ÖV-Projekte: Tram, U-Bahn, S-Bahn, Bahn, Bus etc.

  • Endlich Neues von der Tram durch den E-Garten in der SZ.


    Anm.d.Mod. Bitte gewöhne Dir an, Medienbeiträge kurz in Stichpunkten zusammenzufassen, damit der Thread auch in einigen Jahren noch lesbar ist, wenn der Link evtl. tot ist. Vielen herzlichen Dank.

  • Die U-Bahn ist ja mal sowas von sinnfrei! Eine U-Bahnlinie mit maximal 1 km Abstand zu 4 S-Bahnstationen zu planen ist echt maximaler Blödsinn! Die U5 Verlängerung nach Pasing auf der bis jetzt geplanten Strecke ist schon sinnfrei, aber das ist echt der Gipfel der CSU Trambahn-hassenden Verbohrtheit!

  • Naja es wäre zumindest eine Luxuslösung, die schon etwas fragwürdig erscheint angesichts anderer Areale in der Stadt die dann wesentlich schlechter erschlossen wären.
    Abgesehen davon steht ja schon in den Sternen bis wann die Ubahn nach Pasing fertiggestellt würde. Das gesamte Projekt würde mindestens 15 bis 20 Jahre dauern.
    Ebenso kann der Kosten-Nutzen Vergleich kaum positiv aussehen angesichts der Tatsache dass es eben schon zwei S Bahnlinien in der näheren Umgebung gibt.


    Ich halte daher dieses Szenario für äußerst unwahrscheinlich.

  • Vermutlich macht die U-Bahn nur langfristig Sinn, wenn dort neben Freiham auch andere einwohnerstarke Projekte entstehen.
    Da der Realisierungszeitraum bestimmt min. 20 Jahre benötigt, ist ein "Herumplanen" zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt verkehrt.


    Vielleicht sollte aber auch nicht der Einfluss dieser U-Bahn Gedanken vergessen werden, was die Entscheidung zu künftigen Neubauten angeht.

  • Im Einzugsgebiet der U-Bahn sind laut Plan derzeit Projekte für 35 000 Einwohner geplant. Da kann sich eine U-Bahn eventuell schon lohnen. Von der Priorität her hätte ich es aber auch weiter hinten eingeordnet und eher die Tram gebaut.
    Die U-Bahn nach Pasing würde Sinn machen, wenn man dort und vor allem in der Blumenau (mit entsprechender Abzweigung der U-bahn) die Siedlungspotentiale entwickelt.

  • Es kommt noch hinzu, dass die U-Bahn mit nur einer zentralen Station das ganze Areal gar nicht wirklich erschließt, sondern nur eine zentrale Anbindung an Pasing und die Innenstadt herstellt, die es mit den vorhandenen S-Bahnen ja eigentlich schon gibt. Nachdem ja im Süden Freihams das Schulzentrum entsteht und der Norden dann weder mit U- noch mit S-Bahn angeschlossen wäre, bräuchte man zur Nord-Süd Erschließung zusätzlich noch eine grosse, leistungsstarke Buslinie auf der Nord-Süd Achse.


    Und dann kommt noch hinzu, dass die U-Bahn wahrscheinlich zur verkappten Park & Ride Station werden würde. Sicher würden sehr viele Pendler die zuverlässige U-Bahn der verhassten S-Bahn vorziehen und dann das Wohngebiert zuparken.


    Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll, die U5 zwischen Laim und Pasing nach Süden Richtung Blumenau zu verschwenken und dort einen großen Park & Ride Bahnhof mit A96 Anschluß zu bauen (wie Freimann). Dann könnte man noch eine Station im Süden Pasings errichten und sich den sinnlosen Halt Am Knie sparen. Dann hätte man auch eine Erschließung eines eventuellen neuen Entwicklungsgebietes zwischen Blumenau und Pasing schon vorbereitet und kannibalisiert mit der U5 nicht die 19er Tram.

  • Naja, im Norden ist die Station Aubing, in der Mitte die neue U-Bahn, im Süden die Station Freimann. Das ginge wohl schon. Aber ansonsten hast du natürlich recht.
    Was mir stinkt ist, dass gefühlt falsche Prioritäten gesetzt werden. Statt die U-Bahn für die Lokalanbindung einzusetzen sollten die Enden verknüpft werden. Bisher enden außer im Nordwesten viele U-Bahnen im Nirgendwo, was mit ein Grund ist, dass alle immer durchs Zentrum müssen. Priorität hätte für mich die Verknüpfung an den Enden (U6 nach Gräfelfing/Planegg, U4 nach Englschalking etc.). Vielleicht ist solch eine Verknüpfung aber schwer in KN-Werten abzubilden.

  • Ich frage mich schon, mit welcher Intensität mancher gegen wohlwissentlich LANGFRISTIGE Planungen für den ÖPNV wettert. Auf der einen Seite wird Planungsstillstand moniert. Auf der anderen Seite wie wild gegen ein diskussionswürdiges Projekt geschimpft (neudeutsch mainstream gesellschaftstauglich: gehetzt!). Wie ich mich erinnere, sind die aktuellen Busrouten (Gelenker alle 5 Minuten) nach Westkreuz und Neuaubing am Rande der Kapazität. Nun sollen weitere 35.000 Einwohner dazu kommen, was in etwa einer Verdoppelung der Fahrgäste münden würde. Ich vermute überschlägig, dass es in einer U5 nach Freiham noch mehr Fahrgäste geben wird als in den letzten Stationen der U1 oder der U4. Die U2 hat man auch in die Messestadt gebaut, obwohl dort nur 25.000 Menschen leben. Man hätte auch Querverbindungen durch Bus oder Tram zur S-Bahn schlagen können. Dazu lässt eure Argumentation außer Betracht, dass gerade die beiden Neuaubing und Freiham umrahmenden Äste der S-Bahn schon sehr gut ausgelastet sind. Weitere Fahrgäste können nur bedingt aufgenommen werden. Und unter einem Takt 10 wird man auch in ferner Zukunft dort nicht fahren können.


    Fazit: Ich wüsste nicht, dass in München auch nur ein Kilometer U-Bahn zu viel gebaut wurde. Und dieser Umstand wird sich auch mit einer U5 Freiham nicht ändern.

  • Naja, im Norden ist die Station Aubing, in der Mitte die neue U-Bahn, im Süden die Station Freimann. Das ginge wohl schon. Aber ansonsten hast du natürlich recht.
    Was mir stinkt ist, dass gefühlt falsche Prioritäten gesetzt werden. Statt die U-Bahn für die Lokalanbindung einzusetzen sollten die Enden verknüpft werden. Bisher enden außer im Nordwesten viele U-Bahnen im Nirgendwo, was mit ein Grund ist, dass alle immer durchs Zentrum müssen. Priorität hätte für mich die Verknüpfung an den Enden (U6 nach Gräfelfing/Planegg, U4 nach Englschalking etc.). Vielleicht ist solch eine Verknüpfung aber schwer in KN-Werten abzubilden.


    Was bringt eine Verknüpfung der U1 mit der S7?? Alle fehlenden sehr nützlichen Verknüpfungen sind ja auch bereits in Planung (U4 - S8, U5 - Sxx). Worüber man noch nachdenken kann wäre eine U3 nach Pasing über Menzing. Der Weg einer U6 nach Planegg ist hingegen relativ lang und teuer. Die Fahrzeiten Richtung Zentrum würden sich auch kaum verkürzen (vielleicht alles südlich vom Sendlinger Tor auf der U6 selbst).


    Netzwirkung ist wichtig. Aber bitte nicht die Erschließung vergessen. München und seine Vororte werden aller Boraussicht nach in den kommenden 15 Jahren um mehr als 500.000 Menschen wachsen. Da kann man ruhig mal die halbe Steckenlänge des Nürnberger U-Bahn Netzes in reine Erschließung investieren. Im Übringen ergänzen sich auch Erschließung und Vernetzung bei vielen Linien: U4 Ost und weiter, U1 Nord ("Seestadt Feldmoching"), Weiterführung der U5 nach Süden und visionär auch die U5 nach Westen bis in das nördliche Gebiet Germerings rein und dann in einem Schwenk nach Süden Richtung Germering Bahnhof.

  • Aber alles was man dann langfristig dort baut liegt automatisch auch immer an einer der 3 westlichen S-Bahnstrecken. Das macht keinen Sinn. Wären dann von Freiham 16 U-Bahn Stationen zum Odeonsplatz. Ca 40-45Min Fahrt.


    Eine Tram macht mehr Sinn, die kann man später zur Not auch noch die Trasse verändern falls noch andere Neubaugebiete nahe Freiham entstehen sollten.


    Das Geld für diese U-Bahn bitte in eine Münchner Nord-Süd Tangente investiere!

  • Es gibt neben der U9 nur sehr sehr langfristig die Perspektive auch die Stammstrecke U1/U2 und der U4/U5 jeweils zu teilen. Aber dazu ist jetzt noch kein Anlass, da vermutlich die U9 mit dem Abzweig in die Theresienstraße auch eine große Entlastungswirkung auf die noch als kritisch zu betrachtenden U2 Nord erzielen wird. Und die U4/U5 wird erst relevant, wenn man eben eine größere Fahrgastmenge durch eine weitere Erschließungs- und Netzwirkung (Verknüpfung) erreicht.


    Für irgendwelche Ring-Linien-Ideen müsste München deutlich stärkere und auch von den Innenstadtknoten weiter entfernte Zentren wie die Münchner Freiheit haben. Kein Mensch steigt einmal mehr um, nur damit man 3-4 Stationen kürzer fährt!

  • http://www.abendzeitung-muench…e6-9445-e76785185cbb.html


    - Im Zuge der bereits beschlossenen Verlängerung der U5 Richtung Westen (zunächst bis zum Pasinger Bahnhof) wird offenbar ein viergleisiger Ausbau des U-Bahnhofs Theresienwiese geplant, zudem sollen die Bahnsteigkapazitäten erhöht werden.
    - Die U6 wird nach Martinsried verlängert, eine Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen.
    - Ob die U4 nach Nordosten erweitert wird, ist noch unklar, ebenfalls Planungen zu einer U9
    - Die Tramplanungen liegen weiterhin auf Eis, da es Unstimmigkeiten mit der Stadtrats-CSU bzw. mit der Regierung von Oberbayern gibt.

  • Da sind gute Ideen dabei. Eben die die hier auch schon diskutiert wurden. Ich betrachte die U5 nach Pasing als den wichtigsten Abschnitt der Bauvorhaben im Untergrund. Aber der Ausbau der Station Theresienwiese auf 4 Gleise wirkt zunächst skurril, da dort wohl ausser der Wiesn die wenigsten Fahrgäste überhaupt ein und aussteigen. Aber mit der U9 kombiniert könnten 4 Gleise Sinn machen.



    Diese U26 bitte knicken, das ist absurd. Eine Tram tuts da genauso.



    Warum aber genau der Ausbau der U4 nach Norden nicht so wichtig zu sein scheint kann ich nicht verstehen.


    mfg.

  • Zusammenfassend kann man sagen, dass wir auf sehr lange Sicht keinen neuen Straßentunnel und keine neue U-Bahn bekommen (das kurze Stück nach Martinsried mal ausgenommen, und das soll auch erst 2020 eröffnen).


    Die Infrastruktur wird aufgrund der langen Planungszeiten nun mindestens ein Jahrzehnt eingefroren.