Altona - Projekte in der Neuen Großen Bergstraße

  • Das generelle Problem bei Bürgerinitiativen, so auch im Falle Frappant, ist doch, dass sie meistens destruktiv ausgerichtet sind. Statt eine Entwicklung konstruktiv zu begleiten und positiv zu beeinflussen, sind die Akteure immer auf 100% Verhinderung gepolt, das kommt aus meiner Sicht fast einem Missbrauch des Rechtsinstrumentes gleich. Da lob ich mir die ollen Preussen: "Es ist dem Untertanen nicht gestattet, den Maßstab seiner beschränkten Einsichten an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen." (Achtung, Sarkasmus ist nicht gleich Meinung!)
    Beim Frappant merkt man außerdem den feigenblattartigen Alternativvorschlägen an, dass kaum Kenntnis von den Mechanismen der Stadtentwicklung vorhanden ist. Die geforderte kleinteilige Gewerbestruktur ist in der Neuen Großen Bergstraße bereits massig vorhanden, doch sie ist nicht geeignet, Publikumsströme vom "Epizentrum" rund ums Mercado anzuziehen. Dazu brauchts unweigerlich einen großen Magneten, der wird aber nach den vorgebrachten Einwänden niemals akzeptiert, ob er nun Ikea heisst oder wie auch immer.


    Übrigens Midas, versuch doch mal, auf Beiträge zu antworten, ohne dem Gegenüber verbal eins auf den Kneisel zu hauen. Ich finde, du reduzierst sonst deine Glaubwürdigkeit.

  • Dass Bürgerinitiativen "destruktiv ausgerichtet sind", liegt wohl auch daran, dass einzelne Bürger weder die Kohle noch irgendwelche wirtschaftliche Interessen haben, um schlüssige Alternativkonzepte vorzulegen. Auch wenn es manchmal hohl erscheint, so ist es doch statthaft, wenn die Gegner des Projekts alle Mittel ausschöpfen, die das Planungsrecht vorsieht.


    Hätte sich die Stadt bereiterklärt das Frappant-Gebäude zu erwerben und an dessen Stelle irgendwas hochzuziehen, könnte man natürlich die Interessen der jetztigen Gebäudenutzer und Anwohner besser einbeziehen, da man nicht ausschließlich aus wirtschaftlichen Erwägungen handelt müsste. So muss die Stadt halt nun schauen, wie sie zwischen den verschiedenen Interessen vermittelt...

  • Meine Antwort auf Midas zu seinem letzten Beitrag ist gelöscht worden.
    Wer das veranlaßt hat, kann ich nicht erkennen.
    Er hatte inhaltlich in etwa zur Aussage, dass es bisweilen aus dem Wald herausschallt, wie man hineinruft.
    Es sollte auf den Widerspruch bei Midas aufmerksam machen, auf der einen Seite sich pauschal und abwertend über Bürgerbeteiligung zu äußern, und dann bei der ersten kritischen Reaktion zu sagen, er habe keine Lust mehr, sich dazu zu äußern, immerhin sei dies ja ein Architekturforum.
    Richtig, aber dann sollte man auch keine Abstecher machen.
    Im Kontrollzentrum finde ich zu meinem Kommentar die Bemerkung: "Such Dir ein anderes Forum für Deine agressiven Äußerungen".
    Ich frage mich, was an meinem Kommentar agressiv war und ebenfalls frage ich mich, in was ich hier eigentlich reingeraten bin.
    Eine Äußerung wie: "Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt" ( Hamburger Hafen, Nr. 35 ) bleibt unkommentiert stehen und ähnliche Kommentare finden sich an zahlreichen Stellen.
    Nicht wirklich mein Ding. Mehrdimensionale und differenzierte Betrachtung von Planungsvorhaben, die den Menschen auch dann mit einbezieht, wenn er nicht grundsätzlich jubelt findet hier tatsächlich nicht statt und ist von daher ohne Belang.

  • Ich habe deinen Beitrag gelöscht, da er praktisch keinen themenbezogenen Inhalt hatte, geschweige denn die Diskussion voran brachte.
    Der oben von dir genannte Beitrag ist von 2004, damals war ich noch nicht Mod. Allerdings versuche ich möglichst alle neuen Beiträge zu lesen, um regelwidrige Posts zu finden und gegebenenfalls zu entfernen, damit die Unterhaltungen nicht aus dem Ruder laufen und konstruktiv bleiben.
    Solltest du mit meiner Arbeit nicht einverstanden sein, kannst du mir gerne eine PN schicken (gilt natürlich auch für alle anderen User).
    Und nun viel Spaß weiterhin bei eurer Diskussion. :)

  • Meine Antwort auf Midas zu seinem letzten Beitrag ist gelöscht worden. Wer das veranlaßt hat, kann ich nicht erkennen.


    "Such Dir ein anderes Forum für Deine agressiven Äußerungen".


    Just FYI: Weder das eine noch andere war ich.


    Weiter zum Thema, denn das wird immer besser: Kuestler (ja, ihr habt richtig gehoert Filmstars (sic!) und Musiker) haben eine Protestaktion gegen IKEA gestartet. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis sich attraktive junge Menschen ans Frappant ketten. Vielleicht koennen wir uns ja auch bald ueber einen Protestsong freuen. Ich koennte mir sowas vorstellen. Ob Bono naechste Woche Zeit hat? Jacko faellt ja leider aus. :nono: Gut auf jeden Fall, dass sich unsere kreativen Eliten endlich den wirklich wichtigen Problemen ihrer Zeit annehmen.

  • Mod: Unnötiges Zitat entfernt.


    Erstmal einen Gruss ans Forum, Zeit dass die Gewinner sich hier endlich zu Wort melden, tolle Musiktipps liegen auch schon vor, dann mögen wir jedenfalls auf den Ablauf der hier vorliegenden Debatte ein wenig genauer eingehen werden. Der Ikea-Sache ist also endlich eingefroren und vom Tisch, die Gründe dafür sind unverkennbar eindeutig, auch für das verehrte Forum hier. Wer sich ein wenig stadtteilbezogen ausgelebt hat, wird hier in Altona in bezug auf Nutzungskonzepte gut fündig. Mangelnder Informierungswille kann nun nicht mehr vorgeschützt werden, die Bürger Altonas sind endgültig geläutert, einen nächsten, noch grösseren Verschatter darf es nun gar nicht mehr geben. Ist ja auch genau der Knackpunkt, an dem sich alle hier in Altona seit über zwei Jahrzehnten einig geworden sind.
    Noch härter geoutet als dieses Forum haben sich die Parteien, die alles pünktlich zum Jahrestag "Chinesischer Volksheld` mit Gewaltmonopol oder ungesegneten Behauptungen durchsetzen will. Der Einzelhandel war offensichtlich in historische Tiefstände geflohen, die anderen schwadronieren wohl immer noch von einem dem Untergang geweihten Stadtteil. Dabei ist hier in der Strasse alles sehr lebendig und, wenn wir ein wenig unsere Wahrnehmung schulen wollen werden, auch sehr ruhig - und dass, wissen jetzt auch die Mittelständler hier in Altona, bedeutet Qualität und Wertschätzung. Sollen sie doch in die Mönckebergstrasse verschwinden, wenn es ihnen hier zu schlecht läuft. Aber da ist ihnen der Mietzins wohl zu hoch!

  • Das war ja ziemlich wirr, aber auf ein paar Dinge möchte ich noch eingehen:


    1. Gewonnen hat bislang niemand, das "Spiel" läuft.
    2. "Eingefroren und vom Tisch" widerspricht sich. Tatsächlich sind die Verfahren für drei Monate ausgesetzt, sonst nichts.
    3. Dass es Nutzungskonzepte gibt, bestreitet niemand. Dass sie tragfähig sind, schon.
    4. Die Bürger Altonas sind geläutert? Was soll das denn heissen? Waren wir vorher Sünder?
    5. Der Ikea-Neubau wäre nicht höher als das Frappant, eher niedriger. Soviel zum Verschatter.
    6. "Aller hier in Altona" sind sich nicht einig, schon gar nicht seit zwei Jahrzehnten. Das wäre ja ein realsozialistischer Zustand.
    7. "Härter geoutet", Parteien, Chinesischer Volksheld, Gewaltmonopol, "ungesegnete Behauptungen"?? Ich steig da nicht durch. Und ich hab es echt versucht.
    8. Einzelhändler fliehen nicht in Tiefstände, sie geraten in solche. Zum Beispiel duch tote Betonberge vor der Tür.
    9. Wenn dir die Straße heute gefällt, scheinst du sie nicht vor zwanzig Jahren gekannt zu haben. Ich schon, damals war sie das Zentrum Altonas. Inzwischen wirkt sie wie ein entkerntes Einkaufszentrum.


    Schließlich: Im Grunde widerstrebt es mir, sowas zu sagen, aber diesmal muss es sein. Wenn dieser Beitrag das Niveau der Bürgerinitiative repräsentiert, dann gute Nacht, Altona.

  • Das mit denKünstlern im Frappant und Ihrem Wiederstand gegen Ikea lösst sich gerade in Rauch auf.


    Die Bude brennt gerade. Hoffentlich wird keiner verletzt.


    //Edit: War wohl nicht so doll. abgebrannt ist die Bude nicht.

  • Die Ewiggestrigen trommeln gegen Fortschritt und Investitionen:
    http://www.welt.de/hamburg/art…-buendelt-sich-jetzt.html


    Man fragt sich echt, warum die Mehrheit immer vor der kleinen lauten Minderheit einknickt.


    Ich bin definitiv für eine Beteiligung der Künstler im Gängeviertel, da muss ein Kompromiss zwischen Investor und den ernst zu nehmenden Künstlern her. Aber alle anderen kritisierten Projekte stellen absolut keinen Gegenstand für Diskussionen dar, sie sind gut und positiv für die Stadt. Das Ikeagebäude muss natürlich überarbeitet werden, aber um solche Dinge kümmern sich die Totalblockierer ja leider nicht.

  • Ich glaube nicht, dass sich die Gruppen damit einen Gefallen tun. Die Initiativen vertreten teilweise gemeinnützige Positionen (Gängeviertel), teils selbstbezogenen Protest (St. Pauli), teils hirnlose Blockade (Frappant). Wenn sie sich jetzt zu eng zusammenschließen, verlieren sie ihre Unterscheidbarkeit. Für den äußeren Betrachter wird es damit unmöglich, sich zu einer Gruppe zu bekennen, ohne gleichzeitig eine andere, nicht erwünschte Position aufzuwerten.


    Außerdem fürchte ich um die konstruktiven Ansätze, die einige ja mitbringen. Wenn man sich zusammenschließt, braucht man einen gemeinsamen Nenner. Das wird im Zweifelsfall "Dagegen" sein, denn das ist einfach, prägnant und bedarf keiner weiteren Überlegung.

  • Das Ikeagebäude muss natürlich überarbeitet werden, aber um solche Dinge kümmern sich die Totalblockierer ja leider nicht.


    Die Frage ist, ob sich IKEA darum tatsächlich kümmern muß, oder ob das Projekt letztendlich von der Behörde im Rahmen der "teils hirnlosen Investorenhörigkeit" durchgewunken wird. Die sogar für Laien erkennbaren eklatanten Mängel müssen behoben werden!
    Naja, man dreht sich hier im Kreis - hoffentlich behalten wenigstens die Entscheidungsträger einen kühlen Kopf und entscheiden im Sinne einer nachhaltigen Stadtteilentwicklung.

  • Die IKEA-Gegner sind jedenfalls nicht unkreativ. Hab heute in Altona einen Aufkleber in IKEA-Farben mit folgendem Slogan gesehen:
    "Hafencity beleben - IKEA auf die Elbphilharmonie!" :lach:

  • Zu Beitrag #48:
    Zu Punkt Fünf wollen wir noch anmerken, dass dieser offentsichtlich einem Irrtum nach formuliert wurde. Der Neubau wird voluminöser in der Breite als auch in der Höhe ausfallen
    und ist somit an dem Gesprächsstand, der sich in den letzten Jahren in unserem Viertel angehäuft hat, vorbeikonstruiert. Wäre der A-Plan von Anfang an eindeutig zu einer kleineren Ausarbeitung des Bauvorhabens, gemessen am real estate, konzipiert gewesen,
    hätten Begriffe wie "Totalblockierer", "hirnlose Blockade"(biologisch unzutreffend) oder "die Bude brennt gerade"(sehr unschön) hier auf diesem Forum gar keinen Einzug gehalten.

  • Mod: Unnötiges Zitat entfernt.


    Dann sagen Sie doch: Ja, wir sind für eine positive Stadtteilentwicklung, wir sagen JA zu Ikea, aber das Gebäude ist in der jetzt geplanten Form a) zu groß und b) zu häßlich. Und dann seien Sie im Folgenden kompromissbereit, wenn man nicht alle Forderungen 1:1 umsetzt.
    Ich schätze jeden, der sich konstruktiv und informiert einsetzt, aber Totalblockade hilft niemandem.

  • Zu Beitrag #50:
    Das passiert meistens dann, wenn die "kleine laute Minderheit" schlichterwegs recht hatte mit ihren Argumenten, hingegen die Bedenken der Mehrheit lediglich aus egoistischen Wünschen entsprangen und offentsichtlich nicht einer geläuterten Phantasie.


    Zu Beitrag #55:
    Wir sagen JA


    Mod: Beiträge zusammengeführt und 2 unnötige Zitate entfernt.

  • Mod: Unnötiges Zitat entfernt. (An alle: Bitte achtet auf die Gestaltung eurer Beiträge!!!)


    Konrad :
    Nein. So ist es nicht. Die kleine Minderheit vertritt ja nur ihre Partialinteressen und die Mehrheit vertritt eben meistens nicht die Mehrheitsmeinung. Das ist auch logisch, weil für die kleine Minderheit meist mehr auf dem Spiel steht, für die Mehrheit hingegen weniger. Alles in allem ist der Nutzen jedoch größer, wenn die Mehrheitsmeinung verwirklicht werden würde.

  • Da bin ich ja mal gespannt, wieviele Unterschriften die Gegner sammeln können. Deren Bürgerbegehren läuft noch. Vor allem: Wie wird dann entschieden, wenn beide Bürgerbegehren Erfolg haben?