Baugeschehen: Zentrum

  • Für die Innenstadtbaufelder hat der Stadtrat von Chemnitz einen Bebauungsplan beschlossen, der innenstadtgerechte Traufhöhen für Gebäude in der Innenstadt vorsieht. Nachdem schon die Baufelder an der Lohstraße verkauft wurden und darauf Parkplätze eingerichtet wurden, anderswo städtebaulich wichtige Baufelder mit Parkhäusern bebaut wurden, soll jetzt noch, das wichtige Baufeld am Getreitemarkt mit einem Eingeschosser bebaut werden der noch nichtmal den Straßenraum abgrenzt. Das heißt, außer den Neubauten um das Rathaus war das Vorhaben die Chemnitzer Innenstadt neu zu bauen wohl bloß Spaß?


    http://www.freiepresse.de/LOKA…r-City-artikel8151610.php

  • Das Teil scheint mir aber jetzt nicht sehr viel größer als ein Kiosk zu sein, zumindest den Menschen auf der erbärmlichen Skizze nach geurteilt.


    Der Sinn erschließt sich mir dennoch nicht. Warum sollte ich dort mein Fahrrad abstellen? Die Innenstadt ist jetzt nicht so stark frequentiert als dass ich Angst haben muss mein Rad nicht in der Nähe meines Zielortes deponieren zu können. Angesichts des autobahnähnlichen Rings der die Innenstadt umschließt hatte ich auch nie das Bedürfnis da jetzt unbedingt mit dem Rad vorbeischauen zu müssen. Wohl eine Einstellungssache aber so viele Parkhäuser oder auch Parkplätze es dann für Fahrräder und Autos in der Innenstadt gibt, müssten erstmal Strukturen geschaffen werden, die überhaupt zu einer Frequentierung führen könnten.
    Dass man gerade auf dem im Prinzip ja nicht existenten Getreidemarkt so eine Baracke platzieren möchte ist auch bezeichnend für den dort vorherrschenden Charakter. Wer da nicht haust, geht da nicht hin. Die Fläche zwischen den Platten ist toter Raum und das keine 200m vom Rathaus entfernt. Sowas kenn ich bei keiner anderen Stadt dieser Größe. Abends kann man sich dort atmen hören.

  • Das die Innenstadt von Chemnitz nicht weiter gebaut wird, ist eine große Enttäuschung. Um das Jahr 2000 waren wir in Chemnitz nach langem Ringen mit anderen Vorstellungen gestartet.

  • Der Kommentar in der Printausgabe der Freien Presse weist unter der Überschrift "Gute Idee - falscher Ort" darauf hin, dass ein solches Fahrradparkhaus in die Nähe eines Bahnhofs gehört. Nur dort entfaltet es eine Wirkung, weil Pendler dann den Weg zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz oder Wohnung besser mit dem Rad zurücklegen können. Mit dem für die Zukunft geplanten Ausbau des Chemnitzer Modells stimmt das hundertprozentig und man sollte sich überlegen, wo man ein solches Gebäude in der Nähe von Bahnhof und/oder Zentralhaltestelle unterbringen kann. Die geplante Größe von 50 Rädern ist dann natürlich nicht ansatzweise ausreichend. Alle weiteren Standorte sollte man dann ausschließlich vom tatsächlichen Bedarf abhängig machen.

  • Sanierung Altbau an der Müllerstraße


    An der Müllerstraße wird gerade ein schöner Altbau saniert. Im kommenden Jahr soll die Sanierung beendet sein, deshalb ein aktueller Stand der Bauarbeiten.






    Trotz rücksichtslosem Abriss gibt es auch einige stimmige Neubauten in näherer Umgebung.



  • Rund um das in den 90er-Jahren eröffnete Einkaufszentrum ist seit geraumer Zeit die Ansiedlung verschiedener Geschäfte und Dienstleister in Flachbauweise zu verzeichnen. Für ein Teppichstudio musste historische Bausubstanz weichen und auf Brachflächen entstand eine Waschanlage. Im kommenden Jahr darf sich hier die Stadt der Moderne über einen weiteres Fast-Food-Restaurant "freuen".


    An sich wäre der Bereich an der Sachsen-Allee ein richtiger Platz für ein großes Einrichtungshaus gewesen. Aber damals für Porta ging das wegen dem Zentrenkonzept nicht. Dafür war letztens im Gespräch, Porta weit draußen an der Neefestraße bauen zu lassen – wenn sie gewisse Teilsortimente, Haushaltswaren oder so, rauslassen, soll das mit dem Zentrenkonzept formal vereinbar sein. Das ist wiedermal ein absurder Fall, wo das Befolgen des konkret festgelegten Wortlauts einer Regelung den eigentlichen, guten Absichten der Regelung entgegenläuft. Das ist besonders ärgerlich, wenn gleichzeitig der Bereich Sachsen-Allee mit irgendwelchem kleinen Krempel zugekleckst wird.

  • Rund um die Janssen-Fabrik


    Aktueller Stand der Bauarbeiten an der Schloßstraße. Die Gebäude wachsen recht schnell empor (Visualisierung auf Seite 35).







    Kann mir jemand etwas zu diesem Gebäude auf der Georgstraße sagen? Gestern fanden darin eindeutig Arbeiten statt und die Schuttrutsche wurde benutzt. Zeichnet sich eher ein Abriss oder eine Sanierung ab?


  • Bei dem fotografierten Gebäude in der Georgstraße handelt es sich um einen 1870 errichteten Bau auf dem Gelände der Neumühle, welcher später als Haus der Energieversorgung genutzt wurde und dann im Eigentum der Envia war. 2010 wurde in der Freien Presse von letzten Bemühungen um einen Verkauf spekuliert, wobei alles schon auf einen Abriss hindeutete. 2011 hat sich dann unter Beteiligung von Cherubino doch noch ein Käufer gefunden (Link). Demzufolge können die jetzigen Arbeiten nur der Start der Sanierung sein - eine hervorragende Nachricht. Der großartige Eckbau gegenüber (Georgstraße 27, Luftbild) gehört übrigens der GGG und profitiert hoffentlich wie die ganze Gegend von der vermuteten Sanierung.

  • Bei dem fotografierten Gebäude in der Georgstraße handelt es sich um einen 1870 errichteten Bau auf dem Gelände der Neumühle, welcher später als Haus der Energieversorgung genutzt wurde und dann im Eigentum der Envia war. 2010 wurde in der Freien Presse von letzten Bemühungen um einen Verkauf spekuliert, wobei alles schon auf einen Abriss hindeutete. 2011 hat sich dann unter Beteiligung von Cherubino doch noch ein Käufer gefunden (Link). Demzufolge können die jetzigen Arbeiten nur der Start der Sanierung sein - eine hervorragende Nachricht. Der großartige Eckbau gegenüber (Georgstraße 27, Luftbild) gehört übrigens der GGG und profitiert hoffentlich wie die ganze Gegend von der vermuteten Sanierung.


    Auf eine Sanierung des markanten Eckbaus würde ich auch gern hoffen. Vielleicht kann man die (hoffentlich stattfindende) Sanierung der Neumühle als Initialzündung für die Straße sehen, hier steht ja noch der ein oder andere unsanierte Altbau.


    Trotzdem: Gab es nicht schon einmal Abrissgerüchte für den schönen Eckbau an der Georgstraße? :confused:

  • Bei dem fotografierten Gebäude in der Georgstraße handelt es sich um einen 1870 errichteten Bau auf dem Gelände der Neumühle, welcher später als Haus der Energieversorgung genutzt wurde und dann im Eigentum der Envia war. 2010 wurde in der Freien Presse von letzten Bemühungen um einen Verkauf spekuliert, wobei alles schon auf einen Abriss hindeutete. 2011 hat sich dann unter Beteiligung von Cherubino doch noch ein Käufer gefunden (Link). Demzufolge können die jetzigen Arbeiten nur der Start der Sanierung sein - eine hervorragende Nachricht. Der großartige Eckbau gegenüber (Georgstraße 27, Luftbild) gehört übrigens der GGG und profitiert hoffentlich wie die ganze Gegend von der vermuteten Sanierung.


    Siehe http://www.stadtbild-chemnitz.de

  • Bei dem fotografierten Gebäude in der Georgstraße handelt es sich um einen 1870 errichteten Bau auf dem Gelände der Neumühle, welcher später als Haus der Energieversorgung genutzt wurde und dann im Eigentum der Envia war. 2010 wurde in der Freien Presse von letzten Bemühungen um einen Verkauf spekuliert, wobei alles schon auf einen Abriss hindeutete. 2011 hat sich dann unter Beteiligung von Cherubino doch noch ein Käufer gefunden (Link). Demzufolge können die jetzigen Arbeiten nur der Start der Sanierung sein - eine hervorragende Nachricht. Der großartige Eckbau gegenüber (Georgstraße 27, Luftbild) gehört übrigens der GGG und profitiert hoffentlich wie die ganze Gegend von der vermuteten Sanierung.


    Wie das Sachsen Fernsehen gestern berichtete (Link) finden dort aktuell Sicherungsmaßnahmen statt. Der neue Eigentümer möchte Wohnflächen schaffen, die historische Fassade soll offenbar rekonstruiert werden.

  • Die bereits hier vorgestellten Pläne zur Sanierung der Färberei Haase (Luftbild) werden jetzt konkret, wie das Sachsen-Fernsehen meldet. Zur Zeit laufen die notwendigen Abriss-und Entkernungsarbeiten in dem Gebäudekomplex, Beginn der Sanierungs-und Umbauarbeiten ist März kommenden Jahres. In den mehr als 100 Jahre alten Industriebau will ein regionales Unternehmen einziehen.

  • Altbausanierung Theaterstraße


    Abschließend noch einmal aktuelle Eindrücke der Altbausanierung an der Theaterstraße. Die Fassade präsentiert sich vollkommen saniert, lediglich am Hinterhaus werden noch neue Balkone montiert.




  • An der Rochlitzer Straße greift man jetzt offensichtlich gleich ins Volle und säbelt das schöne Ensemble vor der eh. Färberei Haase weg. Auch das älteste Haus in der Chemnitzer Innenstadt, das dahinter stand, hat man gleich mit weg geschoben (Wurde es vorher dokumentiert?).


    Die Aktion hat man offensichtlich bis zu letzt geheim gehalten. In Chemnitz wird man nicht schlau. Es gibt überhaupt keinen Grund, im Rahmen eines solchen Bauprojektes, wie an der eh. Färberei Haase, diese Häuser mitzukaufen und abzureisen. Das ist eine 1a Wohnlage. Innenstadtlage, Anliegerstraße + Vorgarten, schöne Architektur, Das zu entwickeln ist normalerweise für jeden Bauträger einfach. Selbst, wenn jetzt das eine Haus noch stehen bleiben sollte, frag ich mich, welchen Sinn dann noch der Denkmalschutz machen soll, wenn man derart Ensemble auseinaderreist. Wie konnte soetwas genehmigt werden?


  • Schlimm, das heutzutage soetwas tatsächlich noch passiert. Künstliche Verknappung attraktiven Wohnraumpotenzials ist das. Ich schätze in Mietschwachen Städten ist das leider usus. :Nieder:

  • In diesem Fall kann ich die Aufregung nicht ganz nachvollziehen, auch wenn die vollständige Sanierung natürlich wünschenswert gewesen wäre. Das jetzt noch stehende Gebäude soll auf jeden Fall stehen bleiben und saniert werden (Luftbild). Vorm Hintergrund des extrem umfangreichen Projektes und der angestrebten Nutzung als Gewerbestandort wäre eine Sanierung weiterer Flächen in dem angrenzenden, jetzt abgerissenen Gebäudeteil eine gravierende Auflage, zudem der nicht unbedingt stadtbildprägend war. Auch der Zustand ist uns nicht bekannt. Ansonsten wurden wohl stark verfallene Industrieruinen abgerissen. Man sollte nicht vergessen, dass im Gegenzug Millioneninvestitionen für die Sanierung der Färberei gestemmt werden müssen.

  • @ lguenth1 [unnötiges Zitat entfernt. nothor]

    Dann verstehst Du vielleicht nicht, welche Wertigkeit ein Ensemble im Innenstadtbereich für Chemnitz hat, das aus einem einfachen Mehrfamilienwohnhaus um 1870, neben einem Neubau um 1920 und einer sich dahinter befindenden Hofsituation mit Gebäuden Baujahr ab 1820 hat. Da steckte alles Gebaute drin, was wir einst in der Chemnitzer Innenstadt hatten. Nun ist es weg. Das hätte man an diesem Standort entwickeln können.

  • Neue Parkgarage im Stadtzentrum?


    Wie Radio Chemnitz heute berichtet, soll in der Innenstadt ein neues zweistöckiges Parkhaus errichtet werden. Dem Bild zu urteilen wird das Objekt hier entstehen, direkt gegenüber der künftigen Conti-Galerie. Na da bin ich schon sehr auf den Bau gespannt. Obwohl ich hier keine großen Erwartungen an ein zweistöckiges Parkhaus habe. Schade :nono:



    Apropos Parkhaus: Weiß jemand einen genauen Stand zum geplanten Sparkassen-Parkhaus in der Moritzstraße?