• Architektonisch ist die Messe die absolute Avantgarde in Nürnberg. Diese schlicht-schwungvollen Zaha-Hadid-Bauten gefallen mir ausnehmend gut. Wenigstens eine Institution in der Stadt, die ästhetisch auf der Höhe der Zeit ist.


    Der einzige klitzekleine Wermutstropfen ist für mich, dass man das markante Convention Center bei der Planung nicht prominenter in die südwestliche Ecke des Messegeländes gesetzt hat, so dass es von der Münchner Straße aus eindrucksvoller im Blick stehen würde.


    Aber das soll nicht mal Klagen auf höchstem Niveau sein, denn diese Nachricht ist wirklich ohne Abstriche gut.

  • Einen sehr aufschlussreichen Artikel zum "Erfolgsrezept" der Messe Nürnberg liefert die Süddeutsche.

    Spannend finde ich, dass die Messe offenbar deutlich besser belegt ist als die teilweise größere Konkurrenz. Man setze auf Nische und eben nicht auf wenige große Leitmessen. Damit fahre man äußerst erfolgreich.

    Mit der Weiterentwickung der Messe (300 Mio. EUR für Bestandssanierung und 200 Mio. EUR für das neue zusätzliche Kongresszentrum) schaffe man aus Sicht der Geschäftsführung das "leistungsfähigste Messegelände Europas"...


    https://www.sueddeutsche.de/ba…-rekord-konzept-1.4750081


    d.

  • heute in nn-online.de:


    https://www.nordbayern.de/wirt…nvention-center-1.9709950


    Sieht ganz nett aus.

    Tja...


    Erst das Konzerthaus, jetzt das neue Convention Center der Nürnberger Messe: vorerst gestoppt, wie in den Nürnberger Nachrichten zu lesen ist.


    Sehr schade. Architektonisch wäre das ein für hiesige Verhältnisse herausragendes Bauwerk.


    Immerhin spricht man hier nicht von einer Verschiebung bis nach Ende der neuen Stadtratsperiode wie beim Konzertsaal (also womöglich auf den St. Nimmerleinstag), sondern nur bis 2024. Mal sehen, ob sich das Messegeschäft von Corona erholt.


    P.S. Werden in anderen Städten eigentlich auch Großvorhaben mit solcher Unerbittlichkeit gestoppt wie in Nürnberg? Auch wenn´s jetzt ein bisschen "loungig" wird, aber bisschen investieren in die eigene Zukunft wird man schon müssen. Geld vorwiegend für sozialen Wohnungsbau auszugeben, bringt einen nicht voran. Hoffen wir also, dass die Planungen für das neue ICE-Ausbesserungswerk nicht an Anwohnerprotesten scheitern und es mit der neuen Universität weiter vorangeht.

  • Das sind aber eigentlich keine Neuigkeiten. Dass das NCC Süd auf 2025 verschoben wurde, ist eigentlich schon seit dem Frühjahr bekannt. Es wundert mich etwas, dass das hier noch keiner in den Thread gepostet hat. Von daher trotzdem danke für die Vervollständigung.

  • P.S. Werden in anderen Städten eigentlich auch Großvorhaben mit solcher Unerbittlichkeit gestoppt wie in Nürnberg? Auch wenn´s jetzt ein bisschen "loungig" wird, aber bisschen investieren in die eigene Zukunft wird man schon müssen. Geld vorwiegend für sozialen Wohnungsbau auszugeben, bringt einen nicht voran.


    Ich sehe es andersrum. in anderen Städten wird schon länger und auch z.T. heftiger "gespart". In Nürnberg haben neuer OB und neuer Stadtrad im Frühjahr noch ein 365€-Ticket beschlossen, dass die Stadt 30+ Mio. € im Jahr kosten wird. Dann den Sommer verschlafen und nun ist man im Herbst scheinbar aufgewacht...


    Das mit der Messe ist wirklich schade. Wobei im Frühjahr wurden Planungen für einen Neubau im Bereich "Eingang Mitte" gestoppt. Aber richtig überraschend ist das mit dem NCC Süd auch wieder nicht.