Hier ist wohl so einiges schiefgelaufen, also daher mal chronologisch:
Jai-C
Du als Admin weißt es besser als ich, darum beantworte mir folgende Frage: Warum sehe ich zum Zeitpunkt meines Postings jene beiden von Ricoh/Ernst als EINES und nun plötzlich als ZWEI verschiedene??*verwirrtsei* Damit will ich sagen, daß sich mir die Beiträge BEIDE unter dem Absender von Ernst präsentierten. Sollte ich einfach nur geschielt haben - Asche über mein Haupt. Und in beiden Fällen - sorry Ernst *schäm*
Was Deine Aussage über Dortmunds Büromarkt anbelangt, gebe ich Dir Recht, da es in dieser Liga nicht zu den Big 5 gehört. Davon war allerdings auch nicht die Rede. Was interessiert es z.B.einen Shopper oder Discothekengänger, ob in einer Stadt so und so viele Bürotürme errichtet werden. Der Schwerpunkt meiner Argumentation lag daher auch eher auf der Gesamtheit der Stadt
Und da punktet Dortmund mittlerweile ordentlich.
Womit ich auch schon beim zweiten Posting wäre *räusper*...
@ Der Jules
Deine Reaktion führt mir das typische Bild des Esseners vor Augen, der kramphaft noch immer an seiner alten (ruhrgebietsinternen) Arroganz zu klammern versucht. Und nun weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll bei soviel verdrehten Fakten
:
Zum Einen bin ich KEIN Altenessener (zum Glück), sondern wohne schön mitten in der südlichen Dortmunder Gartenstadt. In Altenessen hatte ich zu Unizeiten mal eine Bude, daher die -mir vielleicht nicht zustehende- Bezeichnung des "halben" Esseners. Zum anderen zählt Dortmund im Gegensatz zum tristen Essen sehr wohl zu jenen "Städten auf grüner Wiese". Du sagst nein? Aber ja! WIR haben ein echtes Umland sowhl nach Norden, Süden, Osten, und in diesem westfälischen Umland sind wir die W e s t f a l e n m e t r o p o l e.
Nur Richtung Westen ist da noch das sinkende Schiff Ruhrgebiet mit Essen mittendrin. Sieh mal auf die Lankarte. Dann wirst Du sehr gut erkennen, das sich Dortmund als einzelnes sehr gut von der restlichen Ruhrpottballung abgrenzt.
Ich weiß, das Du hier versuchst, meine Stadt unbedingt mit Deiner gleichzumachen, doch das kann nicht gelingen, sorry. Essen ist ein totes Loch und es ist fast eine Beleidigung, Dortmund damit zu vergleichen. Und wo bitte habt Ihr einen Fernsehturm?? Meinst Du etwa den 110 Meter-Standardfunkturm der Deutschen Post? Denn dann kannst Du gleich noch 270 andere Kreise und Kleinstädte in Deutschland dazuzählen (wie z.B. Schwerte), die allesamt einen fast identischen dieser "Baukasten"-Türmchen haben
Sicher, diese kleinen Dinger sind süß, aber es sind eben keine echten Fernsehtürme. Aber sicher ist die Sicht von der -nicht vorhandenen- Aussichtsplattform spitze
Dortmund hatte 1959 übrigens den weltweit zweiten Fernsehturm nach Stuttgart und den ersten "vollwertigen" mit Drehrestaurant... Soviel dazu.
Zudem ist ebensowenig der Grugapark (70 ha) , sondern -so leid es mir ja tut- der Dortmunder Westfalenpark (75 ha) Deutschlands größter und sicher auch schönster Stadtpark. Da kannst Du jeden Touri fragen, der schonmal beide besucht hat (in meinem Falle u.a.Freunde aus Wien und Kanada. Übrigens der deutsche BUGA-Park schlechthin. Weltgrößtes Rosarium, Florianturm, Seilbahn, Parkbahn (ja, länger als die in der Gruga) und gleich drei BUGA´s (1959/69/91) sprechen eine deutliche Sprache.
Interessant fand ich auch das Argument mit Zollverein. Man muß -denke ich- ein wenig unterscheiden, ob nun ein weltbekanntes Symbol einer Metropole zum Weltkulturerbe erklärt wird (wie etwa der Kölner Dom), oder eine Zeche, die ebenso gut auf Gelsenkirchener Stadtgebiet hätte liegen könnte. Sicher war die kommunale Zugehörigkeit das letzte Argument für die Ernennung und somit auch kein Beweis für deren Attraktivität.
Das Essen unbedingt noch den Saalbau zu einer zweiten Philharmonie neben Dortmund umbauen mußte, kennt man ja schon von D´dorf und Köln, die aus Geltungssucht auch immer alles doppelt haben müssen. Beruhigend für die Dortmunder dabei, daß ihre Philharmonie nach wie vor Deutschlands beste ist (nachzulesen in der Fachpresse) und zudem nicht außerhalb der City liegt (wo sie nur leider niemand wahrnimmt). Vielleicht sollte man auf der leeren Kettwiger Straße Flyer an auswärtige Besucher verteilen. Aufschrift: "Achtung! der neue Saalbau - nur 2,5 Kilometer von hier!! " Platz genug wäre bei der geringen Passantenfequenz ja
Dortmunds Konzerthaus hat diese Probleme nicht. Es bildet vielmehr den international beachteten Grundstein für ein neues Szene -und Gastroviertel, das Brückstraßenviertel, welches man in Essen ebenfalls vergebens sucht. (Nun sag bitte nicht Rüttenscheid, sonst kapituliert mein Zwerchfell
)
Aber das war eigentlich schon immer ein Essener Problem. Einige schöne Objekte (wie das Colloseum) , und der Rest belangloser Schmuddel. Ich kann Essen nur wünschen, daß es nicht völlig ins Hintertreffen gerät.
Wirklich, Jules, laß uns kleinen Kleinkrieg beginnen, aber das Problem mit der "grauen Arbeiterstadt" ist eines, das sich Essen mit anderen "Prachtstädten" wie Bochum, Gelsenkirchen, Mülheim etc. teilen muß, aber sicher nicht (mehr) mit Dortmund. Da könnte gleich ein Duisburger hergehen und zu einem Düsseldorfer sagen "Hey, unser Städte sind schon echt beide langweilig, was" Ungefähr so (gut, vielleicht nicht ganz so grotesk) wirkt es auf mich, wenn ein Essener seine Stadt mit meiner in einen Topf werfen will
Sorry, aber so siehts 2004 nun mal aus. Unsere Stadt ist in der City top geworden, und wird ihren Siegeszug auch weiter fortsetzen. Das kannst Du schon jetzt an unseren wunderschönen Cityplätzen erleben, wo unter der Glasbrücke des Hansa-Carree dutzende Straßencafes dafür sorgen, das Dortmund sich vom Losertum des Reviers wohltuend als Metropole absetzt, und das wirst Du insbesondere ab dem nächsten Jahr miterleben, wenn 3do und neues U-Viertel samt Nationalgalerie an den Start gehen.
Wie sagte doch ein Sprecher von "Anson´s" (Sitz Essen) :
"Wir bauen unser neues Flaggschiff nach Dortmund, weil diese Stadt Essen schon lange überholt hat. Leider konnten wir hier nicht eher ein Grundstück finden, da Zara schneller war..."
Das jetzt auch noch die RWE zerschlagen und nach Dortmund (RWE Energy, 22 Milliarden € Umsatz) und Köln (RWE Power, 5,2 Milliarden) verteilt wurde, ist vielleicht die späte Dortmunder Rache für die Übernahme von Hoesch 1991. Tja, wie die Zeiten sich ändern*zwinker*
Wußtest Du übrigens, daß der WDR für seine beiden (Zitat Fritz Pleitgen) "lebendigsten Standorte" in NRW das sogenannte Metropolenfernsehen eingerichtet hat? Die Sendungen heißen: WDR Punkt Köln und WDR Punkt Dortmund...
(auch wenn zu Köln zumindest die nächsten Jahre noch ein deutlicher Abstand herrschen wird, aber immerhin)
Trotzdem alles Gute für Essen, und das es in Zukunft doch noch mal das Gesicht einer Dienstleistungmetropole bekommt (welches Dortmund mit 75% in diesem Sektor im Gegensatz zu Deiner Schlußaussage schon längst hat). Ja ja, mit Statistiken ist es nicht immer leicht 
Wir sitzen nicht im Glashaus, sollte nicht mit Steinen werfen...weil es sonst genau so häßlich wird wie jenes Haus mit den kaputten Scheiben gegenüber... 
In diesem Sinne
LG John
P.S.: Ich habe u.a.für die ImmobilienZeitung (IZ) geschrieben und Statistiken daher sehr gut im Kopf. Sämtliche meinerseits genannten Zahlen, Aussagen und Fakten sind aber auf Wunsch mitsamt Quelle nachweisbar.