Leipziger Wohnungsbau

  • Quartier Ad Fontes Musica - Baugenehmigung wurde erteilt

    Da kann man schon mal den Überblick verlieren, zumindest geht mir das bald so ;):


    Als Neuigkeit wurde am 11.10.2012 auf der Website von Baukomplex verkündet:


    Quartier Ad Fontes Musica
    Neubau dreier Stadtvillen in der Sebastian-Bach-Straße 40-42
    Die Baugenehmigung wurde erteilt!


    http://www.ad-fontes-musica.de/index.html
    Lage: http://www.dafmap.de/d/lhal.html?id=1861&mt=2&zoom=17


    Berichtet wurde über das Projekt hier bereits mehrfach, u.a.
    http://www.deutsches-architekt…d.php?p=329114#post329114

  • Mit dem Entwurf für die Käthe-Kollwitz-Straße 66 kann ich irgendwie nix anfangen, die Fensterlosigkeit der Straßenfassade wirkt umso absurder, wenn man bedenkt dass es sich hierbei um die Südseite handelt.


    Das sieht auch wieder nur auf dem Papier schön aus. Ein stehendes Gewässer dieser Größe macht nicht mal 2 Monate Spaß.


    Naja, das ist doch ein klassischer Teich. Der durchschnittliche (Feuerlösch-)Teich in der Region dürfte kleiner sein und seit Jahrhunderten Spaß machen. Ich find's jedenfalls besser als die durchschnittliche Vorstadtsiedlung mit abgezäunten Minigrundstücken. Was Dölzig betrifft, spricht gerade die verkehrsgünstige Lage, ohne unmittelbar von Flug- oder anderem Verkehrslärm betroffen zu sein, für das Projekt.


    Kurzer Klugscheisser-Einwurf: Da Dölzig zu Schkeuditz gehört, hätte das Projekt besser hierher gepasst.



    Stimmt, deswegen hatte ich es damals bereits hier gepostet ;)

  • Wohngebiet Lausener Dorfplatz

    Am Rand von Grünau sollen in der alten Ortslage Lausen weitere 18 Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen:


    Lage: http://www.dafmap.de/d/lhal.html?id=1966&mt=4&zoom=15


    PM Stadt Leipzig, 05.02.2013:


    Bebauungsplan Nr. 382 "Wohngebiet am Lausener Dorfplatz"; Stadtbezirk Leipzig-West, Ortsteil Lausen-Grünau; Aufstellungsbeschluss
    http://notes.leipzig.de/appl/l…17BA11B19C1257995003187B9


    hier vor allem Anhang 5 - Gestaltungsplan.


    Das Plangebiet selbst ist grundsätzlich frei von Nutzungen. In der Vergangenheit war das Grundstück Teil eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Schuppen, Stallungen, Silos und Gutshaus. Das ursprünglich genutzte Gutshaus am Lausener Dorfplatz wurde aufgegeben und fällt zunehmend brach. Dieses noch relativ gut erhaltene Gebäude soll geschützt und einer neuen Nutzung zugeordnet werden. Auf dem Gelände befinden sich weitere ruinöse Gebäude, die teilweise bereits abgerissen wurden bzw. brachgefallen und zum teil stark mit Abfall belegt sind. Die Reste einer ehemaligen Siloanlage sind ebenfalls mit Müll verfüllt. Diese verbliebene Bebauung soll im Rahmen der Entwicklung des Geländes abgerissen werden. In diesem Zusammenhang sind möglicherweise archäologische Grabungen erforderlich, da das südöstliche Plangebiet in einem archäologischen Relevanzbereich liegt.

  • "Die Drei Villen" am Johannapark bzw. LASSALLE PARKVILLEN


    Der Rohbau der drei neuen Stadtvillen der Leipziger Stadtbau AG im Bachstraßenviertel am Johannapark stehen.



    An der Ferdinand-Lassalle-Straße.



    Westseite der "Villa Noelle" an der Hillerstraße.



    Nord- bzw. Hofseite.



    Einfahrt zur Tiefgarage.



    Villa Noelle.



    Übergang von zwei Gebäuden.



    Villa Jeanne.



    Villa Claire.




    Ostseite der "Villa Claire" an der Hauptmannstraße.



    Und erneut die Hofseite.

  • ^ städtebaulich Top da die Lücke wieder gefüllt wurde. Richtig lässt es sich erst beurteilen wenn die Fassaden ihre richtige Farbe erhalten haben. Das bringt auch den Park wieder in einen umfassenden Kontext. Er läuft praktisch nicht mehr so aus seinem Raster. Schön was die Stadtbau AG so entwickelt!


    Bzgl. der Käthe-Kollwitz-Straße: ich finde den Entwurf eigentlich relativ interessant. Gerade die Fensterlose Fassade mit scheinbar strukturierter heller Fassade bricht ein bisschen die Front des Historismus in dem Teil der Straße. Es sieht auch so aus als wird die Wand nur eine vorgelagerte Hofwand, mit Wohntrakt in den Garten hinein. Mit den Allee Bäumen könnte ich mir auch ein interessantes Lichtspiel auf der Fassade vorstellen. Vorausgesetzt es scheint die Sonne. ;)

  • Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Naumannschen Brauerei

    Die Ergebnisse des von DAvE LE an anderer Stelle - http://www.deutsches-architekt…d.php?p=368544#post368544 - bereits angesprochenen Workshops zur geplanten Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Naumannschen Brauerei in Plagwitz (hart an der Grenze zu Kleinzschocher - http://www.dafmap.de/d/lhal.html?id=1985&mt=4&zoom=16 ) werden mit einigen Bildern der drei ausgezeichneten Entwürfe in der L-IZ vorgestellt:


    L-IZ, 12.02.2013
    Entwürfe für Ehemalige Naumannsche Brauerei: Wohnen in Parklandschaft
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…nsche-Brauerei-46380.html


    Der erste Preis ging an Hirsch Architekten aus Hildesheim: http://www.hirsch-architekten.com/ Der Entwurf von Sven Hirsch und Kolleginnen sieht sieben Wohngebäude in einer parkähnlichen Landschaft vor, die mit vier oder fünf Etagen die Geschosshöhe der umgebenden, überwiegend gründerzeitlichen Bebauung aufnehmen. Der erhaltene zweistöckige Ziegelbau der Brauerei Naumann bzw. später Westquell-Brauerei an der Erich-Zeigner-Allee soll aufgestockt werden. Die unteren Geschosse sind dabei für gewerbliche Nutzung vorgesehen, denn sie haben aufgrund des nach Westen stark ansteigenden Geländes nur eine Fensterfront zur Straßenseite. Ebenfalls erhalten bleiben wird demnach der Rest des ehemaligen Sudhauses an der Zschocherschen Straße, neben dem mit schmalen Abstand ein ähnlich großer Neubau gesetzt werden soll. Vom Lidl-Parkplatz werden die Neubauten durch einen Grünstreifen abgetrennt. Vorgesehen ist eine Tiefgarage für die PKW der Bewohner_innen.


    Die gesamte Wohnanlage ist vorrangig für potentielle Eigennutzer geplant, die sich größere, auch familienfreundliche und altengrechte Wohnungen mit direkt angrenzendem Grünbereich wünschen. Welche Kauf- und Mietpreisvorstellungen der Investor, die HAUS & CAPITAL Wirtschafts- und Finanzierungsberatungs GmbH mit Sitz in Wiesbaden ( http://www.huc.de/ ), dabei hat, wird sicherlich noch einmal eine interessante Frage werden, die erst später zu beantworten sein wird.


    Siehe auch

    Bebauungsplan Nr. 400 "Zschochersche Straße / Erich-Zeigner-Allee", Stadtbezirk Leipzig-Südwest, Ortsteil Plagwitz - Aufstellungsbeschluss
    http://notes.leipzig.de/appl/l…7FD8ABD59C1257A1A004970F4

  • ^ und jetzt noch Bilder von der Ausstellung.


    1001: Sven Hirsch Architekt, Hildesheim





    1002: Torsten Hentsch Architekt, Leipzig





    1003: Kayser + Nemeth Architektur, Leipzig






    Der Preisvergabe nach zu ordnen, hätte ich #1003 auf den 2. statt 3. Platz gesetzt. Leider sieht man vom 2. Preis nicht viel. #1001 hebt sich dagegen von den anderen hab. Beide Entwürfe sehen sehr gut aus und passen auch ganz gut ins dortige Stadtviertel.

  • Der erste Preis wurde aus meiner Sicht an den Richtigen vergeben. Die Gebäude wirken mit Abstand am hochwertigsten. Scheinbar wird die Fassade verklinkert, wo hingegen die übrigen Entwürfe Wandstrukturen zeigen, die wohl aus Kostengründen eher Kratzputz werden...
    Im Siegerentwurf passt die Wandstruktur hervorragend zum industrielle Charakter des Grundstücks und fügt sich hervorragend ein. Ausserdem lässt die Fenstersymmetrie viel natürlichen Lichteinfall zu, da fehlt es etwas bei den übrigen Entwürfen. Positiv fällt dann auch die Gruppierung der Bauten als traditionelle Hofsituation mit drei oder vier Seiten auf. Kein Schnickschnack, keine verschachtelten Experimente. Vor allem der Entwurf #1003 wird in dieser Hinsicht sehr unruhig und etwas hingewürfelt.
    Positiv ist aber der Kopfbau im Entwurf #1002 zu erwähnen. Gefällt mir aufgrund der waagerechten Symmetrien sehr gut und sollte vielleicht an anderer Stelle realisiert werden.

  • Der Kopfbau von #1002 macht in der Tat von allen Abbildungen den wertigsten Eindruck.


    Und was ist eigentlich ein "Wohnquatier"? :lach: Disqualifiziert eigentlich schon den ganzen Entwurf #1001.

  • Stadthäuser Industriestraße 37-39 (an der Karlbrücke)

    Für das Grundstück an der Industriestraße 37, Flurstück Nr. 421/1 der Gemarkung Kleinzschocher, hat der Eigentümer am 16.01.2012 einen Antrag auf Bauvorbescheid für eine Wohnbebauung gestellt. Vorgesehen ist die Errichtung von acht Stadthäusern an der Industriestraße mit einer privaten Erschließungsstraße von der Nonnenstraße aus sowie einem Steg. Es handelt sich um den Parkplatz zwischen dem Seniorenheim Leipzig-Plagwitz und den geplanten Neubauten Nonnenstr. 33 ("Neue Leipziger Terrassen"), der Weißen Elster und der Nonnenstraße direkt an der Karlbrücke:
    http://www.dafmap.de/d/lhal.html?id=2032&mt=4&zoom=17


    Der Antrag wurde auf Grundlage des Aufstellungsbeschlusses zum B-Plan Nr. 399 (Beschluss vom 12.04.2012, öffentlich bekannt gemacht am 13.04.2012) mit Zurückstellungsbescheid bis zum 13.04.2013 zurückgestellt. Der B-Plan wurde unter anderem aufgestellt, weil die Gebäude bis unmittelbar an die bestehende Uferlinie der Weißen Elster gebaut werden sollten und die mit den Planungszielen des konzeptionellen Stadtteilplans Leipziger Westen 2009 (KSP West) vorgesehene uferbegleitende Wegeführung nicht mehr möglich wäre.


    http://notes.leipzig.de/appl/l…18CFF5F8C12579DD0022873E/


    Bevor nun am 13.04.2013 die Zurückstellungsfrist der Bauvoranfrage ausläuft, soll zur Sicherung der Planungsziele des Bebauungsplanes Nr. 399 in der Ratsversammlung am 20.03.2013 eine Veränderungssperre beschlossen und vor Ablauf der Zurückstellung öffentlich bekannt gemacht werden.


    Wenn sich das Vorhaben mit der Veränderungssperre und der Verabschiedung des B-Plans noch länger hinzieht, könnte es durchaus sein, dass die Pläne zur Errichtung von acht Stadthäusern hinfällig werden und stattdessen ein in der Gegend mittlerweile bereits wieder übliches Mehrfamilienhaus im Geschoßwohnungsbau entstehen wird, wie etwa Erich-Zeigner-Allee 59, Nonnenstr. 33 - "Neue Leipziger Terrassen" ( http://www.deutsches-architekt…m/showthread.php?p=252757 ), Holbeinstr. 28a, Wohnanlage "Ehemalige Naumannsche Brauerei" u.a.m.

  • Besten Dank für den Hinweis. Unter diesem selten dämlichen und obendrein noch falschen Namen - Man müßte natürlich den Genetiv verwenden, also genius aquae, denn es heißt ja auch nicht genius locus. - findet man dann Entwürfe von Langheinrich & Manke im Auftrag der Künne Immobilien Gruppe. Die Agentur Artkolchose hat das "Corporate Design", also "Markenstrategie, Naming, Corporate Design, Grafikdesign" sowie die Broschüre - und nicht die "Broschur", denn das ist nur die buchbinderische Herstellungsart des Einbands ( http://de.wikipedia.org/wiki/Brosch%C3%BCre ) - entworfen:


    http://www.artkolchose.de/aktu…design_-_genius_aqua.html
    http://www.artkolchose.de/arbeit/82/genius_aqua.html
    http://www.artkolchose.de/arbeit/82/genius_aqua.html#3


    "Der Name thematisiert die Wohnvision des Lebens am Wasser und korrespondiert dabei mit Ort und Architektur. ... Deren Formensprache zeigt die Zugehörigkeit zur Marke des Bauherren, betont die charakteristischen vertikalen Wandelemente der Architektur und spiegelt deren maritimen Charakter wider, was durch den Farbraum zusätzlich unterstützt wird."


    Acht nebeneinandergesetzte Zweieinhalbgeschosser mit Dachterasse entlang der Industriestraße, die fast noch mickriger ausfallen als die 2004/05 gebauten Karnickelställe gegenüber auf Schleußiger Seite.


    Latein: 6
    Deutsch: 6
    Architektur: 6


    Setzen, durchgefallen, noch mal wiederholen!

  • Die Hinteransicht ist ja gelungen, nur die Straßenansicht sieht einfach 0815 aus, als müsste man jeden Scheiß kopieren. Klar, sicher will man auch mal eine Kopie haben und es einfach irgendwo hinsetzen. Besonders die Ecke zur Nonnenstraße hätte man viel besser gestalten müssen. Außer man reißt den einen Altbau dort ab und setzt dasselbe noch mal auf diese Seite, dann passt es und man bemerkt, sowas ähnlich gibt's auch am Schleußiger Ufer schon. Und zuletzt, das Ufer mit Bootssteg hätte man auch kreativer gestalten können. Entweder eine Steinmauer oder die Integration des vorhandenen Stegs an der Karlbrücke. Da hat man gerade die Möglichkeit am Wasser zubauen, nutzt sie aber nicht!

  • Zur Bebauung Teilgebiet der ehemaligen Brauerei C.W.Naumann


    durch die computeranimierten Ansichten des Siegerentwurfes hirschen ( - konnte ich mir jetzt nicht verkneifen:D -) die üblichen Staffagefiguren. Im Ernst - wer möchte denn da mit Kindern leben? Die Gebäude haben weder ein Gesicht noch ein Rücken, kein vorne oder hinten , auch die hier gelobte "Hof"-Situation kann wohl nur der erleben, der mit dem Grundriss im Kopf durch diese Solitäransammlung lustwandelt. Sieht mir irgendwie eher nach Grünau-reloaded aus. Tut mir leid. Und der konstruierte Zusammenhang Klinker - ah, ehemaliger Industriestandort. Naja. Darauf ein Naumann-Doppelkaramel...

  • ^^ mir gefällt der Entwurf.Man darf halt nicht nur im Blockranddenken verhaftet sein. Ich bin mir sicher,dass so ein Entwurf seine Freunde / Käufer findet.
    Anstelle von Backstein würde ich eher Putz bzw.Sichtbetonfassaden bevorzugen.



    Hier mal ein IMHO gelunges Beispiel einer Sichtbetonwand.Die wand dient nicht als Hausabschluß,sondern er als Begrenzungs und Lärmschutzmauer.



    eigenes Bild,gemeinfrei

  • ^ Naja, das hat man auch in Leipzig bereits besser hingekriegt. Zumal Sichtbeton zu gefühlt 100% mittelfristig ein Verschmutzungs- bzw. Veralgungsproblem hat. M.E. ein für Wohnbauten völlig ungeeignetes Material, dass in der Praxis auch geringsten ästhetischen Ansprüchen nur selten gerecht wird.


    Die Aufregung um Naumann'sche Brauerei und die Stadthäuser an der Industriestraße kann ich nicht nachvollziehen:


    Dass das Brauereigelände nicht im Blockrand aufgebaut wird, war doch klar, dass das Gelände statt mit Erschließungsstraßen parkähnlich mit öffentlicher Durchwegung erschlossen wird, ist aber keinesfalls selbstverständlich und ohne Frage zu begrüßen. Die Kritik am Klinker als Fassadenmaterial scheint mir angesichts der Verklinkerung der zwei Bestandsgebäude weitaus konstruierter als die eigentliche Nutzung dessen.


    Die Stadthäuser an der Industriestraße gewesen sich architektonisch auf gehobenem Leipziger Stadthaus-Niveau. Die schrägen, sich nach oben verjüngenden Pfeiler bzw. Trennwände erinnern ein wenig an Ferienhausarchitektur der 70er, sind städtebaulich aufgrund der Lage zum Innenhof allerdings nicht weiter störend. Bedarf für diese "Kaninchenställe" gibt es offensichtlich auch, scheinbar wird in dem Zusammenhang angesichts der momentanen Situation gern vergessen, welche nicht geringe Bedeutung für die Stabilisierung vieler Stadtteile dieser Gebäudetypus in Leipzig hatte und hat. Der Name ist natürlich selten dämlich, aber man muss jetzt auch nicht jedes Pferd zu Tode reiten.