Palais an der Oper / Ex-Residenzpost [fertiggestellt 2013]

  • Residenzpost wechselt den Besitzer

    Ein russischer Investor hat laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung für 300 Millionen Euro die frühere Residenzpost gekauft. Obwohl es sich beim Palais an der Oper um ein Prestigeprojekt handelt, welches derzeit in allerbester Lage fertiggestellt wird, sei dies eine völlig neue Entwicklung auf dem Münchner Immobilienmarkt.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…ft-residenzpost-1.1501148

  • ^^
    Hmm, ob Mietwohnungen so clever sind? Der russische Investor hat unglaubliche 300 Mios bezahlt - da will doch einer ohne Rücksicht auf Verluste eine Menge Geld schnell materialisieren. Als Zielgruppe für die Wohnungen kann ich mir eigentlich nur schwerreiche Russen oder Golfstaatler vorstellen, diese kaufen in der Regel lieber gleich als mieten.

  • Baufortschritt an der Residenzpost im Februar 2013

    Nach langer Zeit des Wartens sind am Max-Joseph-Platz nun endlich die Gerüste gefallen und die Residenzpost zeigt sich wieder in alter Pracht. Den neuen Innenhof des Palais an der Oper schmücken künftig das aus dem 18. Jahrhundert stammende, ehemalige Portal zur Residenzstraße sowie ein kleines Wasserbassin.










    Bilder: © Architektator

  • Residenzpost 15.05.2013

    Inzwischen ist das Palais an der Oper fertiggestellt. In der Residenzstraße sind die Luxusboutique Louis Vuitton sowie der Juwelier Bucherer in ihre neuen Filialen eingezogen, unter der historischen Loggia an der Maximilianstraße hat der Gastronom Kuffler ein Restaurant mit Café eröffnet.


    Max-Joseph-Platz:









    Residenzstraße:






    Hofgraben:







    Innenhof:




    Fotos: © Architektator

  • Die Westfassade schaut erstaunlich gut aus :)


    Schön, dass die Gerüste endlich vollständig entfernt sind und man wieder diese wunderbare Architektur genießen darf...

  • Um den einzig positiven Aspekt hervorzuheben: die Wiederherstellung der Rundbögen gegenüber der alten Münze ist ein Riesengewinn. Hier waren vorher nur vergitterte kleine Fenster, wie auf diesem Foto aus der ersten Umbauphase (Freilegung der Bögen) zu sehen ist: http://www.flickr.com/photos/11332944@N06/3651409390/ (copyright: akante1776/flickr). Heute dagegen siehe Architektators 11. Bild.


    Der Preis für diese kleine Verschönerung war viel zu hoch:


    Zunächst mal wird eine ehrenwerte Tradition weggefegt. Seit königlich bayerischen Zeiten über 1870er, I. und II WK, Reichs-, Bundespost und Post AG war hier immer der "Flagshipstore" der Post in München. Stadtgeschichte. Sind wir etwa die Generation der Verschacherer?


    Entsprechend großartig war denn auch die Architektur - sogar noch des Wiederaufbaus der 50er, wie man auf diesem kleinen Bild aus nem tz-Artikel der nun zerstörten Westfassade sehen kann:
    http://www.tz-online.de/aktuel…t-bauarbeiten-342832.html


    Die Hauptfassade ist jetzt so übertrieben geleckt, dass sie aussieht wie komplett rekonstruiert. Was mich natürlich freuen würde, wäre es eine Rekonstruktion eines Jahrzehnte verschwundenen Gebäudes. So wünsche ich mir eine Menge Smog-Spray, um der Fassade die natürliche Würde des Alters zurückzugeben, die sie vor dieser Botox-Behandlung hatte.


    Die einfachen Münchner werden in Zukunft natürlich draußen bleiben, wieder ein kleines öffentlich zugängliches Highlight für jeden weniger. Und das alles für Zweit- und Drittwohnungen, die 8 Wochen im Jahr bewohnt werden... der Hof bleibt dunkel. Im Fischerei- und Jagdmuseum würden sich Looofts doch sicher geil machen! Oder im Polizeipräsidium. Die Akademie in der Kaufinger wird ja nun auch endlich aufgegeben. Bitte mehr Shopping und "Lifestyle" ins Zentrum, bis zum erbrechen, hurra!!


    Und genau hier zeigt sich die typische Münchner (Neureichen-)Tendenz, Tradition penetrant zu predigen bzw. zu "leben" und sie dabei doch so mit Füßen zu treten oder gar zur billigen Folklore bzw. Fassade verkommen zu lassen. (Nicht mal bei den drei knallroten Schatzkammerschildern am Königsbau hat sich irgendwer Gedanken gemacht, wie das vielleicht würdiger ausehen könnte). Viel Kohle und trotzdem Billiggeschmack sind eben kein Garant für Ästhetik und Weltläufigkeit!


    Sorry, es ist spät ;) diplomatisch ausgedrückt: diese Entwicklung der "Ent-Öffentlichisierung" und des totalen Ausverkaufs in der Innenstadt stimmt mich traurig.

  • Als ob eine Postbankfiliale "öffentlicher Raum" im herkömmlichen Sinne wäre. Im Endeffekt wäre auch eine Postbankfiliale (Filialen der Deutschen Post gibt es ja gar keine mehr) heute nichts anderes, als ein x-beliebiges Geschäft. Allerdings ohne Kunstausstellung, die ja in das Vuitton-Haus noch dazukommen soll und soweit ich weiß, sogar öffentlich sein soll. Insofern kann ich Deine ARgumentation nicht ganz nachvollziehen.


    Und dass die Fassade wie geleckt aussieht... ja mei... nach ein paar Jahren ist das doch wieder anders.

  • Ich finde grad diese Steinquader-Optik gut. War die bis zum Umbau auch noch erhalten? Hier (in Berlin) und in Potsdam hat man diese ja auch beim Alten Palais bzw. der Nikolaikirche wieder hergestellt. Sicher ists noch etwas grell. Hat bei dem Farbton etwas...ähm...käsiges. Aber mit der Zeit wird das schon...


    Und bei den seitlichen Fassaden muss man vielleicht mal abwägen: ja, die alte Westfassade war sicher interessanter, als die jetzige. Aber dafür hat man jetzt wieder ne schöne Rückseite. Natürlich war das eine nicht die Bedingung für das andere, aber so ists nun mal gekommen. Und die positive Veränderung, die die Rückseite erfahren hat, überwiegt gegenüber der negativen Veränderungen der Westfassade, oder? Wobei ich sagen muss, soo toll war die nun auch nicht. Bis auf diese Portal auch eher abweisend, wie die Rückseite. Allerdings wirken die neuen Fenster etwas...billig. Erinner mich heute ans Thorwaldsen-Museum in Kopenhagen.

  • Palais an der Oper - Teil 1

    Blick auf den vorderen Teil der frisch sanierten Residenzpost:







    Am hinteren Teil des einstigen Palais Toerring-Jettenbach treffen Tradition und Moderne aufeinander:






    Fotos: © Architektator

  • Palais an der Oper - Teil 2

    Unter der schattigen Loggia befindet sich nicht nur ein schönes Café, sondern auch kunstvoll restaurierte Fresken:









    Vor dem historischem Portal im Innenhof sprudelt ein Brunnen:




    Fotos: © Architektator

  • Ich hab es mir vorhin mal etwas bewusster angesehen und "live" gefällt es mir deutlich besser als auf den Fotos.
    Trotzdem hätte ich gerne gewusst was gegenüber vorher geändert wurde, denn so auffällig war es bisher nicht wie es jetzt ist.