Straßenbau & -planung

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    Tatsache ist allerdings, würde Stuttgart als Kern der Region fehlen, gäbe es hier auch keinen Flughafen. Genausowenig wie es einen Hauptbahnhof geben würde oder ein S-Bahn oder Stadtbahn-Netz.


    Lach.
    Ohne Stuttgart wäre Ludwigsburg halt Residenzstadt Württembergs geblieben und Stutengarten halt irgend wann eingemeindet worden. Ich wette die Region hätte sich dann ohne die Enge des Kessels mind. genauso gut entwickelt.
    Regent, dich lächerlich zu machen besteht wirklich kein Bedarf.

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    – da hast du einfach mal meine Aussage komplett um 180° gedreht –
    ... es geht hier schlicht und einfach um den Synergie-Effekt. Die Region profitiert von Stuttgart, bzw. einer größeren Kernstadt, und umgekehrt profitiert auch Stuttgart von der Region.


    :hallo:
    Genau das schrieb ich doch die ganze Zeit, während Du darauf pochtest, dass Stuttgart das Umland ernährt!

    Dekoratives Anführungszeichen

    ABER, ohne Stuttgart wäre die Region heute niemals da wo sie heute ist.


    Auch das habe ich nie bestritten, nur eben wäre ohne die Region auch Stuttgart niemals da wo es heute ist und genau das sagte ich von Anfang an!

    Was also willst Du überhaupt sagen, wenn jetzt plötzlich dann doch die Region nichtmehr von Stuttgart ernährt wird und nur die Region von Stuttgart profitiert, sondern umgekehrt genauso?
    :keineahn:

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    Ohne Stuttgart wäre Ludwigsburg halt Residenzstadt Württembergs geblieben und Stutengarten halt irgend wann eingemeindet worden.

    Um Gottes Willen Luchs, dümmer gehts nun wirklich nichtmehr! Ludwigsburg wurde vom Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg als moderne Residenzstadt nach Versailler Vorbild gegründet weil der Hof in Stuttgart zu klein wurde – die Stadt war einfach schon zu dicht bebaut. Ursprünglich war die Residenz trotzdem nur als einfacher Jagdsitz vorgesehen, und wuchs erst im Laufe der Jahre zur Hauptresidenz heran. Die Aussage "Ohne Stuttgart wäre Ludwigsburg halt Residenzstadt Württembergs geblieben" ist somit kompletter Schwachsinn, da ohne Stuttgart auch die Residenz Ludwigsburg Niemals errichtet worden wäre :lach::nono::D

  • Es ist doch völlig sinnlos sich darüber zu streiten wer zuerst da war, wer den Längeren hat oder wer was aushalten muss.

    Eine geographisch günstig gelegene Behausung zieht weitere Behausungen an, da dort das Potential für gut laufende Geschäfte und die Überlebenswahrscheinlichkeit größer als anderswo ist. Mehr Menschen und Häuser bedeuten mehr Sicherheit, bedeuten noch mehr Menschen und noch mehr Häuser.
    Florieren die Geschäfte, treffen so im laufe der Zeit immer mehr Menschen, die ihr Glück an diesem gesegneten Ort versuchen möchten ein, und versuchen ihre Produkte an den Mann zu bringen. Bald schon ist der Stadtstatus erhoben und der Name im ganzen Ländle bekannt. Die Zünfte regeln fortan das gesamte Arbeitsleben in der Stadt, auf dem Ländle dagegen haben sie kaum einen Einfluss. Mit dem Wachstum bilden sich nun mehr soziale Schichten innerhalb der Mauern aus, Forderungen nach Vergnügen und Kultur werden lauter.
    Gewitzte Geschäftsmänner, die in der Stadt zu Vermögen gekommen sind, geben sich als Finanziers wagemutiger Tüftler aus Hinterhöfen und Bauernhöfen auf dem Ländle, die Bourgeoisie tritt auf und verdrängt zunehmend die alten feudalen Machtverhältnisse. Schulen reichen nicht mehr, schon bald stehen erste Universitäten. Das Kapital und andere Produktionsfaktoren konzentrieren sich stärker und stärker in der Stadt und drum herum, die Bebauung ist längst über die eigenen Grenzen hinausgewachsen, längst sind einstige Bauernhöfe zu stattlichen Gemeinden herangewuchert, viele sind bereits selbst zu kleinen Städten angewachsen, in denen eifrig produziert und geforscht wird.
    Eisenbahnen und Telegraphen verbinden den Stadtraum und ermöglichen so eine noch nie gekannte Effizienz im Warentransport und in der Kommunikation - mehr noch: ohne diese geht nichts mehr, der Ballungsraum kann sich nur mit Hilfe dieser neuen Technologien weiter entwickeln. Mit der schwäbischen Doppelerfindung gelingt es sogar, die Briten zu überholen.
    Mit der Zeit entwickelt sich so um die einstige Keimzelle ein lebendiges Umland, aufgrund der Topographie vielleicht verstreuter als anderswo.
    Unternehmen müssen sich nicht mehr in der Kernstadt ansiedeln - oder in diese umziehen - um die Vorzüge einer großen Stadt genießen zu können, auf dem Land ist schließlich viel Platz und die modernen Transportmittel ermöglichen einen schnellen Austausch aller benötigten Faktoren. Das Wachstum der Region erfordert insbesondere im Zentrum viele weitere neue Knotenpunkte und öffentliche Einrichtungen, welche ihrerseits wieder für eine Steigerung der Attraktivität sorgen und letztlich weiteres Wachstum nach sich ziehen.

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    Imho sollte man das letzte Mittel der Eingemeindung nicht außen vor lassen, ...

    Jawoll (*Hackenzusammenschlag*), und danach holen wir uns Mannheim, Frankfurt und München, ..., nur mit Berlin warten wir bitte bis BER fertig ist, gelle?

    Wobei, damit wäre Fritzle dann automatisch Reichs-Kanzler des heiligen schwäbischen Reichs deutscher Nation (oder des Deutschen-Reichs schwäbisch heiliger Nation?), hast Du Dir das wirklich gut überlegt?

  • Vorsicht MiaSanMia, Sapperlott und hfrik werden dir sicher auch gleich erklären das die Region München ohne München besser dran wäre und London ein unwichtiges Kaff ist. Die Flughäfen von München und alle Flughäfen von London befinden sich übrigens auch außerhalb der beiden Städte, nicht das diese Erkentniss hfrik jetzt noch zum Herzinfarkt treibt :lach:

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    Vorsicht MiaSanMia, Sapperlott und hfrik werden dir sicher auch gleich erklären das die Region München ohne München besser dran wäre und London ein unwichtiges Kaff ist.


    Du hast MiaSanMia auch nicht verstanden...

    Ich geb's auf!

    Prost!
    :noabier:
    :cheers:

    (hätte mich sehr gerne mit Dir geistig duelliert, aber wie ich sehe bist Du unbewaffnet)

  • Vielleicht einigen wir uns einfach drauf das Städte von der Region um sie herum profitieren können und Kleingeisterei von Regionalfürsten noch nie eine Region vorran gebracht hat. Stuttgart hätte einfach großzügiger eingemeinden müssen. Dann wäre das Stadtgebiet kompakter und würde damit geringere Pendlerströme erzeugen. Die Autobahn und der Flughafen wären dann auch auf Stuttgarter Gebiet und niemand müsste sich mit so sperrigen Wortmonstern wie "Leinfelden-Echterdingen" herumschlagen.

    Lol, für den letzten Satz bekommst von mir ein hochachtungsvolles Prost ;)

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    Kleiner Hinweis: es ist Aufgabe des Autobesitzers, und nicht der Öffentlichkeit, Platz für das Abstellen des fahrbaren Untersatzes zu schaffen, und zwar auf privaten Flächen.

    An sich richtig. Doch auch in Deinem Beitrag sind die Maßstäbe etwas verrutscht:

    - Erstens Vergleich mit ... ausgerechnet ... Tokio ... Tatä. Wie wäre stattdessen ein Vergleich mit bspw. Hisel (5 Ew / qkm)?

    Ob Parkraum zu bezahlen ist, ist letztlich eine Frage von Knappheit und Vernunft, weniger von öffentlichem Besitz. Denn öffentlicher Besitz ist letztlich mittelbarer gemeinsamer Besitz von Privatbürgern ("Der Staat" sind wir").

    - Und wenn Du hier Marktpreise samt Subventionsstopp forderst, fordere dies auch bei anderen Verkehrsträgern, welche ebenfalls subventioniert werden.

  • ^ Tokio: 15.210 EW/Km² (2767 in der Metropolregion), Stuttgart - 3008 EW/Km². Ich glaube, Tokio als Vorbild ist näher dran als irgend so ein Kaff mit 5 EW/Km². Im Zweifelsfall kann man auch auf Amsterdam oder London schauen, wo das Parken sehr teuer ist und nicht zwingend als grundsätzliche Aufgabe der Verwaltung gilt. Da längst bekannt ist, dass man die Staus nicht verkraften kann, ist dieses Jammern um Parkplätze für Autos, die nicht wirklich rein oder raus können, absurd. Soll die Stadtverwaltung aktiv für eine Verschärfung des Stauproblems sorgen?

  • Genau so ist es!

    Wenn man Shopping und Aufenthalts-Zonen immer mehr zentralisiert um immer gigantischer zu bauen (eine Entwicklung, die mit z.B. Milaneo, Gerber, Dorotheen, A1-Gastro und, und, und, hier ja mehrheitlich bejubelt wird), dann wird damit zwangsläufig das Auto zum Besuch dieser Zonen immer mehr zum Auslaufmodell! Keine Ideologie sondern Geometrie und selbst gigantische Parkhäuser würden nur als Stauverstärker wirken!
    Phantastereien wie 6-Spurige Tunnel unter ganz Stuttgart durch und 4-Spurige Ringe durchgehend um Stuttgart herum, sind reine Spinnerei, solange nichtmalmehr Geld da ist, die Autobahnbrücken in Schuß zu halten.

    Zum großen Glück ist das Auto in der jungen Generation ja immer mehr "out", so wird hier automatisch zunehmend ein Umdenken einsetzen!

    Ich schreibe da aus eigener Erfahrung, auch ich will nicht auf das Auto verzichten und nehme dennoch zunehmend öfter die Öffis, einfach weil ich damit auf vielen Strecken deutlich schneller bin als mich durch Staus zu quälen, egal ob Fellbach-Stuttgart oder Stuttgart-Köln.
    Anfangs tat ich das nur wenn ich wirklich Zeitdruck hatte, aber man gewöhnt sich daran nicht ewig Parkplatz/haus suchen zu müssen, in der Bahn am Smartie arbeiten zu können und zum Essen auch bedenkenlos ein zweites Glas Wein bestellen zu können.
    ...und wenn ich im Milaneo anfange, über die Kö zum Dorotheen und weiter zum Gerber shoppe oder Gastro-Toure, muss ich auch nicht alles wieder zum Auto zurücklatschen, da wird der Komfort dann nämlich auch wieder relativ.

  • Es geht nicht um statistische Mediane, was näher dran liegt o.ä. Könnte insofern daherlabern, nicht das kleinste Kaff genoommen zu haben, er aber das größte. Was soll das?
    Es geht um die richtige, konsequente, schlüssige Argumentation. Diese besitzt #2831, der zitierte hingegen nicht.

  • ^ Wenn man schreibt, dass das Bezahlen eine Frage der Knappheit ist - Fläche ist in Großstädten immer knapp, also vernünftig sollte die Nachfrage nach PKW-Parkplätzen durch hohe Preise gesteuert werden.
    Einkaufszentren sind so eine Sache, für die gewohnte Verkehrsmittelwahl ist vor allem der Arbeitsort entscheidend. Da hat es bestimmte Vorteile, wenn die Arbeitsplätze sich um ÖV-Knoten in bestimmten Gebieten ballen - wie um die Frankfurter Taunusanlage (Stuttgart ist mit Frankfurt doch vergleichbar?). Paris hat so eine Ballung mit LaDefense, London die City und Canary Wharf. Etwa hier kann man auf dem zweiten und dritten Thumb sehen, was alles an einer nur zweispurigen Strasse gebaut wurde und gebaut wird - zumeist wird sie von Linienbussen frequentiert, U-Bahn ist in der Nähe. Kein einziger Parkplatz am Straßenrand.

    Stuttgart hatte eine Chance für eine Art City/Canary-Wharf/LaDefense besonders auf dem S21-Areal, wo man konsequent nachverdichten sollte und die Verkehrsabwicklung auf den ÖV ausrichten sollte - mit Parkplätzen für vielleicht 25-30% der Beschäftigten. Ich fürchte, die Chance wurde verschenkt.

  • Richtig, drum schrieb ich auch "An sich richtig. Doch auch in Deinem Beitrag sind die Maßstäbe etwas verrutscht:"

    Natürlich kostet Parkraum in S-/Großstadt-City. Knappheit, Konkurrenz.
    Nur ebenso natürlich kostet er in S-Frauenkopf nix.

  • Tunnel oder nicht Tunnel...

    http://bc02.rp-online.de/polopoly_fs/bi…/3530441684.jpg
    http://www.wz.de/polopoly_fs/1.…onlineImage.jpg

    Tunnel können aus einem hässlichen Entlein einen schönen Schwan machen.

    Was könnte dann ein Tunnel aus unserer bereits heute schönen Stadt machen.


    (Bsp: Düsseldorf Rheinufertunnel Fertigstellung 1993)
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/du…n-aid-1.1111714

    [mod]Direkteinbindung der urheberrechtlich geschützten Fotos entfernt. Bitte keine Hotlinking, fremde Rechte beachten und bei zulässigen Einbindungen immer den Inhaber der Bildrechte angeben, siehe Richtlinien.[/mod]

  • ^ Wenn man langsam zum Thema zurückkehren kann - wie bereits zuletzt hier geschrieben, an der Nachverichtung an den ÖV-Knoten führt kein Weg vorbei - leider wird diese anscheinend von einigen Stuttgarter Entscheidungsträger zu symbolisch gesehen (wie Wagahai mal bemerkte, in Düsseldorf wohl auch, aber das ist hier nicht das Thema). Beim Googeln fand ich diesen StZ-Artikel über eine Grüne Kandidatin, die weg von der autogerechten Stadt möchte und in Stuttgart Raum für 10.000 WE durch Nachverdichtungen sieht - mit Zürich als Vorbild.
    Wenn aber Stuttgart im Jahr nur 3.000 zusätzliche WE bauen will, was derzeit offizieles Ziel in Düsseldorf ist (ähnliche Stadtgröße), sind 10.000 WE in nur drei Jahren verbraucht. Ich glaube, weit mehr GFZ und BGF wären bei innenstädtischen Projekten am ÖV-Netz angesagt (leider nimmt die Frau im Artikel keine angepeilte GFZ in den Mund). Umso mehr, da auch innenstädtische Büroflächen gebraucht werden.

    Gerne kann gleichzeitig mit der Nachverdichtung auch eine Taktverdichtung der Linien geplant werden, die das nachzuverdichtende Gebiet erschliessen.

  • Dichte und Mobilitätsverhalten

    Wenn es hier nicht viel los ist, kann man gerne diese Schweizer Untersuchung zum Thema wie darüber studieren - wie vor ein paar Postings erwähnt, eine Stuttgarter Grüne Politikerin nimmt sich Zürich (Schweiz) als Vorbild. Eine Grafik zeigt z.B. die Verkehrsmittelanteile von 1-19 EW/Hektar (62% MIV) bis >160 EW/Hektar (24% MIV, 21% ÖV, 46% zu Fuß - bei dieser Dichte hat man die Nahversorgung meist in der Nähe). Auf der Seite 36 wird auch noch die Leistungsfähigkeit verschiedener Verkehrsmittel erinnert - die PKW haben die geringste; eine Seite später der Platzbedarf. (Dieser berechnet Busse mit 40% Besetzung - wie ich manche Aussagen verstehe, die Stuttgarter Busse und Bahnen sind weit besser besetzt?)

    Diese ab 160 EW/Ha sollte man für neue Wohnquartiere als Minimum unbedingt anpeilen - also z.B. keine EFH-Siedlungen, egal wie "öko" man diese mit ein paar Solarzellen auf dem Dach schönreden möchte. Für welche ist die verfügbare Fläche in Stuttgart zu knapp - kürzlich zitierte ich eine Aussage von 10 Tsd. möglichen zusätzlichen WE, die in drei Jahren verbraucht sein dürften, wenn man pro Jahr ähnlich viele Wohnungen wie im gleich großen Düsseldorf baut.
    In der Innenstadt wesentlich mehr.

    Beim weiteren Googeln nach Stichworten wie Kuhn+Dichte usw. finde ich z.B. die Rosenstein-Bürgerbeteiligung, die der OB beehrte. Der Abschnitt Klima steht vor Wohnbebauung und dort scheint die Sicherung der Luftschneisen das oberste Ziel zu sein. Insgesamt konnte ich nicht herauslesen, wie viele WE auf den laut Text fußläufig vom HBf erreichbaren 85 Hektar entstehen sollten. Meine Meinung - um 8-10 Tsd. (>>100/Hektar) könnten schon sein.

    Ich habe auch den DAF-Thread zum Thema gefunden und erfahren, dass bei der Planung nix los sei - und konkrete Entwürfe oder Zahlen auch nicht. Verstehe ich richtig, dass auch in Stuttgart Wohnungen knapp sind und die Grundstücke ausgehen? Danach sieht es irgendwie nicht aus.

    Selbst wenn man fürchtet, dass die Planungen überarbeitet werden müssen - ein paar Zeichnungen und grobe Zahlen zur Orientierung hätte man längst vorbereiten können.

    Einmal editiert, zuletzt von Bau-Lcfr (28. September 2017 um 01:54)

  • ^Doch doch, das verstehst du vollkommen richtig. Wohnungen sind hier extrem knapp. Viele Berufseinsteiger, selbst in hochbezahlten Berufen der Stuttgarter Automobilindustrie, können sich hier nur noch ein kleines WG-Zimmerchen leisten. Wer eine Wohnung gefunden hat bleibt dort in der Regel bis in alle Ewigkeit wohnen, da man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine vergleichbare Wohnung mehr findet. Familien, und viele andere, ziehen deswegen auch weit aus der Stadt raus, und verursachen dann genau die Pendlerströme unter denen Stuttgart leidet. Oberbürgermeister Kuhn beschleunigt diese Entwicklung noch indem er Wohnraum weiter verknappt, und sogar lange geplante Wohngebiete in bester Lage mit perfektem ÖNV-Anschluss kleiner planen lässt, und als Priorität lieber Grünflächen anlegen lässt. Genau deswegen regen sich hier ja auch so viele wegen Kuhn´s Verkehrspolitik auf, die hier für viele wie blanker Hohn wirkt! Denn Niemand will eigentlich in die Stadt lange mit dem Auto pendeln – nein liebe Fahrrad-Lobby, das ist kein Vergnügen – sondern würde lieber zentral und fußläufig Stadtnah wohnen. Aber in einer Stadt in der es in näherem Umkreis kein Haus unter 1 Mio € gibt sind viele Leute leider dazu gezwungen in die Peripherie zu ziehen, und auch dort leider in die schlechteren Lagen mit mangelhaftem ÖNV.

  • Es gibt imho weniger das Problem, das Menschen die Nachverdichtung gut oder schlecht finden. Ja es gibt zwar einige sehr Laute, die immer wenn etwas in Stuttgart gebaut werden soll, wieder mit ihrer Klimakeule oder mit Verkehrsinfarkt drohen. Man müsste hier einfach den wenigen Lauten nicht so viel Gehör geben und schon wäre dieser Punkt abgehakt.

    Das Umsetzen ist jedoch das Problem. Nachverdichten zu fordern ist das Eine, Nachverdichten in der eigenen Umgebung umzusetzen etwas anderes. Es ist auch für Einzelne schier unmöglich ihren goordischen Knoten zu zerschlagen, denn sie wollen das bauen auf der grünen Wiese verhindern, so sind sie für Nachverdichtung, sobald diese ansteht, kommen dann wieder so Schlager wie oben erwähnt.

    Desweiteren ist Stuttgart umringt von dörflichen Strukturen, selbst Stgt-Möhringen, das große Industriebereiche hat, erscheint in seinem Zentrum immer noch als Dorf. Ganz zu schweigen von Filderstadt, Ostfildern, Fellbach...

    Um das Ziel der Nachverdichtung zu erreichen Bedarf es daher einer Gründerzeit², die ähnlich wie den heute super begehrten Altbauwohnungen in großen Umfang, Altes durch Neues mit erheblich größerer Baumasse ersetzt, von der Gründerzeit² sind wir leider noch weit entfernt.

    P.S.: Unter Alten verstehe ich Zweckbauten der letzten Jahrzehnte an den Hauptstraßen, in den Wohngebieten und eben nicht prägende Häuser (Fachwerk,...) die im Zentrum den Stadtteil/ die Stadt ausmachen. So würde ich an jeder der Hauptstraßen mindesten 4-6 OGs vorschreiben. In Filderstadt z.B. kämpft man schon, wenn man 3.OGs haben will. Für Bauherren sollte es sich lohnen neu zu bauen, da sie doppelt so viele m² zu vermieten/verkaufen erhalten.

    8 Mal editiert, zuletzt von ippolit (28. September 2017 um 09:48)