Brühl / Innenstadtcampus

  • Zwei Neuigkeiten vom Brühl


    Zu den schon erfreulichen Nachrichten über Bevorstehende Sanierungen, habe ich Zwei neue Meldungen hinzu gewinnen können.


    Bei der Mühlenstraße 47 handelt es sich nun um eine Sanierung, statt Instandhaltung oder Sicherung.


    Und das Eckhaus..
    Müllerstraße 21 hat einen neuen Besitzer.
    Das Verkaufsplakat ist nicht mehr sichtbar und am Gebäude wurde auch schon mal eine kleine Sicherung angebracht.



    ..auch Kippig genannt.




    Quelle: Kiez Zeitung, Brühl.

  • Bei der Mühlenstraße 47 handelt es sich um eine Sicherungsmaßnahme. Der Artikel im Brühl-Bizz war dahingehend nicht ganz exakt. In der nächsten Ausgabe mehr dazu.

  • Der Architekturwettbewerb zur neuen Zentralbibliothek wurde bekanntlich zweiteilig entschieden, einerseits zur Aktienspinnerei und andererseits zum Vorplatz, also dem bisherigen Busbahnhof. Das Stadtforum weist darauf hin, dass der Erhalt der Wartehalle erstrebenswert wäre (Link). In der heutigen Freien Presse wird auch von einem Jurymitglied eingeräumt, dass man sich innerhalb der Jury nicht wirklich einig war, welcher Entwurf für den Vorplatz den Sieg verdient hat. "Weitere Diskussionen" darüber werden empfohlen.


    Beim Sieger für das Hauptgebäude war sich die Jury mit 8:1 Stimmen einig. Die Kritik von Claus Dietel, der sich eine moderne Glasfassade wünscht, um von außen einen Blick ins Innere und damit auf die gusseisernen Säulen im Inneren wünscht, wird also sicher nicht auf fruchtbaren Boden stoßen.


    Freie-Presse-Artikel

  • Der Gedankengang, der erkennt, dass die Historie der Aktienspinnerei in deren Fassade erkennbar sein soll, der aber daraus schlussfolgert, Teile oder Reminiszensen der Innenarchitektur in Verbindung mit Glas an die Fassade zu bringen, was ein völlig neues Gebäude ergibt und dessen gestalterische Aussage genauso schwierig zu erkennen sein würde, wie die der postmodernen Architektur überhaupt, der dann aber in dem Siegerentwurf, der genau auf die historische Architektur des Gebäudes eingeht, diesen Anspruch nicht erkennt, ist der Gleiche der in den letzten 60 Jahren unsere Städte geformt hat und der zu einer lila Innengestaltung des Stadthallenfoyers geführt hat.

  • Ja sag ich doch. Dennoch bedauerlich, an den Modellen im Stadtforum Beitrag sieht man sehr schön, dass dadurch ein toller Vorplatz mit Ausrichtung auf die Petrikirche entstanden wäre. Der Wartehalle kann ich da nun gar nichts abgewinnen. Ich wüsste auch nicht wie man die geschickt einbinden könnte, sodass der Platz irgendwie gefasst wird.


    und überhaupt disqualifiziert in meinen Augen schon diese dümmliche Aussage

    Die symmetrische Anordnung der Bauten entspricht nicht den heutigen städtebaulichen Ambitionen. Das ist zu klotzig und altmodisch gedacht. Ist das nicht eine Formensprache der fünfziger oder gar dreißiger Jahre?

  • Das kann man so sehen. Andererseits geht dadurch die historische städtebauliche Situation verloren. Das muss nicht in jedem Fall schlecht sein. Die neuen Gebäude im kritisierten Entwurf sind aber wirklich massig und verdecken die Aktienspinnerei völlig. Der zusammenhängende Eindruck des Schillerparkes würde leiden.
    Den Verweis auf die 30er und 50er Jahre-Architektur hätte ich nicht gebracht. Die war so schlecht nicht, ich würde ich mir den Blick darauf in der modernen Architektur mehr wünschen, als den zum Bauhaus.


    Man darf auch nicht vergessen, hinter der Aktienspinnerei gibt es eine große Fläche.


    Zudem könnte man, wenn man schon den historischen Fassaden des Gebäudes nahe kommen will, gleich den I-Punkt oben drauf setzen und das bisschen Zierwerk, das in den 1850er Jahren eh sehr dezent war und mehr der Fassadengliederung diente, anbringen. Die große Uhr würde den Studenten bestimmt gute Dienste leisten.


    Wir sehen am Hauptbahnhof das die historischen Fassaden reduziert nicht funktionieren.


    Ein historisches Gebäude mehr würde der Chemnitzer Innenstadt sehr gut tun. Zumal hat die TU bei der Reko des Bötcherbaus sehr auf die Wiederherstellung der Details geachtet.

    Einmal editiert, zuletzt von rotwang ()

  • "Symmetrie ist die Kunst der Dummen und der politischen Hierarchien" Prof. Claus Dietel, Freie Presse 20.02.2013


    Da steckt doch die Auffassung über Architektur einer ganzen Generation drinnen.

  • Tolle Diskussionskultur hat der Mann, einfach mal so Menschen mit anderer Auffassung als dumm und autokratisch abzustempeln. Und da wundern sich solche Leute, dass sie nicht ernst genommen werden.

  • "Symmetrie ist die Kunst der Dummen und der politischen Hierarchien" Prof. Claus Dietel, Freie Presse 20.02.2013


    Da steckt doch die Auffassung über Architektur einer ganzen Generation drinnen.


    Vor allem spricht Prof. Dietel sich damit selbst ein Urteil. Auch sein häufig zu sehender Auto-Entwurf aus der DDR-Zeit ist symmetrisch.


    Ob Symmetrie bei den neuen Uni-Gebäuden eine gute Idee ist, ist freilich eine andere Frage. Für mich ist da der Bezug zur Alten Aktienspinnerei wesentlich – von daher ist eine symmetrische Anordnung im davor liegenden nicht völlig abwegig.

  • Zu den Neubauten am jetzigen Busbahnhof, finde ich auch das die Gebäude zu dicht an der zukünftigen Bibliothek anliegen.
    Das ergibt irgendwie nicht den Freiraum wonach das Gebäude ausstrahlt.

    Es währe doch sehr Sinnvoll, das alte Postgebäude (gleich daneben an der Straße der Nationen)
    stattdessen zu Sanieren und dafür den Neubau unmittelbar davor sein zu lassen.
    Währe das Haus zu groß, könnte man ein Drittel einer Hotel nutzung zu führen...zu klein..dann ist immer noch Platz am Schillerplatz.


    Es würde auf jeden fall ein sehr schönes Bild nicht nur abgeben, wenn drei Historisch schöne Gebäude zusammen einen ganzen dienen.


    Zu den noch heute genutzten Wartehaus mit kleinen Laden, würde es sich erhalten, dann doch gut Positionieren.


    ..hier eine Aktuelle Ansicht von der Zukünftigen Bibliothek, wo 2014 die sanierung Startet..


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    ..das vom jetzigen noch vorhandenen Busbahnhof genutzte Wartehaus..


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    3 Mal editiert, zuletzt von (dwt). () aus folgendem Grund: Hinzufügung von Informationen.

  • Das ehemalige Postamt 4 hat mehrere Eigentümer. Nach meinen Informationen herrscht unter diesen Uneinigkeit. Man benutzt es als Spekulationsobjekt. Es soll von einem Hamburger Immobilienbüro angeboten wurden sein mit 9% Provision.

  • Zitat:


    Das ehemalige Postamt 4 hat mehrere Eigentümer. Nach meinen Informationen herrscht unter diesen Uneinigkeit. Man benutzt es als Spekulationsobjekt. Es soll von einem Hamburger Immobilienbüro angeboten wurden sein mit 9% Provision.




    Eine weniger gute Nachricht.?. Schade. Hoffe dass das Gebäude dieses überstehen wird, oder an erster Stelle,
    einen Spekulanten in die Hände kommt,
    der sich ernsthaft darum bemüht etwas daraus zu machen.


    Zur Zeit macht es einen sehr guten Eindruck, was die Bausubstanz anbelangt.
    Für ein Hotel währe es Optimal! Die lage ist Bestens.

    ..hier ein aktuelles Bild vom ehemaligen Postamt 4

    ..links im Bild, die zukünftige Bibliothek
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    3 Mal editiert, zuletzt von (dwt). () aus folgendem Grund: Hinzufügung von Information

  • Zur Zeit ist es ungesichert.
    habe letztens eine seltene 30er Jahre Fotografie davon gekauft. Leider darf ich solche Fotos hier nicht einbinden.

  • Das ist mir auch bekannt, das da nur ein paar Bauzäune stehen, und Wind und Wetter freien zutritt haben.
    und wie gesagt, sieht es Optisch sehr gut erhalten aus, und es sollte nicht so lange Spekuliert werden,
    aber sage das mal dem Spekulanten.

  • Die von User chemnitzer entdeckte Sanierung des Objektes Elisenstraße 31 (Luftbild) durch die GGG soll hier im Brühlthema ausdrücklich erwähnt werden, weil sie im Kontext der Wiederbelebungsbemühungen ein absolut bemerkenswerter Hinweis auf die positive Entwicklung ist. Der GGG-Webseite kann man entnehmen, dass dort 7 Eigentumswohnungen mit Balkonen geplant sind, ansonsten sind die Informationen spärlich. Mit ein bißchen Suche findet man aber, dass eine 3-Zimmer-Wohnung mit 79 m² 125.000 € kosten soll (Angebot), die mit 97 m² 155.344 € (Angebot). Ein sehr günstiger Preis.


    Die Bedeutung dieser Sanierung kann aus meiner Sicht gar nicht überschätzt werden. Abgesehen von ein paar Instandsetzungen für studentisches Wohnen saniert die GGG hier erstmals ein Gründerzeitgebäude, welches wie dutzende andere selbst aktuell noch zum Verkauf angeboten wurde, leergezogen war und zwischenzeitlich sogar für ein Selbstnutzerprojekt im Gespräch war. Das wäre vor ein paar Jahren schlicht undenkbar gewesen und macht Hoffnung für die anderen Altbauten im Bestand der GGG. Ich bin auch sehr gespannt auf die Sanierungsqualität, deshalb sollte man jetzt vom aktuellen Zustand noch ein paar Fotos machen. Vielleicht schaffe ich das am Wochenende selber.

  • Die Arbeiten an der Mühlenstraße für den Abriss des Plattenbaus haben begonnen.
    Die gezeigte Platte ist eine von Zwei und soll als einzigste Abgerissen werden.
    Die Platte an der Georgstraße bleibt stehen und hat einen guten Vermietungsstand.


    Da der Brühl nun endlich in Angriff genommen wird,
    werden aus den vielen Leerstehenden Gebäuden unter anderen neue Wohnungen entstehen.


    Ansicht von der Georgstraße..



    nah-ansicht

    ...das im Hintergrund zu sehende Gebäude, welches stehen bleibt.