Nbger Zentrum: Sebalder und Lorenzer Altstadt

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich hoffe mal, dass man hier das Pflaster wieder komplett macht und die schonwieder wie eine Seuche auftretenden Asphaltflicken ausbessert. Dieses Zukippen der Wege mit Asphalt ist echt ein Ärgernis, es macht jeden schönen Belag zunichte, und ich verstehe nicht wieso das überhaupt passiert. Wenn man das "irgendwann" mal richtig machen will, dann muss man es ja wieder öffnen, einen Zeitvorteil gibt es also unter dem Strich nicht, es ist einfach nur hässlich.

    So bin ich auch skeptisch was diesen Haupteingang anbelangt. Das wirkt ein wenig wie ein Roter Teppich, den man für seine Gäste in den schlammigen Vorgarten ausgerollt hat. Die weißen Betontreppen- und Säulen werden nicht lange so weiß bleiben und sehr rasch verschmutzen, und direkt davor wiederum der obligatorische Asphalt:

    Der Lorenzer Platz wird direkt nach Abschluss der Arbeiten ab Mitte April bis Ende 2025 saniert: https://www.nuernberg.de/internet/stadt…nzer_platz.html

    Geplant sind fünf neue Bäume, welche zum Glück nicht in zugepflasterten Baumscheiben, sondern in mit Stauden und Gräsern bepflanzten Bauminseln platziert werden. Die bestehenden Bäume bleiben erhalten und erhalten (bis auf einen) das gleiche "Upgrade". Zudem werden Sitzmöglichkeiten geschaffen und ein Trinkwasserbrunnen installiert. Der gesamte Platz erhält außerdem das mittlerweile übliche gesägte Granitpflaster (wie in der Luitpoldstraße oder am Hallplatz).

  • Heute wurde der Siegerentwurf des Dachwettbewerbs (ausgearbeitet von Büro Sinai aus Berlin) für die Urbane Gartenschau 2030 präsentiert: https://www.nuernberg.de/internet/stadt…0CWrOdqpBmkyWIw

    So sollen der Theresienplatz und die Grasersgasse entsiegelt werden. Auch soll der Bereich um das Maxtor umgebaut werden. Und natürlich werden auch weitere Details zum Stadtgraben genannt.

    Bis 17. April kann man alle eingereichten Beiträge in der Königstrasse 56/58 begutachten.

  • Besonders, dass die Grasersgasse endlich ein ansehnlicheres Anlitz bekommen soll, freut mich zu hören. Leider bin ich in nächster Zeit nicht in Nürnberg um mir die eingereichten Beiträge anschauen zu können. Vielleicht schafft es ja wer in den nächsten Tagen, ich wäre auf jeden Fall sehr dankbar, falls wer hier ein paar der gezeigten Arbeiten posten könnte :)

  • Kann die Ausstellung absolut empfehlen, war vorhin noch spontan dort. War jedoch sehr überrascht von der Anzahl der Arbeiten, was wiederum erklärt, warum die Ausstellung nicht im offenen Büro stattfinden kann. Vom groben Konzept gefällt mir der Siegerentwurf schon sehr gut. Folgendes ist mir besonders aufgefallen:

    • Der gesamte Burggraben wird barrierefrei oder mindestens barrierearm gestaltet. Am Busparkplatz an der Burg wird z.B. eine Treppe samt Aufzug geplant, viele Zugänge (z.B. vom Maxtor kommend) sind als Rampenanlagen konzipiert.
    • Die Insel Schütt soll stark entsiegelt und mit großzügigen Grasflächen ausgestattet werden. Inwiefern das mit der darunter liegenden Tiefgarage und mit Sicht auf das Altstadtfest umgesetzt werden kann, muss man in der weiteren Planung sehen.
    • Für den Egidienberg ist ebenfalls eine große Entsiegelung mit großen Beeten sowie Sitzgelegenheiten geplant. Der Planungsbereich geht um die Egidienkirche herum, woraus zusammen mit dem Pocket Park Peststadel ein sehr idyllischer Rückzugsort in der nördlichen Altstadt entstehen könnte.
    • Am Maxtor werden die beiden Fahrtrichtungen westlich (Auf der Seite der Grundschule) gebündelt, die bisherige Straßenführung an den Sieben Zeilen und der Langen Gasse entlang wird Teil eines verkehrsberuhigten Bereichs. Die Neuanordnung der Straßen am Maxtor könnte dort endlich das Wirrwarr um die Spurführung auflösen. Hab an der Stelle schon zu viele (Beinahe-)Unfälle beobachtet.

    Bin gespannt, wie die Planungen nun weitergehen und was daraus auch wirklich aufgegriffen und am Ende umgesetzt wird. Besonders, da es ja "nur" noch 5 Jahre bis zum Start der Landesgartenschau sind und die Wettbewerbe für die verschiedenen Grünachsen (Johannis, Kesslerplatz, Südstadt) noch offen sind. Vielleicht bin ich dafür aktuell einfach nicht optimistisch genug :)

    Leider war wohl gar nicht geplant, die Ergebnisse auch online zu veröffentlichen. Hab das aber als Anregung vor Ort da gelassen, es wird an die Pressestelle weitergegeben. Falls nicht, kann ich die Tage aber auch nochmal vorbei und ein paar Fotos machen. Bis dahin sollte ich auch herausgefunden haben, wie das hier im Forum am besten klappt.

    P.S.: Wer ebenfalls direkt vor Ort vorbeischauen will, bitte nicht von der ausladenden Optik des Eingangs der alten Bank abschrecken lassen: Die Tür geht wirklich auf ;)

  • Wettbewerb "Landesgartenschau 2030"

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    Ich war heute auch dort in der Ausstellung, muss aber sagen dass sich das hier nicht sinnvoll darstellen lässt, was dort präsentiert wird. Es ist wirklich sehr ausführlich und umfangreich, alle Wettbewerbsbeiträge sind auf schätzungsweise 5 Metaplanwänden detailreich dargestellt. Und dadurch bedingt, dass es um Begründungskonzepte geht, sieht aus 5 Metern Entfernung auch alles gleich aus, die Unterschiede liegen in den Details:

    Hier mal der 1. Preis, SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbh, Berlin:

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    2. Preis, GM013 Landschaftsarchitektur, Berlin

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    Hier mal ein Detail vom Maxtor, wo wie schon Altstadttaube beschrieb auch der Verkehr ordentlich entzerrt wird:

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    Das hier müsste vom Drittplatzierten sein, ich krieg das nicht mehr zusammen:

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    Wen das wirklich intensiver interessiert, dem sei ein Besuch wärmstens empfohlen, es ist dort ruhig, man kann sich Zeit lassen und wie man mitbekam hat die Aufsicht sich auch Rückmeldungen notiert, falls jemand etwas anmerken möchte.

    Mir jedenfalls ist aufgefallen, dass die nicht zum Zuge kommenden Büros viel experimenteller sind, und teilweise den Burggraben zu "Retentionsflächen" für Regenwasser, also zu Sumpfgebieten umwandeln wollen, ich sag das jetzt mal etwas hemdsärmelig. Jedenfalls wird das Element Wasser sehr viel extensiver eingesetzt. Und ich vermute, dass man dies als zu heftigen Eingriff und auch als mit zu hohen Folgekosten bewertet hat, und deswegen die Vorschläge nicht preisverdächtig waren. Immerhin hat Nürnberg immer wieder mal Brunnen, die es eigentlich zahlreich im Stadtbild gibt, trocken gelegt. Mit Wasser hat man es hier dann doch nicht so üppig.

  • Fortschritt am Marientorzwinger

    Die jahrelange Baustelle dort dürfte hoffentlich bald fertig sein. Der Mauerturm ist fertig rekonstruiert, wobei es sicherlich eher eine Neuschöpfung ist, wenn man sich die postmodernen Details an den Schießschartenfenstern ansieht, aber sei es drum.

    Aktuell wird noch die Stadtmauer renoviert, dort ist eine dicke Schicht Opferputz drauf um den Sandstein zu entsalzen, und es finden gärtnerische Arbeiten zur Bepflanzung statt.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Fortschritt am Marientorzwinger

    Ich kann den denkmalpflegerischen Aspekt verschiedene Epochen sichtbar machen zu wollen ja durchaus verstehen, aber irgendwie finde ich ist das schon ein ganz schönes Geflicke aus verschiedenen Materialien. Gerade die zweite obere Stützmauer aus Sichtbeton empfinde ich in ihrer Ausführung doch als sehr störend. Diese starren streng übereinander stehenden Schalungsabdrücke konterkarieren irgendwie das Bild einer "natürlich" entstandenen Mauer im Verbund. Ich hoffe das wächst zumindest irgendwann zu, meines Wissens ist direkt davor ja auch Bepflanzung vorgesehen. Auch der Übergang aus modernen Sandsteinquadern zu den alten finde ich optisch nicht gerade optimal, aber hoffentlich verwäscht sich das noch mit der Zeit. Die Treppenbrüstung dann wiederrum auch in Sichtbeton - hätte es da nicht auch ein minimalistisches Geländer getan? Den Turm finde ich in dem Zusammenhang sich eigentlich sehr gut einfügend, wenn auch sehr wahrscheinlich nicht mit "originaler" Fenstersetzung. Unterm Strich natürlich trotzdem eine begrüßenswerte Maßnahme.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wie kommen Rollstuhlfahrer da rauf? von der anderen Seite. aber ansich sieht es schön aus, als davor.

    Bezüglich Barrierefreiheit weiß ich leider nichts 100% genaues, aber soweit ich mich erinnere soll das Gasthaus Marientorzwinger demnächst umgebaut werden und dort auch ein Aufzug zur Erschließung der oberen Ebene eingebaut werden.

  • Auf meinem Foto wirkt insbesondere der Turm etwas fremd, der Sandstein hat da eine andere Farbe, was mir in Natura so nicht aufgefallen ist. Mich stört die Betonmauer auch, und ich erwarte eigentlich dass hier eine Bepflanzung vorgesehen ist, da kann doch ruhig etwas hochranken oder davor wachsen. Dann macht das nichts. Es ist gewissermaßen dieselbe Gestaltung wie die Hinzufügungen am Künstlerhaus, diese rote Betonbrüstung über dem Haupteingang wirkt genau so grobschlächtig und ein wenig ungeschickt. Das finde ich wird dem Baustoff Beton auch nicht gerecht, diese primitive Anwendung eines eigentlich zu vielfältigen Formen fähigen Materials muss nicht sein. Man hat es bewusst so unschön hergestellt.

  • Breite Gasse 80

    Das Geschäftshaus Breite Gasse 80, direkt gegenüber vom beliebten "Cafe Beer", hat eine Fassadenrenovierung bekommen. Durch das Schlaglicht der späten Nachmittagssonne kommt es nicht so heraus, aber die Brüstungsfelder unter den Fenstergruppen des 2. und 3. OG sind senkrecht gekämmter Putz, und es gibt auch eine verschiedene Farbigkeit, die hier vom Kontrastmanagement meines Handys gefressen wurde. In Natura sieht das Haus noch etwas schöner aus:

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    Im Vergleich zum Vorzustand wird deutlich, dass eigentlich nicht viel verändert wurde. Immerhin gilt hier auch Ensembleschutz. Aber das Erdgeschoss hat eine erfreuliche farbliche Absetzung bekommen, und ein Abschlussgesims! Ja wie krass, es wurde mal ein Gesims hinzugefügt anstatt sie allerorten immer nur abzuschlagen! Gesimse tun dem Auge sehr gut, die geben ihm beim Betrachten Halt und der Architektur Struktur. Ohne Gesimse wirken die Häuser immer nur wie Pappkartons. Leider habe ich keine hochwertige Vorher-Aufnahme. Auf dem Streetview-Bild wirkt es aber als wäre das Haus mal Natursteinverkleidet gewesen, ähnlich wie das Nachbarhaus mit seiner gewöhnungsbedürftigen Lochfassade. Vielleicht weiß hier jemand mehr?

    Insgesamt ist die Breite Gasse ein schwieriges städtebauliches Pflaster. Die Bebauung ist eher nicht auf Anziehung, Attraktivität und Repräsentanz ausgelegt. Zwar gibt es einige gründerzeitliche Häuser, die bis heute überdauert haben und Dank der eher einfachen Nachkriegshäuser heute echt herausragen, aber in der Summe ist die Breite Gasse schwierig. Ich glaube das hatten wir hier auch schonmal mit diversen Aufnahmen im Strang diskutiert. Umso wichtiger ist es, dass die Stadt nun die Aufwertung der Straße durch Umgestaltung angeht, da muss man aber auch dran bleiben und nicht alle paar Jahre mal ein paar Meter machen (Wie beim Fahrradwegeflickenteppich). Denn eigentlich hat die Straße ja Potenzial. Nicht, um eine Luxus-Einkaufsmeile zu sein, aber wenn man sich die kleinteilige Struktur so ansieht, sehen so nicht die von Unternehmen mitten in die Pampa gebauten "Outlets" allerorten aus? Die Breite Gasse hat jedenfalls mit die meisten Geschäfte pro Straßenmeter, d.h. das Potenzial für Abwechslung und Vielfalt ist hier gegeben.

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    Leider ziehen solche Dinge wie diese Bauruine alles runter. Aus dem Schuh-Leiser hätte man auch etwas Kreatives machen können, aber Spekulation führt oft zu mindestens temporär verheerenden Effekten im Stadtbild:

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  • Umbau Ludwigsplatz und Breite Gasse, Bilder vom 17.04.2025, aufgenommen von mir


    Am Ludwigsplatz laufen die Umbauarbeiten auf Hochtouren. Auf der bereits sanierten, nördlichen Platzfläche wurden vier neue Bäume geplanzt:
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    Auf der Südseite werden ebenfalls Flächen für weitere zwei Baumpflanzungen geschaffen. Hier wird im Anschluss auch das Pflaster analog zur nördlichen Hälfte angepasst.

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    Ein Überblick dazu von vor Ort:

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    Das prominente gelegene Eckgebäude, in dem viele Jahre das Bekleidungshaus "Eckerle" verortet war, wird aktuell für "Wempe" umgebaut. Dabei wird die Fassade überarbeitet, neue Fensterdurchbrüche sind ebenso zu sehen:
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    Der erste Bauabschnitt der Breiten Gasse zeigt sich nach entfernen der Bäume und Erneuerung der Infrastruktur im Untergrund maximal "zerfleddert":
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    d.

  • Ein bisschen Beifang vom heutigen Trempelmarkt:

    Königstraße 13

    Das hier vor 4 Jahren angekündigte Umbauprojekt in der Königstraße 13 scheint nun umgesetzt zu werden:

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    Es schaut ein bisschen so aus als würde das Tragwerk der Unterfangung versagen, und der Sturz so langsam bröckeln. Möglicherweise stand das Geschäft auch deshalb nun so lange leer? Ich hoffe das kommt so wie in der Visu von damals, denn das schaut wirklich wertig aus.

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    Josephsplatz 6

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    "Hier entsteht im Zuge der Kernsanierung ein Boardinghaus mit 6 luxuriös möblierten Apartments von 120 - 200 qm und ein Ladenlokal mit ca. 500 qm Nutzfläche", "Bezug Q4 2026" steht dort selbstbewusst auf der Tafel:

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    Die angegebene Website befindet sich leider noch im Aufbau, bietet aber trotzdem schon eine vielversprechende Visualisierung, wie ich finde. Und damit würde eines der wirklich hässlichsten Häuser der Straße endlich verschwinden zugunsten eines viel passenderen, und trotzdem zeitgemäßeren Designs. Ich habe die Visu mal aufbereitet fürs hier präsentieren. Die Südseite zur Josephstraße/Adlerstraße hin:

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    Die Ostseite, die man sieht wenn man die Kaiserstraße hochgelaufen kommt.

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    Vorzustand Streetview. Also wenn man versucht sich zu den Details einen Eindruck zu verschaffen wartet eine Sandstein- oder sonstiges Kunststeinmaterial als Fassadenverkleidung und ein wenig verkleinerte Fenster auf unser Stadtbild. Aber vor allem verschwindet das fürchterliche Grau der Stahlbetonskelettoptik mit dem vielen Blech. Ein fürchterlicher Ist-Zustand ist das, aber die Sanierung scheint hieraus etwas Wertiges zu machen:

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    Visualisierung: http://www.Josephsplatz6.com

    Ich wüsche mir dass das glücklich ausgeht!

    Josephsplatz 3

    Und zuguterletzt kann man an dem auch wenig ansehnlichen Zweckbau Josephsplatz 3 (Streetview) seit einiger Zeit Arbeiten im Innern beobachten. Offenbar wird dort entkernt. Ist das nicht ein altes Postgebäude? Was genau hier vorgeht, keine Ahnung, die Post ist jedenfalls schon eine Weile lang geschlossen:

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  • Danke nothor!

    Bei Häusern wie dem Josephsplatz 6 bin ich hin und her gerissen. Ich denke viele werden es nicht verstehen, aber ich mag den späten 60er, früher 70er Jahre-Protz im angepassten Nürnberg-Altstadt-Korsett bisweilen ganz gern. Und dann noch die Beschriftung mit "Lady Dress Fellner Madame" - da hat man direkt den Song Downtown von Petula Clark im Ohr und vor dem inneren Auge steigen Damen vom Beifahrersitz eines Opel Diplomat auf dem Weg ins Pelzgeschäft...

    Als häßlichstes Haus am Platz würde ich es auch nicht bezeichnen. Da gäbe es in der Häuser-Reihe ein paar andere Kandidaten denen ich dieses Prädikat eher verleihen würde (zum Beispiel das Haus mit dem halbrunden Erker oder das mit der braunen Blechfassade).
    Trotzdem finde ich die Visualisierung vielversprechend und begrüße den Umbau. Spannend ist da auch, was mit der Seite zur Hinteren Ledergasse passiert. Da ist ja eine Lücke mit sehr kleinem Innenhof...

    d.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Danke nothor!

    ...Spannend ist da auch, was mit der Seite zur Hinteren Ledergasse passiert. Da ist ja eine Lücke mit sehr kleinem Innenhof...

    d.

    Oh, genau dahin kommen also die Tiefgaragenstellplätze. Ich habe mich schon gefragt, wie man eine Tiefgarage unter das Haus vergraben bekommt. Danke!

    Ja, das kann ich verstehen, wenn man den Stil mag oder damit positive Assoziationen verbindet, dann ist es sicher nicht das schlechteste. Aber für mich steht der Bau im selben Regal wie der City-Point, ich mag das Grau nicht, ich habe mich an Sichtbeton absolut sattgesehen, und ich vermute dass dessen Anmutung hier simuliert werden sollte, und auch das Blech ist nicht meins. Und, naja, die Reklame "Lady Dress Fellner Madame", die steht ja gewissermaßen unter Ensembleschutz, die könnte man da hinterher ja wieder montieren ;)

    Im Grunde bin ich auch ein Freund von Reklame in belebten Innenstädten, bemalte Brandmauern, Leuchtschriften und Ausleger, all das finde ich enorm reizvoll, v.a. wenn es auch historisches Material ist. Das wird mir für meinen Geschmack alles viel zu schnell entfernt.

    Hier mal ein Scan einer historischen Postkarte aus der Gegend um 1900, das Haus Josephsplatz 6 bzw. dessen Vorgängerbau ist ziemlich in der Bildmitte im weitem Hintergrund noch erkennbar. Viele meinen das historische Stadtbild wurde durch die viele Reklame verschandelt, die da an den Wänden aufgemalt war. Für mich macht sie eher eine interessante Würze aus.

    Ak aus Privatsammlung

  • Laut nn tut sich was bei dem fast fertigen Gebäude in der Breiten Gasse (ehem. Schuh Leiser): https://www.nn.de/nuernberg/das-…in_success=true Laut Artikel sollen bis Mitte 2026 Einzelhandel, Gastro und Hotel eröffnen.

  • Umbau Lorenzer Platz und Ludwigsplatz


    Anbei ein paar Fotos von den laufenden Umbauarbeiten der beiden Plätze auf der Lorenzer Altstadtseite.

    Zuerst der Lorenzer Platz, der nach Fertigstellung des Sparkssenumbaus nun mehr Bäume und anderes Pflaster erhält.

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    Ebenso in Arbeit ist seit längerem der Ludwigsplatz. Nachdem die nördliche Hälfte bereits nach dem Whörl-Neubau frisch gepflaster wurde, sind dort nun neue Baumstandorte nachträglich hinzu gekommen. Inzwischen wird auch die südliche Platzhälfte erneuert:

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    d.

  • Umbau Fußgängerzone Königstraße

    Passt zu Thema, am 29.07.2025 hat die Stadt im Künstlerhaus die Pläne für einen ersten Schritt zum Umbau der Königstraße präsentiert und anschließend eine sehr ausführliche, offene Fragerunde abgehalten.

    Erstmal ein paar Schnappschüsse aus dem großen Veranstaltungssaal im Künstlerhaus:

    Einige der alten Vertäfelungen und Türen wurden erhalten, ich meine aber dass sie vorher blau waren. Das war aber sicherlich auch nicht original.

    Eine vernünftige Raumdecke habe ich hier nicht mehr gesehen während der Umbauarbeiten, die technische Überfrachtung schaut jetzt eher nach Großraumdisko aus, aber nunja, der Raum soll ja multifunktional genutzt werden.

    Zum Thema. Im Vorraum waren ein paar beispielhafte Visualisierungen ausgestellt:

    Der Vortrag von Hrn. Dengler und seinen Kollegen hat einige der Fragen, die ich so im Kopf hatte, direkt ausgeräumt. Aber ersteinmal zur Einordnung: Die anstehende Umgestaltung soll die Straße als Fußgängerzone etwas aufwerten damit sie 2030 zur Landesgartenschau etwas hübscher aussieht. Erst nach der Landesgartenschau würde man den sog. "Endausbau" angehen, bei dem die Straße grundlegend überarbeitet wird. Hintergrund ist wohl, dass ein grundlegender Umbau und Neukonzeption halt mehr ist als nur etwas Kosmetik an den Oberflächen, sondern auch das Kanalisationskonzept, die Beleuchtung, die Verkehrsführung, Leitungen im Untergrund usw. berücksichtigt werden müssen, Hierfür müssten dann sozusagen alle entsprechenden Dienststellen zusammenarbeiten, was mit der vorliegenden kosmetischen Verbesserung soweit nicht nötig ist. Das bedeutet, dass die anstehende Umgestaltung im Preisvolumen unter 1 Mio angesiedelt ist, dass was ggfls. nach der Landesgartenschau folgt soll für denselben Abschnitt dann rd. 15 Mio kosten. Außerdem soll später die neue Königstraße gemeinsam mit dem Zeughaus-Quartier gedacht werden, also mit Kaufhof oder einem Ersatzneubau, Messenutzung ja oder nein usw. usf.

    Deshalb kann man auf dieser beispielhaft gezeigten Planübersicht des zu bearbeitenden Abschnittes zwischen Königstor und Hallplatz ersteinmal keine wesentlichen Änderungen erkennen:

    Zusammengefasst, soweit ich das erinnere:

    • Die Straße und ihr Belag bleiben unangetastet, Keine Bordsteinabsenkung oder Verschmälerung der Straße, etc.
    • Anlegen von 15 neuen Bäumen (hellgrün in der Skizze)
    • Entsiegelung von ca. 200 qm (oder waren es 700 qm? Ich erinnere es nicht mehr).
    • Neue bzw. erweiterte Möblierung mit Bänken usw. insbesondere mit diesen "Verweilinseln", also solche hölzernen Trümmer, wie sie auch bereits Weinmarkt stehen. In der Visualisierung sind diese Objekte als kleine braune Quadrate markiert.

    Ich denke mehr ist nicht zu erwarten angesichts der beabsichtigten Investition.

    In der Fragerunde ging es dann recht intensiv um das Zusammenspiel mit der naheliegenden Königstorpassage, die ein Hotspot für die Obdachlosen- und Drogenszene ist, und von der man bereits jetzt die Beobachtung macht, dass sie sich in eine Fußgängerzone Königstraße ausbreiten wird. Deshalb sollen wohl Bänke und Verweilinseln so gestaltet werden, dass man zwar dort sitzen, aber nicht liegen kann. Naja.

    Alle Veränderungen sollen bei einem späteren Gesamtumbau erhalten bleiben können, v.a. die neu gepflanzten Bäume.

    Meine Meinung: Gute, transparent gemachte und der öffentlichen Meinungsbildung sehr zuträgliche Veranstaltung, das hat mir sehr gefallen. Allerdings fand ich sie für das, was geplant ist etwas zu aufwändig. Immerhin ist sie wohl aber auch als Sprechstunde für die anrainenden Gewerbetreibenden und Bewohner zu verstehen gewesen, denn Architektur und Stadtgestaltung standen nicht so im Mittelpunkt. Hätte ich gewusst was dort präsentiert werden wird und wie die Fragerunde intendiert wird, dann wäre ich vermutlich nicht hingegangen. Sei es drum, es wird ein eher kleines Schrittchen hin zur Weiterentwicklung der Königstraße als Fußgängerzone, das Stadtbild bekommt weitere Bänke, und vermutlich auch leider weitere dieser sperrmüllhaft wirkenden Holzmonstren, die bei schönem Wetter sicherlich funktionieren, aber optisch allein eine Zumutung sind.

    Weitere, wesentliche Änderung, wie eine Absperrung der Straße für den Autoverkehr, veränderte Radwege oder sonstiges sind nicht geplant.

    Es hieß, die Präsentation, die recht ausführlich war, soll später online zugänglich gemacht werden. Ich habe sie leider nicht finden können.

  • In den ehemaligen Kaufhof soll laut NN neben Wöhrl nun auch IKEA eine rund 165 Quadratmeter große Fläche als Pop-Up-Store beziehen. Entgegen der Verlautbarungen eines Grünenstadtrats, wird es sich dabei aber leider nicht um einen City-IKEA, wie in Hamburg-Altona oder am Wiener Westbahnhof handeln, sondern anscheinend um einen deutlich kleineren Laden mit wechselndem Sortiment. Ähnliche kleine Läden gibt es wohl schon in Wolfsburg und Ravensburg (siehe hier). Vermutlich will man mit dem wechselnden Sortiment mal schauen, was überhaupt so ankommt bei der Kundschaft in der Altstadt.

    Als teilweise Wiener kenne ich den City-IKEA am Wbf. (Link zur Webseite) sehr gut und könnte mir durchaus vorstellen, dass ein ähnliches Konzept auch hier beim Kaufhof großen Anklang finden könnte. Als alternativen Standort hatte ich hier auch immer mal wieder das große Loch am Aufseßplatz im Kopf. Die Auslieferung bzw. Abholung größerer Möbel erfolgt in Wien übrigens über Lager in ehemaligen Ladenflächen, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Vor Ort können lediglich Produkte und Möbel erworben werden, die auch in die typischen blauen IKEA-Tüten passen. Im City-IKEA selbst gibt es darüber hinaus auch noch ein Hostel, in dem häufig Events veranstaltet werden sowie eine öffentlich zugängliche Dachterrasse ohne Konsumzwang. Parkplätze gibt es hier auf Beanstanden der damaligem Grünen Stadträtin für Stadtentwicklung Vassilakou überhaupt gar keine. Das hat dazu geführt, dass IKEA hier andere Logistikkonzepte ausgearbeitet hat als beim City-IKEA in Altona, der einfach einen klassischen IKEA in der Stadt darstellt, nur eben mit Parkhaus statt Parkplatzfeldern.

    2 Mal editiert, zuletzt von Nürnberger (21. August 2025 um 22:59) aus folgendem Grund: Rechtschreibung, Ergänzungen IKEA Wien Wbf.