• Hier noch die PM des Flughafens zum Thema:

    Quelle: http://www.munich-airport.de/de/micro/newsr…/pm01/index.jsp

  • Tja, der Transrapid wurde seinerzeit auch mit dem Hinweis einer "einfachen" Realisierbarkeit einer Express S-Bahn abgeschossen. Jetzt sieht man mal wieder das das reine torpedieren von Projekten eben noch lange keine schnellere und bessere Lösung enthält und sich im schlimmsten Fall Jahrzehntelang nichts tut.

  • Finde ich gut, daß Siemens den Druck erhöht. Langfristig gesehen, führt kein Weg an der 3. Startbahn vorbei!

    Und wüßte jetzt auch keinerlei Argumente, die dagegen sprechen?

  • Joe Kaeser betont nur das, was absolut logisch ist: Unternehmen investieren dort wo die Infrastruktur am besten ist. Heißt: Derzeit steht der Münchner Airport noch super da, in Zukunft kann das ohne 3.Startbahn jedoch anders aussehen. Ein Einbruch des Flugverkehrs ist nicht in Sicht. Im Gegenteil.

    Daher müssen der Bund, der Freistaat und die Stadt München den größtmöglichen Nutzen an vorderster Stelle betrachten und sich nicht nur dem Nutzen ein paar weniger Menschen hingeben.

    Gerade in der heutigen Zeit ist langfristige Arbeitsplatzsicherung immer schwieriger und gleichzeitig wichtiger. Infrastruktur stellt dabei einen der entscheidendsten Faktoren dar, diese zu erhalten und auszubauen.

    Es ist sehr ärgerlich, dass die Stadt München unter OB Reiter wieder in alte Verhaltensmuster fällt und sich einem Bürgerentscheid von 2012 verpflichtet fühlt, der obendrein nur die Münchner betroffen hat (ich frage mich, was Münchner mit dem Erdinger Moos zu tun haben, der Entscheid war eine Farce). Das hat offenbar Horst Seehofer angesteckt, der nun einen neuen bayernweiten Bürgerentscheid möchte. Das ist Quatsch. Eine Volksbefragung hat hier nichts verloren und darf nicht Mittel zum Zweck sein, die Entscheidungsunfähigkeit der Regierung zu kaschieren. Wer voran kommen will, darf nicht immer den Weg des geringsten Widerstands gehen, sondern muss mutig und weitsichtig handeln.

  • Unabhängig davon ob die dritte Startbahn jetzt notwendig ist: Die Drohung von Siemens ist ein schlechter Witz. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren tausende von Arbeitsplätzen abgebaut oder durch Verkauf von Konzerntöchtern (Osram, Infineon...) "ausgelagert.
    So richtig viel ist nicht mehr übrig, für München wird Siemens immer unbedeutender. Vom einstmals größten Arbeitgeber der Stadt ist Siemens inzwischen auf Platz 5 abgerutscht. Mit dem möglichen Verkauf der Eisenbahnsparte könnten es bald noch weniger sein.

  • Bei einem neuen Entscheid würden sicher noch mehr Menschen gegen die 3. Bahn voten. Da bin ich mir sehr sicher.

    Solange gilt:
    Heathrow -->2 Bahnen
    München --->2Bahnen

  • Da gebe ich Endokin recht.

    Das Meinungsbild zu mehr "Wir haben schon zu viel Wachstum" und "Arbeitsplätze gibt es eh schon genug", bzw. satt sein hat sich in den letzten Jahren doch durch das stetige Wirtschaftswachstum nur noch verstärkt.

    Eine Chance auf Erfolg gebe ich solch einem Bürgerbegehren nicht.

    Wenn man es aber wirklich wagen sollte, dann bitte nur zum selben Termin mit einer bestehenden Wahl (Bundestags-/Landtagswahl). Ansonsten wird doch eh kein echtes Meinungsbild der Bevölkerung abgeholt.

  • Lies nochmal nach.
    Es gab eben keine Mehrheit dafür, das Thema auch nur für die laufende Wahlperiode des Münchner Stadtrats vom Tisch zu schieben. Es gab nur jetzt, bei dieser einen Debatte, ein negatives Ergebnis. Das spricht IMHO sogar eher dafür, dass die Mehrheit im Münchner Stadtrat bereit ist, sich sukzessive für eine neue Diskussion darüber zu öffnen und den "heiligen" Bürgerentscheid hinter sich zu lassen.

    Diesen wie eine Monstranz vor sich her zu tragen und dafür demokratischen Popanz aufzubauen ist ohnehin eine Unverschämtheit. Wir leben in einer repräsentativen Demokratie und spätestens nach einer Neuwahl muss der Souverän die Möglichkeit haben, die Politik des von ihm gewählten Parlaments, sei es eines Stadtrats, komplett neu bestimmen zu können, ohne sich auch nur moralisch an einen Bürgerentscheid aus der vorherigen Wahlperiode oder gar "auf alle Ewigkeit" gebunden zu fühlen. Solche "Ewigkeitsbestimmungen" gibt es höchstens in einer Verfassung und die können die Münchner Grünen nun einmal nicht ändern.

    Das Thema ist also überhaupt nicht vom Tisch. Es wird höchstens erstmal eine Hängepartie bleiben.

  • Die Stadtratsfraktionen verstecken sich jetzt allen Ernstes wieder hinter einem Bürgerentscheid. Einem Bürgerentscheid, der in seiner Form nie hätte durchgeführt werden dürfen. Wie rückhaltlos und dilettant wollen SPD, CSU und Grüne im Rathaus noch werden?

    Die Grünen beklagen sich sogar, dass das Votum von 2012 nicht dauerhaft akzeptiert werden soll. Also bei so viel Dummheit hilft eigentlich nur noch die Psychiatrie :nono:

    @Pumpernickel: Natürlich ist die 3.Startbahn längst nicht vom Tisch. Nur die Haltung der Stadt zu diesem Bürgerentscheid sagt alles. Auch ein erneuter Bürgerentscheid ist absolut überflüssig. Die drei Parteien Bund, Freistaat und Stadt haben das zu entscheiden und nicht die Bürger.

  • Hab's mir schon genau durchgelesen, keine Angst :)

    Drum hab ich ja auch geschrieben: "erstmal".

    Es war doch anzunehmen, daß eine Entscheidung bis zum 24.09. fällt, da der Druck stärker wurde. Und dem ist jetzt nicht so. Und wer MUC kennt, der weiß das es sich nun sehr in die Länge ziehen kann.

    Alles in Allem, sehr schlechte News und ein echter Rückschritt!

    Ein Antrag der Gruppierung Alfa (Allianz für Fortschritt und Aufbruch), einen erneuten Bürgerentscheid zeitgleich mit dem Termin für die Bundestagswahl am 24. September durchzuführen, lehnte der Stadtrat ab.

  • Die gesamte Entwicklung des Flughafens hat das offizielle München bremsend begleitet, warum auch immer, schließlich ist München wohl die Großstadt Deutschlands, wenn nicht Europas, die vom nach ihr benannten Großflughafen selbst am allerwenigsten störend tangiert wird. Für "München Stadt" ist der FJS eigentlich nur ein Vorteil. Ausbaden müssen es ja die Erdinger und Freisinger. Die befragt aber niemand. Das ist schon alles sehr seltsam. Wirkt fast wie ein "Ersatz-Kriegsschauplatz", wo sich alle tummeln können, die, wenn sie morgens in ihrer Altbauwohnung in Schwabing die SZ aufschlagen, "mit der Gesamtsituation unzufrieden" sind und ein diffuses Gefühl des "da muss man doch was machen!" haben. Aber gegen Trump oder die Deutsche Bank können sie nix unternehmen. Also greifen sie zum nächstbesten, was irgendwie nach "big business" und "Globalisierung" aussieht und wo sie ein politisches Mitspracherecht haben, der internationale Großflughafen München.

    Vielleicht habt ihr eine bessere Erklärung für das ständige Gewürge, ich kann es als Auswärtiger nur so interpretieren, dass sich hier in einer Ersatzhandlung Bürgerfrust entlädt.

  • Naja, ganz so ist es dann doch nicht! Soviel ich weiß, leidet weder in Erding, noch in Freising jemand unter dem Airport. Im Gegenteil, er hat sehr viele Arbeitsplätze in diese Region gebracht.

    Es gibt ein paar kleine Gemeiden, die über den Fluglärm klagen. 1.000EW oder 3.000EW? Egal! Who cares???

    Gibt wohl keinen Airport in Europa, der seine Starts und Landungen nicht über bewohntes Gebiet (teilweise viel stärker besiedelt) ausrichtet!

    Ich darf nur an München-Riem erinnern. Es lebten über 100.000 Menschen in Giesing, Altperlach, Neuperlach und Trudering in der direkten Einflugschneisse.

    Wir haben es auch 20 Jahre überlebt. Ich habe absolut kein Verständnis für diese Handvoll Startbahn-Gegner!

    Finde es sogar eine absolute Arroganz und Niederträchtigkeit dieser Bauern, gegenüber uns Süd-Ost Münchnern, die auch damit gelebt haben !!!

  • "Aus Sicht des OB ist eine Befragung der Münchner erst angezeigt, wenn die Zahl der Starts und Landungen über einen Zeitraum von mehreren Jahren signifikant steigt."

    Interessant wird sein, was signifikant heisst da nur zu nicht Peak- also in Randzeiten noch freie Slots vorhanden sind.
    Aber ich finde es gut, dass man jetzt nicht wieder ein Bürgerbegehren abhält. Vielleicht am besten zusammen mit der nächsten Kommunalwahl.

    Bis jetzt gab es 2017 in den ersten 5 Wochen ein Wachstum von 5,2% bei den Flugbewegungen laut DFS.