S21: Grundsatzdiskussion returns

  • So nachdem bisher kein argument gegen die von heimerl vorgeschlagenen verbesserungen gekommen ist, stelle ich fest dass der bahnhof zumindest in teilen ziemlich mies geplant ist, eben alles so weit gekürzt dass man grad noch die kosten einhalten kann. ausserdem wurde wohl selbst von der bahn schon 2002 davon ausgegangen dass das ganze konstrukt 4,2 milliarden euro kosten wird, aber es wurde nur scheibchenweise zugegeben. kann natürlich auch sein dass die bahnplaner zu dumm sind und euro mit DM verwechselt haben. Kann man sich ja aussuchen was einem genehmer ist.

    Quelle: http://www.stern.de

  • @ Marco:

    Wenn also ein brennender Zug mit einem brennenden Mülleimer in der Stadtmitte zu vergleichen ist, über was sprechen wir dann überhaupt?

    Du sprichtst von brennen, ich von Korkeln. Die Feuerwehr würde von einen Schwelbrand sprechen.

    Soweit ich weiß sind im neuen Hbf. keine hölzernen Rolltreppen geplant, aber vielleicht hab ich da was nicht mitbekommen? Fehlplaner wird uns sicher aufklären.

    Im Londoner Beispiel waren welche verbaut.

    Ich hab an Bahnhöfen bisher eher selten Fahrgäste mit offenen Benzinkanistern stehen sehen... oder fahrt ihr in Bretten öfter mal mit Benzinkanistern durch die gegend und stolpert dann in den zufällig zur gleichen Zeit dastehenden brennenden Zug?

    Die meisten kathastrophen passieren heutzutage aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände. Ja, es brennt oder korkelt nicht täglich, aber wenn denn irgendein Brandmedium dazukommt kann eben eine solche Verkettung in Gang kommen.
    Wobei: War das vor ein paar Jahren an der Haltestelle Rathaus nicht auch nur ein Schwelbrand? Damals entsnand so viel Rauch das auch die Haltestelle Charlottenplatz evankiert werden musste. War allsamt etwas peinlich so dass man ein paar Monate später am Schlossplatz eine großübung absolvierte um zu demonstrieren das man zumindest in der Simmulation den Rauch in der Station halten kann.

    aber vielleicht kannst du uns ja aufklären, du hast ja schon so viel böses in Sachen Bahn miterlebt(s. dein Post weiter oben)...

    Was willst du denn hören? Den Grillausflug der mit Brennspiritus und Kohlensäcken durch die Gegend gurkte? Oder die Kids mit den Böllern?
    Das hätte auch eine "schöne" Aktion geben können wären sie zufällig aufeinander getroffen.
    Wie gesagt es geht um unglückliche Verettungen. Und jeder Fererwehrmann wird dir sagen: "Was passieren kann passiert auch mal".

    Einmal editiert, zuletzt von fehlplaner (25. November 2010 um 11:24)

  • @ Ohlsen

    Zu Heimerl: keine Ahnung, hab mir dazu noch keine Gedanken gemacht.

    Zum Stern: dem Stern glaube ich schon lange nichts mehr. Es ist verwunderlich, dass die Stern-Redaktion immer kurz vor erscheinen der neuen Ausgabe noch ein weiteres, geheimes Bahndokument in ihren Schubladen findet. An Stelle der Bahn würde ich mich schleunigst mal auf die Suche nach der undichten Stelle machen und die Person hochkant vor die Tür setzen.
    Der Artikel strotzt nur so von Polemik und Zynismus. Man merkt genau, wie sehr der Verfasser gegen S21 und die Bahn ist. Mit seriösem Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Ich warte einfach die Schlichtung am Freitag ab und höre mir an was PwC und co. so erzählen. Dann entscheide ich was mit lieber ist.

    Können Unternehmen nicht auch mal Schreibfehler passieren? Da sitzen immerhin auch nur Menschen. Wie oft hast du in den ersten Wochen / Monaten nach der Euro-Umstellung noch versehentlich DM geschrieben? Auch wenn ich die Stellungnahme der Bahn etwas unglücklich finde, es wäre aber durchaus plausibel.

    @ fehlplaner

    Du sprichtst von brennen, ich von Korkeln.

    Ich bin zu faul deine letzten Beiträge nochmal durchzulesen. Aber hast du nicht immer von kokelnden Zügen in zusammenhang gesprochen, wenn es um das Thema "Todesfalle" und Verrauchung des Bahnhofs ging?

    Im Londoner Beispiel waren welche verbaut.

    Das Londoner Beispiel hat aber nichts mit S21 zu tun. Sollte im Bahnhof Buxtehude aus den Sprinkleranlagen statt Wasser Benzin rauskommen, interessiert mich das im Zusammenhang mit S21 auch nicht wirklich. Im neuen Hbf. werden nicht mal die Schwellen aus Holz sein.

    Den Grillausflug der mit Brennspiritus und Kohlensäcken durch die Gegend gurkte? Oder die Kids mit den Böllern?

    Böller sind nur an Silvester erlaubt, im Dezember läuft widerum vermutlich kein Grillclub mit Brennspiritus durch die Gegend (die siehste vll. am 1. Mai, da jedoch nicht in nem ICE sondern gröhlend mit dem Leiterwagen im Wald). Es wäre schon wie ein sechser im Lotto das diese Konstellation aufeinander trifft.
    Klar gibt es Verkettungen, jedoch sollte man bedenken, dass es so gut wie ausgeschlossen ist, dass ein korkelnder Zug durch die ungeschicktheit eines Dritten ein Inferno auslöst. Da ist es schon wahrscheinlicher, dass ein vollbesetzter ICE ungebremst auf den Prellbock im Kopfbahnhof rast, weil der Lokführer z.B. einen Schwächeanfall erlitten hat.

  • ^
    Ich bin zu faul deine letzten Beiträge nochmal durchzulesen. Aber hast du nicht immer von kokelnden Zügen in zusammenhang gesprochen, wenn es um das Thema "Todesfalle" und Verrauchung des Bahnhofs ging?

    Damit wollte ich vor allem zum Ausdruck bringen das auch Züge nicht feuerfest sind.

    Böller sind nur an Silvester erlaubt

    Du glaubst doch nicht im ernst das das irgendwen interessiert? :cool:
    Ich habe in diesen Jahr schon an 5-10 Tagen ein illigales Feuerwerk am Himmel gesehen.
    Und "Gangstas" mit Böllern gibt es auch in Stuttgart.

    die siehste vll. am 1. Mai, da jedoch nicht in nem ICE sondern gröhlend mit dem Leiterwagen im Wald

    Im ICE natürlich eher weniger, ich spreche aber vom Regionalverkehr der Gerüchten zu Folge auch S21 anfahren soll. ;)

    Es wäre schon wie ein sechser im Lotto das diese Konstellation aufeinander trifft.

    Wenn wir davon ausgehen das 10 sek ausreichen um aus der Kombi Brennspiritus und Böller ein Inferno zu veranstalten reicht bei einer 100 jährigen Betriebszeit immerhin die Möglichkeit von 1:315.576.000. Zum vergleich: 1 Lotto-Hauptgewinn hat eine warscheinlichkeit von 1:140.000.000

    Da ist es schon wahrscheinlicher, dass ein vollbesetzter ICE ungebremst auf den Prellbock im Kopfbahnhof rast, weil der Lokführer z.B. einen Schwächeanfall erlitten hat.

    Möglich ist das schon. Dann fährt der Zug aber entweder nur mit 30km/h (was nach Augenzeugen nicht so schlimm ist) oder es müssten auch alle Bremssysteme des Zuges ausfallen (denn der Sicherheitsfahrschalter und die PZB würden den Zug jeweils bremsen). Das will ich natürlich nicht ausschließen, setze aber hier die möglichkeit entgegen das ein ICE mit 250km/h ohne Bremsen den Fildertunnel runtersaust und in Stuttgart HBF gegen einen andern Zug rast. Was wäre schlimmer?
    Bevor jetzt der Einwand kommt das ein ICE auch von Mannheim her mit 250km/h in den HBF fahren könnte will ich anmerken das dieser warscheinlich im Bereich Feuerbach, spätestens aber im Gleisvorfeld entgleisen würde und so die Folgen zwar auch Kathastrophal wären aber längst nicht so schlimm wie die bei S21.
    Und: Strom Abstellen bringt wegen der geringen Rollreibung weder bei S21 noch beim Kopfbahnhof einen wirklichen Bremseffekt.

  • @ fehlplaner:

    Wenn wir davon ausgehen das 10 sek ausreichen um aus der Kombi Brennspiritus und Böller ein Inferno zu veranstalten reicht bei einer 100 jährigen Betriebszeit immerhin die Möglichkeit von 1:315.576.000. Zum vergleich: 1 Lotto-Hauptgewinn hat eine warscheinlichkeit von 1:140.000.000

    Vielleicht schaust du dir deine Zahlen nochmal an und sagst mir dann, wo die
    Wahrscheinlichkeit höher ist ;) (kleiner Tipp: die Antwort hat etwas mit der Zahl 2,254114286 zu tun)

    Edit:

    Haben sich die Grünen nicht immer darüber beschwert, dass durch S21 kein Geld mehr für andere Schienenprojekte da ist?

    Der Landtag hat heute zugestimmt, sich finanziell am Ausbau der Rheintalbahn zu beteiligen. Und - Überraschung, die Grünen stimmten dagegen. Grund: Landeszuschüsse zu Bundesprojekten seien verfassungswidrig.

    Quelle SWR Online

    Haben sich die Grünen evtl. mit ihrem Gutachten zur verfassungsmäßigkeit von Landeszuschüssen etwa selbst ins Bein geschossen und verlieren langsam selbst den minimalen Rest ihrer Glaubwürdigkeit?

  • ^
    Vielleicht schaust du dir deine Zahlen nochmal an und sagst mir dann, wo die
    Wahrscheinlichkeit höher ist (kleiner Tipp: die Antwort hat etwas mit der Zahl 2,254114286 zu tun)

    Du siehst, selbst wenn die Warscheinlichkeit nur so hoch wäre wie 2,254114286 Lotto-Hauptgewinne würde es in 100 Jahren trotzdem eintreten. ;)
    das hast du völlig richtig erkannt.

    Haben sich die Grünen nicht immer darüber beschwert, dass durch S21 kein Geld mehr für andere Schienenprojekte da ist?

    Auch für viele regionale Projekte fehlt das Geld.

    Der Landtag hat heute zugestimmt, sich finanziell am Ausbau der Rheintalbahn zu beteiligen. Und - Überraschung, die Grünen stimmten dagegen. Grund: Landeszuschüsse zu Bundesprojekten seien verfassungswidrig.

    Haben sich die Grünen evtl. mit ihrem Gutachten zur verfassungsmäßigkeit von Landeszuschüssen etwa selbst ins Bein geschossen und verlieren langsam selbst den minimalen Rest ihrer Glaubwürdigkeit?

    Hier hüh und da hot zu prdigen wäre unglaubwürdig.
    Der Bund muss dafür sorgen das seine Infrastruktur menschenfreundlich gebaut wird und nicht das Land.

    @ Malicorne21:

    Kuck mal wie dieses Thema heißt :D
    Was erwartest du?
    Da diese Diskusion in einen abgelegenen Teil des Forums stattfindet dürfte sie dich doch in deiner Nutzung nicht behindern.

  • Da ist es schon wahrscheinlicher, dass ein vollbesetzter ICE ungebremst auf den Prellbock im Kopfbahnhof rast, weil der Lokführer z.B. einen Schwächeanfall erlitten hat.

    Möglich ist das schon. Dann fährt der Zug aber entweder nur mit 30km/h (was nach Augenzeugen nicht so schlimm ist) [/QUOTE]


    In dem von mir genannten Fall im Stuttgarter Hauptbahnhof kam ein IR im "Ladengeschäft" zum halten. 21 Verletzte, aber auch nur weil keine Hauptverkehrszeit war.
    -> Was sind das bitte für Augenzeugen, ich bitte um eine Quelle.

    30 km/h ungebremst auf den Prellbock bei einem ICE (man denke an das Zuggewicht) führen sehr ws. zu einer Katastrophe.

    Artikel STN 11.11.2008:
    "Der Lokführer hat zu spät gebremst", unter 30 km/h gibts auch beim ICE keine Automatik...


    D.h., so ein Unfall beruht zu 100% auf menschlichem Versagen

    Ich bleibe bei meiner Vermutung: Zwar wären die von Fehlplaner skizzierten Unfälle bei S21 gravierender, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts eines Prellbockunfalls beim Kopfbahnhof deutlich höher.

  • [quote='Ohlsen','RE: S21: Grundsatzdiskussion returns']So nachdem bisher kein argument gegen die von heimerl vorgeschlagenen verbesserungen gekommen ist, stelle ich fest dass der bahnhof zumindest in teilen ziemlich mies geplant ist, eben alles so weit gekürzt dass man grad noch die kosten einhalten kann.

    "Mies" ist der falsche Begriff...

    Der Bahnhof ist gemäß dem im Planungshorizont zu erwartenden Verkehr geplant - Heimerl spricht im Artikel über einen viel längeren Zeitraum...

    Das entspricht der gängigen Praxis bei sehr vielen Verkehrsprojekten. Aus genau diesem Grund gibts auch an Flughäfen ständig Baustellen für Erweiterungsbauten...

    Meine Meinung: Gleich 10 Gleise bauen, architektonisch "aus einem Guss",
    die Kapazitätsthematik ist dann auch hinfällig

  • Dekoratives Anführungszeichen

    30 km/h ungebremst auf den Prellbock bei einem ICE (man denke an das Zuggewicht) führen sehr ws. zu einer Katastrophe.


    30 km/h braucht man da gar nicht. In Paris-Est haben 2007 schon 6 km/h für 71 Verletzte gereicht.

    Bei einem Unfall mit 30 km/h sieht das dann - als historisches Beispiel - so aus:

    (Bildquelle: Wikipedia)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Artikel STN 11.11.2008


    Genannter Artikel hier.

    Dekoratives Anführungszeichen

    "Der Lokführer hat zu spät gebremst", unter 30 km/h gibts auch beim ICE keine Automatik...


    Was natürlich nicht so stimmt. Die 30 km/h als niedrigst einzustellende Geschwindigkeit stammen vom PZB90-Zugleitungssystem, was niedrigeres kann das System dem Zug über die Indusi nicht "befehlen". Ein ausfallender oder anderweitig abgelenkter Lokführer kommt erst bei unter 20 km/h wirklich zum tragen, da dann die Sicherheitsfahrschaltung als Bremsautomatik abgeschaltet ist.
    PZB90 löst eine Zwangsbremsung bei Passieren eines stationären 500-Hz-Magneten mit über 30 km/h aus (hinter dem 500er kann dann natürlich wieder theoretisch Gas gegeben werden), die Sicherheitsfahrschaltung fordert bei über 20 km/h in zufälligen zeitlichen Abständen eine Reaktion vom Fahrzeugführer und löst bei Ausbleiben eine Voll-Notbremsung aus.

    In Stuttgart sollten m.W. 500er vor dem Vorfeld des Bahnhofs installiert sein, an Bahnhöfen mit etwas optimierten Fahrstraßen (z.B. teilweise Frankfurt seit EStW-Bau) kommt der 500er teilweise erst ein paar hundert Meter vor dem Bahnsteig.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Meine Meinung: Gleich 10 Gleise bauen, architektonisch "aus einem Guss", die Kapazitätsthematik ist dann auch hinfällig

    Sehe ich auch so.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Du sprichtst von brennen, ich von Korkeln. Die Feuerwehr würde von einen Schwelbrand sprechen.

    Sofern der neue Bahnhof keinen Weinkeller bekommt, korkelt es dort auch nicht. :D

    Dekoratives Anführungszeichen

    Zum Stern: dem Stern glaube ich schon lange nichts mehr. Es ist verwunderlich, dass die Stern-Redaktion immer kurz vor erscheinen der neuen Ausgabe noch ein weiteres, geheimes Bahndokument in ihren Schubladen findet. An Stelle der Bahn würde ich mich schleunigst mal auf die Suche nach der undichten Stelle machen und die Person hochkant vor die Tür setzen.

    Die undichte Stelle ist ein unzufriedener Ingenieur aus der Planungsabteilung der Bahn. Das hat Herr Luik vor einiger Zeit im Fernsehen angegeben. Der dürfte also leicht zu finden sein.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Sollte im Bahnhof Buxtehude aus den Sprinkleranlagen statt Wasser Benzin rauskommen, interessiert mich das im Zusammenhang mit S21 auch nicht wirklich.

    Ganz in der Nähe von Buxtehude ist so etwas Ähnliches schon mal passiert:

    http://www.abendblatt.de/service/servic…von-Hasloh.html

    Davon abgesehen besteht natürlich immer irgendein Risiko, wenn man aus dem Haus geht. Und sei es, dass man von einem gefrorenen Eisklumpen aus einer Flugzeugtoilette oder einem Selbstmörder ohne Fallschirm erschlagen wird.

    Der könnte einen sogar im eigenen Haus treffen, wenn man sich nicht im Keller verbunkert hat. In diesen Beispiel stand an der Einschlagstelle zum Glück niemand (siehe Bild 3):

    http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article10362876/Und-dann-krachte-der-Lebensmuede-ins-Reiterstueberl.html#

    Im Keller wiederum besteht das Risiko, dass man bei Starkregen und einer Überflutung ertrinken kann:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,710709,00.html

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann wollten diese Leute ihre Waschmaschine retten.

    Noch kuriosere Fälle gibt es hier:

    http://www.darwinawards.com/


    Fazit: Irgendein Lebensrisiko bleibt immer und wenn man möchte, dann kann man seine Argumentation bis ins Irrsinnigste fortspinnen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Schwabenpfeil (25. November 2010 um 19:45)

  • @ steve_str:

    In dem von mir genannten Fall im Stuttgarter Hauptbahnhof kam ein IR im "Ladengeschäft" zum halten. 21 Verletzte, aber auch nur weil keine Hauptverkehrszeit war.

    Ich kenne keine genaueren Hintergründe, aber eigendlich sind die Prellböcke so dimmensioniert das ein Zug mit 30km/h aufgehalten werden kann.

    -> Was sind das bitte für Augenzeugen, ich bitte um eine Quelle.

    Hier z.B. zu diesen Vorfall

    Ich bleibe bei meiner Vermutung: Zwar wären die von Fehlplaner skizzierten Unfälle bei S21 gravierender, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts eines Prellbockunfalls beim Kopfbahnhof deutlich höher.

    Das wurde nie bestritten. In den seltensten Fällen passiert aber schlimmeres.

    Und was passiert wenn ein Zug ungebremst in einen Tiefbahnhof in einen anderen rast kann der interessierte hier sehen

    Der Bahnhof ist gemäß dem im Planungshorizont zu erwartenden Verkehr geplant - Heimerl spricht im Artikel über einen viel längeren Zeitraum...

    Ist S21 jetzt ein Jahrhundertprojekt oder nicht?


    @ kato2k8:

    30 km/h braucht man da gar nicht. In Paris-Est haben 2007 schon 6 km/h für 71 Verletzte gereicht.

    Hintergründe?

    Bei einem Unfall mit 30 km/h sieht das dann - als historisches Beispiel - so aus:

    Fuhr der wirklich nur 30?
    Habe niergens genaue Daten zu den Unfall finden können. Nur das das Unglück hauptsächlich auf einen seltsamen Versuch die Bremsen zu schonen zurückzuführen ist. :Nieder:

    Zudem war das ja schon 1895. Da lief noch so einiges anders. Das Bild hätte ich in einer der nächsten Posts übrigens auch rausgelassen.

    PS. wen´s interessiert:

    http://www.schlichtung-s21.de/

  • Was passieren wird, wenn oben auf der Straße ein mit Säure beladener Tanklastwagen mit einem Uranbrennstäbetransporter zusammenstößt und auf die Unfallstelle ein vollbesetzter Airbus A380 stürzt, während unten ein schwelender Eurocity mit hoher Geschwindigkeit auf einen lichterloh brennenden ICE prallt, das habt ihr in eurer aufgeregten Diskussion sträflich vernachlässigt. So nicht, meine Herren!

  • Dekoratives Anführungszeichen

    (Paris-Est)
    Hintergründe?


    Volle S-Bahn (RER) bei der Einfahrt, Auffahren auf Prellbock, 58 von den 71 mit den für sowas üblichen Verletzungen wie Nasenbeinbrüchen, Prellungen etc. Ob der Fahrer oder ein Versagen des Bremssystems schuld war war m.W. unklar. Grund dürfte sich mittlerweile in irgendwelchen französischen Zeitungen finden lassen.

  • fehlplaner
    Der Benzinkanista-Gangsta ist natürlich der Knüller. Das wird der Schocker des Jahres, in 3D. Mir wär´s aber trotzdem ganz lieb, wenn wir wieder halbwegs zur Sache kommen könnten, weg von surreal-skurrilen Untergangsszenarien. Nur zum Abschluss: Am lustigsten ist natürlich das Kinderwagen- und Rollstuhl-Argument, ausgerechnet in der schrägsten Großstadt Deutschlands (Parallel übrigens beim ebenfalls vorgeschobenen Wall-Argument alias Elefantenrücken). Muss als nächstes die Neue Weinsteige nivelliert werden? Vielleicht vergisst ja der eine oder andere, die Handbremse anzuziehen. Das könnte eine verheerende Katastrophe auslösen.

    Woher willst du das wissen?
    Siehe volkswirtschaftliches Gutachten Rothengatter. All das fehlt bei der Kosten-Nutzen-Untersuchung, die auf reine Verkehrsprojekte zugeschnitten ist.

    Dann den meisten. Und die meisten wollen in den Kessel.
    Quelle?

    Damit hätte in großteil der Filder einen Schienenanschluss.
    Brauchen wir nicht. Busse tun es auch.

    Wo aber trotzdem die meisten Verkehrsströme drumherum fahren.
    Künftig nicht.

    Und für die wenigen für die der Flughafen wirklich zum Umsteigeknoten wird wird das eine Station mit sehr langen umsteigewegen -> unattraktiv + Zeitverlust
    Von sehr langen Umsteigewegen kann keine Rede sein. Natürlich werden die Menschen den Filderbahnhof als Umsteigebahnhof nutzen (Fern-, Regional-, S-, U-Bahn und Bus!). Angebot trifft Nachfrage.

    Dann geht der Protest gleich wieder los wenn sich die noch Protesthungrigen S21-Kritiker mit der Schutzgemeinschaft Filder zusammantun.
    Sicher das. Aber das kann/sollte kein Kriterium sein, Sinnvolles etwa nicht umzusetzen. Dagegen-Populismus hat keine Zukunft.

    Das kannst du nun alles Vergessen. Vor allem da ja Versprochen worde das es mit S21 NIE eine 2. Startbahn geben würde.
    Nun, die Grünen sind ja auch plötzlich gegen die NBS und - auch noch gegen die Rheintalbahn, nur weil das Land etwas drauflegt, weil sonst mit der lahmen Ente Bund in BW überhaupt nichts voran geht. Wie sagt man da doch so schön - die Geschäftsgrundlage hat sich geändert...

    Der Raum Tübingen/Reutlingen würde massiv profitieren.
    Das reicht nicht.

    Und schon alleine in den Größeren Städten entlang der Neckar-Alb-Bahn wohnen schon 360.000 Einwohner. Diese würden unbestritbar von einen Fernverkehrshalt in Plochingen profitieren.
    Mit dem Filderbahnhof aber weit mehr (Flughafen, Messe, S- und U-Bahn).
    Das wissen die Menschen in Neckar-Alb. Die direkte Anbindung an Flughafen und Messe, zum neuen Fernbahnhof sind ganz ohne Zweifel "zentrale Standortfaktoren für die Region" (Tübinger Landrat Walter).
    Quelle: GEA

    Der Tübinger Verkehrsplaner Grosse hat wohl eine regionale Fahrplansimulation unter den Bedingungen von S21 ausgearbeitet. Vielleicht wird sie ja noch veröffentlicht.
    Quelle: wie oben.

    Schon mal daran gedacht das man eine im 5min Takt betriebene Straßenbahnstrecke nicht mit einen Nebengleis vergleichen kann wo nur 1x am Tag ein Zug fährt?
    Fahren Straßenbahnen auch nachts wie bei Güterzügen?

    Allgemein gibt es bei den deutschen Straßenbahnen mehr Fahrgäste als beid er Bahn.
    Das kann ich mir kaum vorstellen.

    Sieht man schon wenn man einen Normalen verkehrsverbund mit den Zahlen der DB vergleicht.
    Netter Versuch. Zu einem Verkehrsverbund zählen meines Wissens regelmäßig nicht nur Straßenbahnen, sondern auch U- und S-Bahn, Busse und gelegentlich auch Schiffe. Im Übrigen ist auch die Fahrgastzahl bei der Feststellung der Gefährlichkeit eines Verkehrsmittels eher nebensächlich.

    Das dann natürlich auch mehr Unfälle passieren ist klar.
    Klar ist nur, dass es strukturell bedingt durch das Teilen von begrenzten, oberirdischen Verkehrsflächen mit anderen Verkehren zu Konflikten kommt. Im U-Bahntunnel stößt man eben seltener mit Autos und Fahrrädern zusammen.

    Das hattest du damals nur so verstanden.
    Dann wird es wohl richtig sein.

    Wenn keiner mehr mitfährt. Und bei vollen Bahnen alle 20min kann davon keine Rede sein.
    Dann will ich mich mal demnächst in Bretten in die Stadtbahn setzen, um zu checken. Die Nummer von Ramsauer besorge ich noch ;)

    Die von Palmer. Herr Kefer meint sogar das es nur 350Mio PKW-km sind.
    Klingt gewaltig.

    Du wolltest irgendein Verkehrsprojekt das 100ha ausspuckt.
    Nein, bitte nicht irgendein Projekt in der Pampa.

    Zudem möchte ich anmerken dass deine Ortskenntnisse überragend sind. Gehe mal an den nördlichen Stuttgarter Stadtrand in den Bereich der Stadtgranze zwischen Kornwestheim und Remseck und suche dort.
    Ich mag nicht suchen. Sag Du es mir, auf welcher Großstadt-Innenstadt-1A-Lage dort 30.000 Menschen arbeiten und wohnen sollen.

    In BaWü gäbe es durchaus einige Flughäfen (einer bietet sogar einen Flug mit zwischenlandung nach Dubai an)
    Noch einmal: Welcher Flughafen soll denn jetzt in Stuttgart zusammen gelegt werden?

    Ein Hinweiß das man sich nicht verplappert hat.
    Oder doch.

    Es gab mal eine Rechnung das man die 5.000 Bäume braucht um die 280 gefällten zu ersetzen.
    Es war einmal ein fehlplaner...

    Geh mal in den Schlosspark und vergleiche den Sittler-Baum mit einen der dortigen alten Bäume.
    Wachsen auf dem Mist von Herrn Sittler denn schon Bäume? ;)

    Seit wann leben Juchtenkäfer im Gleisvorfeld?
    Offensichtlich gibt es da welche, oder die FAZ liegt falsch (ca. Artikelmitte: Gleisvorfeld, Ausgleichsmaßnahmen für Fledermäuse, Haselmäuse, Juchtenkäfer sowie den Ameisenbläuling). Spielt aber auch keine Rolle, jedenfalls eine Schande, dass wir es so lange zugelassen haben, dass diese lieben Tierchen unter so erbärmlichen Umständen hausen müssen. Sie sollen es besser haben.

    Also wird keine einzige Autofahrt in Stuttgart vermieden.
    Klar doch. Es ist ja bequemer.

    Frag mal die Freiburger. Landesbauordnungen die eine gewisse mindestanzahl an Parkplätzen vorschreiben (abhängig von der größe der Objekte) stehen den im Weg. Deshalb hat auch der Autofreie Stadtteil Vauban 2 große Parkhäußer an seinen Rand.
    Nein, warum sollte man das nicht ändern können? Ich denke, der Trend wird ohnehin zu solchen ökologischen Wohnvierteln gehen, soweit die ÖPNV-Struktur stimmt. Eine Befreiung von den Vorgaben wird es für solche besonderen Konzepte früher oder später geben und geben müssen.

    Wenn sie aber außerhalb des Quartiers gefahren werden dann aber schon, richtig?
    Muss man ja nicht. Die Bahnanbindung ist optimal, sogar mit Fernbahnanschluss, welcher in wenigen Minuten erreichbar ist.

    Und sie sind ein + gegenüber den Vorzustand. Auch die ganzen TGs im A-Bereich sind ja förderer weiterer Luftverschmutzung.
    Wir reden aber nicht über A1. Und ganz ohne Auto geht es nun auch nicht (ich weiß, Du hast und brauchst auch keins), was soll denn sonst aus Benztown werden?

    Villeicht eine gewaltige Menge die nicht hinzukommt.
    Vielleicht doch.

    Aber selbst wenn nur ein kleiner Teil der im Rosensteinviertel zugezogenen Menschen mit den Auto fährt wird sich eine verschlechterung gegenüber heute einstellen.
    Ich glaube nicht. Die Autos werden in den nächsten Jahrzehnten deutlich sauberer sein als heute.

  • Besonders 'fundiert' fand ich die verkehrswissenschaftliche Analyse des DAF-Teams, die ich wie im Beitrag #255 vollständig zitiere:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Deine "Argumente" sind nun wirklich reichlich absurd.

    Wenn dieser Strang repräsentativ für das gesamte Forum ist, sollte ich über meine Beteiligung hier sorgfältig nachdenken. Die Meinung zum Stuttgart 21 bilde ich anhand des vergleichbaren Projekts Frankfurt 21, mit 'war' im ersten Satz.

  • archiT
    Die Meinung zum Stuttgart 21 bilde ich anhand des vergleichbaren Projekts Frankfurt 21, mit 'war' im ersten Satz.

    Wer sich tieferes Wissen zu S21 (als obiger bescheidener Satz offenbart) aneignen möchte, dem sei das Studium in den insgesamt mehr als 2.500 Beiträgen zum Verkehrsprojekt (für den Städtebau S21 gibt es jeweils projektweise Stränge) jedenfalls dringend empfohlen.

    Dieser Strang selbst ist ein Lounge-Thread, in dem im Zusammenhang mit S21 auch etwas weiter ausgeholt werden kann.


    EDIT:
    Die sog. "Schlichtung" hat nun eine eigene Website mit einer Fülle an Präsentationen zum Download sowie mit TV-Mitschnitten etc.

    Ein gelungener Auftritt, Hut ab.

    Website "Schlichtung S21"

  • Dekoratives Anführungszeichen


    Ich bleibe bei meiner Vermutung: Zwar wären die von Fehlplaner skizzierten Unfälle bei S21 gravierender, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts eines Prellbockunfalls beim Kopfbahnhof deutlich höher.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Lokführer bei der Einfahrt in einen Kopfbahnhof einpennt ist also größer, als bei S21!? Dafür hätte ich jetzt mal gerne einen Beleg!

    Dekoratives Anführungszeichen

    Vielen Dank für den Link! Dieses Zugunglück hätte ich ansonsten auch noch gebracht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Nur zum Abschluss: Am lustigsten ist natürlich das Kinderwagen- und Rollstuhl-Argument, ausgerechnet in der schrägsten Großstadt Deutschlands (Parallel übrigens beim ebenfalls vorgeschobenen Wall-Argument alias Elefantenrücken).

    Na, bei "schrägsten Großstadt Deutschlands" kann Wuppertal sehr gut mithalten und hier wird der Bahnhofsvorplatz umgebaut! Teilweise, genau wegen diesem Argument, also kann man auch in einer schrägsten Stadt solche Argumente bringen.;)

    P.S.: Von Wuppertal heißt es, es sei das "San Francisco Deutschlands".

  • Bei einem Durchgangsbahnhof fährt der Zug am Ende vom Bahnsteig übers (rote) Ausfahrsignal und wird automatisch von der PZB auf null gesetzt. Da liegt dann ein aktiver 2000-Hz-Magnet, das gäb ne Vollbremsung.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß genau zum selben Moment bei der Einfahrt parallel PZB, SiFa und Lokführer ausfallen ist doch etwas astronomisch. Wenn nach PZB- oder SiFa-Ausfall weiter gefahren wird, dann zumindest im Personenverkehr grundsätzlich mit zweitem Mann im Führerstand, der bei so was eingreifen kann.

    Zu dem Unglück in Frankreich ist zu erwähnen, daß das heute 140 Jahre alte (!) Zugsicherungssystem "Crocodile" in Frankreich eines der schlechtesten und unsichersten weltweit ist; erst in den 90ern wurde das System mit diversen Funktionen ergänzt, die man da eigentlich für selbstverständlich halten kann. "Crocodile" kennt z.B. überhaupt keine automatische Bremsung bei Überfahren von Signalen, das wurde in Frankreich erst mit KVB Ende der 90er eingeführt.
    Außerdem muß der Lokführer übrigens schon ganz schöne Kunststückchen getrieben haben, damit der Zug in jenem Fall überhaupt lief.