Straßenbau & -planung

  • Warum sollten die betroffenen Anlieger Beschwerden einreichen? Wenn der FSW erstmal zum größten Teil bzw. mit dem meisten Verkehr im Tunnel verschwunden ist, dann wird sich nicht nur der Lärmpegel senken, sondern auch die Wohnqualität. Von daher haben die Anlieger sowieso nur Nutzen am Projekt, zumindest langfristig gesehen.
    Es lässt sich eben auch nicht anders lösen, dass man eine Umgehung o. Ä. benutzen würde, aber das wurde ja wirklich schon jahrzehntelang ausdiskutiert.
    Und im Artikel wird angesprochen, dass es zwischen Gostenhof und St. Leonard gar keine Überdachung geben wird; dort könnte man theoretisch wirklich nur ein Dach "drauflegen", aber dort besteht ja momentan auch nicht direkt die Stausituation.
    Auch von der Stadtgrenze bis nach Fürth Ronhof könnte man theoretisch leicht den FSW in einen Tunnel umwandeln, wenn man das nötige Geld dazu hätte. Die Wohngebiete grenzen direkt an der Autobahn an und die würden wohl auch noch extrem an Attraktivität gewinnen, wenn dort auch ein Tunnel wäre.
    Von daher können diese Gegner dieses Argument wohl kaum verwenden, wenn sie Gostenhof ansprechen.

  • Die Gefahr bleibt jedoch bestehen, dass das Staugebiet sich von den Rampen und dem Schlachthof dann eben in den Kohlenhof und an den Plärrer verlagert.


    Ich denke zu dem Projekt müsste dann hier auch ein intelligentes verkehrsleitsystem hinzu kommen. Schon heute staut sich der Verkehr richtung Innenstadt im Kohlenhof, trotz der Ampeln an den Rampen. Sollte diese "Schleusen" entfallen, verwandelt man die Einfallstraßen in Gostenhof in notorische Staufallen mitten in wesentlich dichter bebauten Gebieten.


    Theoretisch schafft man mit dem kreuzungfreien Ausbau Bedingungen wie sie wohl keine andere deutsche Großstadt aufweisen kann. Von der Autobahn direkt in die Altstadt, gerade mal vier ampelgeregelte Kreuzungen (Kohlenhof I+II, Frauentorgraben I+II) trennen dann den Weißen Turm von der A6, der A3 und der A9.


    Wenn das so kommt sollte man über eine Innenstadtmaut nachdenken. Anders überrollt der Verkehr die Innenstadt und konterkariert jede neue S- oder U-Bahnlinie ins Umland.



    D.

  • Eine Innenstadtmaut? Wie soll das dann funktionieren? Doch hoffentlich nicht mit den normalen Mautstellen, weil dann wird sich der Stau noch länger hinziehen als er es heute schon macht.
    Ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass der Weiße Turm so schnell erreichbar ist. Aber alternative Wege dazu müsste es schon geben. Man könnte die Kohlenhofstraße z. B. statt der geplanten Allee (insgesamt 4-spurig) so bauen, dass es 4 Spuren in eine Richtung wären. Damit wäre die gesamte Straße - wie heute - eine Einbahnstraße, nur größer.
    Der Verkehrsfluss würde auf jeden Fall schneller voran gehen wegen den beiden weiteren Spuren, außerdem soll ja die starke Kurve neben dem Bahnwall wegkommen / entschärft werden (zumindest hat das glaube ich auf den Skizzen damals so ausgesehen).
    Alternativ dazu wäre auch eine Möglichkeit, dass man die Landgrabenstraße in eine Richtung umbaut und, zumindest teilweise in die Richtung zum FSW, somit eine 4-5-spurige Straße in eine Richtung bekommt.
    Und mit 2x 4 Spuren müsste auch der Berufsverkehr fertig werden, wenn man bedenkt, dass der FSW nur 2-spurig ist und dort auch noch Durchgangsverkehr miteinfließt.

  • Man könnte doch am ehem. Busbahnhof Rothenburgerstr. ein Parkhaus errichten. Bei der Stadteinfahrt könnte man über ein dynamisches Verkehrseitsystem auf den ÖPNV hinweisen. Das würde den Besucherstrom in die Ubahn leiten. Und vorallem Samstags ist das mit einem dichten Takt super zu handeln!

  • Ja, das ist vielleicht bei Besuchern möglich die sowieso in die Innenstadt wollen. Ich dachte da eher an den Berufsverkehr. Der Stau ist ja normalerweise immer früh und abends sehr extrem. Und der Berufsverkehr lässt sich bestimmt nicht von Verkehrsleitsystemen beeindrucken.
    Die meisten haben einen Parkplatz beim Arbeitsplatz und können so, wenn sie eh schon im Wagen sind, bequem direkt vor die Tür fahren. Von daher ist es oft auch logisch, dass sie nicht erst umsteigen, wenn sie eh schon von Fürth oder Erlangen oder von noch weiter weg herkommen.

  • Die Verbreiterung von Straßen und die Einrichtung von Einbahnstraßen sind wirklich keine Alternativen!



    Die neue Kohlenhofstraße ist schon recht großzügig projektiert. bitte keine Autobahn in die Innenstadt reinbauen! Das wäre ein Rückfall in die 50er/60er.
    Und Einbahnstraßenregelungen haben eben den gravierenden Nachteil, das sie die Verkehrswege verlängern. Das bedeutet mehr Abgase und mehr Lärm, da die Routen zum Ziel zwangsläufig länger werden. Die Aufhebnung der Einbahnstraßenregelung in der Rothenburger und am Kohlenhof sind daher als eindeutig positiv zu begrüßen.


    Und auch der Berufsverkehr würde sich von einem Verkehrsleitsystem beeidrucken lassen. Wenn du bspw. zur Erlerklinik musst ist es eben die Frage welche Abfahrt (Rampen, Kohlenhof oder Rothenburger) du nimmst. problematisch ist, das eben Kohlenhof und Rampen in Steinbühl aufeinander treffen.



    Die Frage ist dann: Verkehrchaos oder Maut! Und eine moderne Maut wird per Funk erhohben. Hier in NYC gibt es viele mautpflichtige Tunnel, dort wird man bei einfahren registriert. Hat man keine Plakette kostet es Strafe. Für auswärtige gibt es allerdings tatsächlich mauthäuschen. (LKW-Maut funktioniert ja ähnlich)


    Um das hier aber gleich klar zu stellen: Ich plädiere nicht für eine Tunnelmaut. Ich meine in der tat eine maut auf und innerhalb des Altstadtrings mit ein paar zusätzlichen zufahrtraßen damit kein umgehungsverkehr durch die Wohngebiete einsetzt. Wie man das dann insgesamt mit Park- und Parkhausgebühren regelt (evtl verrechnet?) ist ein andere Frage.



    Ein Parkhaus an der Rothenburger wäre auch nicht sonderlich glücklich. Es geht ja darum, den Verkehr hier zu entzerren und nicht darum die Fahrt hierher noch attraktiver zu gestalten. Die Parkäuser gehören nach Stein (U2 in ein Paar Jahren (2020?)), Gebersdorf (U3 ab 2019), Am Wegfeld (T4 ab 2014) und dergleichen, eben weit weg vom zentrum. Interessant wäre im Grunde auch eines an der Bauernfeindstraße (U1).



    D.

  • Hier ist es ja auch schon richtig ruhig geworden. Gerade hab ich mal gegooglet was denn eigentlich mit dem Ausbau des FSW los ist.


    http://www.bild.de/regional/mu…n-geld-18699270.bild.html


    http://www.bsozd.com/?p=656471


    Übrigens habe ich auch gefunden, dass der Baubeginn frühestens 2012 gestartet werden kann, wenn es keine Zwischenfälle, wie z. B. Klagen, geben wird. Ich dachte eigentlich einen Baustart vom Sommer 2011 gelesen zu haben. Wurde das nach hinten verlegt? Oder war der Baustart im Sommer 2011 die Nordanbindung vom Flughafen? Davon hört man irgendwie auch nichts mehr.
    Die ganzen Großprojekte verlaufen sich scheinbar im Sand.


  • In Nürnberg,geht leider alles immer weng langsam!!

  • Passend zum Thema "langsam":


    Alles andere als langsam plant die Stadt Fürth eine neue Anschlussstelle an der A73:
    http://www.fuerth.de/Portaldat…/2011/Amtsblatt_14_11.pdf


    Scheinbar will Höffner umziehen und die Stadt Fürth baut als Anreiz für die Investition auf eigene Kosten eine neue Ausfahrt.
    Wie in der NZ zu lesen ist, regt sich erster Widerstand:
    http://www.nordbayern.de/nuern…e-um-innenstadt-1.1376407


    Find ich traurig, dass eine solche Entscheidung ohne öffentliche Diskussion durchgepeitscht werden soll. Ist von der Gewichtung sicherlich nicht vergleichbar, aber dennoch denke ich, dass seit Stuttgart21 mehr auf frühzeitige Information und Integration der Bevölkerung bei solchen Projekten geachtet werden sollte.

  • Nachdem unser "OB" ja 2002 alle Pläne für den zügigen Ausbau vom FSW verworfen hat und seine wohl schon damals beliebte "Denkpause" eingehalten hat sind wir nun endlich wieder so weit wie vor ca. 10 Jahren und der Baubeginn könnte in ca. 1 1/2 Jahren erfolgen!


    Allerdings gibt es konkrete Zuschussausagen erst zu einem späteren Zeitpunkt sh. Bericht der Nürnberger Zeitung:


    http://www.nordbayern.de/nuern…ankenschnellweg-1.1556888

  • Wenn man bedenkt, dass zur Zeit in Schwäbisch Gmünd für ca. 230 Mio ein Tunnel für eine Bundesstraße gebaut wird, kann man die Finanzprobleme für das doch wesentlich bedeutendere Projekt am Frankenschnellweg überhaupt nicht nachvollziehen.
    Übrigens die A100, über die in Berlin gestritten wurde, zahlt - glaube ich - komplett der Bund. Das ist aber eine typische Anbindung für die Stadt Berlin. Der Frankenschnellweg hat doch wesentlich mehr regionale bzw. überregionale Bedeutung. Wieso zahlt da der Bund so wenig?


    http://www.rp.baden-wuerttembe…B/menu/1247833/index.html

  • Es wird derzeit diskutiert, die Fürther Straße zwischen Mendel- und Feuerleinstraße auf eine Spur zu verengen. Zusätzlich soll eine Baumreihe in der Straßenmitte entstehen.


    Link zum Artikel in der NN: http://www.nordbayern.de/nuern…baume-gepflanzt-1.2519450


    Angeblicher Anlass ist der Neubau der Datev (Thread) direkt gegenüber des Justizgebäudes (Thread). Darin wird ja bekannter Maßen ein memorium, also ein Museum überregionalen Ranges eingerichtet und entsprechende Besucherströme erwartet. Zugleich möchte man der Datev ermöglichen, einen repräsentativen Zugang zur nagelneuen Zentrale einzurichten.


    Im Netz werden schon Stimmen laut, die das Chaos prophezeien. Ich allerdings finde die Idee ziemlich gut. Erstens fahre ich die Fürther Straße eh sehr ungerne mit dem Auto, teilweise fehlen die Fahrbahnmarkierungen und es scheint, als überlasse es die Straßenverkehrswacht dem Wagemut der Autofahrer, die Straße als ein- oder zweispurige Bahn zu nutzen. De facto ist die Straße bereits überwiegend einspurig. Und zweitens ist der Plan, die Straße langfristig zu einem Boulevard aufzuwerten, unbedingt zu begrüßen. In den Neunzigern hat man in Berlin den Kurfürstendamm ebenfalls auf eine Fahrspur verringert, und es funktioniert. Man braucht nur eine nicht allzu weit entfernt liegende, parallel laufende Entlastungsstraße, die den Verkehrsdruck aufnehmen kann. Das sehe ich durch die Erweiterung des Frankenschnellweges auf drei Spuren je Richtung gewährleistet.

  • So blöde ist ja nicht mal die Stadt Nürnberg :lach:
    Ich denke es geht nicht um den Frankenschnellweg, sondern um die Fürther Straße ...


    Aber zum Frankenschnellweg. Also diese Planung und dieser politische Entscheidungsprozess ist ja schon ein Trauerspiel. Immer wieder wird ein neues Fass aufgemacht und die Sache verzögert. Man muss fast vermuten, man möchte das Projekt aussitzen und letzten Endes beerdigen. Bis dieser Tunnel jedenfalls in Nürnberg begonnen wird, ist München wahrscheinlich schon komplett untertunnelt. Sogar dem Münchner Ude geht die Langweiligkeit seiner Nürnberger Genossen auf den Geist ...

  • Eine dümmere Idee als die Fürther Straße auf eine Fahrspur zu verkleinern gibts ja wirklich nicht. Man merkt, dass die Grünen im Spiel sind. Achtung, ich hab da noch einen wirklich sehr guten Vorschlag ... wie wäre es, wenn man auch noch einen, nein zwei, oder am besten vier Fahrradwege auf beiden Fahrbahnseiten anlegen würde? Das würde die Straße perfekt noch weiter verengen und man würde noch mehr Verkehr und Stau produzieren. Ach, am besten wir machen gleich eine Fußgängerzone draus. Wen interessiert es schon wo man wie langfahren soll? Immerhin fährt direkt darunter eine U-Bahn.


    Ach und das Argument, dass hier eine Entlastung über den FSW mittels der 3. Spur erfolgen soll, das ist vollkommen sinnlos. Bis der FSW die dritte Spur bekommt und überhaupt das Tunnelprojekt mal genehmigt oder angefangen wird zu bauen, da wird man die Fürther Straße bzw. das DATEV-Gebäude schon längst wieder mal renovieren müssen. Es existiert also keine parallele Straße, die die Fürther Straßenverengung ersetzen könnte.

  • Die Grünen stehen auf dem Standpunkt, dass der Frankenschnellweg durch den Ausbau von der Kreisstraße zur Autobahn würde. Die Stadt hätte dann gar keine Planungshoheit mehr.


    http://www.br.de/nachrichten/m…-ausbau-autobahn-100.html


    Ich finde, da ist schon was dran. Man kann doch wirklich nicht ernsthaft behaupten, dass eine kreuzungsfreie vierspurige Straße eine klassische Kreisstraße wäre. Was ich dann aber überhaupt nicht verstehe, warum die Stadt sich dagegen wehrt. Das wäre doch eigentlich - schon mal finanziell - ein riesiger Vorteil, wenn man von seiten der Stadt die Sache vom Hals hätte. Da jammert man dauernd, dass kein Geld da wäre und hier drängt man sich nach dieser Aufgabe - das verstehe ich nicht!

  • Da jammert man dauernd, dass kein Geld da wäre und hier drängt man sich nach dieser Aufgabe - das verstehe ich nicht!


    Möglicherweise bestehen ja noch Überlegungen, eine Art Maut für den final ausgebauten FSW einzurichten. Und diese ginge ja automatisch an den betreiber der Straße. Das sollte man tunlichst vor Baubeginn klären, welchen Status der FSW anschließend haben wird.

  • Wie oben schon geschrieben, wäre eine Autobahn schon plausibel. Die Grünen haben aber wohl etwas anderes im Sinn. Die wollen gar keinen Ausbau. Die Argumentation zielt eher auf ein Verschieben auf den Nimmerleinstag. Das wäre aber fatal.
    Berechtigt finde ich die Sorge, dass der Fern-Lkw-Verkehr evtl. über diese Stadtroute eine Abkürzung sucht. Das sollte man verhindern. Wie wäre es, wenn man die Maut irgendwie staffeln könnte, d.h. dass gewisse Strecken einfach teurer wären? Technisch müsste das Mautsystem doch solche Varianten ermöglichen, oder?