Kö-Bogen: 2. Bauabschnitt (Bauphase)

  • Bei den beiden neuen Plätzen sind Gedankenspiele durchaus angebracht – dort ist nach Abriss des 1000füßlers tabula rasa. Die Idee einer überdachten Passage wird zumindest an der Straßenbahnstrecke scheitern.

    Ich bin eher für klassische Plätze: Schöne Fassaden ringsum, gute Pflasterung und etwas Kunst dazu. Die Möglichkeit von Events hatte ich schon erwähnt.

  • Planungsdezernent Bonin hat bei der gestrigen Ratssitzung berichtet. Demnach liegt das Projekt – abgesehen von den Verzögerungen bei Abriss des Tausendfüßlers – im Zeitplan. Hinsichtlich der Kosten liegt man sogar 5% besser als geplant.

    Die Tunnelverbindung Berliner Allee -> Heinrich-Heine-Allee soll im Oktober eröffnet werden, der Süd-Nord-Tunnel im Frühjahr '14. Der Bau des Nord-Süd-Tunnels beginnt nächste Woche. Die Landskrone samt Brücke wird aktuell fertiggestellt. Das Parkhotel bekommt aktuell sein neues Umfeld.

  • Tuchtinsel-Gebäude bekommt neuen Mieter

    Wie die RP heute berichtet zieht die Bekleidungskette Mexx aus dem Haus Schadowstraße 39 aus (Tuchtinsel) und die Kette Mango als neuer Mieter ein. Eröffnung soll im Spätsommer sein.

    Wenn jetzt noch ein neuer Mieter auf die Tuchtinsel zieht und zudem die Räumlichkeiten im Innern herrichtet, dann ist wohl mit einem "baldigen" Abriss nicht zu rechnen. Aber solche Einzelhandelsmarken ziehen ja auch schonmal nur für zwei, drei Jahre in neue Räumlichkeiten. Wer weiß, wie lange der Mietvertrag läuft...

  • erwünschte Umplanung Kö-Bogen II

    Wie seit drei Tagen immer wieder in der Presse (Print und Radio) zu erfahren ist, wünscht sich die Stadtspitze eine Änderung der Kö-Bogen II-Planung. Als Reaktion auf Kritik von Bürgern und Heimatverbänden soll die Fassung des Grüntgens-Platzes (auf nur eines der kleinen Gebäude) reduziert oder gänzlich fallen gelassen werden, um die Sichtbeziehungen auf Dreischeibenhaus und Schauspielhaus nicht zu beeinträchtigen. Die weitere Politik möchte erst die Qualität der architektonischen Planungen der einzelnen Investoren abwarten und dann entscheiden (ein Großteil der Grundstücke ist wohl schon verkauft). Wenn ich mir die bisherige Architektur des zukünftigen Sportcheck-Gebäudes so anschaue, mache ich mir dann keine Hoffnungen, dass die Fassung des Platzes jemals kommt. Planungssicherheit der Investoren/Käufer, so es sie schon gibt, ist wohl vorerst dahin...

  • ^ Dazu gibt es u.a. diesen heutigen RP-Artikel, in dem schon wieder über Baumassenreduzierung oder gar Frei-Lassen die Rede ist - eher könnten sie hier und da über 6 Etagen hinaus aufgestockt werden. Eine Reduzierung würde bedeuten, dass der Investor zum Erhalt der Wirtschaftlichkeit an genau allem spart - also simpelste öde 0815-Buden, die man eigentlich (auch laut Artikel) vermeiden möchte.

    Und wenn man am Gustaf-Gründgens-Platz ein Bauwerk wie jenes von Renzo Piano im Medienhafen errichten würde, welches optisch etwas bieten, aber auch mit 8-9 Etagen leichte Höhenakzente setzen würde?

  • Ich finde die Idee reichlich absurd, auf baulichen Zusammenhang zu verzichten, um für den Bestand Sichtbeziehungen aufrecht zu erhalten. Weder das Schauspielhaus, noch das Dreischeibenhaus sind als Solitär konzipiert. Sie verhungern vielmehr in einem diffusen Raum. Gerade das Schauspielhaus wird dabei weit unter Wert geschlagen.

    Gerade gute Gebäude leben von der Koexistenz im Stadtbild. Die Neubauten, welche den Gustav-Grundgens-Platz fassen und damit erstmalig definieren sollen, müssen mit einem extrem heterogenen Umfeld interagieren. Kurz gesagt: Es ist gute Architektur gefragt. What else is news? Aus Angst vor Verschlechterung auf eine Gestaltung zu verzichten ist hingegen eine mutlose Haltung.

  • ^
    Solitäre sind sie zwar schon - aber sie bedürfen einer vernünftigen Fassung.
    Der Gründgens-Platz braucht dringend eine richtige Form; so ist es im Siegerentwurf auch dargestellt! Auch eine Sichtachse zum Schauspielhaus ist nach meiner Kenntnis ja geplant.

    Ich finde die erneute (Kirmes) Diskussion vollkommen unangebracht und alles andere als zielführend.
    Manchmal sollten sich Lokalpolitiker etwas mehr zurückhalten; es gab hierzu eine einstimmige Entscheidung über Entwürfe von Profis!
    Mehr als Details sollten hier nicht hinterfragt werden.

  • Wenn die Politiker sich um den G-G-Platz Sorgen machen wollen, dann besser - wird es in umliegenden Bauten Lokale geben, die ihm Leben einhauchen? Wie man sieht, im fast fertigen C.O.R. (mit Primark) werden zum Platz hin Anlieferungen untergebracht. Im Nachbarn links gibt es im EG nur Büros - die Gefahr ist groß, dass die Neubauten zwischen dem Platz und der Schadowstraße ebenfalls die Schauseite zur Schadowstraße und nur Lieferrampen zum Platz haben werden. Gerade die angeblich verzichtbaren flankierenden Bauten sind die einzigen, wo man auf die Schauseite und Ladeneingänge zum Platz hin hoffen kann.

    Am linken Bildrand sieht man etwas vom weiß-blauen Ding, das derzeit den Platz besetzt und die Sicht auf das Schauspielhaus versperrt - was die Sorgen um diese Sicht nach der Platz-Aufräumung grotesk macht.

    Wenn ich schon vor Ort war, habe ich noch dieses Foto gemacht, das den entstehenden großen Raum im Inneren zeigt - aber nicht mit einem Platz-Blick sondern eher zur Schadowstraße hin.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn die Politiker sich um den G-G-Platz Sorgen machen wollen, dann besser - wird es in umliegenden Bauten Lokale geben, die ihm Leben einhauchen?


    Vieleicht sollte man erst mal abwarten, was überhaupt gebaut wird, bevor man sich Gedanken über die Belegung der einzelnen Ladenlokale macht!

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wie man sieht, im fast fertigen C.O.R. (mit Primark) werden zum Platz hin Anlieferungen untergebracht. Im Nachbarn links gibt es im EG nur Büros


    Dir ist aber schon klar, dass die Anlieferung irgendwo hin muss? Wo hättest du sie denn hin gebaut?
    Dir ist auch klar, dass davor und auch vor dem Nachbargebäude die Bleichstraße ist, die eine enge Nebenstraße mit schmalen Gehwegen ist?
    Da machen Ladenlokale und erst recht Cafe´s mit Terrassen keinen Sinn.

    Dekoratives Anführungszeichen

    - die Gefahr ist groß, dass die Neubauten zwischen dem Platz und der Schadowstraße ebenfalls die Schauseite zur Schadowstraße und nur Lieferrampen zum Platz haben werden.


    Ein entschiedenes Nein von mir dazu! - Das ist absoluter Blödsinn! :nono:
    Wie kommst du auf so etwas? in den jetzigen Gebäuden sind doch auch Geschäfte zum GGP hin.
    Außerdem ist keine Straße dafür geplant und auf der Bleichstraße ist Platz genug dafür, siehe C.O.R.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Gerade die angeblich verzichtbaren flankierenden Bauten sind die einzigen, wo man auf die Schauseite und Ladeneingänge zum Platz hin hoffen kann.


    Wie kommst du darauf, dass überhaupt nichts gebaut werden soll?
    Der Abriss der Bestandsbauten und eine Neubebauung im selben Rahmen sollte doch sicher sein - sonst reisst doch keiner die Bestandbauten ab,
    wenn er dann nichts mehr neu bauen darf.
    Selbst wenn wirklich nicht mehr Bebauung kommen würde, hätten wir im Prinzip den gleichen Zustand wie jetzt und halt mehr Platz für Grünflächen.
    Was ich jetzt nicht unbedingt schlecht finden würde.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Am linken Bildrand sieht man etwas vom weiß-blauen Ding, das derzeit den Platz besetzt und die Sicht auf das Schauspielhaus versperrt - was die Sorgen um diese Sicht nach der Platz-Aufräumung grotesk macht.


    Wenn ich mich nicht täusche, gehört das zum Gesamtesemble Schauspielhaus und wird auch bleiben.
    Auch auf dem Übersichtsplan der Stadt mit den geplanten Bauten ist es mit drauf.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn ich schon vor Ort war, habe ich noch dieses Foto gemacht, das den entstehenden großen Raum im Inneren zeigt - aber nicht mit einem Platz-Blick sondern eher zur Schadowstraße hin.


    Ok, du hast das Primark-Ladenlokal fotografiert....
    Ist das jetzt einfach nur eine Baufortschritts-Info oder soll dass eine Kritik an der fehlenden Sicht zum GGP sein?

  • Es geht ja darum, dass der GGP endlich eine vernünftige Fassung bekommt.
    Hierzu muss die Platzfläche zwar nicht zwingend rundherum eingebaut werden, lediglich ein Ersatz der jetzigen Bebauung an der Schadowstraße wäre aber nicht ausreichend.

    Auch das Schauspielhaus und das Dreischeibenhaus profitieren von einem richtigen Vorplatz.

    Der heutige städtebauliche Torso war der damaligen Verkehrsführung geschuldet.
    Durch die Neuordnung des Verkehrs gibt es jetzt die Chance, diesen Fehler zu beheben – dies sollte dann auch in Angriff genommen werden.

    Eine Sichtachse von der Schadowstraße zum Schauspielhaus kann auch durch eine Bebauung auf interessante Weise inszeniert werden.

    Persönlich fände ich es vorteilhaft, wenn sich die neuen Gebäude gegenüber Schauspielhaus, Dreischeibenhaus und Kö-Bogen etwas zurücknehmen,
    und die Planer nicht versuchen, diese Bauten noch zu toppen.

  • Aufbruch der Immermannstraße

    Ich verlinke diesen heutigen RP-Artikel hier, weil der verkündete Aufwind der Immermannstraße mit dem Abriss des Tausendfüßlers begründet wird. Dadurch wird die Straße mehr als Verbindungsachse zum Hauptbahnhof empfunden. Ein Immobilienexperte sieht an der Straße das Potenzial für ein oder zwei weitere Hotels. Ihre größte Stärke sei der japanische Charakter, der im Foyer des neuen Motels One thematisiert wird.

  • Nord-Süd-Tunnel

    Vor dem ehem. Mexx-Laden (bald Mango) in den Tuchtinselgebäuden wird bereits an den Tunnelwänden für den Nord-Süd-Tunnel gearbeitet -
    im Moment noch eine ziemlich schlammige Angelegenheit:

    Bild von mir / 14.08.2013

  • Weniger ist weniger

    Wie die RP heute berichtete, die Pläne für den 2. BA wurden zusammengestrichen - Elbers und Bonin wollen auf die Bebauung des Baufelds IV neben dem Dreischeibenhaus verzichten. Die endgültige Entscheidung obliegt dem Stadtrat, doch ich glaube nicht, dass dieser sich widersetzen wird. Massgeblich sollten dem Artikel nach u.a. Meinungsäusserungen der Düsseldorfer Jonges gewesen sein.

    Vielleicht sollte dafür zum Ausgleich an den anderen Stellen mehr in die Höhe und Dichte gehen? Die City kann doch nicht zur Anreihung langweiliger Flachbauten und gähnend leerer Felder um ein Hochhaus sein, das gar nicht so wundervoll ist, wie manche es ikonisieren möchten.

  • Weniger ist mehr!

    Vor allem mehr Lebensqualität!
    Ich freue mich, dass das von OB Elbers nicht nur so nee Kirmes-Idee war und freue mich auf die Vorstellung der geänderten Pläne.
    Wenn ich mir die beiden Vergleichsbilder in dem RP-online-Artikel, den Bau-Lcfr verlinkt hat, anschaue, bin ich total schockiert vom Bild mit dem Gebäude!
    Wieso sind solche Visulaisierungen nicht schon von Anfang an gezeigt worden?

  • Ich finde wir sollten die Kirche mal im Dorf lassen. Für uns die in Düsseldorf wohnen sind ein paar Freiflächen in der Stadt viel wert.
    Die Neugestaltung könnte ich mir etwa so vorstellen; Nachdem nun links oben der JWP bebaut ist und rechts die Baulücke geschlossen wurde, fänd ich auf Höhe der Kurve in der Interimsstraße eine Grünfläche mit Bäumen, Weg und Sitzbänken nett, als Art Mini-Park zum Verschnaufen während des Einkaufsbummels sozusagen, während ringsherum auf dem Boulevard Getöse herrscht. Das würde sich als Gegensatz zur vorgesehenen symetrischen Gestaltung der übrigen Fläche gut machen, wie ich finde. Planungen für einen Hochhausneubau auf der Tuchtinsel gibt es ja bereits...
    https://maps.google.com/maps?q=d%C3%BC…ermany&t=k&z=18

  • Die Sichtachse ist sicherlich gut - Wichtig ist aber, dass der Gustav-Gründgens-Platz eine vernünftige städtebauliche Fassung erhält und auch räumlich als Platz erkennbar wird, und nicht mehr Teil eines undefinierten Stadtraumes.

    Ebenfalls sollte der Kreuzungsbereich von Schadowstraße und Berliner Allee ausreichend klar gefasst werden.

    Die Idee, den Gründgens-Platz neu zu gestalten ist ja nicht neu, es ist dabei aber zu beachten, dass hier zwei Baudenkmale von besonderem Rang stehen, die genügend Raum brauchen, also keine mit Stadtmobiliar zugestellten, zergliederten und eventuell sogar zugepflanzten Platz.

    Eine klar strukturierte Fläche sollte der Platz bleiben. Kleinere Bäume im Randbereich, außer vor dem Schauspielhaus und dem Dreischeibenhaus selber, könnte ich mir allerdings auch vorstellen.

    Wichtiger wäre die Nutzung der Erdgeschoßzonen der umliegenden Gebäude; in den verbleibenden zwei Neubaublöcken sollte es ruhig mehr Gastronomie geben als im Kö-Bogen.

    Das Leben auf einem Platz entsteht ja nur durch die Nutzung durch die Menschen und nicht durch eine aufwendige oder gar bunte Gestaltung des Platzes.

    Mich wundert es allerdings, dass allem Anschein nach viele das Dreischeibenhaus und das Schauspielhaus wegen des Tausendfüßlers nicht gesehen haben sollen – es war keine massive Wand, sondern eine Brücke auf Stelzen, und als Fußgänger konnte man unter ihr durchsehen. Es gab früher sogar Postkarten mit der Perspektive.

    Gerade wegen des Verlustes des Tausendfüßlers muss hier eine besonders gute Lösung realisiert werden und nicht ein weichgekochter Kompromissbrei.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Planungen für einen Hochhausneubau auf der Tuchtinsel gibt es ja bereits...

    Die bleiben auf der Wunschliste der Stadtspitze diesem gestrigen WZ-Artikel nach, der über von bis zu 15 Geschossen berichtet (als Ausgleich für den Wegfall hätten es mE 15-20 werden sollen). Dort soll es aber lt. Artikel keine Einigung der Eigentümer geben.

    Der Artikel veröffentlicht eine Karte - wenn das Baufeld südlich des Dreischeibenhauses frei bleiben soll, sollte es wenigstens etwas kleiner zugunsten des weiteren weiter südlich werden - damit dort ein vernünftiges Gebäude und nicht bloß ein Pavillon entstehen kann. Dann wird die Achse der Straße südlich am Kö-Bogen damit abgeschlossen und nicht undefiniert bleiben in Nirvana endend - der die Sichtachse abschließende Teil könnte sogar gerne mit 8-10 Etagen minimal höher werden. Auf dem Molestina-Entwurf gibt es dort noch einen recht großen Straßenblock.

    Laut Artikel hofft Bonin, dass die Neubauten 2016 neben der neu gestalteten Schadowstraße fertig werden.

    Apropos Schadowstraße - wenn die Stadtspitze so gerne auf Vox Populi hört - was ist mit den überwiegenden Stimmen, diese Straße solle zur reinen Fußgängerzone werden?

  • ^ Der heutige RP-Artikel nennt nicht mehr 15, sondern nur noch max. 14 Etagen als mögliche Höhe des Post-Tuchtinsel-Hochhauses. Das Gebäude gegenüber soll eine einzige Etage haben und optional sein. Es scheint, dass nicht nur dem Gustaf-Gründgens-Platz das Fehlen klarer Konturen droht - dem neuen Jan-Wellem-Platz auch.

    Eine Möglichkeit wäre ein Gebäude anstelle des Pavillons, das zum Teil die Ecke des Straßenblocks östlich davon und den Raum über der Straße dazwischen vereinnahmt - dort, wo jetzt die gepunktete Straße eingezeichnet wurde, würde ein etwas schmalerer zweigeschossiger Durchgang reichen.

    Es ist nicht so, dass größere freie Fläche automatisch mehr Lebensqualität bedeutet. Die längste Diskussion des Berliner Unterforums dreht sich darum, wie man eine gigantische undefinierte Freifläche in der Stadtmitte sinnvoll verkleinern und einfassen könnte.