Rund um den Domplatz

  • Artikel im hamburger abendblatt


    wie heute im abendblatt zu lesen war ist nun ein internationaler wettbewerb zur bebauung des domplatzes gestartet worden, bei dem u.a. stararchitekten aus new york entwürfe für diesen historischen platz präsentieren werden...es kommt also endlich bewegung in die sache! :daumen:


  • Domstraße 18 [Bauthread]

    Im "kleinere Bauprojekte Thread", hatten wir, glaube ich, schon einmal was zur Domstraße 18. Dort würde das Projekt allerdings untergehen.
    Das Gebäude hat schon eine eigene Internetseite:
    http://www.domstrasse18.de


    Renderings
    http://www.domstrasse18.de/com…8159d2259ab3163b5f43d.jpg
    http://www.domstrasse18.de/com…6089e627785fb012d646c.jpg
    http://www.domstrasse18.de/com…b2fc414c7827e6b4a5091.jpg
    von der Seite


    Istzustand von heute:



  • Nachstehend noch ein Bestandsfoto zur Gänze.



    Es ist übrigens ursprünglich anfang der 70er von der Bank für Gemeinwirtschaft errichtet worden und im Rahmen der Übernahme anschließend von der AXA- die heute als Bauherr fungiert - selbst genutzt worden. Als unmittelbarer Nachbar wurde uns der Abriß seit Ende 2003 angekündigt. Offenbar wird mit dem konkreten Bau erst begonnen, wenn ein gewisser Teil vermietet ist.


    Leider geht aus der Internetseite keine Fertigstellungsbeginn hervor.


    Die dort aktuell stehenden Baucontainer betreffen die Sielerneuerung in dem Straßenzug. Zurzeit wird dort eine Grube für unterirdische Arbeiten errichtet.

  • Danke wmeinhart für den Statusbericht!
    Man kann nur hoffen, dass sich schnell Mieter finden, denn in diesem Zustand ist es eine beleidigung für die ganze Umgebung!


    Arbeitest du im Aufrika-Hau?

  • Der Wettbewerb ist entschieden - wir kriegen einen "kristallinen Solitär". Mopo meldet:


    Zitat

    (...)Fast 47 Jahre nach dem ersten Gestaltungswettbewerb für den Domplatz steht nun endlich fest, wie Hamburgs Keimzelle bebaut wird: Mit einem "kristallinen Solitär". Die Münchner Architekten Auer & Weber gewannen jetzt den aktuellen Wettbewerb. 2009 soll das 40 Millionen Euro teure Nachfolgebauwerk der Hammaburg stehen.


    "Fantastischer Entwurf", "spannender Bau" oder "tolle Lösung" - Bausenator Michael Freytag (CDU), Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) und Oberbaudirektor Jörn Walter übertrafen sich gestern bei der Vorstellung des Projekts in der Baubehörde mit Lobpreisungen. In nüchternen Zahlen sieht das Ganze so aus: Archäologiezentrum im Keller: 700 Quadratmeter. Zentralbibliothek in den ersten drei Etagen: knapp 15000 qm. "Bürgerschaftsforum" mit Abgeordnetenbüros ganz oben: 6000 qm. Dazu kommt die Landeszentrale für politische Bildung mit 800 qm, 4000 qm Einzelhandel und Gastronomie. In einem Ziegelbau hinter dem Glashaus am Schopenstehl werden 48 Wohnungen (60-90 qm) entstehen.


    "Das Beste" ,so Oberbaudirektor Walter, "ist die Halle des Gebäudes." Der riesige, überdachte Raum lädt ein zum Bummeln und Schmökern. Das ist auch wichtig - denn der Bau soll der "Trittstein" sein zwischen dem Jungfernstieg, der Europapassage und der HafenCity.(...)
    http://www.mopo.de/2005/200512…a/die_neue_hammaburg.html




    In der Pressemitteilung auf der Seite der Stadtentwicklungsbehörde heißt es:

    Zitat

    Durch die Auskragung des Baukörpers in Richtung Petrikirche entsteht ein spannungsreicher Stadtraum, der angemessen zwischen vorhandener und geplanter Bebauung vermittelt. (...) Der Entwurf von Auer + Weber beeindruckt mit einem skulpturalen Baukörper von großer Leuchtkraft und Transparenz (...)http://fhh.hamburg.de/stadt/Ak…5-12-01-bsu-domplatz.html


    Ein Bild gibt es hier:
    http://fhh.hamburg.de/stadt/Ak…platz,property=source.jpg


    Von "angemessener Vermittlung" kan meiner Meinung nach keine Rede sein, eher von vollem Kontrastprogramm. Das muss angesichts des heterogenen Umfeldes und der herausgehobenen Funktion gar nicht mal schlecht sein.


    Was haltet Ihr davon?

  • Zur Situation eine etwas detaillierters Foto


    Pressehaus von St.Petri


    Bis zur Ausbomun 1943 stand hier der Bau der Gelehrtenschule des Johanneums, das bereits 1912 nah Winterhude umzog.



    Ausgrabungen auf dem Gelände (2005), mit Mauerresten des Johanneums.

  • Also ich finde den Entwurf gut, sieht recht spektakulär aus, sowas hat man nicht häufig in HH.
    Aber "Trittstein" zwischen dem Jungfernstieg, der Europapassage und der HafenCity?
    Wenn man vom Jungfernstieg zur Europapassage läuft, geht man einfach über die Straße, ohne so einen riesen Umweg zu machen, wenn man vom Jungfernstieg/der Europapassage zur HafenCity will, nimmt man den Bus, das Auto oder die U-Bahn, aber man geht doch nicht zu Fuß und selbst wenn, dann bestimmt nicht da lang! Hmm, was auch immer die sich dabei gedacht haben?:confused:

  • Wenn aber das übersee quartier gebaut ist liegt die strasse am magdeburger hafen (heute brooktor?) direkt in einer achse mit jungfernstieg, brandstwiete und bergstrasse. und in der hafencity soll dann ja auch "shopping-mäßig" einiges losgehen

  • Ich wart immer noch gespannt darauf, dass in Hamburg endlich mal wieder was hässliches gebaut wird. Das ist doch nicht normal!
    Endlich mal ein schöner, einfallsreicher Glaskasten!

  • Tja, wir haben Geschmack an schönen Bauten gefunden! Hoffen wir, dass es so weitergeht! Wäre zu schade, wenn diese Serie jetzt abreißen sollte.

  • Naja, so toll ist das nun auch wieder nicht. Ich schwanke jedenfalls noch zwischen Belanglosigkeit und Verspannung. Ohne einen einzigen inspirierenden Bezug zur Historie (ok, Hammaburg oder historischer Dom wäre schwierig genug, wohl zu anspruchsvoll), unter vollem bewußten Kontrastprogramm zur Umgebung (gegenüber steht eine der ältesten Kirchen der Hansestadt) ist der Entwurf eine reine verzerrende Provokation, die in meinen Augen mehr gewollt als gekonnt ist. Das ist weder Fisch noch Fleisch. Entweder, man baut einen reinen Kubus oder ein Oval wie das P+C in Köln als unspektakuläreren, aber harmonisch-integrierenden Entwurf. Oder was wirklich Einzigartiges, aber dann richtig, dann klotzen statt kleckern. Aber ein Gehry, oder was equivalentes, das ich Himmelblau oder Teherani auch zutrauen würde, ist das nicht, das reicht nicht. Meine Meinung: Die Chance zur Sünde ist grösser ist als die Chance zum grossen Wurf. Der Kontrast ist zu hölzern, zu trocken und zu spröde, als dass man in seiner Einzigartigkeit seine Daseinsberechtigtigung finden könnte. Vielleicht helfen mir ja weitere und bessere Renderings.

  • Sofern man auf Grundlage eines einzigen Bildes urteilen kann: Ein Glaskasten, sehr überraschend, das hat man lange nicht mehr gesehen. Ich finde das Ding zu wuchtig, zu uninspiriert und zu beliebig. Ob das jetzt nur an dem Rendering liegt, glaube ich nicht, bleibt aber zu hoffen.

  • Nunja, ich finde den Glaskasten auch etwas bescheiden...
    Beliebig nicht, aber für die Keimzelle Hamburgs doch etwas belanglos. Man sollte solche gefälschten Glasrenderings verbieten, die einem diese später nicht gegebene Leichtigkeit vorgaukeln...

  • Mir gafällt der Entwurf auch.Die Baukosten von 40 mio Euro erscheinen mir sehr gering für 32 000 qm Nutzfläche.Es gibt in Hamburg andere Gebäude ,die im Bau sind,die jeweils 35 mio Euro kosten und nur 10 000 qm abwerfen wie Conventpark und Hohe Bleichen Jan Störmer Haus.Die glasbauweise ist wohl günstiger, somit auch billiger für die Stadt

  • meiner meinung nach ist der entwurf unter aller s**...:mad:
    er fügt sich weder in die bestehende bausubstanz ein, noch wird er der bedeutung des ortes gerecht! ich bin zwar ein verfechter der modernen architektur, jedoch muss ich sagen, dass ich hier etwas klassischeres erhofft hatte!
    herrgott diese stadt wird langsam zu einem spielzeugladen...wo man auch hinsieht, wird das einheitliche dezente und schöne hamburg durch skurile, unruhige und jeden feng-shui-experten in den suizid treibenden, *kästen* ersetzt...
    etwas sand- oder backstein hätte sich hier sicherlich besser eingefügt! man hätte dann ja oben drauf a'la kaispeicher gern noch etwas glas setzen können.
    auch fehlt einem massiven klötz meiner meinung nach der bezug zur sog hammaburg, architektonisch hätte hier sicherlich eine andere lösung gefunden werden können!:nono:


    naja...so sehe ich es jedenfalls!

  • Man sollte den Mariendom wieder aufbauen. Das würde Hamburgs Wurzeln angemessen würdigen und der Stadt mehr Klasse geben. Voraussetzung wäre natürlich, dass von dem Dom einigermaßen detaillierte Abbildungen oder Pläne existieren, die eine ungefähre Rekonstruktion erlauben.


    Der geplante Glasbau und auch der Kontrast zur Umgebung sind ja ganz nett, aber doch recht banal. Einen solch besonderen Ort sollte man auch auf besonderse Weise würdigen.


    Schade, dass man in Hamburg immer so wenig Sinn für das Echte (oder dessen Rekonstruktion) hat.