Dresden Archiv

  • Bülowpalais

    noch schnell im Vorbeigehen kurz vor Einbruch der Dunkelheit das Bülowpalais in der Königstraße an der Dreikönigskirche mitgenommen. Da hat das Kameralein ohne Stativ sichtlich Mühe. Es reicht aber um zu sehen, daß es hier auch gemächlich weitergeht:



    Bild ist von mir

  • Meine Gebete aus meinem vorletzten Beitrag wurden erhört.
    Wie heute in der SZ-online zu lesen ist, hat die ECE das Grundstück gekauft, auf welchem das Linde-Haus steht und wird das Linde-Haus abreisen.
    Es ist wohl eine Erweiterung der Altmarktgalerie durch drei Gebäude mit 60 Geschäften in Richtung Postplatz und Willsdruffer Straße geplant.
    Meiner Meinung nach hat das eine enorme Bedeutung für die weitere Entwicklung des Bestandes um den Postplatz. Damit rückt der Postplatz wieder in das Bewußtsein der Leute. Er wird damit auch wieder unbewußt durch Passanten besucht werden, einfach weil dann dort wieder Wege enden, welche die Leute aus den verschiedensten Gründen benutzen. Momentan muß man sich schon bewußt entscheiden, zum Postplatz zu wollen, was wegen fehlender lohnender Ziele immer weniger Leute tun.
    Auch bekommt der Riegel zwischen Taschenbergpalais und Wilsdruffer Straße sowie der Wilsdruffer Kubus durch die Öffnung der Häuserzeile an der Wilsdruffer Straße in Richtung Altmarktgalerie eine größere Beachtung.
    Dann hoffe ich mal, daß sich nun auch ein Investor für das ehemalige Intecta Kaufhaus am Altmarkt findet. Ich hätte nichts gegen eine Ausdehnung der Altmarktgalerie auch in diese Richtung. Na, wie wärs ECE?
    Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Projekt, welches die neue Centrum-Galerie elegant mit der Altmarktgalerie über den Külz-Ring hinweg verbindet.

  • ^^

    Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Projekt, welches die neue Centrum-Galerie elegant mit der Altmarktgalerie über den Külz-Ring hinweg verbindet. Der Külz-Ring ist neben der Elbe die größte Unterbrechung der ansonsten gelungenen Fußgängerachse vom Hbf über die Prager Straße und den Altmarkt durch das Georgentor, über die Hauptstraße zum Albertplatz. Auf dem Rückweg empfehlen sich dann diverse Schlenker über die Königstraße, die Brühlsche Terasse, über den Neumarkt und durch die Weiße Gasse.
    Wie wäre es denn einen weiteren Gebäudeblock auf den Külz-Ring zwischen die Dresdner Bank und die Altmarktgalerie zu setzen. Damit würde optisch ein neuer Platz vor dem Karstadt Kaufhaus entstehen. Die Innenstadt würde an dieser Stelle sichtbar verdichtet. Die ziemlich unwirtliche steinerne Fläche vor der Altmarktgalerie würde verschwinden und bei entsprechender Gestaltung, Passage oder Arkadenverlängerung vom Altmarkt her, könnte man in Zukunft den Külz-Ring zukünftig einigermaßen geschützt überqueren und würde ihn nicht mehr als zu überwindende große Verkehrsmagistrale empfinden. Zumal die Fußgänger bei meist vorherrschender Westwetterlage hier bei schlechtem Wetter bisher immer arg gebeutelt werden.

  • Ich hatte mal irgendwann etwas von einem geplanten Umbau einer Straße (so wie es beschrieben war) nach europäischen Format gelesen. Mit großer Baumallee und so weiter. Weiß da einer was näheres. Ob es jetzt die Wildsrufferstraße war oder der Kölzring, weiß ich nicht mehr. Ich denke aber das auch dass die Sankt Petersburgerstraße die Stadt irgendwei zerschneidet. Ist da mal Besserung in Aussicht?

  • Im Mai soll mit der Pflasterung des Altmarktes begonnen werden und die Tiefgarage mit 480 Stellplätzen soll im Oktober diesen Jahres fertig sein.
    Quelle: SZ-Online


    Sprotte: Ich weiß nichts von solchen Plänen. Meiner Meinung nach hat auch keine Straße in der Innenstadt das Potential dazu. Es gab mal kurz nach der Wende den Plan die St. Petersburger Straße durch engere Bebauung wieder schmaler zu machen. Diese Pläne hatten sich aber mangels Nachfrage nach Büro- und Gewerbeflächen und wegen des hohen Wohnungsleerstandes ziemlich schnell erledigt. Aus dieser Zeit stammen auch Pläne, die Gebäude auf dem ehemaligen Robotron Gelände abzureisen und dieses Gelände anschließend dichter neu zu bebauen. Inzwischen ist man froh, daß wenigstens demnächst die Südseite des Altmarktes geschlossen wird. Auch Karstadt hatte mit seinem Haus große Pläne. Die Rückseite des Karstadt Hauses ist deshalb so öde, weil eigentlich ein weiterer Gebäudeblock angebaut werden sollte mit diversen Geschäften. Könnte durchaus sein, daß diese Pläne demnächst wieder aufgegriffen werden, da das Dresdner Karstadthaus zu einem der Top Häuser des Konzerns ausgebaut werden soll. Durch die neue Centrumgalerie und die bevorstehende Erweiterung der Altmarktgalerie wird die Konkurrenz für Karstadt in den nächsten Jahren bedeutend größer werden. Vielleicht entschließt sich Karstadt ja dann auch zum Bau einer innerstädtischen Mall.
    Alles in Allem läßt sich aber feststellen, daß Dresden sowohl im Bereich zwischen Hauptbahnhof und Altmarkt, im südlich an den Hbf angrenzenden Bereich als auch zwischen Hauptbahnhof und Pirnaischem Platz weit vom Zustand einer geschlossenen kompletten Innenstadtbebauung entfernt ist. Es gab und gibt immer wieder Pläne zur Verdichtung der Innenstadt. Deren Verwirklichung ist aber weitgehend vom Engagement privater Investoren abhängig und die verläßt vielleicht beim Anblick der weiten Brachflächen der Mut. Auch die Stadt kann sich nicht dazu entschließen durch das Ansiedeln der Staatsoperette am Wiener Platz Zeichen zu setzen. Also läßt man weiterhin die großen Brachflächen für eventuelle Investoren offen. Dabei machen gerade diese weiten Flächen einen der Reize Dresdens aus. Könnte sich die Stadt nur dazu entschließen diese Flächen konsequent in öffentliche Parks umzuwandeln. In Zeiten der DDR gab es beginnend hinter dem Rundkino, auf dem Platz des letztjährigen Weihnachtsmarktes einen großen Park mit Wiesen, Bäumen und schönen Wegen. Dort war eines der höchsten Gebäude der DDR geplant, aber Mangelwirtschaft sei Dank nie verwirklicht worden. Es gibt immer noch genug Platz für solche Parks. Viele Schandflecke könnten damit verschwinden (Gelände zwischen Bahnlinie und Lennéplatz, Gelände südlich der Bahnlinie zwischen ehemaligem Hotel Astoria - jetzt Lidl:nono: - und Hbf., an der Herzogin Garten, Ostausgang Tunnel Wiener Platz ...).

  • Dabei machen gerade diese weiten Flächen einen der Reize Dresdens aus.

    :confused:
    Im Zusammenhang von den Brachflächen von Reizen zu sprechen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Eine Innenstadt sollte dicht bebaut sein. Wer das nicht mag, kann ja aufs Land ziehen.;)

  • ^^^
    Darum geht es doch aber gerade, die reizlosen Brachflächen zu beseitigen. Falls, wie hier eben vorliegend, auf absehbare Zeit kein Investor für die Bebauung der riesigen Flächen gefunden werden kann, dann eben Park statt Brachfläche.
    Im übrigen bin ich trotzdem für eine Verdichtung der Innenstadt und sehe darin keinen Widerspruch.

  • Ach, @ Torsten: Ich kenne die Besitzer eines spanischen Restaurants auf der Königstraße sehr gut. Abgesehen davon dass ich da Stammkunde bin kann man sich dort das ganze Jahr über nicht über schlehte Besucherzahlen beshweren.


    Ich weiß aber was du meinst. Bin dennoch nicht der Ansicht, dass zu wenig Publikum auf der Straße anzutreffen ist.

  • Wie die Sächsische Zeitung berichtete, wird das hässlische Linde-Haus abgerissen und der Platz zur Erweiterung der Altmarkt-Galerie genutzt.
    Damit wird der Postplatz auch ansehnlicher.
    Zudem wird das Wiener-Loch, wie es aussieht, nun endlich bebaut werden.
    Das war ja bisher ein riesen Schandfleck und hätte bei Nichtbebauung nächstes Jahr zugeschüttet werden müssen.


  • Dresdner Schloss

    Pressemitteilung
    SÄCHSISCHES
    STAATSMINISTERIUM
    DER FINANZEN


    222 millionster Euro für das Dresdner Schloss
    Der Freistaat Sachsen hat in den Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses von
    1991 bis heute 222 Millionen Euro investiert. Insgesamt wird der Freistaat Sachsen
    voraussichtlich 337 Millionen Euro für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen.
    Nächster Höhepunkt am Schloss wird das Richtfest für die Hofüberdachung des
    Kleinen Schlosshofes am 3. Juni 2008 sein. Es wird wohl das vorerst Letzte in der
    Schlossbaugeschichte sein, da die äußere Wiederherstellung bereits abgeschlossen
    ist.
    Im Mittelpunkt des diesjährigen Baugeschehens stehen außerdem das Versetzen des
    „Schönen Tores“ an die ehemalige Schlosskapelle, der Ausbau des Zwischenflügels
    Nord für die Rüstkammer, Planungsleistungen für die Fassade im Großen Schlosshof
    sowie für die Paraderäume im Westflügel. Weiterhin laufen die Planungen für den
    Ausbau der Räume für die Rüstkammer.
    Die Projektleitung obliegt der Schlosskommission unter Leitung des Finanzministeriums
    und dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
    (SIB).


    Ein Bild des bereits 1986 angefangenen Reko-Projekt Dresdner Schloss vom letzten Jahr. 2013 soll das Schloss dann endgültig fertig sein...


    http://www.fotocommunity.de/pc…G9zcyI7fQ/display/9452259

  • Die neue Bülow Residenz finde ich persönlich erdrückend, besonders für die Rähnitzgasse. Hätte einen kleinen Park mit Wiese, Kiesweg und ein paar Bäumchen deutlich ansprechender gefunden.


    In die Altstadt:


    Weiß eigentlich einer, ob und wann diese brachliegende Fläche bebaut werden soll? Dabei könnte man die große Kreuzung gleich mit umplanen/ umleiten und deutlich Platz sparen.
    http://maps.google.de/maps?q=d…0.00176,0.004699&t=k&z=18

  • Ja, so aus dieser Perspektive wirt es wirklich etwas plump. Vielleicht man von der Straße aus abknipsen.


    Diese Kreuzung und die unmittelbare Umgebung ist ja schlimm. Wenn man ranzoomt, erkennt man gar nicht mehr, dass man in einem Stadtzentrum ist, sondern glaubt sich eher auf einem Autobahnzubringer.

  • Die ganze Stadt besteht aus Parkanlagen, begrünten Brachen und Wildwuchs-Kriegslücken bis zum Erbrechen. Da sollte es doch auch mal möglich sein, wenigstens an ein paar wenigen Stellen nachzuverdichten, angemessen Stadtreparatur zu betreiben, ohne das hinterher wieder ein "Ein-kleiner-Park-mit-Wiese-Kiesweg-und-ein-paar-Bäumchen-wäre-schöner"-Beitrag rauskommt.

  • Die ganze Stadt besteht aus Parkanlagen, begrünten Brachen und Wildwuchs-Kriegslücken bis zum Erbrechen. Da sollte es doch auch mal möglich sein, wenigstens an ein paar wenigen Stellen nachzuverdichten, angemessen Stadtreparatur zu betreiben, ohne das hinterher wieder ein "Ein-kleiner-Park-mit-Wiese-Kiesweg-und-ein-paar-Bäumchen-wäre-schöner"-Beitrag rauskommt.

    Genau! Obwohl Wildwuchsbrachen mit fast zerfallener Vorkriegsarchitektur auch gewissen Charme haben. Aus manchen dieser Wildwüchse würde ich kleine, verrankte Idylle machen, also im Unterschied zu jetzt begehbar.
    Aber grüne Wiesen mitten in der Stadt (und riesige Parkplätze) müssen mit Bausubstanz bestückt werden. Dresden hat mit dem Centralpark, den Elbwiesen und der Heide mehr als genug Grünanlagen.


    Bestes Beispiel eben diese Kreuzung mit der Petersburger Strasse. Der selbe Verkehr hat auf der Hälfte der Fläche Platz.
    Was den Parkplatz anbelangt: Sollte da nicht einmal Karstadt ausbauen? Oder etwa ein anderer Investor ein Kaufhaus/Wohn-Mischmasch hinpflanzen? Wäre ein riesen Gewinn für die Innenstadtdichte.

  • Neugestaltung Altmarkt

    Da über das Thema "Neugestaltung Altmarkt" selten gesprochen wird bzw. kaum ein Wort/Bilder fällt habe ich mich am WE auf nach Dresden gemacht um viele Bilder zu machen, nicht nur um den Altmarkt :D .





    Im hinteren Teil des Altmarkts werden zur Zeit Ausgrabungen durchgeführt.



    Hier entsteht die Einfahrt bzw. Ausfahrt für die neue Tiefgarage unter dem Altmarkt.
    Im hinterem Teil sieht man den alten Kulturpalast.

    Bilder: Dr.Faust

  • Erfreulich die Umgestaltung des Altmarktes. Danke für die Bilder an dieser Stelle.
    Die Parkflächen werden geschickt unter dem Kopfsteinpflaster verschwinden und der Altmarkt wird endlich wieder ein vernünftiger städtlischer Platz.


    In diesem Zusammenhang kann man auch die jüngst vorgestellten Pläne zur Altmarkt-Gallerie Erweiterung an der Wilsdruffer Straße/Postplatz verweisen.


    Folgen noch Bilder vom Neumarkt/Schloss?

  • ^^^

    Laut einer Meldung der sz-online vom Mittwoch, den 02.07.2008
    verzögert sich die Fertigstellung des Albertinums um ein halbes Jahr bis Mitte 2009. Außerdem steigen die Baukosten von ursprünglich 36 auf nun 45 Millionen Euro.
    Begründung klingt so, da bei der Untersuchung der Bausubstanz das Gebäude noch genutzt wurde, konnte die Untersuchung nicht so gründlich wie bei einem leerstehenden Gebäude gemacht werden. Im Nachhinein hat sich die Bausubstanz als schlechter herausgestellt.
    Außerdem wird die Konjunkturentwicklung der Baubranche als Grund angeführt.


    Das Besondere dieses Projektes ist, daß der Innenhof des Albertinums mit einem neuen Gebäude überdacht wird, sozusagen eine doppelte Decke. Diese wird als hochwassersicheres Depot für Kunstschätze genutzt. Der unter dieser Decke entstehende Raum wird als Museumsfoyer genutzt werden.


    Die Wiedereröffnung des Albertinums soll 2010 erfolgen.