Flughafen Nürnberg

  • Jo mei!
    Ich fürchte, da bekommt München eher noch eine 10. Bahn als Nürnberg eine zweite.


    Ein Plus für Nürnberg: wenigstens ist die Schnapsidee mit Hof-Plauen beerdigt.

  • Ich bin da kein Experte. Vom Verkehrsaufkommen her bräuchte Nürnberg wohl kaum eine zweite Bahn. Probleme gibt es aber bei Störungen. Wenn ein Vogel mit Defekt auf der Piste liegen bleibt oder wenn die Bahn repariert werden muss, dann gibt es eben keine Back-Up-Bahn, d.h. der Flughafen ist dicht.
    Das könnte bei erhöhtem Verkehrsaufkommen schon schwierig werden.

  • Der Ausbau in München hat mit Nürnberg nun wirklich gar nichts zu tun. Die Kapazitätsgrenzen von MUC werden vor allem wegen des Umsteigeverkehrs erreicht, da hilft aber logischerweise kein Auslagern nach Nürnberg.
    Im Übrigen kann mit einer Bahn locker das Doppelte an Flugbewegungen abgewickelt werden, wie das in Nürnberg gegenwärtig der Fall ist.
    Und auch als Backup benötigt man keine zweite Bahn, die anstehende Sanierung etwa wird - wie in Frankfurt auch - nachts und in kleinen Abschnitten erfolgen.
    Also da lege ich mich fest: Eine zweite Bahn in Nürnberg wird keiner von uns erleben. Und das ist auch richtig so, denn große Flughäfen sind mit FRA und MUC nahe und mit der Bahn eigentlich schnell zu erreichen. Noch schneller ginge das natürlich, wenn man in München eine bessere Flughafenanbindung für die Bahn hätte.
    Schon ägerlich, dass jetzt in Stuttgart, wo der Flughafen ungefähr nur ein Drittel der Größe von München hat und wo man heute schon in 25 Minuten vom Hbf zum Flughafen kommt, mit Milliardenaufwand ein Fernbahnanschluss für den Flughafens realisiert werden soll während in München nichts passiert. So sehr Stoibers Transrapid-Rede verlacht wurde, er hatte in der Sache doch recht.

  • danke "MonsieurLoi" für deinen Beitrag!


    er rückt ein Paar dinge ganz gut zurecht.


    Ich meine mich auch zu erinnern, das der Flughafenchef kürzlich mal betont hat, das in Bezug zur Flugentwicklung (Personen) in Nürnberg im Grunde nicht mehr allzu viel Steigerung erwartet werden kann.
    Daher möchte man ja unbedingt das Gewerbegebiet um den Flughafen für Logistik attraktiver zu machen. Hier gibt es durchaus zukünftiges Potential, Nürnbergs Rolle ist hier wirklich bescheiden, allerdings fehlt bisher die dazugehörige Infrastruktur.


    Eine zweite Startbahn ist aber auch dann nicht nötig. Lediglich der Logisitk und Millitärflughafen Leipzig, an dem ziviler Luftverkehr eine untergeordnetere Rolle spielt, verfügt über zwei Bahnen. Dort wird aber mehr als 6 mal soviel Luftfracht abgewickelt als in Nürnberg! Dafür hat Nürnberg ein um mehr als 1,5 Millionen höheres Passagieraufkommen.


    Gelänge es dem Flughafen sich hier stärker zu entwickeln, wäre dies sicher ein wirtschaftlicher Trumpf für die Stadt. Allerdings darf man sich dann vom bisherigen Knoblauchsland verabschieden. Das bisherige Gelände wäre dafür nämlich viel zu klein und ist kaum erschlossen. Ausserdem ist Nürnbergs Flughafen so nah am Stadtgebiet (7km bis zur Altstadt), das hier mit einer hohen Belastung für weite Teile des Stadtgebiets zu rechnen wäre. Anders als in Leipzig wären hier Nachtflüge in diesem Ausmaß nie und nimmer durchzusetzen, auch wenn in Nürnberg kein offizielles Nachtflugverbot besteht. Ausserdem würde eine derartige Nutzung unterm Strich eher ein Minuspunkt für die lebensqualität für viele Nürnberger bedeuten.


    D.

  • Das ist richtig, dass der Nürnberger Flughafen für den aktuellen Luftverkehr ausreichend Kapazitäten besitzt, dennoch sollte man bedenken, wenn man nicht erweitert, dann wird man auch nie an höhere Kapazitäten stoßen. Eine neue Start- und Landebahn, die z. B. für Langstrecken ausgebaut wäre würde nicht nur neue Möglichkeiten für den "Europa"-Flughafen eröffnen, sondern auch noch viele Vorteile erschließen. Unter anderem wird immer wieder gesagt, dass der Nürnberger Flughafen sehr großen Wettbewerbsdruck seitens Frankfurt und München hat.
    Hätte man eine Start- und Landebahn mit ca. 3.000 Metern ausgezeichnet für Langstreckenflüge, dann könnte man durchaus konkurrenzfähiger werden als auf dem jetzigen Stand. Wer glaubt, dass niemand deswegen Nürnberg eher anfliegen würde, der hat sich wohl sehr getäuscht. Die Platzmieten für Flugzeuge bzw. deren Stellplätze in Nürnberg sind nur ein Bruchteil im Gegensatz zu Frankfurt und München. Ist natürlich auch wegen der unterschiedlichen Größen verständlich, aber damit wäre ein erster Schritt im Konkurrenzkampf gemacht. Lufthansa wird sich immer mehr an den Fraport binden (wegen dortigem Hauptsitz, A380-Terminal etc.) und es war bereits im Gespräch, dass sämtliche Billigflieger wie Eurowings, die Tochtergesellschaften von LH sind, nach Frankfurt auszulagern. Sollte das passieren, dann wird Nürnberg in naher Zukunft nicht nur weniger Flüge anbieten, sondern auch weniger einnehmen. In diesem ziemlich realistischen Konkurrenzkampf würde Frankfurt den Schritt gegen Nürnberg gewinnen.
    Deshalb sehe ich auch nicht all zu viel Hoffnung für den Nürnberger "Airport".
    Angesprochen wurde die Lage ja schon einmal. Auch hier muss ich leider zustimmen. Die ausgewählt Lage für den Nürnberger Flughafen ist nicht gerade ideal. Entwicklungsmöglichkeiten gibt es weder im Norden (Reichswald unter Naturschutz), noch im Süd-Osten (Ziegelstein) und im restlichen Westen ist das Knoblauchsland und weitere Anwohner.
    Dass Nürnberg einen 2. internationalen Flughafen eröffnet und den bisherigen z. B. für Regionalflüge weiterhin nutzen würde wäre auch nicht sehr realistisch.
    1. würde das die kleinkarierten Nürnberger Verhältnisse übersteigen (neu muss für Franken ja sowieso erst genauestens geprüft und am besten aus einer anderen Stadt aufgekauft werden; kennen wir ja) und
    2. würde es für ein solches Projekt keine Finanzierungsmöglichkeiten geben (was aber auch verständlich ist).
    Umziehen wird der Nürnberger Flughafen zu 100% auch nicht, weil das ganze Gebäude auch ziemlich neu ist - logisch. Ansonsten würde ich im Süden Nürnbergs einen guten Raum für einen Flughafen sehen. Evtl. auch in Erlangen, allerdings wäre es dann wohl eher der "Erlanger Airport" statt einem Nürnberger.
    Wie man mit Sicherheit erkennen kann bin ich sehr pessimistisch dem Nürnberger Flughafen, aber ich sehe hier wirklich kein großes Entwicklungspotential in der langfristigen Zukunft.

  • Ach, so pessimistisch bin ich da jetzt nicht.


    Man darf sich nur keinen illusionen hingeben in bezug auf wachstum und internationale bedeutung des nürnberger flughafens. Als kleines drehkreuz wird er weiterhin eine Rolle spielen, alleine schon wegen des sehr guten preis/leistungsverhältnisses und der hervorragenden benutzerfreundlichkeit (mehrmals prämiert als bester deutscher flughafen). Das jetzige konzept stimmt und läuft erfolgreich. an den gegebenheiten wird sich so schnell nichts ändern.


    und der ständige aufschrei wegen der ach so großen konkurrenz aus frankfurt und münchen dient meiner meinung nach eher dazu den ausbau des flughafens als logistikstandort zu mobilisieren. Es gibt aber doch auch andere möglichkeiten einen flughafen zu positionieren! Warum muss es immer gleich nach frankfurter der münchner art gemacht werden? Ausserdem wird der preisdruck in den kommenden jahren doch eher zu als abnehmen, kleine flughäfen wie der nürnberger haben hier in bezug auf billigangebote und tourismus eindeutig einen vorteil gegenüber den großen.


    und ob münchen nach der einweihung des berliner flughafens noch eine weitere bahn bekommt ist doch eher fraglich. man war einfach zu spät dran, nun wandern potentielle kapazitäten eben dorthin wo sie ausgeschöpft werden können.


    nürnberg sollte sich evtl. stärker auf den niedrigpreissektor konzentrieren. ryanair hat ja schon angekündigt den neuen berliner flughafen aufzulassen weil er ihnen zu teuer werden wird. da die stadt ausserdem hervorragend an das hochgeschwidigkeitsnetz der DB angeschlossen ist (fahrtzeit nach München HBF 60 minuten, nach Frankfurt HBF 2 stunden, nach Berlin HBF ab 2017 3 stunden) und die U-Bahn alle 10 minuten flughafen und Hauptbahnhof verbindet, sehe ich hier durchaus potential.


    D.

  • Eine neue Start- und Landebahn, die z. B. für Langstrecken ausgebaut wäre würde nicht nur neue Möglichkeiten für den "Europa"-Flughafen eröffnen, sondern auch noch viele Vorteile erschließen. Unter anderem wird immer wieder gesagt, dass der Nürnberger Flughafen sehr großen Wettbewerbsdruck seitens Frankfurt und München hat.
    Hätte man eine Start- und Landebahn mit ca. 3.000 Metern ausgezeichnet für Langstreckenflüge, dann könnte man durchaus konkurrenzfähiger werden als auf dem jetzigen Stand.


    Ich denke, die bestehende Landebahn wäre durchaus für große Langstreckenflugzeuge geeignet. Schließlich landet hier auch öfters der große Antonov-Frachtbomber und früher bei den US-Reforger-Manövern landeten hier auch die großen Militärtransporter. Auch die 747 ist schon öfters in Nürnberg gewesen - früher hat die Lufthansa hier sogar Landeanflüge geübt.
    http://www.leistritz.com/pumps…enter/00_img/nn_20_04.pdf


    Das Problem ist eher wirtschaftlicher Natur. Man müsste eben ein halbwegs großes Flugzeug (wegen der günstigeren Platzkosten) z.B. zu einem Drehkreuz in den USA füllen können. Das wird nicht so einfach sein.
    Vielleicht wird Nürnberg ja ein Drehkreuz für China im Europatourismus - so ein A380 pro Stunde - Leute gibt es dort ja genug ...

  • hier werden ja Ideen verfolgt.


    Nürnberg wird nie mehr als ein großer Regionalflughafen, muss er auch nicht.


    Es wäre schon schön wenn sich das Gewicht nicht immer mehr auf die Mittelmeerflüge veschiebt. Was gibt es denn noch an Linie. MXP wird auch wieder gestrichen.


    Was zu allererst fehlt ist die Anbindung an alle großen Hubs.


    Frankfurt, München, Paris, Zürich ist gut, Amsterdam wäre 4 anstelle von 3 mal täglich auch besser. Aber was ist mit London Heathrow (BA Oneworld), Madird (IB Oneworld), Wien (LH), Stockholm (SAS), Helsinki (Finnair Oneworld)


    Darüber hinaus fehlen Verbindungen nach Barcelona, Lissabon, Mailand (mal wieder) Brüssel, Athen, Warschau, Budapest usw.


    Hier beginnt aber schon das Problem, es fehlt eine Regionale Airline wie früher NFD später Eurowings mit Flugzeugen zwischen 50 und 100 Plätzen (mehr sind in Nürnberg auf Linie nicht zu füllen).


    Hier müsste man ansetzen und nicht überlegen ob eine zweite Startbahn nötig ist. Durch den Erfolg beim Touristikdrehkreuz werden die "großen" Probleme im Linienverkehr überdeckt.


    Mal schauen was passiert wenn BBI öffnet. Hoffentlich gibt es nicht irgendwann mal ein böses erwachen, wenn das Drehkreuz wegfällt und man nur noch 2 Mio Paxe hat.


    Gruß Marco

  • ...und genau um zu verhindern, daß ein konjunkturelles böses Erwachen im Zweifelsfall besonders groß ist, sollte man sich gerade nicht von Ryanair und Konsorten abhängig machen und die Infrastruktur darauf ausrichten. Das haben viele Wannabe-Flughäfchen auch gewollt und von der großen weiten Welt geträumt, bis Ryan eben garede keinen Bock mehr auf lokalpolitisches Kindergezänk hatte oder gar Gebühren wie andere zahlen sollte.


    Das gilt in nicht ganz unähnlicher Weise eben auch für den AB-Hype, der natürlich jetzt gut ist und gut tut, aber Vorsicht!


    Dann lieber sein, was man ist und was zu NUE paßt - aufgrund der Lage zwischen zahlreichen größeren Flughäfen, deren Konkurrenz man nun wirklich nicht ist: Ein Markt aus eigener, regionaler aber nicht zu unterschätzender Kraft, Linien mit kleinerem Gerät in brauchbarem Takt zu den Drehkreuzen und vielleicht als Fernziel sich auch mal für eine punktuelle Mittel/Langstrecke attraktiv machen.


    So fern dies aus heutiger Sicht klingen mag, die einzige halbwegs realistische Perspektive für eine Mittel/Langstrecke sehe ich aufgrund der Passagierströme -ausgehend von einer regelmäßigen Verbindung z. B. 1/3/5 oder eben sogar (werk)täglich je nach Buchungsentwicklung, für eine Route zu einem der kleineren und größeren Drehkreuze an der Ostküste, sowohl im Hinblick auf das verwendbare Material (wie 757ER-Varianten->Continental->Newark, 767-200 US Airways->->Philadelphia) als auch im Hinblick auf die so begrenzten und realistischen angebotenen Plätze.


    Das wirklich klassische Großraummaterial bringt man auf sehr lange Sicht hier nicht sinnvoll voll, aber auch in der Star Alliance gibt es eben Flotten und Nebenmärkte, die an das Gesamtsystem gut angeschlossen sind. Und bei der Flugsuche von Abflugort nach final destination ist es sowohl den meisten Flugsuchenden als auch der Suchmaschine egal, wo umgestiegen wird, Hauptsache die Gesamtverbindung geht. Wenn ich mir überlege, was ich aus Preisgründen oder einfach aufgrund vorhandenem Angebot für seltsame Routen geflogen bin.


    Und wen interessiert es beim Flug nach Phoenix, Seattle, San Diego, Orange County, San Jose, New Orleans, Des Moines oder sonstwohin als Anschluß, ob man nun einmal in EWR oder PHL (z.B.) oder eben einmal in FRA/ZRH/LHR/CDG oder sonstwo umsteigt - oder eben meist gar zweimal, weil die kleineren Ziele ohnehin nicht international außer von Kanada angeflogen werden?


    Ganz nebenbei darf man vielleicht im Hinbklick auf das Gesamtsystem gerade in Zentraleuropa die evtl. durchaus steigenden Möglichkeiten der dezentralen Routen innerhalb der großen Allianzen schon wegen knapper slots an den hubs nicht vergessen, was die obige These ggf. stützen könnte.

  • ich als leipziger würde laus auch recht geben. bei uns wurde auch mal (oder wird teilweise noch) vom großen interkontinental-flughafen mitteldeutschland geträumt. aber außer an luftfracht ist nach vielen jahren der ernüchterung auch nicht viel los. die einzig größeren maschinen, die man mal sieht, ist 1 mal pro dekade ein a380, um zu gucken, ob die aus vielen steuer-millionen finanzierte landebahn auch funktioniert, oder ein flieger aus frankfurt, der dort nicht landen konnte, weil schnee liegt. es funktioniert nunmal nicht, dass jeder mittelgroße flughafen zur internationalen größe heranwachsen will. erst recht wenn alles sinnlos durch politische entscheidungen subventioniert wird. da baute man leipzig für viel geld aus, dann war es den herrn abgeordneten in erfurt un dresden aber zu weit, also baute man dort für millionen deren flughäfen auch auf modernste standards aus, dann kamen die damen und herren aus berlin auf die idee, wenn man schon extrem verschuldet ist, un trotzdem 3 mal die woche nach brüssel muss, und dann noch x mal im jahr quer durch die welt reisen, will man auch gern einen riesen internationalen flughafen. naja, wie auch immer, da bringt es meines erachtens nichts, wenn sich da städte wie leipzig, nürnberg und hannover versuchen mit reinzuhängen. die positionen von frankfurt, paris und london sind gefestigt, gegen den willen von berlin kann man nichts machen, also bleibt "uns" eben nur das regionale geschäft. allerdings hat klaus schon gesagt, es ist doch am ende egal, ob man in europa 1 mal umsteigen muss, oder in den usa. hauptsache es kommt keine aschewolke mehr ;)

  • Hi Ranger,


    in Bezug auf Leipzig denke ich, sind die Flughäfen kaum vergleichbar.


    Leipzig baut eindeutig und nachvollziehbar auf Fracht und tat wahrscheinlich gut daran, früh und mit begrenztem Gezeter einen mehr als ausreichenden Flughafen zu bauen bzw. auzubauen.


    Wenn der mal nötig sein sollte und dann nicht schon da ist, gute Nacht, denn dann hat sich die Gemütlichkeit "nicht vor meiner Tür" schon gefestigt.


    NUE ist in ganz anderer, stadtnaher, beengter Lage und kein Frachtflughafen-dafür aber ein kleiner, aber aus eigener Umgebung doch benötigter Linienflughafen mit Anschluß und Geschäftsfliegerpotential, was LEJ wieder eher begrenzt ist.


    Sehr schwer vergleichbar, eigentlich gar nicht.


    Und, politischen Willen mal außer Acht gelassen, finde ich es als Quasi-Außenstehender schon irgendwie nachvollziehbar in der Gesamtbetrachtung, daß Berlin mal EINEN als solchen zu bezeichnenden Flughafen bekommt. Verglichen mit der Größe der Stadt ist der gar nicht mal so groß, was natürlich auch den dezentralen Strukturen Deutschland geschuldet ist, einerseits durch jahrzehntelange Teilung mit Bildung anderer wirtschaftlicher Schwerpunktachsen, aber auch schon geschichtlich immer geringerer Zentralausrichtung mit starken Zentren außerhalb Berlin. Leipzig ist schlicht und einfach nah an Berlin, das ist wohl eher der Grund, daß es -in diesem Fall wie Nürnberg-keinen Großflughafen im Pax-Bereich braucht.

  • Was ich ja betreffend des finanziellen Engpasses des Flughafens sehr interessant finde:


    Es wird endlich laut darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoller wäre, nicht den überwiegenden Bayerischen Flugverkehr über MUC abzuwickeln, sondern Nürnberg mehr Verbindungen zu zu schieben. Somit müsste MUC nicht auf Teufelkommraus ausgebaut werden und NUE könnte sich von selbst sannieren.

  • Hab davon bisher noch nichts gehört und fällt mir auch schwer aufgrund der bisherigen Situation daran zu glauben! Selbst Flüge nach Brüssel (vorher 2 x tägl.) wurden von NUE eingestellt nachdem die Lufthansa Bruessel Airlines eingegliedert hat!


    Jetzt darf man jedes mal "umweltfreundlich" zum nächsten Airport anreisen um dort das Drehkreuz zu stärken...


    Übrigens finde ich die Aussagen der Nürnberger SPD "man muss darüber nachdenken den Airport wieder "regionaler" zu machen", am besten wohl noch zurückzubauen, unglaublich! Das diese Partei nicht ambitioniert ist okay aber deren Äußerungen sind oft wirklich niederschmetternd wenn man beachtet das sich diese Politiker eigentlich für den Standort einsetzen sollten!!!

  • Den Nürnberger Flughafen regionaler machen???
    Das ist doch wirklich der reine Schwachsinn!
    Was soll denn das heißen? Flüge nach Bayreuth oder Hof???
    Soll Nürnberg denn auf das Niveau von Hof gestutzt werden (ca. 50000 statt 4000000 Passagiere)?
    Zwar für manche sehr ökologisch, aber so wird die "Metropolregion" allmählich wirklich zur Lachnummer!
    Es gibt ja diese Denkpause zur Nordanbindung. Ich habe langsam das Gefühl, dass es in Nürnberg schon seit vielen Jahren auf vielen Gebieten eine Denkpause gibt. Das Resultat sieht man unter anderem daran, dass Nürnberg bei den Arbeitslosenzahlen die rote Laterne hat (zusammen mit der Metropole der nördlichen Oberpfalzt).


    Nee, nee, die Verbindungen wie sie jetzt bestehen, sind schon OK. Nürnberg braucht vielleicht noch mehr Linien zu den europäischen Metropolen. Die wichtigsten sind ja halbwegs abgedeckt. Flüge zu innerdeutschen Zielen werden ja wohl langfristig mit dem Ausbau des ICE-Netzes immer mehr wegfallen. Wenn man mal nach Frankfurt in so 1 1/2 Stunden fahren kann, ist der Flug nicht mehr besonders interessant.
    Natürlich wäre es vernünftig, einige Verbindungen von München nach Nürnberg abzugeben. Doch das wird MUC nie machen, nicht mal mit Waffengewalt. :lach: Da müsste Nürnberg schon nach München eingemeindet werden ...

  • Das sehe ich nicht so. Geflogen ist man von Nürnberg nach Frankfurt in etwa 45 Minuten. Mittlerweile ist ja auch der Checkin, wenn man ohne Gepäck reist, egal und man kann theoretisch 3 Minuten vor Abflug bzw. Boarding time einchecken.
    Der Flug kostet genauso viel, wenn nicht sogar weniger und ist viel bequemer als eine Bahnfahrt. Außerdem gibt es, vom Wetter mal abgesehen, keine Verspätungen. Aber selbst bei der Bahn kann es zu Wetterproblemen kommen.
    Also nehm ich doch lieber das Flugzeug nach Frankfurt als die Bahn. Bei München sieht das anders aus. Der ICE fährt in genau einer Stunde von Nbg nach Mch. Außerdem wäre dort auch der Flughafen ca. 30 km vom Zentrum entfernt.
    Wie auch immer. Ich hab gerade den Zeitungsartikel gelesen:



    Auf die Frage, warum es solche Vereinbarungen nicht auch für Nürnberg gibt, lächelt Bues nur mild angesichts der Größenverhältnisse und der Bedeutung der Standorte. Für Politiker aus der Region ist es allerdings nicht abwegig, darüber nachzudenken, warum nicht auch Münchner nach Nürnberg kommen sollen, um in den Urlaub abzuheben. „Umgekehrt passiert das schließlich oft genug.“


    http://www.nordbayern.de/nuern…r-fur-die-stadt-1.1347317


    Dadrüber kann man ja wirklich auch nur schmunzeln. So traurig es auch ist. Die Münchner werden mit Sicherheit keinen (wichtigen) Flugverkehr nach Nürnberg verlagern, nur dass die Auslastung in Nürnberg stimmt. Das Beste nach München und den Rest kann man irgendwo in Restbayern verteilen.
    Das ist ein Satz, der lediglich als Traum gedacht ist und der auch nie erfüllt werden wird.
    Welcher Münchner setzt sich denn schon gerne ins Auto für 2 Stunden Fahrt? Dieses Fahrtzeitenprivileg können doch ruhig die Nürnberger behalten.