Brühl / Innenstadtcampus

  • Laufende und geplante Sanierungen am Brühl


    Zum Abschluss noch einige Bilder der sanierten Altbauten rund um den Brühl:











    Im kommenden Jahr können sich noch diese Häuser auf eine Sanierung freuen:



  • In einem Interview mit der heutigen Freien Presse kündigt die Chefin der Chemnitzer Arbeitsagentur zumindest etwas längerfristig eine neue Verlagerung auf den Brühl an. Dieses Jahr soll ein "Haus der Jugend" eingerichtet werden, welches die Beratungsangebote für Berufsorientierung Bewerbung bündeln soll. Übergangsweise wird dieses zunächst im Gebäude der Arbeitsagentur an der Heinrich-Lorenz-Straße eingerichtet werden. Wenn der neue Innenstadtcampus Wirklichkeit geworden ist, also etwa ab 2015/2016, wird aber ein Umzug an den Brühl angestrebt. Ein konkretes Objekt ist aber noch nicht ins Auge gefasst.

  • Solange es nur um Pläne geht, kann ich nur immer zur Vorsicht raten, allerdings könnte ein optimistischerer Mensch auch sagen, dass die Entwicklung des Brühls an Fahrt aufnimmt. Zumindest planen laut heutiger FP neun befreundete Parteien, das Gebäude Brühl 61 (Luftbild) von der GGG zu kaufen und anschließend zu sanieren. Auf einer Wohnfläche von 1020 Quadratmetern hätten dort die sechs Familien mit ihren acht Kindern und drei weitere Personen Platz.


    Seit zwei Jahren ziehen sich die Verhandlungen. 140.000 Euro (!) soll das Traumhaus mit angrenzendem Grundstück kosten, weitere 560.000 Euro stellen den Kostenvoranschlag für eine vollständige Sanierung dar. Zusammen 130.000 Euro sollen aus den privaten Geldbeuteln aufgebracht werden, für den Rest wird ein Kredit aufgenommen, was sich bei den Banken aber recht schwierig darstellte.


    Die Interessenten werden als "alternativ" beschrieben und haben sich bewusst für den Brühl und dessen neue Grundidee entschieden. So passend das auch ist, möchte man sie trotzdem fast darauf hinweisen, dass der Kaufpreis für eine unsanierte Bude deutlich überzogen ist. Von privat oder im Rahmen einer Auktion würde man sicher für einen Bruchteil der 140.000 Euro ein Objekt in vergleichbarer Qualität bekommen. Vor allem habe ich die Sorge, dass durch solch hohe Preise weitere Interessenten abgeschreckt werden, was bei den GGG-Immobilien ein grundsätzliches Problem ist. Das zeigt sich auch hier schon, weil im Artikel steht, dass auf dem Grundstück auch noch das Gebäude Brühl 63 steht, eine Teilung des Grundstückes aber schwierig ist. Die Interessenten wollen deshalb auch dieses Gebäude mit kaufen, "doch es kostet zu viel". Man hofft trotzdem, noch im Januar den Vertrag unterzeichnen zu können.

  • Das Haus schräg gegenüber hat 5.000 Euro gekostet. Das wird dann allerdings auch demnächst saniert.

  • 140 €/m² halte ich, auch unter Renditegesichtspunkten, für vollkommen akzeptabel. Es wird sich ja nicht um ein einsturzgefährdetes Gebäude handeln. Zudem werden die Neueigentümer durch Steuervorteile aus der Denkmalschutzabschreibung entlastet.


    Um die Entwicklung des Brühls sollte man sich keine Sorgen machen, diese wird kommen. Eher sollte man sich fragen, ob dies nicht zu Lasten anderer Stadtteile wie Sonnenberg gehen wird.

  • Wenn, ein Bauträger bei so einem Kaufpreis, eine wirtschaftlich sinnvolle Sanierung schafft ist das schön. Allerdings stehen diese Häuser seit mind. 10 Jahren zu diesen Preisen zum Verkauf und Investoren kamen und gingen. Denn wenn es überall anderswo in der Stadt ähnliche Gebäude zu viel niedrigeren Preisen gibt, auch im größeren Umfang vom gleichen Eigentümer, dann hat das zur Folge, was am Brühl passiert ist.

  • Der Abriss des sogenannten Punkhochhauses auf dem Brühl an der Mühlenstraße 48/50 (Luftbild) soll in zwei Wochen beginnen und im Mai beendet sein. Leider wird die GGG anstelle des Elfgeschossers mit 94 Wohnungen keine Parkplätze einrichten, sondern eine Grünfläche.

  • Der Abriss des sogenannten Punkhochhauses auf dem Brühl an der Mühlenstraße 48/50 (Luftbild) soll in zwei Wochen beginnen und im Mai beendet sein. Leider wird die GGG anstelle des Elfgeschossers mit 94 Wohnungen keine Parkplätze einrichten, sondern eine Grünfläche.


    JUHU! Eine sehr schöne Nachricht zum Wochenanfang. Ich werde versuchen, regelmäßig vom Abriss zu berichten.


    Schade, dass nicht auch gleich noch der Betonbunker nebenan dem Erdboden gleich gemacht wird. :nono:

  • Umbau der Alten Aktienspinnerei zur Zentralbibliothek - Architekturwettbewerb entschieden


    Eine erfreuliche Nachricht zum Freitag: Der Architekturwettbewerb für die künftige Zentralbibliothek der TU ist entschieden. Ein Büro aus Dresden und Berlin hat den Wettbewerb gewonnen. Nähere Infos gibt es hier. Der Baustart ist im kommenden Jahr geplant.


    Die Visualisierung sieht sehr ansprechend aus. :daumen:

  • Umbau der Alten Aktienspinnerei zur Zentralbibliothek


    Anbei noch einige vielversprechende Umbaubilder der ehemaligen Aktienspinnerei. Ich finde die Visualisierungen durchaus gelungen und zeitgemäß. Auch das der "verstaubte" Busbahnhof zugunsten eines Parks für die Studenten abgerissen wird, finde ich durchaus positiv.





    Visualisierung: 1. Preis Wettbewerb Bietergemeinschaft Lungwitz, Heine Mildner und Rabe

  • Anbei noch einige vielversprechende Umbaubilder der ehemaligen Aktienspinnerei. Ich finde die Visualisierungen durchaus gelungen und zeitgemäß. Auch das der "verstaubte" Busbahnhof zugunsten eines Parks für die Studenten abgerissen wird, finde ich durchaus positiv.


    Zeigt das von dir eingestellte Bild nicht die dem Busbahnhof abgewandte Seite?


    Aus meiner Sicht liegt es auf der Hand, das große Dach über dem Büro…-Bereich des Busbahnhofs weiterzunutzen.


    Es ist die Rede davon, dass die Fläche des heutigen Busbahnhofs als Verbindungs- und Begegnungsbereich dienen und dort evtl. eine Mensa entstehen soll. Da passt die große aufgehangene Platte ziemlich gut! Die Fläche darunter wäre freizuräumen, damit ließe sich das architektonisch keineswegs wertlose Dach durchaus in einen Aufenthaltsbereich integrieren.


    Ich möchte in diesem Zusammenhang an die ursprüngliche Anlage des Busbahnhofs erinnern. Die Bussteige waren mit gewölbten, halbtransparenten Dächern aus glasfaserverstärktem Kunststoff versehen – das war eine Pionierleistung. Diese Dächer wurden mit der Zeit unansehnlich vergilbt und waren sicher auch am Ende ihrer möglichen Nutzungsdauer, als sie um das Jahr 2000 bei der Erneuerung der Anlage durch gläserne Dächer ersetzt wurden. Trotzdem ist der Verlust aus technik- und architekturgeschichtlicher Sicht bedauerlich. Leider kommt es immer wieder mal vor, dass der Erhalt wertvoller Substanz nicht praktikabel ist – damit muss man leben.


    Ähnlich sieht es heute mit der neuen Anlage aus. Da der Busbahnhof in Zukunft so nicht mehr benötigt wird und die Fläche für den Campus wichtig ist, soll die Bussteigen samt Glasüberdachung abgerissen werden. Obwohl die Anlage erst dreizehn Jahre alt und in gutem Zustand ist, kann ich den vorgesehenen Abriss gut akzeptieren, weil ich keine (Um-)Nutzungsperspektive sehe.


    Allerdings leuchtet mir keineswegs ein, warum nicht die Integration des denkmalgeschützten aufgehangenen Betondachs in den Campus versucht werden sollte! Anderswo werden Wettbewerbe ausgeschrieben, um in ähnlichen städtebaulichen Situationen neue Ideen für derlei architektonische und funktionale Akzente zu finden. Doch dieses schon vorhandene bemerkenswerte Bauwerk scheint leider kaum Anhänger zu haben. Dabei muss man das Bauwerk nur mal auf seine eigentliche bauliche Substanz reduziert denken und sich in einem umgestalten Umfeld vorstellen – ich bin überzeugt: Das Ding hat Potential!

    Einmal editiert, zuletzt von Hannes Kuhnert () aus folgendem Grund: Bild-Verknüpfung ergänzt

  • ^ Also der Haupteingang mit den drei Türen weist m.E. schon auf die dem Busbahnhof zugewandte Seite hin. Ich finde das Flugdach grundsätzlich erhaltenswert, allerdings hätte man das dann m.E. von vorneherein ins städtebauliche Konzept integrieren müssen. Leider würde ein Erhalt des Daches aber die durchaus wünschenswerte städtebauliche Symmetrie auf dem Campus verhindern.


    Zu den Umbauplänen: gefällt mir super, weitaus besser als das zuvor gezeigte Konzept mit der Glasetage. Wenn ich den SF-Artikel aber richtig verstehe, kommen die auf der Visualisierung sichtbaren recht klassischen Bauten für Kommunikationszentrum und Mensa jedoch nicht, da sich für den städtebaulichen Teil des Wettbewerbs das Büro Ferdinand Heide Architekten BDA durchgesetzt hat. @Jugendstil: handelt es sich dabei um das Modell in der zweiten Abbildung?

  • Ich bin zwar nicht Jugendstil, aber richtig, das zweite Bild zeigt den Sieger für den städtebaulichen Teil. In diesem Artikel der FP sieht man auf dem ersten Bild den Siegerentwurf für das Gebäude als Modell mit dem städtebaulichen Umfeld.

  • Sehr gut. Mir gefällt der Entwurf, angelehnt an das historische Gebäude, auch. Schade, das die Qualität der Sanierungen im Karree 1, bei mehreren Gebäuden, dem nun nicht gerecht wird und das der Speerplan, der einendlich als langfristige Planungsidee für das Viertel gedacht war, mit der Sanierung des ersten Hochhauses und dem Abriss nur des zweiten Hochhauses, wahrscheinlich nicht umgesetzt wird.

  • Sehr gut. Mir gefällt der Entwurf, angelehnt an das historische Gebäude, auch. Schade, das die Qualität der Sanierungen im Karree 1, bei mehreren Gebäuden, dem nun nicht gerecht wird und das der Speerplan, der einendlich als langfristige Planungsidee für das Viertel gedacht war, mit der Sanierung des ersten Hochhauses und dem Abriss nur des zweiten Hochhauses, wahrscheinlich nicht umgesetzt wird.


    Das ist ein schlechter Scherz?! Hast du für die Sanierung des Betonbunkers Quellen? :nono:

  • Die GGG will den zweiten Plattenbauten zwar nicht abreißen, eine Sanierung ist allerdings auch nicht geplant. Das stand vor einiger Zeit in der Freien Presse. Die Frage des Abrisses eines unsanierten Plattenbaus mit recht beachtlichen Leerständen wird sich automatisch wieder stellen.

  • Die kleinen und großen Schritte zur Belebung des Brühls gehen weiter (FP von heute). Jetzt gibt es Pläne der zwei privaten Investoren Jochen Reichmann und Uwe Reichel, drei nebeneinanderliegende Häuser zu sanieren. Es geht um die Gebäude an der Ecke Brühl/Hermannstraße 5 und 7 (Luftbild). Das Eckhaus wurde Mitte Dezember 2012 von Uwe Reichel übernommen, die beiden angrenzenden Häuser gehören schon seit 2004 Jochen Reichmann, der bereits erste Renovierungsarbeiten durchgeführt hatte. Die Erdgeschossflächen sind als Gewerberaum angedacht, Schaufenster und Fassaden sollen einheitlich gestaltet werden. Es wird angekündigt, dass die Häuser durch "schickes Front-Design im Gründerzeit-Stil ihren ehrwürdigen Charakter zurückbekommen sollen".


    Als Zielgruppe für die Wohnungen sieht man Familien und Senioren, deshalb werden auch Fahrstuhlschächte und ein Lift eingebaut. Bis Ende des Jahres sollen Reichmanns Gebäude in der Hermannstraße fünf und sieben bezugsfertig sein, Interessenten gäbe es auch schon. Auch Uwe Reichel plant, bis zum Ende des zweiten Quartals die Sanierung seines Wohnhauses fertig zu stellen. Für die Gestaltung des gemeinsamen Innenhofs haben Reichmann und Reichel bereits Vorschläge, die sie den Eigentümern unterbreiten wollen.


    Mit der Sanierung des bisher leerstehenden Eckhaus, der weiteren Sanierung zweier Gebäude, der Wiederbelebung der Gewerbeflächen und der angestrebten Neugestaltung des Innenhofes ist das ein bahnbrechendes Projekt. Man kann nur viel Erfolg wünschen. Als Begründung für die Investitionen werden ausdrücklich das Engagement und die Pläne von OB Ludwig, der Uni und des Projektes Kooperation im Quartier (KIQ) in Zusammenarbeit mit dem Brühlmanager Urs Luczak genannt. Daran sieht man auch, woran es bisher immer gemangelt hat.

  • Die kleinen und großen Schritte zur Belebung des Brühls gehen weiter (FP von heute). Jetzt gibt es Pläne der zwei privaten Investoren Jochen Reichmann und Uwe Reichel, drei nebeneinanderliegende Häuser zu sanieren. Es geht um die Gebäude an der Ecke Brühl/Hermannstraße 5 und 7 (Luftbild). Das Eckhaus wurde Mitte Dezember 2012 von Uwe Reichel übernommen, die beiden angrenzenden Häuser gehören schon seit 2004 Jochen Reichmann, der bereits erste Renovierungsarbeiten durchgeführt hatte. Die Erdgeschossflächen sind als Gewerberaum angedacht, Schaufenster und Fassaden sollen einheitlich gestaltet werden. Es wird angekündigt, dass die Häuser durch "schickes Front-Design im Gründerzeit-Stil ihren ehrwürdigen Charakter zurückbekommen sollen".


    Als Zielgruppe für die Wohnungen sieht man Familien und Senioren, deshalb werden auch Fahrstuhlschächte und ein Lift eingebaut. Bis Ende des Jahres sollen Reichmanns Gebäude in der Hermannstraße fünf und sieben bezugsfertig sein, Interessenten gäbe es auch schon. Auch Uwe Reichel plant, bis zum Ende des zweiten Quartals die Sanierung seines Wohnhauses fertig zu stellen. Für die Gestaltung des gemeinsamen Innenhofs haben Reichmann und Reichel bereits Vorschläge, die sie den Eigentümern unterbreiten wollen.


    Mit der Sanierung des bisher leerstehenden Eckhaus, der weiteren Sanierung zweier Gebäude, der Wiederbelebung der Gewerbeflächen und der angestrebten Neugestaltung des Innenhofes ist das ein bahnbrechendes Projekt. Man kann nur viel Erfolg wünschen. Als Begründung für die Investitionen werden ausdrücklich das Engagement und die Pläne von OB Ludwig, der Uni und des Projektes Kooperation im Quartier (KIQ) in Zusammenarbeit mit dem Brühlmanager Urs Luczak genannt. Daran sieht man auch, woran es bisher immer gemangelt hat.


    Eine sehr schöne Nachricht. Es scheint langsam zu werden. :)