• Dekoratives Anführungszeichen

    Das T1 soll ja auch als nächstes umgebaut und um einen Finger erweitert werden.

    Nun ja, nur mit einem neuen Finger ist es nicht getan, das Ding wird schon etwas größer. Ca. 75000 qm.
    Dazu wird eine Rampengerätestation abgerissen und diese eigenartige Halle A/B West , die auf dem Vorfeld steht, ebenso.

    http://ausschreibungen-deutschland.de/259733_LV-Nr_D…1_2015_Freising

    Baubeginn 2019
    Fertigstellung 2022

  • Rekordgewinn

    Der Flughafen erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis von 135 Millionen Euro nach Steuern (2014: 100 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um 50 Millionen Euro auf insgesamt 1.25 Milliarden Euro.

    FJS Chef Michael Kerkloh betonte in diesem Zusammenhang auch die Notwendigkeit der 3.Start- und Landebahn. Er erwartet für 2016 eine Steigerung der Flugbewegungen von ca. 4%, für 2017 prognostiziert er ähnliche Werte. 2015 stieg die Zahl der Starts und Landungen noch um 1%, zum ersten Mal seit längerem. Ob hier die Flugzeuggröße, welche vielleicht nicht mehr so stark steigt wie in den vergangenen Jahren oder die Billiganbieter, welche nun auch Premium-Plätze anbieten, ein Grund dafür sind oder ob einfach der globale Megatrend des Vielfliegens verantwortlich ist, keine Ahnung...

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wirts…ewinn-1.2920937

  • Mia,

    die Hauptgründe sind meiner Meinung nach zum einem natürlich, dass der Billigflieger Transavia in München eine Basis eröffnet hat und zum anderen, dass die Lufthansa und Star Allianz in München durch den Satelliten mehr Verkehr am Standort durchschleusen will. V.a. ab dem Sommerflugplan, ab dem der Satellit wahrscheinlich in Betrieb sein wird, sind die Steigerungen bei den Flugbewegungen am Flugplan ablesbar.

    Die prophetische Gabe von Kerkloh über das Jahr 2016 hinaus, wofür es wenig belastbare Zahlen bisher gibt, halte ich eher für Wunschdenken seinerseits als schon für eine wirklich belastbare Aussage.

  • Der Bayerische Oberste Rechnungshof kritisiert die Finanzvorgänge am Flughafen München. In einem Bericht wurden die Geschäftsjahre 2003 bis 2011 der Flughafen München GmbH untersucht. Kritisiert wird die starke Beteiligung der Lufthansa bei den Einnahmen (z.B. Mieteinnahmen), sowie insgesamt Fördergelder, die an Airlines gezahlt wurden. Außerdem seien die Start- und Landegebühren seit der Eröffnung des Flughafens immer zu niedrig angesetzt gewesen. Bei den Ausschreibungen wurden diverse Verfahrensfehler entdeckt, außerdem wurde beim Bau des Terminals 2 der Kostenrahmen überschritten. Die Wirtschaftlichkeit des neuen Satellitenterminals wird angezweifelt, es entstünden weitere Überkapazitäten - die Lufthansa hätte lieber Teile des Terminal 1 mitbenutzen sollen, um Kosten zu sparen. Auch finanziell sei die Flughafen München GmbH der LH beim Satellitenterminal zu stark entgegengekommen. Zudem kritisiert der Rechnungshof die hohen Ausgaben des Flughafens im Bereich Lobby- und Verbandsarbeit.

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/beric…hafen-1.2930782

  • Da hat der bayerische Rechnungshof ja mal saubere Arbeit geleistet. Kritisiert wird der Satellit, obwohl nur bis ins Jahr 2011 untersucht wurde? Darf ein Flughafen jetzt keinen Passagier Überkapazität mehr haben?

    Dekoratives Anführungszeichen

    außerdem wurde beim Bau des Terminals 2 der Kostenrahmen überschritten.

    Da kommen die jetzt drauf, Wahnsinn. Wie wäre es, wenn einmal die explodierenden Kosten der Stamm2 aufgrund Behördenverschleppung kritisch begutachtet werden würden? Ich bin mir sicher, das dürfte den Steuerzahler weit mehr interessieren, als die Finanzströme eines immerhin profitablen Unternehmens.

  • Stadt behält Flughafenanteile

    Der Wirtschaftsausschuss hat entschieden, dass die Stadt ihre Anteile am Flughafen behalten wird und von einem Verkauf absieht. Damit verzichtet die Stadt auf Einnahmen von ca. 500 Mio. Euro, erhält sich aber dafür die Möglichkeit, den Bau einer dritten Startbahn auch langfristig im Aufsichtsrat (Einstimmigkeitsgebot) zu blockieren.

    http://www.merkur.de/lokales/muench…en-6304647.html
    http://www.propercity-muenchen.de/muenchen-verka…icht-74042.html

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Da hat der bayerische Rechnungshof ja mal saubere Arbeit geleistet. Kritisiert wird der Satellit, obwohl nur bis ins Jahr 2011 untersucht wurde? Darf ein Flughafen jetzt keinen Passagier Überkapazität mehr haben?


    Da kommen die jetzt drauf, Wahnsinn. Wie wäre es, wenn einmal die explodierenden Kosten der Stamm2 aufgrund Behördenverschleppung kritisch begutachtet werden würden? Ich bin mir sicher, das dürfte den Steuerzahler weit mehr interessieren, als die Finanzströme eines immerhin profitablen Unternehmens.

    Es gibt wohl kaum einen wichtigen Flughafen in Europa der auch nur annähernd soviele Überkapazitäten hat wie der FJS.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Es gibt wohl kaum einen wichtigen Flughafen in Europa der auch nur annähernd soviele Überkapazitäten hat wie der FJS.

    Da irrst du dich schlicht.

    T2 ist bereits deutlich in der Überlast.

    T1 ist keine Entlastung, da er nicht als Umsteigeterminal gebaut wurde, sondern als An- und Abreiseterminal für die bayerische Bevölkerung. Das, was so stark wächst, ist aber der Umsteigeverkehr des Hubs. Ohne unsinnig teure Eingriffe in den T1 - die bei laufendem Betrieb erst recht nicht möglich sind - kannst du diesen Terminal schlicht nicht sinnvoll als Hub nutzen. Der reine Umsteigeranteil liegt am MUC inzwischen schon bei fast 50 %. Diese Umsteiger bringen das Passagierwachstum - und die Jobs am Boden!

    Wir dürfen außerdem davon ausgehen, dass die mit 40 % am T2 und dem Sat beteiligte Lufthansa Aktiengesellschaft mit spitzerem Bleistift und größerem ökonomischen Sachverstand rechnet, als es eine Beamtenbehörde kann. Behörden verwalten, Privatunternehmen investieren.

    Und unterschlagen werden sollte auch nicht, dass der Flughafen München sich bisher stets selbst getragen hat. Auch die Baukosten hat der Steuerzahler längst wieder zurück bekommen! Etwas, wovon wir beim BER zB nur träumen dürfen, aber auch beim Gros der anderen Flughäfen in der Republik.

    Also gerade auf dem MUC so rumzuhacken, dem ökonomisch wohl erfolgreichsten Flughafen Kontinentaleuropas, entbehrt nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik.

  • Endokin zielt wohl darauf ab, dass die derzeitige Kapazität mit der Eröffnung des Satelliten in einer guten Woche auf über 50 Millionen Passagiere steigen wird, während die tatsächliche Auslastung 2015 bei 41 Millionen Passagieren lag.
    Ein Flughafen darf daher erst anfangen einen neuen Abfertigungsbau zu errichten, wenn die alten Kapazitäten zu 200% ausgenutzt wurden. Dass die Kosten bei einer solchen Überbelastung, die anscheinend europaweit überall reibungslos funktioniert (siehe Zitate Endokin), explodieren, ist dabei genauso wenig interessant, wie die dadurch verschärften Probleme des Flughafenmanagements. Wer will nicht am absoluten Limit arbeiten? Gute Organisation und Planung ist doch von Gestern.

  • Dekoratives Anführungszeichen


    Und unterschlagen werden sollte auch nicht, dass der Flughafen München sich bisher stets selbst getragen hat. Auch die Baukosten hat der Steuerzahler längst wieder zurück bekommen! Etwas, wovon wir beim BER zB nur träumen dürfen, aber auch beim Gros der anderen Flughäfen in der Republik.

    Wahrscheinlich ist es sogar bundesweit einmalig, dass der Flughafen seine Baukosten komplett zurückzahlen soll.
    Die Baukosten sind allerdings noch nicht komplett abgetragen. Die letzten Jahre wurde zwar einiges zurückgezahlt, aber eben noch nicht alles.

    Die Erweiterung mit dem Satellit wurde angeblich ohne Aufnahme von Schulden gestemmt.

  • Wie hoch waren denn die Baukosten für den "Originalbau" ohne T2 und den Sat. Ich meine mal 12 Mrd. DM (damals) iwann vor x Jahren im BR gehört zu haben. Kann das sein?

    Und nein, der MUC hat massiv Überkapazitäten und Alibiflüge von Mini und Kleinmaschinen. Das ist einfach Fakt. Dazu muss man nur mal einen Tag dort verbracht haben um zu wissen wie ewig lange keine Flugzeuge starten oder landen bzw. die gefühlten 500 Schalter und 100km Gänge oder die 100 Toiletten ... das kann man beliebig erweitern.
    Komme grad aus Frankfurt, da könnte man zwar sicher auch noch bestehende Kapazitäten steigern, aber das ist absolut nicht vergleichbar mit München.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Alibiflüge von Mini und Kleinmaschinen

    Was sind denn Alibiflüge genau? Zielst du damit auf Leerflüge ab oder auf ganz reguläre Flüge privater Jets? Letztere können auch von Memmingen aus starten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und nein, der MUC hat massiv Überkapazitäten

    Nein, hat er nicht :tuschel:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Dazu muss man nur mal einen Tag dort verbracht haben um zu wissen wie ewig lange keine Flugzeuge starten oder landen bzw. die gefühlten 500 Schalter und 100km Gänge oder die 100 Toiletten ... das kann man beliebig erweitern.

    Sorry aber das sind alles subjektive Einschätzungen und garantiert keine belastbaren Fakten. Die Ist-Situation mit den Kapazitätsengpässen ist in diesem Thread schon ein dutzend Male mit Grafiken und Tabellen, die auf realen Daten basieren, aufgezeigt worden. Ich weiß nicht, was es da noch zu hinterfragen gibt. Zudem: Was gibt es generell gegen einen großzügigen Flughafenausbau einzuwenden? Ist es dir lieber, wenn die Toiletten randvoll sind?


  • Quelle: http://www.munich-airport.de/de/micro/newsr…/pm31/index.jsp

    SZ-Beitrag mit einigen weiteren Fotos: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erdin…ren-1.2968040#8