Rund um den Domplatz

  • Rund um den Domplatz

    Domplatz: Konsortium plant Bebauung



    Zitat

    Die HSH Nordbank, die DS-Bauconcept GmbH und die Hansa Baugenossenschaft bilden das Investorenkonsortium, das von der Finanzbehörde mit der Planung und Finanzierung der Domplatzbebauung beauftragt worden ist. Bis 1. Februar 2006 haben sie Zeit, ein Konzept zu entwickeln. Parallel dazu läuft ein Architekturwettbewerb. Geplant ist die Fertigstellung des Projekts für Anfang 2009. Wie berichtet, sollen unter anderem ein Archäologiezentrum, eine Bibliothek sowie die Landeszentrale für politische Bildung in den Neubau einziehen. kum


    Quelle:
    http://www.abendblatt.de/daten/2005/02/09/396801.html


    Diese geschichtsträchtige Stelle Hamburgs könnte damit ziemlich ruiniert werden. Imo sollte man etwas planen, was dem Ursprung Hamburgs auch baulich gerecht wird.

  • Die Idee mit dem Archäologiezentrum finde ich sehr gut. Wie sowas ausehehen kann, kann man gleich nebenan im Keller der St. Petri-Gemeindehauses, bzw. Radio Hamburg im Kleinen betrachten: Dort sind die Fundamente der Bischofsburg, des wahrscheinlich ersten Steinbaus in Hamburg, zu besichtigen.


    Die Landesarchäologie in Hamburg ist im öffentlichen Leben ohnehin etwas unterbelichtet, das zentrale Museum (Helms-Museum) ist weit abgelegen in Harburg untergebracht, relativ klein und unattraktiv. Da wäre ein Standort auf dem Domplatz geradezu perfekt: Gut gelegen und an historisch naheliegendster Stelle. Wo, wenn nicht dort, kann man die Entstehungsgeschichte der Stadt anschaulich darstellen?


    Und was die Architektur betrifft, so kann ich mir dort fast alles vorstellen, das sich einigermaßen respektvoll gegenüber der Umgebung, vor allem der Petri-Kirche und dem Pressehaus benimmt. Backstein würde sich anbieten, aber ich kann mir da auch eine Glasfassade gut vorstellen. Fast alles ist besser als die jetzige Brache.

  • laut abendblatt verhandelt das ehepaar greve zur zeit auch als möglicher investor mit der stadt.
    ich hoffe letztendlich auf einen modernen bau, der jedoch die geschichte und bedeutung des platzes zu würdigen wissen sollte :D

  • Zitat von tobert


    ich hoffe letztendlich auf einen modernen bau, der jedoch die geschichte und bedeutung des platzes zu würdigen wissen sollte :D


    Wenn sich das mal nicht gegenseitig ausschließst! :confused:

  • Och nö. Selbst so ein Beton-Monstrum wie das Römisch-Germanische Museum in Köln erfüllt diese Bedingungen. Ein scheußliches Haus, aber ein großartiges Museum. Absolut empfehlenswert. Sowas würde ich mir für Hamburg wünschen.

  • ich würde mich über einen rundbau freuen, der in anlehnung an die HAMMABURG deren grundriss aufgreift und mit modernen strukturen kombiniert, ein zylindrischer bau mit innenhof und in der höhe variierender ummantelung :daumen:

  • Zitat von Harald

    Und wo kommt dann der Dom hin?


    Den gibts schon lange nicht mehr. Es gibt außerdem schon einen Hamburger DOM. Ist allerdings ein Volksfest. ;)

  • Zitat

    Den gibts schon lange nicht mehr. Es gibt außerdem schon einen Hamburger DOM. Ist allerdings ein Volksfest.


    Oh mist verwechselt. Mir war immer nur der Volksfest-Dom bekannt. ;)

  • für alle nicht-hamburger: der domplatz ist ein ca. 100 x 100 meter großer platz mitten in der altstadt, der momentan nur als parkplatz genutzt wird, jedoch den ursprung der stadt, den standort der HAMMABURG darstellt. da man dies auf dauer natürlich nicht bei einem parkplatz belassen kann ist nun ein bebauungswettbewerb gestartet. der platz bietet in seiner lage direkt neben einer der großen hauptkirchen(st.petri) eine perfekte innenstadtlage (z.B. nur etwa 100-200m bis zur neuen europa-passage). :daumen:



    bildquelle

  • Der Dom ist aus der Missionsstation hervorgegangen, die Karl der Große und Ludwig der Fromme um das Jahr 814 herum auf dem Gelände einer alten sächsischen Festung gegründet haben. Das auch für damalige Verhältnisse eher traurige Matschloch wurde aus politischen Gründen sofort zum Bischiofsitz erhoben. Der erste Bischof, Ansgar, zog dann von dort aus als Missionar durch die damals noch heidnischen Gebiete nördlich von Hamburg.


    Bereits nach wenigen Jahren wurde die Hammaburg mehrfach von Wikingern geplündert und gebrandschatzt, so daß das Bistum noch im 9. Jahrhundert ins sicherere Bremen verlagert wurde. Direkt neben dem Dom entstand bald mit St. Petri die erste Pfarrkirche der trotz aller Brandschatzungen allmählich wachsenden Stadt. Der Dom selbst blieb in gewisser Hinsicht eine von Bremen aus geleitete Einrichtung mitten in der Stadt und war bei der Bevölkerung und beim Rat entsprechend unpopulär. Das wiederum wurde dem Dom zum Verhängnis, als das Domkapitel mit der Besetzung der Stadt durch Napoleon seine Macht über das Gebäude verlor. Binnen weniger Jahrer wurde der riesige mittelalterliche Dom Anfang des 19. Jahrhunderts abgebrochen. Das ist aus heutiger Sicht einer der größten städtebaulichen Barbarenakte der Stadtgeschichte. Aber man war die lästigen Bremer aus der Stadtmitte los. Auf dem Gelände entstand dann das neue Gebäude der Gelehrtenschule des Johanneums, nach dem Krieg blieb es leer.


    Auf diesem Bild, das aus dem frühen 17. Jahrhundert stammen müßte:


    http://www.bildindex.de/bilder/MI11065e03b.jpg


    kann man den Dom erkennen. Die Kuppel ganz links ist St. Gertrude, 1842 abgebrannt und nicht wieder aufgebaut. Dann, rechts davon, kommt der Turmstumpf von St. Jacobi, danach St. Petri, ebenfalls 1842 abgebrannt, aber danach dem mittelalterlichen Original sehr ähnlich wieder aufgebaut. Direkt rechts daneben befindet sich der Dom. Der Turm war etwas kleiner als der von St. Petri, grundsätzlich aber ähnlich. Er ähnelte mit seinen vier Türmchen an jeder Ecke am Ansatz der Spitze sehr dem heute noch existierenden Kirchturm von St. Petri in Lübeck. Der auffallend große Kurchturm in der Mitte (er erscheint übermäßig groß, weil er näher am Betrachter ist) ist St. Nicolai.


    Übrigens: Daß das Volksfest den Namen "Dom" trägt, ist kein Zufall: Es ist aus den Händlerbuden hervorgegangen, die um den Dom herum aufgebaut waren.

  • Teherani baut in Altstadt
    Domstraße: Leerstehendes Gebäude der Axa Colonia wird abgerissen.


    Es liegt mitten in der City und in bester Lage an der Domstraße. Trotzdem steht es seit mehr als zwei Jahren leer - das ehemalige Axa-Colonia-Gebäude in der Altstadt. Jetzt soll es abgerissen und statt dessen ein neues, elfgeschossiges Bürogebäude gebaut werden - nach den Plänen des Hamburger Architektenbüros Bothe Richter Teherani (BRT). Die Außenfassade aus Glas und die innere Fassade aus Holz sollen den Neubau mit 8450 Quadratmetern in der City prägen.
    ...


    Artikel im Abendblatt


    teherani baut ein hochhaus mit glasfassade...seit wann denn das? :D:D:D




    Das gebäude weicht auf grund der holzabschnitte zwar von teheranis standartschema ab, ist jedoch denke ich trotzdem als eines der seinen zu erkennen. mir gefällt der entwurf aber wirklich sehr gut!

  • Mir gefallen die umlaufende Fenster in Kombination mit abgerundeten Gebäudekante. Diese Stilvariante sieht man in letzter Zeit immer häufiger, so z.B. auch am noch umzubauenden Astraturm. Wer ist eigentlich der Urheber dieser Idee, gibt es dafür einen Namen?