Deutschlands Einkaufstraßen

  • Zitat von Schmittchen

    Goschio, geht eigentlich beim ehemaligen Kaufhof auf der Leipziger etwas oder hat man das Gebäude nur auseinander gerissen, um eine möglichst dekorative Bauruine zu haben? Ich frage, weil ich zuletzt nur außerhalb der Bauarbeiter-Arbeitszeiten da war. Über den Eigentümer und Bauherrn hört man ja leider wenig Erfreuliches, daher das Misstrauen.


    Ja, das frage ich mich auch schon lange.


    Nach einer proffesionellen Sanierung sieht das nicht aus. Es scheint eher so als ob man die Arbeiten möglichst lange hinauszögern möchte. Die Arbeiter sind auch nur sporadisch auf der Baustelle.


    Eigentlich sollten dort ein Supermarkt, Wohnungen und Büros entstehen. Leider finde ich den Artikel aus der IZ nicht mehr.

  • Danke für den Artikel.


    Seit dem Sommer 2000 wird spekuliert, und auch jetzt steht noch nicht fest, wer letztendlich die Mietverträge unterzeichnen wird. Definitiv ist nur die Baugenehmigung. Die läuft in drei Jahren ab. Bis dahin müssen die Pläne in die Tat umgesetzt werden – wenn nicht Verlängerung beantragt wird. Bleibt für die Bockenheimer an der Leipziger nur zu hoffen, dass Bauherr Gaumer seine Pläne wahr macht. (tos)


    Das könnte einer der Gründe für die sporadische Bautätigkeit sein. Man möchte sich die Baugenehmigung erhalten.

  • Wahrscheinlich hast du Recht. Die Genehmigung ist laut Artikel im Mai 2003 erteilt worden, also zunächst bis Mai 2006 gültig. Eine erste und zweite Verlängerung um einen großzügig bemessenen Zeitraum wird auch noch drin sein. Hoffentlich steht das die Leipziger durch, ich könnte jedesmal kotzen, wenn ich dieses Drecksding sehe.

  • Hallo zusammen, nochmal zum Thema Subzentren...Köln hat quasi in jedem Bezirk ein eigenes Zentrum mit Einkaufspassagen, wer nicht im Bezirk Mitte lebt muss also theoretisch seinen Wohnbezirk zum Shoppen nicht verlassen (in Klammern hinter dem Bezirk steht die Einwohnerzahl, Stand 2003):


    CITY (ca.130.000): Neumarkt, Schildergasse, Hohe Straße, Breite Straße, Severinstraße und rechtsrheinisch Deutzer Freiheit
    NIPPES (ca.110.000): Neusser Straße
    EHRENFELD (ca.100.000): Venloer Straße
    LINDENTHAL (ca.140.000): Dürener Straße, Aachener Straße und Rhein Center (Mall,30.000m2)
    MÜLHEIM (ca.145.000): Wiener Platz und Frankfurter Straße
    KALK (ca.105.000): Kalker Hauptstraße (ab 2005 Mall,27.000m2)
    RODENKIRCHEN (ca.100.000): Höninger Weg, R.-Zentrum
    CHORWEILER (ca.85.000): Pariser Platz und City Center (Mall,32.000m2)
    PORZ (ca.110.000): Porzity und City Center (Mall,19.000m2)


    Quelle für Einwohnerzahlen in den Bezirken:
    http://www.stadt-koeln.de/zahl…/artikel/04620/index.html


    Quellen für die Größenangaben der Malls:
    http://www.mfi-online.de/objekte/arcaden/koeln-arcaden/
    http://www.ece.de/de/shopping/center/ccc/ccc2.jsp
    http://www.ece.de/de/shopping/center/rck/rck2.jsp
    http://www.k-s-haustechnik.com…lles.php?act_subbereich=6


  • Danach müßte ja Köln über eine Million Einwohner haben?????

  • Zitat von DMS

    Danach müßte ja Köln über eine Million Einwohner haben?????



    Davon bin ich, jedenfalls die letzten Jahre, immer ausgegangen.
    Weiß gerade jemand wann Köln die Millionengrenze das erste mal durchbrochen hat? Seitdem schwankt doch die Einwohnerzahl leicht, ist mal darüber mal darunter.


    colonius : danke für den Beitrag. Sehr ausgeglichen, die Größe der Kölner Bezirke.

  • Anthony : Das dürfte so in den frühen 70ern passiert sein...vor kurzem wurden Ergebnisse einer demographischen Studie veröffentlicht, und die besagen daß Köln die einzige dt. Großstadt ist, die bis 2020 noch wachsen wird, alle anderen werden leicht schrumpfen. Ich schau mal ob ich dazu was finde!

  • Köln war in den 70´ern mal Millionenstadt, jetzt liegt die Zahl knapp darunter.
    Bei den Zahlen handelt es sich um alle Einwohner, also mit Zweitwohnsitz.
    Da Köln die grösste Uni Deutschlands hat gibt es ziemlich viele Zweitwohnsitze von Leuten die grösstenteils in Köln wohnen.


    Hier ein Bericht aus dem Kölner Stadt Anzeiger.



    Älter werden und Jugend behalten


    von PETER BERGER, 07.08.2004



    Die Stadt wird nach Angaben der Statistiker weiterhin zu den wenigen Zuzugsregionen Deutschlands zählen.


    VON PETER BERGER


    Wer sind die Kölner in gut 20 Jahren? Wie leben sie, was erwarten sie von ihrer Stadt im Jahr 2025? Nach der aktuellen Prognose des Dezernats für Stadtentwicklung, Planen und Bauen ist eins unstrittig. "Köln bleibt Millionenstadt", sagte Baudezernent Bernd Streitberger. Selbst bei der ungünstigsten Prognose-Variante wird 2025 die Millionengrenze um 3200 überschritten. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass in der Stadt zwischen 1 021 300 und 1 032 200 Menschen leben werden. Neben München, dem Umland von Frankfurt und Hamburg bleibt Köln damit eine der wenigen Zuzugsregionen Deutschlands. Die Mehrzahl der Zuwanderer sei erwerbstätig, überdurchschnittlich qualifiziert, jung und verfüge über ein vergleichsweise hohes Pro-Kopf-Einkommen. Problematisch sei die Situation bei den Familien. "Wer mit 25 als Single nach Köln kommt, zieht häufig ins Umland, wenn er zehn Jahre älter ist und Kinder hat", so Streitberger. "Deshalb muss es uns gelingen, jedes Jahr 5000 Wohnungen zu schaffen."


    Der Rest

  • Zitat von CityHai

    Und was ist mit der "Hohen Strasse" in Köln ? Die ist doch ziemlich lang und das Shopping Mekka NRWs.



    Genau...Köln ist ja sowieso in allen Belangen und immer die Nr.1 (wenn es nach den Kölnern ginge).


    Nur leider stimmt das nicht so ganz. Eure Hohe Str. ist ebenso wenig das "Shoppingmekka NRW´s" wie die Deutzer Kirmes das größte Volksfest ist. Ziehe von der Kempers-Studie mal etwa 20-25% Dom-Touris ab, und Du siehst, wie sich die Zahl relativiert. Dortmund´s Westenhellweg hingegen wird fast ausschließlich von "echten" Shoppern frequentiert, die Quote an Laufpublikum liegt hier bei etwa 5-7 Prozent. Und Dortmund wird Kölle noch weiter abhängen, wenn das ANSON`S-Flagschiff erst fertig ist. Von 3do und Thier-Projekt ganz zu schweigen... :D


    Gruß J.R.

  • Zitat von colonius

    Hallo zusammen, nochmal zum Thema Subzentren...Köln hat quasi in jedem Bezirk ein eigenes Zentrum mit Einkaufspassagen, wer nicht im Bezirk Mitte lebt muss also theoretisch seinen Wohnbezirk zum Shoppen nicht verlassen



    So etwas wie einen "Bezirk Mitte" gibt es vielleicht in echten Millionenstädten wie Berlin oder Wien, aber sicher nicht in Kölle am Rinn. Die Stadt Köln hat sich in den siebzigern mal eben so 300.000 Einwohner umliegender Städte auf einen Schlag einverleibt, um sich dann mit fremden Federn hinsichtlich Einwohnerzahlen zu schmücken. Will heißen: Köln am Rhein ist in Wahrheit eine 700.000-Einwohner-Stadt mit zahlreichen eingemeindeten Kommunen, was man nicht zuletzt an etlichen verschiedenen Vorwahlen sieht. Kein Wunder also, das sich in diesen bis vor kurzem eigenständigen Städten auch eigene Stadtzentren entwickeln konnten...


    Meine Stadt (Dortmund) hat seit 1927 keine Eingemeindungen mehr vorgenommen, und ist danach aus sich heraus gewachsen. Das selbst dieser Schummeltrick nun nicht mehr ausreichte, um die "gerade-so-eben 1 Million" zu halten, veranlaßte die jecken Ratsherren, flugs eine Zweitwohnsitzsteuer anzuschaffen, was z.B.viele zwang, wiederwillig Ihren Erstwohnsitz an den Rhein zu verlegen.


    Zudem ist Köln nicht die einzige Stadt mit Zuwachsrate. Auch dieses Monopol muß sie sich mit Dortmund teilen, denn die zweitgrößte Stadt NRW´s wächst ebenfalls kräftig. Nur macht man bei uns nicht solch ein Aufsehen darum. Mit dem restlichen Pott zusammen sind wir ja laut amerikanischem Metropolenlisting eh unter den 20 größten Metropolen der Welt (5,2 Millionen) :cool:


    Aber Understatement war ja noch nie eine Stärke am Rhein: Kölnarena, Colonius, Art Cologne, Köln Turm...


    Wann gibt´s eigentlich den Köln Kotzkübel? :naughty2:

  • Zitat von JohnRyder

    Aber Understatement war ja noch nie eine Stärke am Rhein: Kölnarena, Colonius, Art Cologne, Köln Turm...

    Naja, diese Begriffe sind doch Okay, haben sogar nur lokalen Bezug. Gefiele Dir "Deutzsporthällchen" statt "Kölnarena" besser?
    Mir "Germanendome" :D


    Zitat von JohnRyder

    Wann gibt´s eigentlich den Köln Kotzkübel? :naughty2:

    Nachdem Du ihn wahrscheinlich aufgestellt hast. Du brauchst: Kübel, Papier, Klebstoff (Uhu aus Dortmund?) und einen dicken Filzstift.
    Nach BRdeutscher Tradition wird eine so tolerante Millionenstadt wie Köln diesen Kübel gelassen stehen lassen, wetten ;)
    Und wenn nicht, bist Du bestätigt.

  • JohnRyder


    Na, da wird aber jemand vom Neid förmlich zerfressen :D
    Sag mir mal etwas zur Stadtentwicklung Berlins, wie kam es denn daß diese Stadt sich so rapide vergrößert hat? Doch nicht etwa (auch) durch Eingemeindung, oder? :confused:
    Als Kölner kann ich nur sagen, daß wir es gewöhnt sind, Neider zu haben - man denke da nur an die ein oder andere Stadt im Umland, ich nenne keine Namen ;) - und damit lässt es sich prima leben!
    Die Stadt muss ja irgendetwas an sich haben, daß sie so zerrissen wird und ich finde es echt lustig, wie bierernst manch einer Namensgebungen, die ausschließlich vom Standort her rühren, versucht durch Größenwahn zu erklären :nono:
    Erzähl mir doch mal voher Deine Antipathien gegenüber Köln kommen? Vielleicht kann man Dich ja vom Gegenteil überzeugen! :daumen:

  • JohnRyder


    Köln hat sich in den 70ern übrigens nicht 300000 Einwohner einverleibt, es waren deutlich weniger. Nur sehe ich in Eingemeindungen auch überhaupt kein Problem.
    Mir ist es übrigens auch vollkommen egal ob Köln Millionenstadt ist oder nicht.
    Wenn wir schon ein wenig Dialekt in diese Diskussion bringen wollen, es heisst Rhing und nicht Rinn! ;)

    Jahr Einwohnerzahlen
    16 Jh. ca. 40.000
    1794 44.512
    1820 55.355
    1831 65.953
    1852 101.091
    1871 129.233
    1875 135.371
    1890 281.681
    1900 321.564
    1. Dezember 1905 ¹ 372.229
    1. Dezember 1910 ¹ 428.722
    8. Oktober 1919 ¹ 633.904


    Jahr Einwohnerzahlen
    16. Juni 1925 ¹ 700.222
    16. Juni 1933 ¹ 756.605
    17. Mai 1939 ¹ 722.221
    13. September 1950 ¹ 594.941
    6. Juni 1961 ¹ 809.247
    31. Dezember 1970 849.500
    30. Juni 1975 1.017.200
    30. Juni 1980 976.800
    30. Juni 1985 919.300
    1. Januar 1989 937.482
    30. Juni 1997 965.000
    31. Dezember 2003 965.954

  • So, nachdem hier einer eine Liste der (laut Kemper's) beliebtesten Einkaufsstraßen in Deutsachland gepostet hat, poste ich jetzt die Liste der beliebtesten Einkaufsstraßen in NRW, wobei die Zahlen auf der selben Untersuchung beruhen.



    Im Grunde poste ich die Liste auch nur, um die hohe Positionierung meiner Heimatstadt zu zeigen. :D

  • Der Grund warum Berlin nicht in den Top 10 ist liegt für mich weinfach daran dass es in Berlin im vergleich zu manch anderer Stadt verdammt viele größere oder kleinere Einjaufsstraßen gibt und nicht die gesamte Stadt nur zu einer rennt.