S21-Grundsatzdiskussion: A new hope

  • Ja, so einfach ist die Welt eines Herrn Hopfenzitz, der es mit gestandenen 82 Jahren einfach nicht glauben kann, dass sich sein Bahnhöfle auch einmal verändern kann/muss. Da war sogar der gute alte Bonatz einsichtiger. Ein altes wie weises Sprichwort besagt: Da ist Hopfen und Malz ...

  • Ich hätte da mal eine Vorschlag für die versammelte Gegnerschaft.
    Geht doch mal sammeln und kauft Euch Fachleute. Also Leute von dem Fach um das es geht.
    Nicht das Chemiestudenten über Fahrplangestaltung, Kindergärtnerinnen über Baustatik oder Pastorentöchter über Ingenieurgeologie referieren.

    Das mag ja recht lustig sein, unterhaltsam ist es sowieso aber überzeugen kann man auf Dauer noch nicht mal seine eigenen Anhänger

    Verlasst das Tal der Ahnungslosen - sonst seid Ihr bald verlassen

    Also bessert Euch :D

  • Du hast unseren Halbleiter-Physiker vergessen (der aktuelle Liebling von Enten-Arnie), der warum auch immer in der FR mal unter "Experte" lief. Fragt sich eben immer nur wofür. Ansonsten natürlich unsere Sportlehrer, Sozialpädagogen, Architekturstudenten und Kunstmaler mit der unschlagbar geballten Fachexpertise in Sachen S21.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich hätte da mal eine Vorschlag für die versammelte Gegnerschaft.
    Geht doch mal sammeln und kauft Euch Fachleute. Also Leute von dem Fach um das es geht.

    Angesichts der Bauverzögerungen, welche die Bahn selber verursacht hat, könnte man meinen, sie hätte diesen Rat besser selber berücksichtigt.

  • Dann lassen wir doch den Sozialpädagogen ran. Vielleicht redet er gut auf die Baustatik ein ;)

    Und Sittler pflanzt mal wieder einen Baum. Hat er keinen eigenen Garten?

    Quelle: Welt

  • Die richtigen Maßnahmen bei K21 wären:

    • Komplette Sanierung der Bahnsteige
    • Bau von neuen Überwerfungsbauwerken
    • Optimierung des Gleisvorfeldes (nicht wie momentan geschehen, nur darauf bedacht die Züge weiter draußen halten lassen zu können)
    • Neues Bahnsteighallendach
    • ...

    Nichts davon ist geschehen. Der Herr Hopfensitz versucht doch nur Alibis zu finden, wieso S21 doch noch abgebrochen und einfach durch K21 ersetzt werden kann....

    Einmal editiert, zuletzt von Pretender (23. Juli 2012 um 11:27)

  • Jo, die Machbarkeitsstudie. Noch mit Scharnhäuser Dreieck, Körschbrücke, Wangener Neckarbrücken, ..... Stand 1994 - als die S-Bahn auf der Filder gerade in Betrieb ging. Siehe mein Beitrag oben. Anfänglich ging die VVS davon aus, dass die Verkehrsmengen nicht für 4 S-Bahnen je Stunde reichen. Habe ich bereits geschrieben. Und irgendwelche Unterlagen aus stresstest, Planfeststellung für den Fileerbereich, Dokumenten für den Filderdialog in denen die Bahn mit weniger als 4 S-Bahnen je Stunde und Richtung plant?
    und dass die Umsetzungszeiten für Projekte hierzulande 20 Jahre und mher dauern, ist natürlich schade. Aber dafür auf die K21 planungen aus den 70'ern und 80'ern des letzten Jahrunderts zurückgreifen? Die Planungen dort sind ja noch urälter. Und wurden nicht umsonst in den 80'ern 90'ern in der Rundablage versenkt.
    Interessant ist, dass bereits für 1990 Überlastungen im Kopfbahnhof festgesellt wurden.... Ebenfalls siehe Seite 22, soviel zum Thema der Kopfbahnhof wurde bezüglich seiner Leistungsfähigkeit nie untersucht.

  • Klar. DAs Vorfeld brauchte unbedingt verkürzte WEichenstrasen mit geringerer Duchfahrtsgeschwindigkeit. Nun Hopfenziz ist kein Verkehrstechniker, sonder Verwaltungsbeamter. Der findet in ner Vorschrift schon mal ein 5. Gleis im Pragtunnel und nutzt das für seine Kapazitätsüberlegungen - ganz egal was in realität da ist und was nicht.
    Was man für K21 brauct sind neue Zulaufgleise. und andere Bahnsteigbreiten und zusätzliche Quertunnel. und eine Sanierung der Überwerfungsbauwerke mit zweifelhafter Statik. Im Zuge dieser Umbautend ann eine Anpassung an die Mindestgleisabstände und die Einrichtung der notwendigen Rettungswegen auf den Kunstbauten. (was bei diversen Bauwerken sowiso auf einen Neubau hinausläuft)
    Das eizig Interessante, was übrigens bei wikireal in Richtugn Wisenschaftlichkeit gemacht wurde, war dass von der FH Weinsberg der sTresstest nachgespielt wurde mit eigener Simulationssoftware. Ergebins war leider, dass der stresstest bestätigt wurde (dazu gibts auch einen klizekleinen Presseartikel dazu), auf wikireal wartete man, als ich dort zuletzt las, immernoch auf die Ergebnisse der Simulation - weil dort eben nur sehr selektiv eingetragen wird.

  • Entweder geniale Satire oder krasse Realitätsverzerrung oder schlechte Syntax: "[...] die K21 entworfen und in der aktuellen Ausbaustufe (bisheriger Kopfbahnhof) jahrzehntelang betrieben haben."

    Ich wusste gar nicht, dass Hopfenzitz K21 allein entworfen hat, da du dich wohl auf ihn beziehst. In jedem Fall würde ich seine Studie gerne lesen, die du sicher hier kurz verlinken kannst. Du kannst dabei auch sicher kurz nachvollziehbar darlegen, warum die Bahnsteigverlängerung eine richtige Maßnahme für K21 ist. Du kannst dann auch gleich noch nachvollziehbar erklären, durch welche Umstände genau ein Autofahrer bzw. Bahnhofsvorsteher in die Lage versetzt wird, ein Auto bzw. Bahnhof zu konstruieren. Als Abschluss kannst du dann noch darlegen, über welche der vielen Varianten wir in Zweifelsfall diskutieren, da die K21-Macher (= Hopfenzitz?) scheinbar selbst nicht so genau wissen, was sie jetzt eigentlich wollen (sonst gäbe es eben die vielen Varianten nicht).

    Und als Abschluss ist hier noch eine Variation deines Posts:
    "Meine Hochachtung, liebe Gegner. Ihr wisst also genau, was S21 so braucht. Sogar besser als die Leute, die S21 entworfen haben. Ich verneige mich."

    Ja, das passt...

  • Aus Außenstehende kann man die Hartnäckigkeit der S21-Gegner durchaus bewundernd anerkennen. Was mich allerdings sehr verwundert ist der Umstand, dass die Sache schon längst entschieden ist, sogar demokratisch legitimiert, eindeutig und vollständig. Man könnte also sagen 'finito' oder 'der Drops ist gelutscht' oder 'das Ding ist gelaufen' oder 'aus die Maus' oder 'Klappe zu, Affe tot'. Glaubt denn irgendjemand ernsthaft, dass jetzt auf einmal die Bahn eine 180°-Drehung macht, alle Pläne einstampft und den alten Bahnhof wieder aufbaut?


    Wenn man ernsthaft besorgt ist, dass S21 die Lebensqualität der Menschen verschlechtert, dann sollte man doch versuchen, anstatt Totalverweigerung mit konstruktiver Kritik auf den Neubau einzuwirken (Nein, K21 ist nicht konstruktiv). Wenn es also nichts mehr zu gewinnen gibt, was ist es was die Gegner antreibt? Ist es einfach nur der Wunsch am Ende irgendwie das letzte Wort zu haben und bei jedem Problem mit S21 laut aufzuschreien 'Wir haben es ja schon immer gewusst!'? Ich finde diese Verhaltensweise höchst unsympatisch und irgendwie typisch spiessig ( = grün + schwäbisch? ;) ).

  • Ein anderer Aspekt ist, dass beide das Ende des Projekts S21 während der Vertragslaufzeit ihrer Vorstandsverträge nicht mehr erleben werden - Grube sicher nicht und Kefer mit jedem Jahr Bauzeitverlängerung unwahrscheinlicher. Sie werden sich auf die positiven Effekte von S21 auf die jährlichen Ergebnisse der Bahn AG konzentrieren, so lange sie in ihrem Verantwortungsbereich liegt. Danach ist es das Problem eines Anderen,

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Aus Außenstehende kann man die Hartnäckigkeit der S21-Gegner durchaus bewundernd anerkennen. Was mich allerdings sehr verwundert ist der Umstand, dass die Sache schon längst entschieden ist, sogar demokratisch legitimiert, eindeutig und vollständig. Man könnte also sagen 'finito' oder 'der Drops ist gelutscht' oder 'das Ding ist gelaufen' oder 'aus die Maus' oder 'Klappe zu, Affe tot'. Glaubt denn irgendjemand ernsthaft, dass jetzt auf einmal die Bahn eine 180°-Drehung macht, alle Pläne einstampft und den alten Bahnhof wieder aufbaut?

    Realistisch Betrachtet war S21 entschieden, als es im Wengerthaus ausgekaspert war, noch bevor es der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Nicht umsonnst verkündeten die Protagonisten damals stolz: "So macht man das heute, damit das Projekt nicht demokratisch zerredet werden kann".
    Was demokratische Legitimation wert ist, zeigt ja der EnBW-Deal: Brav wie Notheis der EDF-Versprochen hat, wurde von der devoten Landtagsmehrheit der Verfassungsbruch abgenickt.

    Nun die Bahn wollte ja 2x aus dem Projekt aussteigen Ludewig war dann nichtmehr lange Bahnchef, und Mappus hat damals bereitwillig S21 Quersubventioniert mit einem der schlechtesten Nahverkehrsverträge.

    Ach ja, und Daimler bezahlt bereitwillig die Werbung für seinen Systemkonkurenten Bahn (Infomobil).

  • Ing22
    Ich weiß nicht, von welchem Planeten Du uns besuchst, aber der beknackte EnBW-Deal war nach den S21-Verträgen.
    Und Du wirst doch nach all den Bundestags-, Landtags-, Stadtrats- und anderen Beschlüssen, Volksabstimmung nicht als einziges Lebewesen unserer Galaxie darauf beharren, S21 sei nicht demokratisch legitimiert.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ing22
    Ich weiß nicht, von welchem Planeten Du uns besuchst, aber der beknackte EnBW-Deal war nach den S21-Verträgen.
    Und Du wirst doch nach all den Bundestags-, Landtags-, Stadtrats- und anderen Beschlüssen, Volksabstimmung nicht als einziges Lebewesen unserer Galaxie darauf beharren, S21 sei nicht demokratisch legitimiert.

    Nun, ich werde mal Nachbar`s Kater fragen, ob er S21 für demokratisch legitimiert hält... Aber btw...Ich weis genug andere Menschen, die meine Ansicht teilen, um deine Aussage sofort zu pulverisieren.

    Gegendie demokratische Legitimation spricht objektiv: A) Bahn hat über falsche Zahlen abstimmen lassen. B) In der Besatzungszone wurde die herrschende "Demokratie" nie vom Volk als solche legitimiert.

    Es ist schon erstaunlich, mit welchem Absolutheitsanspruch solche "Schlagworte" gebraucht werden, ohne groß nachzusehen was auf der Welt wirklich abgeht.

  • Oje, er meint es wirklich ernst. Demokratie ja - aber immer nur dann, wenn' s einem passt. Und Du weißt natürlich ganz genau, was auf der Welt wirklich abgeht. Was sind schon Nuklearkatastrophen und Bürgerkriege im Vergleich zu S21.

  • Ich kann verstehen, dass die S21-Gegner aus Mangel an Argumenten nun krampfhaft versuchen müssen, irgendwie Parallelen zum EnBW-Deal herzustellen. Problem: Es gibt keine, im Gegenteil: Der EnBW-Deal ist das krasse Gegenstück zu S21. Bei ersterem wurde bewusst am Landtag und damit an der Demokratie vorbei gehandelt, bei letzterem wurden alle erdenklichen Volksvertretungen, selbst das Volk direkt in die Entscheidung eingebunden.

    Nein, es ist natürlich nicht gleichgültig, ob S21 demokratisch legitimiert ist oder nicht. Es war sogar bis zur VA die entscheidende Frage für die S21-Gegner überhaupt, obwohl diese Frage nach all den Parlamentsbeschlüssen längst sonnengeklärt war. Nach peinlicher Niederlage bei der VA wird zwar bis auf Ing22 und Hobbyminister das demokratische Ergebnis Zähne knirschend akzeptiert, nun versucht man aber schleichend dieses im Nachhinein über verschiedene Tricks in der Bedeutung zu marginalisieren. Strategie wieder einmal zu durchsichtig. Durchgefallen.