Ach herje! Geht's peinlicher?
Ein riesiger Brunnen, dessen Wasserfläche man nicht sehen kann, weil diese zu hoch liegt, und der von unten häßlich wie eine Autobrücke ist. Einfach so in der Landschaft.
Unfassbar! ![]()
Ach herje! Geht's peinlicher?
Ein riesiger Brunnen, dessen Wasserfläche man nicht sehen kann, weil diese zu hoch liegt, und der von unten häßlich wie eine Autobrücke ist. Einfach so in der Landschaft.
Unfassbar! ![]()
Laut einem Bericht der RP-Online beschwert sich das Presbyterium der Johanneskirche darüber, das durch die neue Tunnelrampe der Gottesdienst in der Kirche gestört werde. ![]()
Da frage ich mich, wie man dort die letzten 50 Jahre Gottesdienste gefeiert hat; auch Kirchenkonzerte wurden dort regelmäßig veranstaltet und waren immer gut besucht – trotz der vorhandenen Rampe des Tausendfüßlers.
Haben die Damen und Herren des Presbyteriums bei der letzten Abendmahlsfeier etwas zuviel Messwein getrunken? ![]()
In früheren Jahrhunderten wurden übrigens in Düsseldorf evangelische Kirchen nur im Hinterhof gebaut (Neander Kirche, Berger Kirche) – da ist es wenigstens immer schön ruhig!
Interessante Frage ![]()
Bei der Tunnelröhre wird sicher auch Lärm entstehen, der aber eher in Richtung der Strasse gerichtet ist. Eigentlich erstmal ein grosser akkustischer Vorteil was die Lautstärke betrifft. Auf der Hochstrasse konnte sich der Schall ja in alle Richtungen ungehindert ausbreiten.
Lediglich ein Problem sehe ich. Die niederfrequenten Töne werden sich durch das Erdreich fortpflanzen können. Aber auch das dürfte sich in Grenzen halten, da LKWs in dem Bereich ohnehin kaum fahren.
Die RP berichtete über eine neue Runde der Bedenken - unter anderen werden die Baukosten des Tunnels mit jenen der Renovierung der Hochautobahn verglichen ohne den Zuwachs der Lebensqualität durch das Verschwinden der Zerschneidung der Stadt zu vergleichen. Weiterhin sollen die Strab-Linien den Park zerschneiden, obwohl viele auch jetzt auf der Erdoberfläche fahren. So als ob ein Fußgängertunnel unter mehrspuriger Strasse ausreichende Verbindung schaffen würde. Das mit dem Denkmal - Beispiel der Stadtplanung der 1960er Jahre ist ähnlich ausgeleiert.
Ich habe die Pressemeldungen so verstanden, dass mehrere Vorarbeiten für den Tunnel bereits geleistet wurden. Zu wie vielen Gesprächsrunden über längst getroffene Entscheidungen kann man noch aufrufen?
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... Zu wie vielen Gesprächsrunden über längst getroffene Entscheidungen kann man noch aufrufen?
Siehe Stuttgart 21 - das Projekt ist seit Jahren in der Entwicklung und jetzt zum Baubeginn gibt es Proteste.
Aaaw, langsam wird's lächerlich. Die RP war in meinen Augen noch nie besonders überparteilich, aber mittlerweile frage ich mich, ob da nicht in der Chefredaktion jemand Teil der Tunnelgegnergemeinde ist, so oft wie diese doch wohl eher kleine Randgruppe und deren Bedenken thematisiert wird.
Wohlgemerkt, auch wenn ich nicht für den Erhalt bin, bin ich der Meinung, man darf sich jederzeit seine Meinung kundtun. Man kann sich auch gerne für den Erhalt einsetzen, wenn einem danach ist. Dann aber bitte zur rechten Zeit, denn das Projekt und die Planungen sind schon so lange publik.
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Aaaw, langsam wird's lächerlich. Die RP war in meinen Augen noch nie besonders überparteilich, aber mittlerweile frage ich mich, ob da nicht in der Chefredaktion jemand Teil der Tunnelgegnergemeinde ist, so oft wie diese doch wohl eher kleine Randgruppe und deren Bedenken thematisiert wird.
Das glaube ich nicht, aber negative Äußerungen zu einem Projekt oder ein Protest sind für eine Zeitung interessanter als Zustimmung bzw. positive Meinungen.
Wie sagen Journalisten gerne: Only bad news are good news!
Sind die Kö-Bogen-Kritiker Kritikfähig?
Die RP-Online berichtet über eine Info-Veranstaltung der AGD, auf der Herr Spohr wohl lange Monologe hielt, und vom Kurs des AGD abweichende Meinungsäußerungen wohl eher behindert wurden.
Ein Beigeordneter der Stadt musste demnach stundenlang warten, bis er nach den ermüdenden Monologen des Vorsitzenden zu Wort kam.
Mich wundert das nicht – auch ich habe hier den Eindruck, dass Mancher in dieser Sache einen offenen Dialog meidet. Hauptsache scheint es zu sein, dass die Vertreter der Heimatvereine werden in der Presse erwähnt werden.
Kritisch sein sollte jeder und immer; natürlich sollte ein solches Projekt auf jeden Fall kritisch hinterfragt und Alternativen besprochen werden - aber man muss auch für die Argumente der Anderen offen sein.
Das ist doch ein Witz. Seit Jahren geht die Stadtspitze einen Weg der dem eines Alleinherrschers (Stichwort Bürgerbeteiligung, Transparenz uvm.) ähnelt und jetzt wo die Baustelle der breiten Öffentlichkeit sichtbar wird, gibt es eine einseitige (insbesondere die RP) Berichterstattung für ebendiese. Kritiker des Projekts werden mit billigen Floskeln mundtot gemacht oder schlechtgeredet.
Das ist ein Projekt dass von Anfang an von der Stadtspitze forciert wurde ohne die Bevölkerung gewollt einzubinden. Von Anfang an war die Devise "schnell losbauen" - wahrscheinlich in der Hoffnung dass es für standfeste Kritik dann zu spät sein würde! Und hier im Forum gibt es für diese Vorgehensweise auch noch eine breite Unterstützung ![]()
Die RP-Online berichtet, dass OB Elbers vorgeschlagen habe, vor den Libeskind-Bauten Kirschbäume zu pflanzen und er habe vorgeschlagen, die Promenade nach der Japanisch-Düsseldorfer Freundschaft zu benennen.
Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht (Am genauen Namen kann man ja im Detail noch etwas arbeiten). Vielleicht können ja auch die Heimatvereine mit einer Reihe von Einzelbäumen an der Promenade leben.
Wichtig ist, dass bei dem Projekt sachlich diskutiert wird; dass alle Beteiligten offen für Meinungen sind.
Leider hat ja die Stadt zu Anfang viele Fehler gemacht; vor allem das schnelle Vorpreschen ohne Wettbewerb und Vergabeverfahren. Auch die zu Beginn schon kategorische Negierung des denkmalgeschützten Tausendfüßlers ohne einen städtebaulichen Wettbewerb war sicherlich nicht sachdienlich und hat zu einer aufgeheizten Stimmung mit teils sehr grundsätzlichen Haltungen geführt.
Inzwischen dürfte aber durch den Ideenwettbewerb und auch durch den gelungenen Entwurf des Kö-Bogen selbst ein klares Bild entstanden sein. Das jeder Entwurf verbesserungswürdig ist, dürfte klar sein; aber Kritik und Wunschzettel sollte konstruktiv und realistisch sein.
Grundsätzlich sollte der Mehrwert des Vorhabens für die Düsseldorfer Innenstadt erkannt und gewürdigt werden.
Die Idee ist so gut, die kann gar nicht von Elbers selbst sein. Kirschblüte in Japan.
Im ganzen Konflikt um den Köbogen zeigt sich noch das Nachwirken der Erwinista. So ein Projekt am offenen Herzen der Stadt kann man heutzutage nicht mehr durchpeitschen. Das mag am Golzheimer Friedhof leider noch geklappt haben, aber der Jan Wellem Platz ist einfach zu zentral.
So könnte es aussehen:

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf / FSWLA via RPO
Hoster: abload.de
Mir gefällt die Idee einer Japanischen Promenade gut. Anzahl und Verteilung der Bäume auf der Visualisierung wirken ansprechend. Viel mehr Bäume sollten allerdings nicht gepflanzt werden, da sonst die Wirkung der Gebäude verloren gehen könnte. Am Namen sollte noch gefeilt werden. "Boulevard der Düsseldorfer-Japanischen Freundschaft"? Fail! ![]()
Klingt wie "Straße der deutsch-sowjetischen" Freundschaft, oder "Platz der deutschen Einheit".
Eben, ich wäre für etwas kürzeres, prägnanteres:
Fukushima Avenue vielleicht...
"Platz der deutschen Einheit" klingt meiner Meinung nach noch ganz passabel. Ist gerade so an der Grenze. Ein kurzer, prägnanter Name ist aber im Normalfall vorzuziehen. Zum Beispiel schlicht "Japanallee" oder "Japanische Allee".
Hier noch eine Visualisierung der Rampe an der Johanneskirche:

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf / FSWLA via RPO
Hoster: abload.de
Auf dem Bild höre ich förmlich die enorme Zunahme des Verkehrslärms, der einen Gottesdienst in der Johanneskirche in Zukunft unmöglich macht - vor allem, da es ja dort neben der Brückenrampe bislang so ruhig ist. ![]()
Scherz beiseite – genau diese Visualisierung zeigt doch, dass besonders die Johanneskirche von der Tunnellösung profitiert.
Ebenso sieht man aber auch, dass die rückwärtige Fassung für die Kirche fehlt (historischer Platz); dieses wieder herzustellen, wäre ja durch den Entfall des Tausendfüßlers durchaus möglich.
Statt des in der Bildmitte zu erkennenden Neubaus vor der IHK könnte die gleiche Baumasse nördlich der Kirche die historische Platzsituation wenigstens in Teilen wieder herstellen; hier könnten z.B. auch kirchennahe Funktionen untergebracht werden und der Martin-Luther-Platz würde räumlich wieder etwas deutlicher definiert.
^^^ Wenn man die Rampe noch einige Meter Richtung Süden verschieben könnte, wäre die Lage für die Johanneskirche allerdings noch besser. Die Kreuzung mit der Steinstraße muss natürlich erhalten bleiben.
Die Idee mit Japan finde ich gar nicht schlecht – gerade im Zusammenhang mit Kirschbäumen. Vielleicht lässt sich das noch fernöstlicher umsetzen, indem man einen japanischen Begriff nimmt: Nippon-Allee z.B. In dem Fall könnte man das Straßenschild auch in japanische Schriftzeichen übersetzen – wäre ein nettes Detail.
So wie auf dem Bild sehen die Bäume allerdings nur zehn Tage lang aus. Ausserhalb der kurzen Blütezeit sind die Bäume eher schlicht.
Heute wurde übrigens der Info-Pavillon auf dem Schadowplatz eröffnet.
Ich war gleich da. Äußerst sehenswert. Es gibt einen sehr aufwändig gemachten neuen Film zu sehen, zudem gibt es interaktive Touchscreen-Applikationen und einiges an Infomaterial und ein Modell. Die Aussicht von der Plattform ist sehr nett. Leider hatte ich keine Kamera dabei.
^ Die RP berichtete ebenfalls darüber, Kostenpunkt - 1,4 Millionen Euro inklusive Ausstattung und einen Werbefilm. Man kann der Stadt nicht vorwerfen, wenig Aufwand in die Kommunikation mit den Bürgern zu stecken.
Falls ich mich für das Verspotten der Ideen der Heimatvereine rechtfertigen muss - die aufgetischten Anregungen finde ich einfach albern. Welchen Sinn hat Kritik, die keine bessere alternative Problemlösung bietet?
Die Mitarbeiter der Düsseldorfer Stadtplanung können im geöffneten Pavillon offen über Themen und Projekte diskutieren, die noch nicht entschieden wurden - wie der Vorschlag mamamias, der Kirche eine klare Umfassung zu spendieren. Oder ob die Tuchtinsel doch noch mit einem Bürohochhaus bebaut wird (wie es zeitweise aus guten Gründen angedacht war). Dabei stellt sich jedoch auch die Frage, wie viele Bürger ein plausibles Konzept verfolgen und wie viele bloß keine Investition in der Nachbarschaft haben wollen.