Dresden: Frauenkirche

  • Ja, diese Glanzleistung deutscher Architektur (kein Scherz - dieser Klotz steht wirklich einen Steinwurf von der Frauenkirche entfernt und kann von der Brühlschen Terrasse aus "bestaunt" werden), genannt - welcher Hohn - Neues Palais:

  • der innenausbau wird auch 1 zu 1 werden, oder? (natürlich müssen technik und so rein, aber das erscheinungsbild wird so sein wie vor '45 - oder?)
    Kai

  • Zitat

    der innenausbau wird auch 1 zu 1 werden, oder? (natürlich müssen technik und so rein, aber das erscheinungsbild wird so sein wie vor '45 - oder?)


    Im Großen und Ganzen ja. Im Detail wird es aber Unterschiede geben, die Orgel beispielsweise soll nicht rekonstruiert werden.

  • Ja, die Silbermannorgel wird nicht wiederhergestellt. Darüber gab es aber jahrelang Streit. Die neue Orgel soll wohl nun den heutigen Gegebenheiten besser angepasst sein. Ich bin mir aber sicher, dass diese Orgel auch sehr repräsentativ werden wird.


    Über den aktuellen Baustand und das zukünftige Baugeschehen gibt es heute in der lokalen Presse ein Interview mit dem Baudirektor.

  • Sowas wie die Frauenkirche gehört schon wieder hergestellt. Also da kann die Wirtschaft noch so schlecht gehen, so ein Bauwerk muss wirklich erhalten bleiben. Denn das ist auch das was Millionen von Menschen in den Urlaub nach Deutschland zieht, unsere reiche Kultur und Geschichte!

  • Wieder mal was neues aus der heutigen Sächsischen Zeitung:


    Eine Million Steine versetzt
    Boden für Plattform gegossen / Laternenhals fertig
    Von Reinhard Delau


    „Jetzt geht es aufs Ende zu“, sagt Henry Jäkel, „der Laternenhals ist fertig. Die Platte für die Aussichtsplattform liegt. Knapp eine Million Steine stecken nun in der Kirche, kleine wie große, Fassaden- und Hintermauerungssteine.“ Jäkels Blick gleitet über die honiggelbe Sandsteinkuppel der Frauenkirche, hinauf bis zum zylinderförmigen Gerüst hinter der Plane. Dahinter wurde mit dem Bau der Laterne begonnen, dem filigransten Stück der Kirche. Nächstes Jahr Ende Februar soll die Laterne stehen.


    Noch gut drei Monate, dann ist der Steinbau vollendet. Jäkel, Steinkoordinator bei der Walter Bau AG, ist seit 1997 am Bau der Kirche beteiligt, hat es an der Frauenkirche zum Polier gebracht. Als er dort antrat, war das Gotteshaus bei acht Metern Höhe angelangt. Jeden Stein, der seitdem in der Kirche seinen Platz fand, hat er abgerufen, herbeigeordert, aus dem Altsteinlager, aus dem Sächsischen Sandsteinwerk in Pirna. Das war oft ein Balanceakt, zur rechten Zeit die richtigen Stücke auf der Baustelle zur Verfügung zu haben.


    Abweichend zur Bährschen Kirche erhält das wieder aufgebaute Gotteshaus eine Aussichtsplattform. An sie knüpfen Stiftung und Fördergesellschaft große Erwartungen. Die Kirche wird auch nach ihrer Vollendung eine Menge Geld kosten. Die Eintrittsgelder sollen einen Teil der Betriebskosten decken. „Vielleicht“, so der Finanzchef Heinz Wissenbach unlängst, „wird man hier auch wie in Florenz vor dem Dom Schlange stehen.“ Hinauf zur Laterne. Zuerst mit dem Aufzug, dann über Treppen, dann den langen spiralenförmigen Aufgang zwischen äußerer und innerer Kuppelschale entlang, zum Schluss über ein Treppchen zur Plattform.


    Eng ist es hier oben. Ein kräftiger Wind weht. Gedämpftes Licht flutet durch die Planen. Stille, die Stille der Steine. Es ist Feierabend. Die 64. Schicht ist verlegt. Die Kirche hat eine Höhe von 66,97 Metern erreicht, 66,97 von 91 Metern.


    Es ist so weit: Das Aufmauern der Laternenschäfte beginnt. Pro Tag ist das Versetzen nur einer Steinschicht möglich. Der Mörtel, in dem die Sandsteine ruhen, muss abbinden.


    Rund elf Meter Höhe sind es bis zur letzten Laternenschicht aus Stein. Danach folgt die Haube. Sie wird aus Holz hergestellt und mit Kupfer bedeckt. Im Juni sollen Haube und Kreuz auf die Laterne gesetzt werden.


    Link zum Bild:



    http://www.sz-online.de/nachrichten/fotos.asp?artikel=535589

  • und ich erst! (siehe bild links :) )


    was wird das für ein gefühl sein, von der neuen frauenkirche runter auf den neumarkt zuschauen und etwas weiter der turm der hofkirche, vom schloss, die semperoper an sich, der zwinger...*träum* als nächstes projekt, nach der frauenkirche und neumarkt, würde ich die sophienkirche vorschlagen, die (glaube ich) am zwinger liegt/lag - nur leider wurde dort vor kurzem ein neues gebäuide errichtet :(
    Kai

  • Ach, die sind doch schon von Anfang Oktober... trotzdem nett, dass du sie hier postest. Denn nicht jeder kennt die Internetseite der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden.

  • Sehr schöne Fotos! War mir gar nicht bewusst, dass der Bau schon so weit fortgeschritten ist!


    edit: hab die threads verschmolzen; hier gibts ja schon nen "offiziellen" Frauenkirchen-Thread

  • Das 2te hat was, wie die Kirche aus der, durch die Wolken verdunkelten Umgebung, hell herausstrahlt.
    Was dauert denn da noch so lange, dass sie erst 2006 fertig sein soll? Es fehlt doch (außen) nur noch die recht kleine Laterne auf der Kuppel?!

  • Zitat

    Original geschrieben von Ben
    Das 2te hat was, wie die Kirche aus der, durch die Wolken verdunkelten Umgebung, hell herausstrahlt.
    Was dauert denn da noch so lange, dass sie erst 2006 fertig sein soll? Es fehlt doch (außen) nur noch die recht kleine Laterne auf der Kuppel?!


    Fertig wird sie früher, nur die Eröffnung ist 2006 zur 850-Jahr-Feier Dresdens.

  • Zitat

    Original geschrieben von Kaiser
    man, ist das 'n anblick! ich kann es kaum noch erwarten die frauenkirche mit neumarkt zu sehen ! :)
    Kai


    geht mir genauso. Ich war im letzten Jahr mal kurz in der unterkirche gewesen, und die hat ja schon was für sich. Bin echt gespannt, wie das innere der hauptkirche, also das oben aussieht