Offenbar sehen das über 3 Millionen Menschen seit Oktober 2014 anders, die den Mailänder Platz bereits besucht haben. Habe dort aber auch schon neben fröhlichen Sachsen gesessen, die gibt es ja auch ![]()
Und lieblich ist für Omas. Gibt´s natürlich auch.
Offenbar sehen das über 3 Millionen Menschen seit Oktober 2014 anders, die den Mailänder Platz bereits besucht haben. Habe dort aber auch schon neben fröhlichen Sachsen gesessen, die gibt es ja auch ![]()
Und lieblich ist für Omas. Gibt´s natürlich auch.
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Offenbar sehen das über 3 Millionen Menschen seit Oktober 2014 anders, die den Mailänder Platz bereits besucht haben. Habe dort aber auch schon neben fröhlichen Sachsen gesessen, die gibt es ja auch
Und lieblich ist für Omas. Gibt´s natürlich auch.
3 Millionen Leute? Wer zählt denn das? Wenn ich da drüber latsch, zähl ich dann schon als Besucher?
Ist der Platz denn deiner Ansicht nach architektonisch gelungen? Im Grunde besteht der optisch doch nur aus einem einzigen, großen Gebäude mit nicht mal sehr ansehnlicher Fassade (einmal scheints hochwertigerer Naturstein zu sein) und ein par kubischen Fassadenvorsprüngen. Bei einem so großen Areal hätte ich schlichtweg mehr gestalterische Vielfalt erwartet. Ich würde den öffentlichen und offiziell gewidmeten Platz gar nicht als solchen wahrnehmen sondern eher als EKZ-Innenhof betrachten.
Dürften wohl mittlerweile um die 5 Mio. sein, wenn nach 100 Tagen 3,6 Mio. schon da waren.
Wenn ich da drüber latsch, zähl ich dann schon als Besucher?
Ich würde gefühlsmäßig sagen, dass der deutsche Begriff des Besuches auch diese Bedeutung mit erfasst. Umgekehrt wüsste ich auch nicht, dass 15-minütiges Eisschlecken, 120-minütiges Meditieren oder 240-minütiges Halfpipen notwendige Bedingungen hierfür wären.
Den Mailänder Platz finde ich insgesamt etwas besser gelungen als das Milaneo selbst. Hier aus meinem kleinen Round-up zum bisherigen Europaviertel:
"06/08/09 "MILANEO": 2-3 (RKW, nicht unbedingt für seine Filigranstrukturen berühmt, auch hier mit einigermaßen brachialer Formensprache. Gott sei dank wird auf die versetzten Fenster verzichtet, die Fassade versprüht dank ihrer Farbgebung (noch) eine gewisse Freundlichkeit. Einige Auskragungen sind für mich etwas zu viel des Guten, insbesondere zur Londoner Straße bei Nr.06. Das Innere des EKZ ist definitiv gelungen. Die Wohngeschosse mit differenzierten "Baulücken" auf dem EKZ sind für meine Begriffe innovativ, der Wellblech-Abschluss ist allerdings wieder zum Abgewöhnen. Der Hotel- und Bürotrakt ist nur mittelmäßig gelungen und diesem aufstrebenden Part der Heilbronnerstraße nicht angemessen)"
"Mailänder Platz: 2+ (Die Wasserspiele und die integrierten Sitzmöglichkeiten sind sehr gelungen. Die Größe des Platzes stimmt, die Einfassung durch Milaneo-Komplex und Stadtbibliothek wirkt entgegen anfänglicher Befürchtung nicht erdrückend)"
optisch doch nur aus einem einzigen, großen Gebäude
Wer aufmerksam schaut, wird unschwer erkennen, dass es 3 Gebäude (ja, es sind auch 3 Parzellen nach BBPl.) sind, jeweils mit variierender Gestaltung außen wie innen.
Ich würde den öffentlichen und offiziell gewidmeten Platz gar nicht als solchen wahrnehmen sondern eher als EKZ-Innenhof betrachten.
Diagnosen sind immer schwierig, vor allem dann, wenn sie aus der Ferne angestellt werden ![]()
Einfach mal selbst anschauen, aus Vorurteilen Urteile reifen lassen.
Ein EKZ-Innenhof ist das natürlich nicht, da nur zu einer Seite EKZ (darüber natürlich auch Büros/Hotel/Wohnungen).
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3 Millionen Leute? Wer zählt denn das? Wenn ich da drüber latsch, zähl ich dann schon als Besucher?
Das Milaneo allein, also das Center, hatte im Januar bereits 3,6 Mio Besucher. Das lässt sich heute gut messen. Es gibt ja verschiedene Methoden zur Besucherfrequenzmessung und Anbieter von technischen Lösungen dafür.
Würde mich wundern, wenn das hier nicht auch zum Einsatz käme.
Saxonia muss ich da recht geben, optisch wirkt das Milaneo wie ein einheitliches Gebäude. In Schrägsicht sieht man ja nicht unbedingt, dass die Bauteile nicht zusammenhängen. Die Architektur unterschiedet sich nur im Detail, beispielsweise wurde beim mittleren Bauteil ein anderer Stein für die Fassade gewählt.
Matthias
Die Welt wird doch immer komplizierter: Für jede Selbstverständlichkeit findet sich doch noch irgendein Aber, sei es auch nur mittels Web-Ferndiagnose oder auf sonstige Weise ![]()
Für mich jedenfalls sind das in der realen und auch optischen Welt drei Gebäude, optisch sogar eher vier, wenn ich den Hotel/Büro-Trakt bei A1.06 zur Heilbronnerstraße mit den sich noch einmal deutlich vom Rest unterscheidenden Fassaden noch berücksichtigte. Und auch bei der Planung wurde doch von Seiten der Stadt gerade peinlichst gemieden, ein Gebäude auf den drei Bauflächen A1.06, A1.08 und A1.09 zur Errichtung zuzulassen (wie vom früheren Investor ursprünglich für Galeria Ventuno vorgesehen), um dem - zu Recht - befürchteten Eindruck der Monstrosität des 550 Mio. EUR-Projekts entgegen zu wirken. War denn das alles wirklich völlig umsonst ![]()
Vielleicht können wir uns bei der einigermaßen erheiternden Diskussion darauf einigen, dass es sich hierbei (ja, optisch - von gewissen Blickwinkeln ev. NICHT bei Schrägsicht, genauer Winkel: xxx* Grad, Standort (e) xxx*, Augenhöhe xxx*) um drei nur durch im 1.OG mit insgesamt vier gläsernen Übergängen und jeweils auch unterirdisch, einschließlich einer gemeinsamen Tiefgarage verbundene, ansonsten aber - auch optisch - oberirdisch jeweils frei stehende Gebäude des sog. Milaneo-Projekts mit jeweils teils von einander variierenden Fassadenelementen, aber auch mit optisch verbindenden, auf einander abgestimmten Elementen versehen, handelt? ![]()
Wenn ja: Fein ![]()
Wenn nein: Sind ein freies Land ![]()
* Genaue Zahlen und Details sowie Fotonachweise werden dem Forum von ma-frey in Kürze zur Verfügung gestellt ![]()
Vielleicht sollte reger Autoverkehr zwischen den drei Gebäuden herrschen, damit ein geteilter Eindruck entsteht ![]()
Mir gefällt das Milaneo außerordentlich gut. Wertige Materialien und Fassadengestaltung. Optimale Farbkombination im Stein-Glas-Bereich, kontrastreich ohne zu stören oder aufdringlich zu wirken. Die für Abwechslung sorgenden Elemente verzichten wohltuend auf die abgedroschene Fensterversatzmethode. Statt Monotomie wird eine gewisse Wiedererkennung erreicht, ohne die m.E. wichtige Ensemblewirkung zu zerstören oder auch nur verzwungen zu wirken. Gebäude-Inneres wie -Äußeres als auch umgebende Platzgestaltung gelungen.
Einziger Wermutstropfen bleibt der graue Abschluß oben. Günstigerweise ein gemessen an der Gesamtinvestition sowohl technisch als auch finanziell über kurz oder lang eher leicht zu behebendes Manko.
^^ So ist es.
ma-frey
Deine Perspektive zeigen die Londoner Straße. Die jedoch finde ich auch überaus gelungen was Form und Material der Fassade angeht.
Die Zeile entlang der Heilbronner Straße ist solide jedoch ziemlich nüchtern. Was mich nicht überzeugt ist die Seite der Wolframstraße von der Bahnunterführung kommen - unausgegoren und keine guten Proportionen.
Saxonia
Dieser Bereich ist nun wirklich nicht trist (und das abgesehen von der Frequenz und dem Leben in der Bude). Die ganze Bebauung legt (v.a. für heutige Verhältnisse) sehr viel Wert auf Details und verschiedene Lösung hinsichtlich der verwendeten Materialien, Bodengestaltung, Geländeabstufung und Gebäudeformen samt Fassaden.
Das alles ist so kafkaesk trist, dass am vergangenen Samstag nur 75.000 Menschen mit gesenktem Haupt und schwersten Schrittes das Milaneo besuchten, davon 30.000 zwischen 20 und 24 Uhr. Schnief.
Quelle: StZ 30.03.2015
^Die armen Menschen! Ich werde zu ihrer Unterstützung sofort einen meditativen Sitzkreis mit anschließendem tanzen des Namens initieren um meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen!
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Die Welt wird doch immer komplizierter: Für jede Selbstverständlichkeit findet sich doch noch irgendein Aber, sei es auch nur mittels Web-Ferndiagnose oder auf sonstige Weise
Ja nu, wozu dann überhaupt Fotos reinstellen? Wenn man sich hier nur ein Urteil oder eine Meinung erlauben darf, wenn man diese Erzeugnisse schon in real gesehen hat, dann könnte man sich den ganzen Aufwand sparen. Da du aber Fotos reingestellt hast, ist es doch offenbar deine Intention, den Leuten einen optischen Eindruck vom dort Geschaffenen zu verschaffen, die es noch nicht selbst in Augenschein nehmen konnten. Dann musst du auch mit "Ferndiagnosen" leben.
Die Kundenfrequenz oder Besucherfrequenz ist im übrigen in keiner Weise ein Indikator für optisch und städtebaulich passende und anspruchsvolle Architektur, was einige Menschen wohl nicht zu Unrecht bedauern. Wäre dem so, dann wären die wohl unbestreitbar grauenhaften EKZs auf der grünen Wiese menschenleer. Kassel und Darmstadt könnte man beinahe komplett der Natur zurückgeben und die Prager Straße in Dresden wäre nicht die meistfrequentierte Einkaufsstraße Dresdens. Es wäre eher sehr überraschend, wenn in einer geschäftigen Stadt wie Stuttgart so eine natürlich auf den individuellen Konsum ausgelegte Anlage gemieden würde. Ist der Bedarf für die dort angebotenen Leistungen vorhanden, dann sind solche Areale, ungeachtet der architektonischen Qualität, im Grunde Selbstläufer.
Ich bin von deinen hier getroffenen Einzeleinschätzungen auch gar nicht so weit entfernt. Daher überrascht mich dein ingesamt positives Urteil doch etwas. Bei den den Mailänder Platz säumenden Gebäuden kann ich so gut wie keinerlei Variation feststellen. Gerade diese Auskragungen sind m.E. völlig überflüssig und wirken geradezu stümperhaft. Die Flächengestaltung ist ein einziges Grau in Abstufungen. Das ist die Definition von Tristesse. Möglicherweise schafft der Sommer noch etwas Abhilfe.
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Das ist die Definition von Tristesse. Möglicherweise schafft der Sommer noch etwas Abhilfe.
Dazu muss aber auch gesagt werden das es sich hier um eine Sackgasse handelt und wohl eher als Rettungsweg/Feuerwehrzufahrt gesehen werden muss.
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Bei den den Mailänder Platz säumenden Gebäuden kann ich so gut wie keinerlei Variation feststellen. Gerade diese Auskragungen sind m.E. völlig überflüssig und wirken geradezu stümperhaft. Die Flächengestaltung ist ein einziges Grau in Abstufungen. Das ist die Definition von Tristesse. Möglicherweise schafft der Sommer noch etwas Abhilfe.
Wie bereits geschrieben sehe ich das komplett anders. Die Farben sind relativ warm, die Fassaden wertig, was m.E. Aufenthaltsqualität schafft. Farb- als auch Stein-Glas-Mix sind aus meiner Sicht nahezu optimal, Große Fenster ohne die hier m.E. zurecht ungewünschte Anmutung einer überwiegenden Glas-Konstruktion zu erzeugen. Auskragungen, die für Abwechslung sorgen, ohne dieses Gestaltungselement zu übertreiben.
Variation wird durch Maximierung nicht stetig besser. Was bei einem Hundertwasser oder Dekonstruktivismus Selbstzweck sein kann und darf, würde bei der hier gestellten Architekturaufgabe schnell den schmalen Grat zum Kitschigen oder Verzwungenen überschreiten. Hier gilt m.E. Variation in Maßen, weil das übergeordnete Prinzip das des Ensembles ist. Es gibt wunderschöne Gebäude aus Klinker, Jugendstil und Klassizismus. Dennoch dürften drei wertige Klinkergebäude nebeneinander regelmäßig besser und stimmiger wirken als die drei Stile auf engem Raum zu vermischen.
Wie würdest Du Dir denn ein neues innerstädtisches EKZ vorstellen oder erhoffen, welches nicht in gewachsenem Bestand entsteht? Ein altehrwürdig daherkommendes Kaufhaus ala Tietz o.ä. wirkte im modernen Europaviertel deplaziert.
Stuttgart hat ausnahmsweise schon deshalb Glück, weil quasi zeitgleich mit dem Gerber ein weiteres innerstädtisches EKZ entstanden ist, welches ganz mehrheitlich (ebenfalls) gelobt wird - obwohl dort eine deutlich andere architektonische Gestaltung gewählt wurde. Wäre das Milaneo hier entstanden, das Gerber jedoch an anderem Ort, könnte man betrauern, daß statt des Gerber das Milaneo realisiert wurde. So jedoch darf man sich zweier aus meiner Sicht auch und gerade äußerlich attraktiver EKZ erfreuen, ohne bloße Kopien zu haben.
Hallo Silesia,
da wären wir uns doch gestern fast über den Weg gelaufen. Ich bin da auch auf der Heilbronner Straße fotografierend entlang gegangen, bei nahezu gleich Lichtverhältnissen.
Was mich etwas gewundert hat am Milaneo sind die Gerüste im Bereich der Ebenen der Einkaufsentrum, muss da nachgebessert werden. Im dritten Bild sieht man eine fehlende Platte direkt am oberen Ende der dritten Fahnenstange, das ist mir gestern auch aufgefallen.
lg Matthias
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Hallo Silesia,
da wären wir uns doch gestern fast über den Weg gelaufen. Ich bin da auch auf der Heilbronner Straße fotografierend entlang gegangen, bei nahezu gleich Lichtverhältnissen.
Was mich etwas gewundert hat am Milaneo sind die Gerüste im Bereich der Ebenen der Einkaufsentrum, muss da nachgebessert werden. Im dritten Bild sieht man eine fehlende Platte direkt am oberen Ende der dritten Fahnenstange, das ist mir gestern auch aufgefallen.
lg Matthias
Gut möglich das nachgebessert werden muss, ist ja eher Standard als die Ausnahme. Man baut so das es "pünktlich" fertig wird und was man der "Pünktlichkeit" wegen nicht mehr ordentlich machen konnte, bessert man halt später nach. Ist immer noch billiger nochmal anzurücken, als die Strafe wegen "Unpünktlichkeit" zu bezahlen - so denke ich.
Vielleicht sind wir uns ja über den Weg gelaufen. Gestern war aber Schnelldurchgang angesagt bei mir. In solchen Knipsrunden wie gestern wäre ich dir aufgefallen da ich mich mit meinem Kampfjet mitten auf die Straße stelle, abdrücke, und schnell wieder weg bin. Wenn du dir also mal denkst "Was macht der Spinner da mitten auf der Kreuzung" - das bin ich, einfach ansprechen.