Kö-Bogen 2. BA (Altthread bis 2008)

  • Heute um 16 Uhr endet die Bewerbungsfrist für die europaweite Ausschreibung des Grundstücks Jan-Wellem-Platz.

    Noch im Rennen:

    • Hochtief, mit den Architekten HPP
    • Bankhaus HSBC Trinkaus, mit dem Büro RKW
    • Bouwfonds MAB Development, mit dem Architekten Jürgen Meyer
    • "Die Developer", mit dem Star-Architekten Daniel Libeskind

    Vorzeitig ausgestiegen:

    • Züblin, mit dem Hamburger Architektur-Büro Bothe, Richter, Teherani

    Bürgermeisterin Gudrun Hock (SPD) nahm die möglichen Folgen der Finanzkrise auf die Stadt zum Anlass, erneut den Stopp des Kö-Bogen-Projektes zu fordern :nono:

    Mal sehen was nun rauskommt :???:

    RP

  • Dekoratives Anführungszeichen

    die drei anderen sind fest entschlossen zur Teilnahme.

    Da waren es nur noch 2. Die RP meldet in ihrer Printausgabe vom 18.10, daß lediglich Bouwfonds MAB Development und "Die Developer" ein Angebot abgegeben haben.

    Trinkaus, derentwegen der ganze Prozess überhaupt in Gang gesetzt wurde, hat kein Angebot abgegeben :confused:

    Hoffentlich wird das jetzt von der Politik als Chance begriffen, die Planung mehr an städtebaulichen Aspekten und weniger an den Vorgaben des (ehemals bevorzugten) Investors auszurichten. :daumen:

  • ^^ RKW ist doch raus, nur diese beiden sind noch beteiligt:

    • Bouwfonds MAB Development, mit dem Architekten Jürgen Meyer
    • "Die Developer", mit dem Architekten Daniel Libeskind


    Mitten in der Finanzmarktkrise eine Liquidität von € 167 Mio (inkl. Grundsstückskaufpreis) zu garantieren ist schon eine sehr hohe Hürde, wobei ich diese Bedingung für unverzichtbar halte, um das Risiko einer Bauruine auszuschließen.

    Das Zwischenergebnis jetzt ist kein ernstes Problem: Der Prozess dient dazu aus vielen Bewerbern eine Auslese zu treffen. Genau das geschieht gerade. Am Ende bleibt nur noch einer übrig und der baut dann.

  • Die Hürde war schon sehr hoch und gerade eine Bank wie Trinkaus wird da nun sicher anders kalkulieren. Trinkaus hat sicher aber auch durch die politischen Querelen in Düsseldorf keine Lust mehr gehabt, was ich durchaus nachvollziehen kann.

    Da das Projekt nun auch wieder im Rat kaputtgeredet wird, wird das Projekt sicher noch in den nächsten Monaten eh kippen. Dann wäre alles umsonst gewesen, käme dann doch wieder Jahre später und wir dürfen uns bis 2020 auf ein tiefes Loch in der Stadtmitte freuen ... schöne Vorstellung :(

    Sicher ist das schwarzgemalt, aber in Düsseldorf würde mich sowas nicht mehr wundern ...

  • Auf RP online ist nun auch ein Artikel zu lesen. Man befürchtet auch hier das Verfahren könne mit nur zwei Bewerbern zur Farce zu werden.

  • Wie wäre es mit dem "Streamer"-Gelände. Da können sie direkt anfangen und teuer ist es auch. Die Banker kommen dann mit der Yacht zur Arbeit.

    Ein Teil des (langen) Gebäudes wird hoffentlich für kulturell Wertvolles genutzt (Veranstaltungsmöglichkeit, Museum, Ausstellungsfläche), da muss auf jeden Fall Leben hin, fraglich ob eine Bank das leisten kann !

    Oder kann da wegen der zwei Großbaustellen (Sign, Twin Towerchen) eh nicht so schnell begonnen werden?

  • Wir haben also nur noch die Wahl zwischen Daniel Libeskind und Jürgen Meyer H. - Da bin ich doch sehr gespannt, ob hier ein städtebaulich integrierbarer Entwurf raus kommt, oder ob die „Stararchitekten“, als „Gefangene“ ihrer erfolgreichen Formensprache, einen austauschbaren Fremdkörper präsentieren. BRT z.B. hatte ja schon beim Fassaden-„Wettbewerb“ ein solch austauschbares Etwas präsenntiert.

    Ich habe wieder das Gefühl, das „name-dropping“ die Qualität der Architektur sichern soll – Guter Städtebau und gute Architektur funktionieren anders! Schließlich fehlt es dem Umfeld des JWP ja auch nicht gerade an hervorragender Architektur.

    Wer eigenen eigenen, einigermaßen sicheren Geschmack hat, braucht keine „Namen“! Hier geht es ja schließlich um ein Bauwerk, das für die nächsten 50 Jahre in der Mitte der Stadt stehen wird; da ist es mir wichtiger, das hier ein Gebäudekomplex entsteht, der genau an diesen Ort passt. Ich will nicht nur „Prada oder Gucci“ – Ich will was wirklich gutes!

    Nicht alles, was z.B. in der Hamburger Hafen City gut ist, wird auch hier angemessen und passend sein. Jeder Ort (jedes Grundstück) ist anders!
    Warum überhaupt die Eile? Bis 2014 wird dort sowieso noch genug „gebuddelt“; und solange muss die Bahn auch noch über den Platz fahren.

    Die Stadt sollte auch nicht nur nach dem Kaufpreis entscheiden; das bessere Konzept und die bessere, für diesen speziellen Ort einzigartige Architektur sollte realisiert werden. Auch wenn ich den Kaufpreis generell für nicht zu hoch empfinde.

    Ich will einfach nur ein besonderes Gebäude für diesen Ort – Zeit darf da kein Faktor sein! Eine Kombination beider Wettbewerbe (Kö-Bogen I und II) wäre mir sowieso lieber!

  • Die Diskussion geht auch im Rathaus weiter. Gudrun Hock (SPD), ist der Meinung, dass das Projekt nach dem Ausstieg der Trinkaus-Bank zum derzeitigen Zeitpunkt keinen Sinn macht. Man könne nicht den besten Preis erzielen.

    Die Stadt erklärte hingegen, dass das Verfahren rechtlich gar nicht gestoppt werden kann. Schließlich haben zwei Bewerber fristgerecht ihre Unterlagen abgegeben.

    Nun wird alles in Ruhe geprüft und sollte das Ergebnis positiv ausfallen, wird der Rat voraussichtlich im Februar 2009 den Verkauf des Grundstückes an einen der beiden Bieter für 46 Millionen Euro beschließen.

    Bis zum 1. Januar 2010 würde dann die Stadt das Baufeld frei machen und der Investor könnte dort sofort mit den Arbeiten beginnen. Bis 2014 soll der Kö-Bogen fertig sein.

    Der Kö-Bogen ist morgen ab 15:00 Uhr auch Thema des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung im Rathaus - die Sitzung ist öffentlich.

    NRZ

  • Wow, dann wäre die komplette Innenstadt für vier Jahre eine Baustelle, angefangen am Wehrhahn über die Schadowstraße mit der großen Baustellenblase am JWP über die Elisabethstraße bis hin zu den Bilker Arcaden.

    Ich freu mich schon auf Sommer 2014 :D

  • Und die Düsseldorf Arcaden freuen sich auch bis 2014!!

    Vielleicht sollte man erst mal abwarten, was die beiden verbliebenen Teams präsentieren; und dann bitte nicht nur auf "Namen" und Kaufpreis schauen.
    Wenn die Angebote, bzw. Planungen unbefriedigend sind, muß die Stadt jetzt auch nicht unbedingt verkaufen.

  • Der Planungsausschuss verabschiedete gestern den Bebauungsplan. Im ersten Bauabschnitt werden die zwei neuen Gebäude auf dem Jan-Wellem-Platz und der Tunnel für den Autoverkehr zwischen Blumenstraße, Heinrich-Heine-Allee und Berliner Allee entstehen.

    Es wurde dort jedenfalls wohl heftig weiter diskutiert und immer wieder der Trinkaus-Bank "nachgeweint".

    Am Rande wusste ein Insider zu berichten, dass es sich um zwei fantastische Entwürfe handle.

    RP

  • In einem Interview mit der RP äußerte Daniel Libeskind, das Düsseldorf offen für Neues sei. Er schätzt die Stadt wegen seiner Eleganz und Weltoffenheit. Der Kö-Bogen sei ein Projekt von außerordentlicher Reichweite. Auch nach seiner Ansicht bietet sich die einzigartige Möglichkeit, die Königsallee wieder an den Hofgarten anzubinden und einen völlig neuen Stadtraum für die Fußgänger zu erschließen.

    RP

  • Zitat Daniel Libeskind aus dem Intervierw mit der RP: "Ich habe angestrebt, die verschiedenen historischen und maßstäblichen Ebenen des Ortes in Einklang zu bringen und dabei ein zeitgemäßes Gebäude zu schaffen, ein Gebäude, in dem die Geschichte des Ortes gleichwohl ablesbar wird."
    Das klingt sehr gut - ich bin gespannt auf den Entwurf!

  • Ich finde es auch ein super Konzept was er hat, dass der die Geschichte und die Umgebung einfließen lassen will. Ich kann es kaum erwarten mal zu sehen was auf uns zukommt.

    Super Konzept - Wird ein toller Entwurf

  • [quote='Mexbuild','RE: Kö-Bogen 2. BA (Altthread bis 2008)']Ich finde es auch ein super Konzept was er hat, dass der die Geschichte und die Umgebung einfließen lassen will. .... QUOTE]

    Das hat für mich noch nichts mit einem Konzept an sich zu tun. Jeder Architekt sollte einen Entwurf unter diesen Maximen bearbeiten - andernfalls kommt eben nur etwas Austauschbares herraus. Ein guter Architekt ist in der Lage, den Genius Loci, die räumlichen und inhaltlichen Besonderheiten des Ortes in seinen Entwurf einfliessen zu lassen.

  • Seht erfreulich, hoffe er wird etwas schönes für Düsseldorf entwerfen ich bin eigentlich kein Freund des Stils von Liebeskind, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

    Weiß man schon etwas vom anderen Entwurf ?