Wohnungsmarktentwicklung München (Mieten & Kaufen)

  • Hochinteressant die Kommentare unter dem Wiener Zeitungsartikel, die Wien in einem für uns hier ungewohnt schlechten Licht dastehen lassen. Wohl genau die selben Grantler, die hier immer unter TZ und AZ schreiben :D
    Wien ist für uns hier ja immer das große Vorbild. Zumindest bis zu meinem 2,5 wöchigen Besuch im Juni, dachte ich das auch. Doch nachdem ich mir beinahe jeden der 23 Bezirke angesehen habe, bin ich nicht mehr ganz so davon überzeugt.

    Ja, Wien hat verglichen mit München eine deutlich geringere Kaufkraft, bei deutlich mehr Einwohnern ein geringeres BIP und eine erschreckende Arbeitslosenquote von 13,5%. Erstaunlich auch, dass München und Wien beinahe identische Tourismuszahlen aufweisen.

    Trotzdem ist diese Studie, wie Isek das treffend formuliert eine Zahlendreherei und wenig aussagekräftig. Wien hat erstens eine irre Summe an geförderten Wohnungen und zweitens sind Kaufkraftbetrachtungen immer mit Vorsicht zu genießen, da diese eben keinen Median darstellen und empfindlich ggü. Ausreißern sind.

    Laut Wikipedia wurde 2012 ein durchschnittlicher Mietpreis von 14,45 €/qm in Wien ermittelt.

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    Bei gleicher Kaufkraft müsste Wohnraum entsprechend in Wien teurer sein als in München

    Das verstehe ich nicht. Die Kaufkraft ist ja eben nicht identisch, zweitens schafft Wien deutlich mehr Wohnangebot als München. Warum sollten die Preise also teurer sein?

  • Wien das große Vorbild von München? Von wem?

    Also dann noch lieber München, als Wien.

    Europäische Vorbilder sind meiner Meinung nach: Milano, Barcelona, Frankfurt, etc.

    Das sind Alles Städte, die sich von einem relativ häßlichen Entlein in den 80ern und 90ern, zu europäischen Megametropolen gemausert haben.

    Sie haben die Stadt München, die in den 80ern und 90ern durch Olympia, etc. diesen Städten meilenweit vorraus war, mindestens um die gleichen Meilen eingeholt bzw. eigentlich meilenweit überholt.

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    Wien das große Vorbild von München? Von wem?

    Das siehst du daran, wie oft in diesem Forum Wien als positiver Vergleich heran gezogen wird. Und trotz der Kritik oben: Wien ist aufgrund der enormen Anzahl an Altbauvierteln und prächtiger Paläste einfach eine verdammt schöne Stadt, da kann man sagen was man will aber das gibt es in Deutschland so nicht mehr.

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    Das sind Alles Städte, die sich von einem relativ häßlichen Entlein in den 80ern und 90ern, zu europäischen Megametropolen gemausert haben.

    Also Barcelona würde ich so unterschreiben, wobei die Stadt nicht mal ansatzweise mit München vergleichbar und daher hier doch eher Fehl am Platz ist. Aber Mailand und Frankfurt? In Mailand ist seit den 90ern viel passiert aber in Sachen Lebensqualität fehlt es weiterhin hinten und vorne. Da reichen halt ein paar schicke Hochhäuser und USB Stationen an Parkbänken nicht aus. Gut, in vielen Dingen liegt es einfach am unfähigen italienischen Staat (Verkehr, Bildung, Sicherheit etc.).
    Dass sich FFM zu einer Megametropole gemausert hat, könnte ich vielleicht hinsichtlich Hochhausbau irgendwo noch nachvollziehen. Scheinbar scheint dies für dich das einzige Kriterium zu sein. Mich würden aber darüber hinaus mal konkrete Bereiche interessieren, in denen Frankfurt München "meilenweit" überholt haben soll?

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    Das verstehe ich nicht. Die Kaufkraft ist ja eben nicht identisch, zweitens schafft Wien deutlich mehr Wohnangebot als München. Warum sollten die Preise also teurer sein?

    Die Studie besagt, dass "kaufkraftbezogen" Wohnen in Wien teurer wäre. Ich ging nun zunächst davon aus, dass die Kaufkraft in Wien eben geringer ist als in München. Also dass es trotzdem in München nominal gesehen teuereren Wohnraum gibt. Jetzt wurde aber gesagt, dass die Kaufkraft in München und Wien sogar ähnlich / gleich sei. Das bedeutet, dass entsprechend der Immoscout-Studie auch der nominale Preis für Wohnen in Wien höher sein müsste. Das entspricht jedoch leicht nachvollziehbar nicht der Realität. Daher ist mindestens eine der Studien / Aussagen falsch.

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    Wien, Barcelona, Mailand und Frankfurt?

    Historisch gesehen ist eher so, dass München im Nachkriegsdeutschland eine Stellung eingenommen hat, die überdurchschnittlich war. Wien, Barcelona und Mailand waren historisch gesehen davor immer mächtiger, größer und reicher. Es gibt in Europa noch viele andere Städte, die in der Vergangenheit stark und groß waren und aktuell wieder ihren Platz suchen und sicher finden werden (Lyon, Antwerpen, Amsterdam, Prag, Rom, Neapel, Lissabon, St. Petersburg...). Daneben gibt es auch Newcomer, die mindestens München nacheifern wollen bzw. es in einigen Parametern schon längst überholt haben (Dublin, Warschau und vor allem Moskau).

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    Jetzt wurde aber gesagt, dass die Kaufkraft in München und Wien sogar ähnlich / gleich sei.

    Nein, da hast du Muc-Tom missverstanden. Mit "identisch" sollte die Zahl der Studie belegt werden ;). In beiden Quellen steht ja die selbe Wiener Kaufkraft von circa 20.000 €/Kopf (netto).

    OT:
    Seit wann ist denn Moskau ein Newcomer :D?

  • Verglichen zu London oder Paris und gemessen an seiner heutigen Bedeutung ist Moskau ein Newcomer! Ähnlich wie Berlin auch, nur hatte es nicht annähernd die Nachkriegsentwicklung wie Moskau. Berlin war bis vor WW2 noch größer als Moskau.

    Mod.: back to the topic please

  • Wahnsinn. Immobilieneigentümer konnten in nur 10 Jahren ihr Vermögen verdoppeln und nun wenn nötig sogar vollkommen steuerfrei realisieren. Vermögenssteigerung jenseits aller Maßstäbe durch reines Nichtstun. Wo sind die Jubelperser? :D

  • Nein, nein...das siehst du völlig falsch. Wieso durch reines Nichtstun?

    Das war harte Arbeit in einer wachsenden Stadt soviel Einfluß auf die Baupolitik zu nehmen, damit jahrelang der Wohnungsbau dermaßen verknappt wurde.

    Erst dadurch konnte diese Blase entstehen.

    Und die Jubelperser haben dafür bestimmt auch eine nette Summe Geld unter der Hand an diverse Stellen "weitergeleitet" :)

    Gelohnt hat es sich für sie 100fach!!!

    Nein Danke, aber auf diese Art möchte ich nicht einen Cent verdienen! Die Not anderer ausnutzen! KOPFSCHÜTTEL!!!

  • Kannst du mir einen guten Tipp geben, wie ich jetzt so wie andere noch vor 10 oder 20 Jahren zu Vermögen komme? Danke!

  • Was ich bei dieser ganzen Entwicklung immer wieder schmunzelnd zur Kenntnis nehme: Seit Jahrzehnten erzählen unsere SPD-Bürgermeister dass für sie der Wohnungsbau oberste Priorität hat und man die Situation verbessern werde. Immer wieder versagen sie dabei ihre Versprechen umzusetzen. Und was macht der Münchner Bürger? Wählt brav weiter SPD...

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    Kannst du mir einen guten Tipp geben, wie ich jetzt so wie andere noch vor 10 oder 20 Jahren zu Vermögen komme? Danke!


    Vielleicht solltest du dich einfach diesem konservativen Herangehen verabschieden. Selbstgenutzte Immobilien sind keine gute Geldanlage. Investiere lieber in Aktien oder wenn es unbedingt Beton sein muss, in Immobilienfonds/ETFs.

    Übrigens: Vor 10-11 Jahren stand der DAX bei gut 6.000 Punkten, also selbst ohne großes Aktienwissen konnte jedermann da sein Vermögen verdoppeln. Wer gar in der Krise 2009 eingestiegen ist, konnte sogar noch deutlich mehr verdienen. Die Entwicklung des DAX entspricht locker der Wertentwicklung der Münchner Neubauwohnungen.

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    Wahnsinn. Immobilieneigentümer konnten in nur 10 Jahren ihr Vermögen verdoppeln


    ..mit Mieteinnahmen sogar deutlich mehr als Verdoppeln (weil Eigennutzer werden ihre Immobilie idR ja kaum verkaufen), aber klar das hätte man halt vorher Wissen müssen. So wie eben mit Apple-Aktien, Bitcoin oder ...
    [hätte, hätte, Fahrradkette ;)
    wobei ich für die Zukunft Aktien immer noch als die zielführenste Geldanlage halte..]

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    Vielleicht solltest du dich einfach diesem konservativen Herangehen verabschieden. Selbstgenutzte Immobilien sind keine gute Geldanlage. Investiere lieber in Aktien oder wenn es unbedingt Beton sein muss, in Immobilienfonds/ETFs.

    Mir graut halt schon irgendie davon, dass ich für eine moderate Familienwohnung einmal 2000 oder mehr Euro ausgeben muss! Ich finde das ist kein schöner Gedanke, wenn 2/3 meines Nettoeinkommens für die Wohnung draufgeht :(

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    ..mit Mieteinnahmen sogar deutlich mehr als Verdoppeln (weil Eigennutzer werden ihre Immobilie idR ja kaum verkaufen)


    Sagen wir es mal so - wenn man eine Immobilie bar bezahlt, dann kommen die Mieteinnahmen natürlich dazu. In den meisten Fällen wird aber finanziert und die Miete deckt im Idealfall gerade so die Zinsen (wenn sie denn so niedrig bleiben). Wie sich der Wert entwickelt weiß aber niemand - in meinen Augen ist der Kauf einer Immobilie darum ähnlich spekulativ wie der Kauf von Aktien. Schlimmer noch, bei Immobilien konzentriert sich viel Kapital auf ein/wenige Objekte, während man bei Aktien nahezu beliebig breit streuen kann.

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    Mir graut halt schon irgendie davon, dass ich für eine moderate Familienwohnung einmal 2000 oder mehr Euro ausgeben muss! Ich finde das ist kein schöner Gedanke, wenn 2/3 meines Nettoeinkommens für die Wohnung draufgeht


    Kurzum: Du kannst dir so eine Wohnung aktuell nicht leisten. Dann gibt's nur zwei Möglichkeiten, entweder günstigere Wohnung suchen (außerhalb, kleiner...) und/oder Job wechseln um mehr Geld zu verdienen.