verhalten müssten.


    Mich persönlich ärgert dabei immer das Argument der "Reversibilität": Man könne etwas bauen, da es reversibel sei. Dieses Argument halte ich für shizophren, denn wenn man bereits mit der Absicht baut, es bald wieder spurlos entfernen zu können, wozu dann überhaupt bauen. Das verstehe ich bei einem Baugerüst, oder statischen Krücken, die man nach einer Instandsetzung wieder entfernt. Aber doch nicht bei einem Umbau/Erweiterung/Sanierung. Im Übrigens ist doch alles, was der Mensch baut, reversibel. Selbst die Pyramiden könnte man abbauen und anderswo wieder aufbauen. Das oft angeführte "reversibel" ist also nur ein Scheinargument, um etwas Ungeliebtes realisieren zu können.


    Schlussendlich verstehe ich den Status quo so, dass die Kirchengemeinde als Bauherr nun erneut in Klausur geht und überlegt, wie sie das Ziel der Öffnung der Lorenzkirche durch die Haupttore realisieren kann und trotzdem das Kircheninnere vor einströmendem Dreck, Feuchtigkeit und Licht schützt ohne dass es massiver Einbauten bedarf. Ich denke das kann man hinkriegen.

  • Sanierung Künstlerhaus

    Während ich auf der Internetpräsenz der Stadt Nürnberg etwas suchte bin ich auf dieses Video gestoßen, das ich ganz unterhaltsam finde. Hatte nämlich nicht mitbekommen, dass es einen Wettbewerb der Stadt gegeben hatte für neue "Kunst am Bau" am Künstlerhaus:



    Das Video zeigt auch eine gewaltige Baugrube im Hof des Hauses, die man von Außen nicht sehen kann. In dieser Grube soll ein unterirdischer Musiksaal entstehen. Sehenswert!

  • Weiss nicht ob die Fahne die angestrebte Fernwirkung haben kann... eventuell wäre das Fahnenmeer da auffälliger gewesen, aber müsig darüber zu diskutieren. Immerhin gibt's da überhaupt neue Kunst.

    In den Musiksaal, der wohl relativ roh gehalten wird, zieht das Zentralcafe ein, das man ja aus der schönen mittleren Säulenhalle vertrieben hat. In die zieht die Auguste, weil man wiederum ihre Räume zurückbaut für ein Foyer für... ja für was eigentlich?

  • Auf dem ehemaligen "Schuh Leiser" Grundstück an der Ecke Färberstr. - Breite Gasse rührt sich was.

    Die Baufirma Implenia baut grad Baucontainer auf.

    Es gehgt also los :-)