S21: Grundsatzdiskussion forever

  • @ Ohlsen


    also ich mache genau die gegenteilige Erfahrung. In meinem Familien-/Freundes- und Bekanntenkreis gibt es niemanden, der gegen S21 ist. Nicht mal meine Kollegen (wir sind direkt davon betroffen, ich arbeite in einem der schicken Bankgebäude am Hbf.) höre ich etwas dagegen sagen, alle sind sehr interessiert an dem Projekt, wir haben vor einigen Wochen mit ca. 50 Kollegen eine Erlebnisführung mit den Mitarbeitern vom Turmforum in und um den Bahnhof organisiert (sehr interessant, kann ich nur empfehlen), da wurden zwar auch kritische Fragen gestellt, aber am Ende der Führung war jeder begeistert.


    Das Thema Bürgerbefragung ist inzwischen glaub ich schon Totdiskutiert in diesem Forum. Meiner Meinung nach reicht doch einfach mal eine represantive, vor allem unabhängige (mit unabhängig meine ich, nicht vom BUND, den Grünen, aber auch nicht von der Bahn in Auftrag gegeben) Meinungsumfrage, die dann wirklich zeigt, dass 95 % der Bürger, wie es von den Gegnern ja oft angegeben wird, gegen S21 sind! Die 67.000 Unterschriften sind ja gerade mal etwas mehr als 11 % der Einwohner Stuttgart, das zeigt mir noch nicht wirklich das jeder dagegen ist.

  • Aber meinst du nicht, die Bahn hat auch ein oder zwei fähige Ingenieure auf Ihrer Gehaltsliste stehen?


    Der Eindruck, der von der Bahn nach außen vermittelt wird ist leider ein anderer ;)


    weil sich die schweigende Mehrheit schlecht mobilisieren lässt ;)


    Da stellt man derzeit aber ganz anderes fest. Die schweigende Mehrheit lässt sich zunehmend mobilisieren. Seit die Stadt in einer Nacht- und Nebelaktion den Bauzaun hat errichten lassen kommen immer mehr Leute aus den unterschiedlichsten Beweggründen auf die Demonstrationen. Gestern habe ich jemanden getroffen, von dem ich sicher weiß, daß er früher für S21 war und er meinte, daß er die Art und Weise, wie das Projekt durchgezogen werden soll nicht mehr unterstützen kann und will.


    Und somit sind wir beim eigentlichen Problem von S21. Der Kommunikation.


    @ Kampfzwerg
    da hat einer wohl zu lang auf der K21 Homepage rumgestöbert was?
    dann erklär mir doch mal bitte wieso die mineralquellen/grundwasser jetzt in gefahr sind, der sbahntunnelbau (liegt tiefer) aber keine auswirkungen auf selbige hatte?


    Andere Möglichkeiten, als auf der K21-Seite, sich über das Projekt zu informieren gibt es eigentlich kaum. Es gab vor Jahren von offizieller Seite tatsächlich mal ein Problem mit den Mineralquellen. Seit die Stadt aber das Mineralbad Berg für 10 Mio € gekauft hat ist davon aber nichts mehr zu hören.


    Wenn das Kommunikationsbüro seine Arbeit ernst nehmen würde würde ich mir so was in der Art wünschen:


    "Wir wissen, daß es nicht leicht ist in solchen Gesteinsschichten Tunnel zu graben. Die Technik die wir hierfür anwenden wollen wurde schon bei x Projekten in ähnlichen Gesteinsformationen erprobt, dabei kam es bei y Projekten zu Problemen. Diese Probleme wurden von uns genauestens analysiert und wir können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen, daß es bei uns zu ähnlichen Schwierigkeiten kommt".


    Sowas kommt aber nicht. Genaugenommen kommt gar nichts. Warum wird nicht mal ansatzweise versucht der Bevölkerung die Angst vor S21 zu nehmen? Wieso wird durch Stillschweigen der Eindruck erweckt, daß an den Befürchtungen vieler was dran ist? Warum hat man vor dem Umbau des Neckarstadions beispielsweise vorher genauestens analysiert welche Auswirkungen die Absenkung des Spielfeldes auf die Mineralquellen auf der anderen Neckarseite haben könnte? Direkt neben den Mineralbädern Berg und Leuze kann man aber problemlos Tunnel bohren?


    Und das ist nur ein klitzkleiner Teil der Fragen die einfach nur durch Stillschweigen beantwortet werden.


    Im übrigen fahren sowohl S- als auch U-Bahnen im Bereich der Mineralbäder oberirdisch. Warum?

  • @ marco


    also es gab doch solche befragungen z.b. durch die Stadt Stuttgart selbst, und das war 2009 und die ist eher negativ ausgefallen für das projekt


    Quelle:http://www.stuttgart.de


    Ok, dann nehme ich das zurück, wobei so verheerend wie von den Gegnern gerne dargestellt ist diese Umfrage jetzt auch nicht wirklich...


    Der Eindruck, der von der Bahn nach außen vermittelt wird ist leider ein anderer


    Verstehe ich nicht, was vermittelt die Bahn denn für einen Eindruck nach außen?

  • Marco
    Die Studie habe ich schon vor ein paar Wochen mir mal angeschaut. Ja, das Projekt kommt da nicht so gut weg, aber auch nicht katastrophal. Naja, egal. Viel interessanter bei der Umfrage finde ich da schon das Ergebnis zur neuen Messe. Zu der haben nämlich gerade einmal drei Prozent eine sehr schlechte Meinung und soweit ich mich erinnern kann, sind vor dem Bau auch die Fetzen geflogen. Es zeigt sich hier also: sobald ein Ding erstmal steht, ist es plötzlich nicht mehr so schlimm.


    @kultuschaffend
    "Seit die Stadt in einer Nacht- und Nebelaktion den Bauzaun hat errichten lassen kommen immer mehr Leute aus den unterschiedlichsten Beweggründen auf die Demonstrationen."
    Beziehst Du dich auf die Tatsache, dass sie es überhaupt gemacht haben oder darauf, dass sie es nachts gemacht haben? Bei Punkt 1: es war schon lange angekündigt. Bei Punkt 2: hätte ich genauso gemacht. Warum? Weil es wie erwartet im Chaos endete und so einen Mist hätte ich den Reisenden auch nicht zumuten wollen.


    "Und somit sind wir beim eigentlichen Problem von S21. Der Kommunikation."
    Die könnte wirklich besser sein. Aber seien wir mal ehrlich: es war nie eine großartige Stärke der Deutschen, etwas zu verkaufen. Erst recht nicht die der Schwaben.


    "Es gab vor Jahren von offizieller Seite tatsächlich mal ein Problem mit den Mineralquellen."
    Was genau und in welcher Form?


    "Direkt neben den Mineralbädern Berg und Leuze kann man aber problemlos Tunnel bohren?"
    Hmm, mit dem Teil des Projekts kenne ich mich jetzt nicht so toll aus. Die Frage ist: welche Schicht führt das Wasser und führen die Tunnel da überhaupt durch? Liegen die überhaupt in der Nähe?


    "Im übrigen fahren sowohl S- als auch U-Bahnen im Bereich der Mineralbäder oberirdisch. Warum?"
    Weil da ein Fluss ist und es für die SSB wohl zu teuer gewesen wäre, da nen Tunnel in angemessener Tiefe durchzujagen. Außerdem halten die Straßenbahnen alle paar Meter, was bedeutet, dass die Haltestellen auch mal schön tief gelegen hätten. Und außerdem hätten die dann die gesamte Strecke von Stöckach bis zum Wasen ebenfalls unterirdisch verlegen müssen, was der SSB dann aber mal so richtig teuer gekommen wäre.

  • Laut Stuttgarter Nachrichten sind Umfragen äußerst fragwürdig! Siehe Artikel ->


    http://www.stuttgarter-nachric…7c-9305-6e777ee7a1dc.html


    Ich frage mich auch schon seit langem wer denn da eigentlich befragt wird?
    Bin eindeutig für das Projekt - befragt wurde ich auch - doch dann sagte man mir: "Ich solle lieber aufpassen was ich sage und so weiter..."
    Hab mir dann gedacht es wären irgendwelche Ultras die nur Gleichgesinnte suchen.
    Eine ordentliche und representative Umfrage hab ich aber noch nie erlebt.
    Wer wird da ausgesucht? Werden doch nur Leute rausgesucht wo man die Antwort schon weiss?
    Und wäre bei einer evtl. Mehrheit die für das Projekt sind, Rot-Grün auch wieder dafür???


    In den Stuttgarter Nachrichten wird auch schon dafür geworben, dass man eine Demo "Pro S21" durchführt, (Leserbeitrag) weil es den Anschein macht das einfach zu viele unter den Gegnern seien, die gar nicht wissen wieso sie eigentlich dagegen sind.
    Es wird nur gehört wieviele Mrd. Euro das ganze kostet und man das Geld lieber in Kitas, Schulen und Krankenhäuser stecken sollte.
    Nur das durch den Bau über ein ganzes Jahrzehnt unheimlich viele Menschen beschäftigt werden, welche mit ihrem Lohn auch dementsprechend viele Sozialabgaben tätigen mit welchen dann soziale Einrichtungen gefüttert werden können, das weiß glaub keiner von denen.
    Meines Erachtens muss da mal jemand hin und denen unser System erklären!


    Ob das System jetzt gut ist oder nicht sei mal dahingestellt - aber wenn unsere S21 Gegner wüssten wie unser System funktioniert, dann würden wohl mindestens 50 % eher dafür sein oder aber eine eigene Demo gegen unser System gründen.:confused:


    Wie auch immer - ich halte die Umfragen auch für sehr fragwürdig - und bin froh das es in den öffentlichen Medien mal angesprochen wird.

  • kulturschaffend


    Es gab vor Jahren von offizieller Seite tatsächlich mal ein Problem mit den Mineralquellen. Seit die Stadt aber das Mineralbad Berg für 10 Mio € gekauft hat ist davon aber nichts mehr zu hören.
    quelle?



    Direkt neben den Mineralbädern Berg und Leuze kann man aber problemlos Tunnel bohren?

    vielleicht hab ich mir ja die planfeststellungsverfahren nicht so genau durchgelesen wie du...um welchen tunnel handelt es sich denn hier :confused:



    Im übrigen fahren sowohl S- als auch U-Bahnen im Bereich der Mineralbäder oberirdisch. Warum?
    lass mich raten...das hat sicher was mit den mineralwasservorkommen zu tun, stimmts? ach deswegen sind auch alle kanäle ab stöckach und in cannstatt oberirdisch...jetzt wird mir einiges klar dank dem BUND sind wir jetzt aufgeklärt.:daumen:

  • Es wird nur gehört wieviele Mrd. Euro das ganze kostet und man das Geld lieber in Kitas, Schulen und Krankenhäuser stecken sollte.
    Nur das durch den Bau über ein ganzes Jahrzehnt unheimlich viele Menschen beschäftigt werden, welche mit ihrem Lohn auch dementsprechend viele Sozialabgaben tätigen mit welchen dann soziale Einrichtungen gefüttert werden können, das weiß glaub keiner von denen.
    Meines Erachtens muss da mal jemand hin und denen unser System erklären!


    Ich weiß, wie unser System funktioniert und ich erkläre es den total verblendeten Kopfbahnhofbefürwortern auch ständig, weil es mich nervt, daß da so ein Nonsense verbreitet wird. Ich weiß, daß der größte Teil der mindestens 7 Mrd. niemals was anderes bezahlen wird, als Straßen, Schienen oder Landebahnen. Trotzdem kommen für S21 von der Stadt, je nach Rechenweise 30 bis fast 500 Mio für S21 und vom Land 950 Mio für die Neubaustrecke.


    Der Bund stellt eine gewisse Summe Geld nur für Verkehrsprojekte, wohin die dann gehen ist dem Bund, salopp gesagt, egal. Die Bahn investiert ihr eigenes Geld nur in die Schiene.


    Das Land und die Stadt könnten ihr Geld aber sehr wohl anders ausgeben. ZB ist es normalerweise gar nicht vorgesehen, daß Geld vom Land in Bahnprojekte investiert wird. Man könnte es halt ebensogut in Bildung investieren. Genau so könnte die Stadt ihr Geld auch anders verplanen. Wenn wir annehmen, daß die Ausgaben der Stadt und des Landes gedeckelt sind fehlen trotzdem zwischen 980 Mio und 1,3 Mrd für andere wichtige Dinge, egal wie teuer S21 wird.


    @
    quelle?


    Kann ich keine mehr liefern, sorry. Ich weiß, daß deswegen heftig in der Lokalpresse diskutiert wurde anno 2005. Leider sind solch alten Artikel weder bei StZ, noch bei StN online abrufbar. Ihr müsst euch leider auf mein gutes Gedächtnis verlassen, was nicht grundsätzlich immer eine belastbare Quelle ist ;)


    [I]
    vielleicht hab ich mir ja die planfeststellungsverfahren nicht so genau durchgelesen wie du...um welchen tunnel handelt es sich denn hier :confused:


    Kurz vor dem Neckar in etwa auf Höhe des Mineralbad Bergs werden in offener Tunnelbauweise Tunnel gegraben werden.


    Du siehst das hier



    Offene Tunnelbauweise geht ein Stückchen weiter als das Wort "Ehmann Straße". Kurz danach geht es in einen gebohrten Tunnel, um dann in etwa da, wo heute der Holzsteg über den Neckar ist in eine Brücke zu münden.


    Wie du anhand der gelben Linie siehst sind es zwischen Mineralbad Berg und der neuen Zugstrecke grad mal gut 500 m




    lass mich raten...das hat sicher was mit den mineralwasservorkommen zu tun, stimmts? ach deswegen sind auch alle kanäle ab stöckach und in cannstatt oberirdisch


    Keine Ahnung, aber gab es vielleicht irgendwann mal Pläne alle Straßenbahnen unter dem Neckar durchzuführen. Wenn ja, wurden sie nur wegen der Kosten oder vielleicht auch wegen der Praktikabilität aufgegeben?


    ...jetzt wird mir einiges klar dank dem BUND sind wir jetzt aufgeklärt.:daumen:


    Der BUND ist mit Sicherheit auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber immerhin versucht er zu argumentieren. Vom Propagandabüro kommt eigentlich immer nur, daß alles dufte sei, was man ja derzeit insbesondere beim S-Bahnverkehr bemerkt (Somit wäre Marcos Frage oben auch beantwortet. Die sagen sie hätten geplant, meine S-Bahn kommt seit neustem, dank der Arbeiten während der Rampensperrungen noch später, als vorher schon. Ein Teil der S-Bahnen, die ich bis neulich hätte nehmen können fällt mittlerweile sogar ganz aus und alles nur, weil sie keinen Praktikanten ins Archiv geschickt haben, der überprüft, ob für irgend ein Signal eine Ausnahmegenehmigung besteht, die mit den Baumaßnahmen hinfällig wird.)

  • Danke kulturschaffend, dass du hier in manchen Punkten Klarheit schaffst und auch als Gegner die anderen Gegner in manchen Punkten der Argumentation etwas zur Raison rufst.


    "Das Land und die Stadt könnten ihr Geld aber sehr wohl anders ausgeben. ZB ist es normalerweise gar nicht vorgesehen, daß Geld vom Land in Bahnprojekte investiert wird. Man könnte es halt ebensogut in Bildung investieren."
    Ich habe mich mal wegen eines Kommentars mal grob mit der Kammeralistik beschäftigt und es scheint so, als ob es zwei Geldtöpfe gibt: den Verwaltungshaushalt und den Vermögenshaushalt. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann beinhaltet der Verwaltungshaushalt alles, was das Vermögen des Landes nicht direkt verändert oder vermehrt. Das sind also Verbrauchsmaterialien wie Papier, dazu kommen Gehälter und anderes. Dieser Haushalt steht an oberster Stelle und alle Staatseinnahmen gehen erst mal dort hin. Wenn da was übrig bleibt, dann fließt das in den Vermögenshaushalt. Dort sind unter anderem die Bauprojekte angesiedelt. Wenn in diesem Haushalt wiederum Geld übrig bleibt, dann werden daraus Rücklagen gebildet und im nächsten Jahr verplant. Wenn du also sagst, das Geld könnte in die Bildung fließen, dann stellt sich die Frage in welche "Form" der Bildung: Gebäude oder Lehrer? Unabhängig davon ist aber nicht garantiert, dass bei einem Stop das Geld automatisch in die Bildung fließt, da sich ein Jahr später alle um diesen Batzen Kohle schlagen werden.


    "Kurz vor dem Neckar in etwa auf Höhe des Mineralbad Bergs werden in offener Tunnelbauweise Tunnel gegraben werden."
    Danke für die Info und den Screenshot. Die offene Tunnelbauweise müsste bedeuten, dass hier die Tunnel nicht sehr tief liegen, nehme ich an. Berühren die Tunnel die mineralwasserführenden Schichten? Theoretisch dürfte der Tunnel auf Wasser stossen, aber meine Vermutung wäre dann, dass es sich dabei um Wasser aus dem Neckar handeln könnte, das in das Gestein sickert.


    "Keine Ahnung, aber gab es vielleicht irgendwann mal Pläne alle Straßenbahnen unter dem Neckar durchzuführen. Wenn ja, wurden sie nur wegen der Kosten oder vielleicht auch wegen der Praktikabilität aufgegeben?"
    Garantiert wegen den Kosten. Wie bereits weiter oben gesagt, die SSB hätte dann von Stöckach bereits unterirdisch bauen müssen und das wäre teuer geworden.


    "Ein Teil der S-Bahnen, die ich bis neulich hätte nehmen können fällt mittlerweile sogar ganz aus und alles nur, weil sie keinen Praktikanten ins Archiv geschickt haben, der überprüft, ob für irgend ein Signal eine Ausnahmegenehmigung besteht, die mit den Baumaßnahmen hinfällig wird.)"
    Bei fast allen Projekten großer und kleiner Natur gibt es Probleme. Im Nachhinein kann man immer sagen, dass die Planer hätten darauf kommen müssen, aber das geschieht halt nicht in allen Fällen oder Punkten. Ich bin mir sicher, dass es auch bei K21 zu diesem oder ähnlichen Problemen gekommen wäre. Das ist normal.

  • @ kulturschaffend


    "Kurz vor dem Neckar in etwa auf Höhe des Mineralbad Bergs werden in offener Tunnelbauweise Tunnel gegraben werden.
    Offene Tunnelbauweise geht ein Stückchen weiter als das Wort "Ehmann Straße". Kurz danach geht es in einen gebohrten Tunnel, um dann in etwa da, wo heute der Holzsteg über den Neckar ist in eine Brücke zu münden.
    Wie du anhand der gelben Linie siehst sind es zwischen Mineralbad Berg und der neuen Zugstrecke grad mal gut 500 m"

    ok du sprichst vom rosensteintunnel (bahn), das war für mich jetzt nicht in der "unmittelbaren nachbarschaft". wenn ich mich recht erinner werden aber nur kurze abschnitte in offener bauweise erstellt, größtenteils (im bereich des rosensteinparks) in bermännischer bauweise.


    ich kann mir nicht vorstellen dass der tunnel in irgendeiner weise auf den grundwasserspiegel einfluss haben wird da das ganze gebiet sich ja auf einem viel höheren topographischen niveau befindet als die mineralbäder. wenn die neue linie in einer brücke die bundestraße/neckar/schönestraße überquert und an den bestehenden eh höher liegenden schienenkörper anschließen soll, kann der tunnel garnicht so tief gebohrt werden. der bestehende tunnel der b14 direkt neben den mineralbädern dürfte demnach tiefer liegen.


    "Keine Ahnung, aber gab es vielleicht irgendwann mal Pläne alle Straßenbahnen unter dem Neckar durchzuführen. Wenn ja, wurden sie nur wegen der Kosten oder vielleicht auch wegen der Praktikabilität aufgegeben?"
    naja aus kostengründen hatte man sich damals eben gegen eine metro und für das light rail system entschieden...und das is nun mal nur im zentrum vollständig unterirdisch. dürfte nichts mit den quellen zu tun haben.



    "Der BUND ist mit Sicherheit auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber immerhin versucht er zu argumentieren."

    naja also wirklich seriös wirkt die argumentation jedenfalls nicht...

  • irgendwie ist heute schon wieder kein guter Tag für die Kopfbahnhofgegner


    http://www.zeit.de/wirtschaft/…verschwendung-stuttgart21


    --------------------
    Bitte 1. Gebot beachten! Ein paar wenige Worte über den Textinhalt werden doch möglich sein, oder?
    Bato


    Umweltbundesamt hält S21 und die NBS für konzeptionell falsch und ist der Meinung, daß die Projekte umgehend gestoppt werden müssen.

  • ^


    Das einem skandalösem Urteil ein weiteres skandalöses Urteil folgt war ja abzusehen.


    Das ursprüngliche Urteil des Landgericht Stuttgarts hat einmal mehr gezeigt, daß S21 kein normales Projekt ist. Die Urheberrechtsgesetzgebung ist klar und dem LG fällt nichts bessers ein, als mal eben so mir nichts dir nichts "Urheberrecht light" einzuführen


    Ich freu mich schon darauf, wenn sich der erste Filesharer auf dieses lächerliche Skandalurteil beruft und mit der Begründung "Jimi Hendrix ist zwar noch keine 70 Jahre tot, aber doch schon ganz schön lange" und damit dann einen Freispruch erwirkt.

  • und das Umweltbundesamt ist seit neuestem also für Infrastrukturprojekte zuständig?


    Und die Sache mit den Urteilen: die Richter sind natürlich auch alle korrupt, geldgeil und wollen sich mit S21 profilieren! Is klar! Die ganze Welt is schlecht, nur die K21 Welt is heile!


    Jetzt überleg doch mal, du baust dir ein Haus, welches ein Archtiekt entworfen hat. Nun möchtest du die Garage abreisen und stattdessen einen Wintergarten anbauen. Nun sieht der Archtiekt sein Urheberrecht verletzt und will dir das verbieten. Was würdest du als Eigentümer tun? Richtig, es wär dir egal. Der Architekt hätte mit einer Klage genau dieselben Chancen wie Herr Dübbers.

  • ^
    Nicht er möchte die Garage abreißen, sondern seine Kinder bzw. Enkel. Und nicht der Architekt möchte das verbieten, sondern sein Enkel...


    Innerhalb eines Threads bitte möglichst wenig zitieren. Schreib einfach "^^" oder zu "#xyz" oder "@Rudi Völler" bspw. Der Strang ist sonst mühsam zu lesen, weil Dinge sich wiederholen.
    Bato

  • Jetzt überleg doch mal, du baust dir ein Haus, welches ein Archtiekt entworfen hat. Nun möchtest du die Garage abreisen und stattdessen einen Wintergarten anbauen. Nun sieht der Archtiekt sein Urheberrecht verletzt und will dir das verbieten. Was würdest du als Eigentümer tun? Richtig, es wär dir egal. Der Architekt hätte mit einer Klage genau dieselben Chancen wie Herr Dübbers.


    Wenn ich dumm genug bin mir nicht vertraglich zusichern zu lassen, daß ich jederzeit Veränderungen an meinem Haus vornehmen kann muß ich mit den Wünschen des Architekten oder seiner Nachfahren klarkommen.


    Ich hätte mich über das Urteil im übrigen im gleichen Maße aufgeregt, wenn es in einem Filesharingprozess wie oben erwähnt gefallen wäre. Entweder wir haben ein Urheberrecht und dann ist es zu akzeptieren oder wir lassen es ab sofort ganz bleiben. Dazwischen gibt es keine sinnvolle Lösung, die auch nur annähernd gerecht ist.

  • Wenn ich dumm genug bin mir nicht vertraglich zusichern zu lassen, daß ich jederzeit Veränderungen an meinem Haus vornehmen kann muß ich mit den Wünschen des Architekten oder seiner Nachfahren klarkommen.


    Ich muss zugeben, ich kenne die vertraglichen Details zwischen Hr. Bonatz und der Deutschen Bahn bzw. deren Vorgängerunternehmen jetzt nicht bis ins Detail. Vielleicht kann mich jemand aufklären: gibt es eine vertragliche Vereinbarung, dass jederzeit Änderungen vorgenommen werden dürfen?

  • Wenn ich dumm genug bin mir nicht vertraglich zusichern zu lassen, daß ich jederzeit Veränderungen an meinem Haus vornehmen kann muß ich mit den Wünschen des Architekten oder seiner Nachfahren klarkommen.


    Ich denke du stellst dir den Urheberrechtsschutz bei Architektur und Bauwerken falsch vor und versuchst Äpfeln mit Birnen zu vergleichen, wenn du mit Filesharing-Vergleichen kommst.
    Man muss mit den Wünschen des Architekten und seiner Nachkommen nur dann klarkommen, wenn deren Forderungen auch vom deutschen Urheberrecht für Bauwerke abgedeckt sind.


    Das Urheberrecht gilt nicht für alle gebauten Gebäude sondern nur für Werke, die als Baukunst angesehen werden. Das Bauwerk muss „aus der Masse des alltäglichen Bauschaffens herausragen". Sicher lässt das viel Interpretationsspielraum zu, aber dazu gibt es auch schon viele Gerichtsurteile, die das eingrenzen.
    Hier geht es nun darum, ob der Abriss der Anbauten die Baukunst des Hauptgebäudes verstümmelt (Behauptung Kläger) oder eben nicht (Behauptung Bahn). Die Anbauten an sich werden anscheinend von beiden nicht als Baukunst angesehen, der Hauptbau hingegen schon.
    Und hier hat das Gericht nun eindeutig Stellung bezogen und bestimmt, dass nach gültiger deutschen Rechtslage hier die Bahn recht hat, ergo wird keine Baukunst verstümmelt und die Anbauten stehen nicht unter dem Urheberschutz.



    Ich freu mich schon darauf, wenn sich der erste Filesharer auf dieses lächerliche Skandalurteil beruft und mit der Begründung "Jimi Hendrix ist zwar noch keine 70 Jahre tot, aber doch schon ganz schön lange" und damit dann einen Freispruch erwirkt.


    Das Gericht hat sich, so wie ich das aus den Artikeln herauslese, überhaupt nicht darauf bezogen, dass der Architekt schon 70 Jahre verstorben ist und deshalb das Urheberrecht nicht mehr gültig wäre, bzw der Spielraum wie auch immer größer wäre. Die Vokabel Skandalurteil empfinde ich dementsprechend als höchst unpassend.


    Ich hoffe, dass ich das juristisch richtig zusammenfassen konnte, da ich leider nicht vom Fach bin (im Gegensatz zu manch anderen hier im Forum)

  • Das Gericht hat sich, so wie ich das aus den Artikeln herauslese, überhaupt nicht darauf bezogen, dass der Architekt schon 70 Jahre verstorben ist und deshalb das Urheberrecht nicht mehr gültig wäre…


    Aus dem Urteil:


    Das Erhaltungsinteresse an dem Gesamtwerk Stuttgarter Hauptbahnhof wird durch den Zeitablauf von mehr als 54 Jahren seit dem Tod des Urhebers geschwächt.


    http://www.landgericht-stuttga…0/index.html?ROOT=1169294