Rund um die Reeperbahn

  • Show-Palast für Reeperbahn:
    geplant wird ein internationales Revue-Theater unter der Name „Universum“ mit etwa 900 Plätzen. Der Show-Palast ist in einem Neubau im Herzen des Kiezes geplant. Direkt am Spielbudenplatz müssten die beiden unansehnlichen Gebäude links vom Schmidt Theater weichen. Damit bietet das Projekt die letzte Möglichkeit, das historisch einst wunderschöne Häuserensemble am Spielbudenplatz wieder zu einer baulichen Einheit zu gestalten. Es soll mit in einer Liga mit Paris und den Shows von Las Vegas spielen.


    Quelle: Bild-Zeitung


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  • Großartige Neuigkeiten. Wäre allerdings mittelfristig noch auf seinen Wahrheitsgehalt zu überprüfen.


    Für alle Nicht-Hamburger. Es handelt sich um die beiden Gebäude hier links im Bild. Fraglich ist ob der Abriss den Gebäudeteil einschließt, in dem sich das Docks befindet und wenn ja, wie der Club dann integriert wird.


    Dahinter liegen noch das Schmidts mit Tivoli, das St. Pauli Theater und die Davidswache (hinter dem Strahler). Das ist meines Erachtens bereits jetzt ein sehr schönes Ensemble.


    Man darf also auf die Architektur gespannt sein. Ein weiteres Highlight für die Reeperbahn wird es so oder so.


    Damit bietet das Projekt die letzte Möglichkeit, das historisch einst wunderschöne Häuserensemble am Spielbudenplatz wieder zu einer baulichen Einheit zu gestalten.


    Wieso? Es ist doch eine ganze Menge mehr Nachkriegsbausubstanz vorhanden. Und selbst wenn. Das neue Schmidts finde ich persönlich deutlich attraktiver als den Vorgängerbau.
    Diese Bebauung bleibt doch zum Beispiel völlig unangetastet.

    Wiederum dahinter liegt ein weiteres recht ansehnlicher Bereich mit Operettenhaus und Panoptikum

    Alle Bilder von mir.

  • Sehr interessant. Meine Frage bezüglich des „Docks“ beantwortet sich auch: Obwohl der Pachtvertrag nach 2010 ausläuft, wird über eine Einbeziehung des Clubs in den Neubau nachgedacht. Sehr schön.

  • ..ebenso wird über die Einbeziehung eines Hotel sowie Büros nachgeacht (s. Artikel: Bild 02.10.08). Hm, So groß ist das Grundstück nun meines Erachtens nach nicht, als dass man dort ein Revue-Theater mit 900-1100 Plätzen, eine Disco/Konzerthalle (Docks), sowie ein Hotel und Büros unterbringen könnte. Das müsste dann schon ein hohes Gebäude werden. Ob das der Bezirk/die Stadt dies genehmigen würde? Hamburg und hohe Bauten...bisher nur wage Ausnahmesituationen. Oder hat jemand eine andere Idee, wie dies funktionieren soll. Bin ja kein Architekt:-)


    Aber dennoch, ich begrüße ein Revue-Theater sehr!!! Leider hat es Hamburg bisher mit der Kultur nicht so gehabt.

  • Ein bißchen eng dürfte das tatsächlich werden:



    Quelle: Google Earth


    Hotel und Büros kann man in einem Gebäuderiegel zum Spielbudenplatz locker unterbringen, dieser müsste gar nicht höher werden als das Schmidts oder das Eckgebäude zur Esso hin. Für den Theatersaal müsste man aber wohl den gesamten Innenhof zubauen, da ist es fraglich wo da Platz fürs Docks bleiben soll. Das ist wohl nur machbar wenn mann dieses ins Untergeschoss verlegt.

  • Osmani-Plan: Penny-Markt statt "Lehmitz"

    Totalausfall:
    Nach Abendblatt-Informationen soll nach plänen des Osmani-Hallodri der Billig-Discounter an der Reeperbahn 22 entstehen. Das würde neben dem Lehmitz womöglich auch das Aus für den Quatsch-Comedy-Club im benachbarten Café Keese bedeuten, weil der auf eine noch bestehende Freifläche hinter dem Lehmitz angewiesen ist. Der Bezirk hat rechtlichen Widerstand angekündigt und will „alles, was möglich ist“ unternehmen, um die Ansiedlung zu verhindern. Zu diesem Zweck soll jetzt die „Reeperbahnregelung“, die jetzt den Ladenschluss weitgehend aufhebt, gekippt werden.


    Dass der gerade verurteile Tunichtgut mit einem derartigen Projekt direkt in den Resten der St. Paulianischen Seele rumstochert, um sich ein paar Euro mehr zusammenzukratzen, ist schlicht eine Bankrotterklärung an jedwede noch vorhandene Kiezkultur. Das muss auf jeden Fall verhindert werden.

  • Da kann ich dir nur beipflichten. Mir ist fast übel geworden, als ich das heute gelesen habe. Ab und zu kaufe ich zwar auch sonntags bei Penny auf der Reeperbahn, aber darauf würde ich in diesem Fall liebend gerne verzichten. (Außerdem hat der Lidl im Bf Altona ja sonntags auch offen - dahin könnte man notfalls ausweichen, wenn man drinegnd was braucht.)

  • Irgendwie herrscht glaube ich ueberall in den Medien etwas Verwirrung was Osmani-Hallodri eigentlich plant ??


    Laut Bild will er einen Showpalast neben das Kafe - Kaese setzen und der Quatsch Comedy Club soll Mietfrei vor Ort bleiben ??


    http://www.bild.de/BILD/hambur…fuer-den-show-palast.html


    Ich denke, dass ordentlich Panik gemacht wird ist sehr gut, ein weiterer Billig-Discounter waere ja wirlich das Letzte, was die suendige Meile gebrauchen kann ! Allerdings sind wir von diesem Supergau wohl auch noch ein ganzes Stueck weit weg.

  • Die Esso-Haueser an der Reeperbahn bzw am Spielbudenplatz werden abgerissen. Die Entscheidung hat die Bayerische Hausbau, der das Areal gehoert, heute mitgeteilt. Bericht hier.


    Der Beginn für den Neubau der Wohnungen / des Gewerbe ist für 2014 geplant. Im Maerz soll ein Architektenwettbewerb starten

  • Städtebaulich ist das wohl die beste Entscheidung. Hoffen wir mal, dass der neue Entwurf nicht zu brachial und eintönig daherkommt.


    Die Mieter sollen ja die Möglichkeit bekommen, zum jeweils aktuellen m²-Preis wieder zu mieten.
    Weiß jemand, ob diese Option auch den Gewerbemietern zusteht?
    Es wäre wirklich schade um das Molotow und die Esso-Tankstelle... :(

  • Städtebaulich ist das wohl die beste Entscheidung. ...
    Weiß jemand, ob diese Option auch den Gewerbemietern zusteht?
    Es wäre wirklich schade um das Molotow und die Esso-Tankstelle... :(


    Soweit ich weiß, ist die Esso definitv raus, das Molotow soll aber erhalten(!) bleiben, aber das muss erst der Wettbewerb bestätigen.


    Städtebaulich ist dort einiges möglich, die Zeilen sind, vor allem hinten zur Kastanienallee, ganz schlechte Gebäude.
    Soziologisch wird das ein heißer Tanz, da ja der B-Plan geändert werden muss. Trotz des sehr fairen Angebots der Bayrischen Hausbau sind dort Proteste aus Prinzip zu erwarten. Ich muß sagen, ich bin für einen Neubau, aber dafür sollten die tanzenden Türme rückgebaut werden :)

  • ^Sag mal, steht das k in Deinem Nik eigentlich für "Kossak"?
    Eine derartige "Höhenangst" ist doch typisch für den ehemaligen Oberbaudirektor.
    Ich finde es schade, dass er nicht ein paar Meter höher ist und zumindest die magische 100m-Marke überwunden hat.


    Architektonisch scheußlicher als die Esso-Häuser geht eigentlich nicht. Sogesehen in jeden Fall ein Gewinn.

  • ^Sag mal, steht das k in Deinem Nik eigentlich für "Kossak"?
    Eine derartige "Höhenangst" ist doch typisch für den ehemaligen Oberbaudirektor.
    Ich finde es schade, dass er nicht ein paar Meter höher ist und zumindest die magische 100m-Marke überwunden hat.


    Ich teile tatsächlich Kossaks Ansicht, daß ein Gebäude einen "menschlichen Maßstab" benötigt. Derjenige, der sich für höhere Gebäude ausspricht, sollte einmal wachen Auges analysieren, wie autistisch diese im Kontext stehen, und wie schädlich sie für das Umfeld oder die Straßenlebendigkeit sind.


    Du denkst ja wahrscheinlich nicht wirklich, daß die Tanzenden Türme dort an den Ort passen, sondern findest einfach Wolkenkratzer gut, deshalb sei dir verziehen.

  • ^ Da irrst Du. Ich halte die Tanzenden Türme für genau richtig an dem Platz.
    Die Reeperbahn ist ein Aushängeschild der Stadt und die Tanzenden Türme sind ihr neues Wahrzeichen und geben der Straße einen unverkennbares Gesicht.


    Und warum sie schädlich sein sollten, kann ich nicht nachvollziehen, weder für das Stadtbild noch für die nähere Umgebung.
    Wenn Du sie nicht magst, aus welchen Grund auch immer, finde ich es okay.
    Aber bitte nicht mit irgendwelchen herbeigezogenen Begründungen (autistisch) argumentieren.

  • Die Tanzenden Türme passen in keinster Weise dort hin.
    - Höhe (Die umliegende Bebauung ist deutlich niedriger)
    - Nutzung (Bis auf den Club im Keller völlig kiezfremde Nutzung bzw Nutzungsänderung)
    - Fassade (Die graue Rasterfassade in ihrer Leblosigkeit ist eine unpassende Frechheit, wenngleich auch gut detailliert. Das neue Clubhaus auf dem Kiez macht vor, was möglich wäre)
    - Formgebung (Die Entwurfsrethorik sprach immer von "Tanzenden Türmen" als Metapher auf die Discos auf dem Kiez. Das wird doch in keinster Weise eingelöst, da wären doch die 20 Jahre alten Ginger&Fred in Prag passender.)


    Fazit (nicht Begründung): Das Gebäude ist autistisch (Übersetzung: Selbstbezogen)

  • Vielleicht sollte man die Hochhaeuser in 'humpelnde Tuerme' umbenennen. Eleganz, Leichtigkeit und Tanz kann ich beim besten willen nicht in dieser plumpen, Nutzflaechenschinderei erkennen...


    Einziger Trost: Der Zustand ist besser als die Jahre zuvor. Dennoch: Was haette man hier alles mit einem guten Entwurf erreichen koennen. Nun hat Hamburg ein eben ein weiteres Theheranium. Es haette schlimmer kommen koennen. Aber eben leider auch viel besser...

  • Meine Theorie ist ja, daß sie den unfassbar hässlichen, braunen Hotelklotz daneben gebaut haben, um von der Hässlichkeit der Türme abzulenken.
    Ich hoffe, daß das Esso-Areal nicht ähnlich wie das Bavaria-Gelände bebaut wird. Sonst ziehe ich eventuell noch freiwillig weg, bevor ich es muss, weil ich mir die Miete nicht mehr leisten kann.. ;)

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