Leipziger Wohnungsbau

  • Diese war gemeint, vielen Dank DrZott. Leider ist der Website der ausführenden Architekten noch keine Visualisierung zu entnehmen. Wir dürfen gespannt sein.

  • ^ Naja, die ProBau Delitzsch ist bisher eher durch unspektakuläre und ganz gefällige Gebäude, die sich ganz gut einfügen, aber architektonisch wenig zu bieten haben, aufgefallen. In Leipzig wären da die Mehrgeschossneubauten in der Elsterstraße oder die etwas unproportionierten Neubauten Thomasiusstraße zu nennen. Wird als Lückenfüller also sichelrich ganz okay, ich bin gespannt, was für eine Ecklösung man hier wählt.

    Derweil bereiten die Selbstnutzer an der Ecke Biedermannstraße 50-52 / Leopoldstraße 31-3 ein neues interessantes Projekt vor. Es soll ein viergeschossiges Wohnhaus mit 12 Wohneinheiten entstehen. Eine Tiefgarage spart man sich, dafür sollen drei Car-Sharing-Fahrzeuge Autos im Erdgeschoss untergebracht werden. Momentan verhandelt man mit der Stadt darüber, ob aufgrund der durchs Car-Sharing eingesparten Individualfahrzeuge eine Reduzierung der Stellplatzablöse möglich ist. Dies und die allgemein durchs Car-Sharing günstigeren Haltungskosten sollen den einziehenden Familien laut Modellrechnung eine Ersparnis von monatlich knapp 140 Euro ermöglichen. Der Vorentwurf stammt von der SPS Plan GmbH, der Baubeginn ist für Frühjahr 2013, die Fertigstellung für Ende des selben Jahres geplant:

    Quelle: SPS Plan GmbH / Selbstnutzer

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    Puh. Irgendwie will mir die Sache mit dem Car-Sharing nicht schmecken. Das klingt für mich schlicht nach einem Vorwand um Kosten zu sparen. Ich kenne das Angebot an Parkfächen in dieser Region nicht, aber eine Tiefgarage hätte sicherlicher auf lange Sicht zu einer entspannteren Parksituation beigetragen.

    Architektonisch fände ich den Entwurf einigermaßen gefällig, wenn da nicht diese seltsame Ecke wäre, die mich an ein zu klein geratenes Autohaus erinnert. Merkwürdige Idee das Ganze.

  • Also schlimmer als die jetzige Ecke kann es nicht werden. Außerdem kommt dann endlich das Stromgebäude weg und die Straßenflucht wird aufgegriffen.

    Zum Car-sharing im Haus, aedificator: das ist eigentlich der neue Trend und ettliche Untersuchungen in der Städteplanung gehen in diese Richtung. Die Stadt oder der Stadtraum wird zukünftig nicht mehr vom Individualverkehr erdrückt sondern beschränkt sich auf den ÖPNV und im Falle von KfZ Nutzung auf das Car-sharing. Das sind nicht nur umweltpolitische Gedanken sondern führt auch zurück auf die Energiekosten und das Auto als Geldanlage an sich. Ich finde die Entwicklung dieser Strategie begrüßenswert und wie Dase schon schrieb, kann man bei der Stellplätze dort mit so einer Lösung nur gewinnen.

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    Entschuldige bitte, hedges, aber das klingt mir alles etwas zu utopisch. Sicherlich sind auch an mir die zahlreichen Car-Sharing-Stationen nicht vorbeigegangen. Allein in Schleußig gibt es 4 oder 5. Und sicherlich wäre eine stärkere Nutzung derselben und des ÖPNV aus ganz vielen Gründen wünschenswert. Aber einen messbaren Trend in diese Richtung kann ich derzeit nicht erkennen.* Ich glaube nicht, dass ich sonderlich prophetisch tue, wenn ich sage, dass private Mobilität auch in den kommenden Jahrzehnten zentraler Bestandteil des städtischen Verkehrs sein wird. Damit verbunden wird immer auch ein starker Bedarf an Parkraum sein, gerade in dicht bebauten und dicht besiedelten Quartieren. Tiefgaragen in Neubauten könnten dafür meiner Meinung nach eine effektive Lösung darstellen. (Ganz abgesehen davon spricht ja nichts dagegen auch in Tiefgaragen Car-Sharing-Autos abzustellen?!)


    * Stattdessen KFZ-Neuzulassungen in Dtschl: Nov. 2010: 262.262; Nov. 2011: 269.144

  • OFF-T

    aedificator: das ist natürlich langfristig gesehen und sicherlich kommt das ganze nicht in den nächsten 20 Jahren. Dennoch musst Du auch bedenken dass die Resourcen sich drastisch verringern und deswegen sicherlich nie wieder preiswerter. Leipzig ist hier nicht mal das beste Beispiel weil Wohnraum (noch) günstig ist und die größe der Stadt relativ gemäßigt. Aber die urbanen Zentren wie London, Paris, NY, und vor allem in Asien; ändern sich unglaublich dynamisch und wenn man an die 2.000 bis 3.000 Euro pro Monat an Miete zahlt und sich ein Auto durch den starken Verkehr kaum lohnt, sieht das schon anders aus.

    Dabei ist das Car-Sharing in Zukunft ähnlich wie die Fahhradverleihe zu sehen. Man könnte im normalen Tagesablauf das Fahrrad nehmen oder den ÖPNV, und wenn man größere Einkäufe erledigen muss leiht man sich das Auto in der Tiefgarage direkt im Haus. Ich buche das Auto im Internet und bekomme einen Zugangscode für das Schließfach und Schlüssel. Kein Kaufpreis, keine Steuern, keine Unterhaltskosten, keine Kosten für Stellflächen.

    Hier in London macht man das schon so. Man braucht in der Stadt kein Auto und wenn man mal aus der Stadt muss oder es notwendig ist, dann leiht man sich eines. Aber noch nicht beim car-sharing sondern beim car hire.

    Einmal editiert, zuletzt von hedges (26. Juni 2012 um 01:06)

  • Gerade bei der LVZ immo einen sehr interessanten Artikel entdeckt:

    http://www.lvz-immo.de/q/-themen/ratg…-Weissen-Elster

    ___________

    Demnach ensteht in der Leipziger Nonnenstraße (Stadteil Plagwitz) ein interessantes Bauvorhaben, welches etwas an die Kran-Häuser in Köln erinnert. Anfang 2014 soll das Bauvorhaben samt Tiefgarage abgeschlossen sein.

    Auch an die Allgemeinheit wurde gedacht: ein öffentlicher Weg vorbei an der Weißen Elster ist fest im Projekt eingeplant. Herabgesetzte Stufen sollen einen unmittelbaren Wasserzugang ermöglichen.

    Eindruck: :daumen:

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Sehe ich das richtig, dass das der Aldi-Parkplatz ist?
    Da, wo sich auch das "Thiseas" (würde also Abriss bedeuten?) befindet?

    Also wenn ich den Text aus dem Link richtig interpretiere: zwischen Brücke (Industriestraße) und IKK-Service-Center.

    Den von dir vermuteten Bereich habe ich einfach einmal grün markiert.

    Ich würde jetzt lt. der oberen Beschreibung pauschal sagen, dass es den roten Bereich betrifft. :daumen: Aber 100% sicher bin ich mir nicht.



    Quelle: Google Earth

  • Evolution des Entwurfs für das Projekt Parkside No. 5 in der Schwägrichenstrasse 5, erstmals gezeigt im März - vermutlich auf Intervention des Gestaltungsforums:

    Ursprungsentwurf:

    mit abgerundeter Ecke - mein Favorit:

    entfärbt - der aktuelle Entwurf:

    Quelle für alle Bilder: Naether Immobilien

    Schade, ein (wenn auch dezenter) Farbtupfer hätte der Ecke m.E. ganz gut getan.

  • Der Entwurf hat deutlich gewonnen. Vor allem die an Ka-Ka gemahnende Aussenfarbe ist abgeändert worden. Kritisch sind die verhauartigen Loggia-Erker aber immer noch, da wären die alten, leichter wirkenden Balkons besser gewesen. Was ist jedoch aus der verglasten Ecke geworden? Die war doch sehr gut!

  • Die Ecke sieht auf der Visualisierung so aus, als wären normale Fensteröffnungen gegen eine abgerundete Ecke mit einer Verkleidung aus halbtransparenten Material getauscht worden. Bis auf die Farbe ist die Aktualisierung aus meiner Sicht jedenfalls ein negativer Rückschritt dieses sowieso recht banalen Entwurfs. Sieht jetzt irgendwie nach einem 70er Jahre-Wohnsilo in Sichtbetonoptik aus :(

  • [kann gelöscht werden]

    Einmal editiert, zuletzt von Geograph (25. November 2012 um 17:21)

  • Ist der Entwurf Numero 2 ne Dase'sche Kreation oder nicht? Gefällt mir von allen 3 Varianten auch am besten. Schade, zwar finde ich die abgerundete Ecke auch schicker, aber da sie so fensterlos daherkommt, wirkt das alles sehr abweisend. Und dann schon wieder dieses langweilige Weiß, das noch befremdlicher in Verbindung mit diesen ***braunen Balkon wirkt...:nono