Dresden: Neumarkt

  • Q VII/II - Schlosseck


    Die Baugrube wird weiter ausgehoben und der Verbau hergestellt.
    Mittlerweile ist der Keller des Caesarschen Hauses wieder freigelegt. Viel ist leider nicht übrig.


    Blick von der Ecke Schlossstraße/Rosmaringasse


    Zoom auf den Keller des Caesarschen Hauses


    Blick von der Ecke Schoessergasse/Sporergasse


    Auch hier noch mal der Blick in die Kellerreste

  • ^ ... und wenn man über die Elbbrücken kommt, grüßt nun der erste von bald mehreren CG-Turmdrehkränen.


    Anlässlich des Tages der offenen Tür im Verkehrsmuseum bot sich heute mal wieder eine Runde neuer Motive vom Neumarkt an.

    Das "Grüne Gewandhaus" präsentiert sich verblüffend wie mit dem Lineal gezogen/gestutzt.










    Und noch zwei Motive vom Jüdenhof


  • Es sieht doch jetzt, wo nun der Großteil des Neumarkts wiederbebaut ist, mit dem Blick "von außen" bzw. als Nicht-Dresdner insgesamt leider doch ein wenig enttäuschend aus, bzw. man hatte sich irgendwo doch mehr versprochen. Sind das denn die originalen Vorkriegs-Ausmaße des Platzes? Er wirkt doch extrem weitläufig und zugig. Auch der Durchblick zur 50er Jahre Bebauung an der Wilsdruffer Straße wirkt nicht gerade attraktiv.


    Trotz aller Kritik, bleibt der Neumarkt natürlich eine Meisterleistung, vorallem wenn man bedenkt wo man einmal hergekommen ist. Vielleicht stellt sich auch erst im Laufe der Zeit die gewünschte Belebung ein.

  • ^ Die Gebäude wurden, soweit möglich, exakt auf den historischen Parzellen errichtet. Was den weitläufigen oder etwas "kahlen" Eindruck angeht, so stimme ich zumindest teilweise zu. Dies liegt u.a. an der aus meiner Sicht etwas eintönigen, weitläufigen Pflasterfläche. Diese war ursprünglich durch erhabene Verkehrsinseln und Fußwege strukturiert, die zum größten Teil bis zum Baubeginn noch vorhanden waren, u. a. auch die Inseln der Straßenbahnhaltestellen. Eine solche Gliederung hätte der Platzfläche sicher gut getan.


    Der Durchblick zur Weißen Gassse resultiert aus dem Fehlen des gerade mal wieder heiß diskutierten Hotel Stadt Rom.


    Zur Verdeutlichung ein Bild aus der Deutschen Fotothek (E.A.Donadini, 1892):



    Man beaxchte das rege Markttreiben - mit z.B. historischem Weihnachtsmarkt wirkt der Platz auch heute völlig anders und strahlt entsprechend Leben aus.


    In den ursprünglichen Planungen zu DDR-Zeiten war übrigens die zumindest eingleisige Wiedererrichtung der Straßenbahnstrecke angedacht, nicht für den Linienverkehr, sondern für Stadtrundfahrten mit historischen Straßenbahnen. Ich denke, hier wurde tatsächlich eine Chance vertan, denn eine solche Linie sagen wir vom Neustädter Bahnhof über die Augustusbrücke, den Neumarkt zum Altmarkt und zurück über die Carolabrücke (die Moritzstraße ist ja nicht mehr vorhanden) hätte in der Tat das Zeug zu einer echten Touristenattraktion gehabt.

  • Ich hatte vor einiger Zeit eine ganz ähnliche Kritik über die gleichwohl hochwertige Neupflasterung des Marktes nach dem Bau der Tiefgarage geäußert. Das über den Platz führende Wegenetz ist vor Ort kaum erlebbar. Man hat es versucht anzudeuten mit diesen kleinen Senken und Schlitzkanten. Aber eine Akzentuierung mit Gehwegplatten oder Laternen entlang der Straßenverläufe wäre m.E. besser.


    Aber angesichts der Zustände auf dem Altmarkt ist das Jammern auf hohem Niveau.

  • ^+^^+^^^ zur Art und Größe der Neumarkt-Platzfläche:
    In der Tat ist der Platz gewaltig groß und durch die einheitliche Pflasterung etwas monoton.
    Eine abwechslungsreichere Gestalt AUF dem Platz bietet hingegen der viel-gescholtene Postplatz.
    Allerdings wären derlei vornehmlich verkehrliche Einbauten hier und heute nicht mehr das Maß der Dinge.


    Man muß die heutige Funktion des Neumarktes mitbetrachten: Er ist mE nicht mehr nur einer der vier Hauptplätze der Innenstadt, sondern nunmehr und künftig DER Zentralplatz der Stadt. Das auch daher, weil die anderen Hauptplätze jeweils Schwächen aufweisen. Nun schaue man sich mal solche Zentralplätze anderer Städte an, da fallen mir sogleich Markusplatz Venedig, Roter Platz Moskau, Tianmen Peking, Schloßplatz Petersburg oder u.U. Petersplatz in Rom ein. Sie sind allesamt baumlos, weitläufig und "kahl", sie nehmen grosse Mengen an Menschenmassen auf und verteilen diese, sie bieten Raum für grössere Veranstaltungen oder Anlässe.


    Solche Plätze werden i.d.R. regelmäßig bespielt, so hier zB mit dem wunderbaren Weihnachtsmarkt, oder kürzlichem "Waldmarkt", zu welchem ich gern noch folgende Bilder zeigen möchte. Von den Ankündigungen zum Waldmarkt hatte ich mir allerdings grössere Bäume vorgestellt, welche temporäre Begrünung als beispielhafte Platzgestaltung zeigen sollten. Der Markt-Ausrichter Sachsenforst hatte allerdings zu recht nur kleine Bäume angekarrt - und glücklicherweise auch im Topf. Dennoch zeigen solche Anlässe gut, daß auch kahle Platzweiten einen Teil des Jahres anders daherkommen - zumindest hierzulande.




  • Aktuelle Neumarkt Runde
    http://www.bausituation-dresde…9/05/neumarkt_28.html?m=1


    Am Blobelbau verschwindet langsam die Baustelleneinrichtung und die öffentlichen Wege werden wiederhergestellt. Das Fallrohr ist immernoch sichtbar und die Figuren fehlen auch noch.


    Bei der CG Gruppe wächst ein Kran nach dem anderem.


    Das Portal des Regimenthauses lässt weiter auf sich warten.


    Bei dem Schlosseck bleibts wohl bei dem kleinem Kellerrest, außer und der Ecke zur Schlossstraße(Fürstliches Haus) ist noch etwas.

  • Schlosseck


    Neben dem Kellerrest des Caesarschen Hauses(oben) steht auch noch der Keller des Fürstlichen Hauses an der Schloßstraße. Sieht aus als würde er bleiben.


  • bezüglich: Frauenkirche bekommt neue (LED)-Aussenbeleuchtung - #319


    Ab diesem Mittwoch solle man was sehen können, hieß es in DD-TV, die Fête de la Musique bot mit Herrn DJ Küchenmeister doppelten Anlass, mal zu schauen.


    Es wird ohnehin nur ab Kuppel oberhalb beleuchtet, es scheint etwas heller als zuvor, aber ich vermag es kaum einzuschätzen (war ja auch zu dunkel vorher), an der Laterne sind die Helligkeitsunterschiede nun unstimmig. Aber evtl. kommt erst noch terminbedingt ein Fachleuchte-Guck, und es wird nachjustiert, was ja nun auch möglich ist (dimmen).


    Fotos sind mal wieder nicht wirklich verbindlich, ich habe versucht die Belichtung möglichst real zu halten. (ohne Stativ, daher leicht unscharf)


    ^ Laternensockel noch viel zu überstrahlt


    mit Kunstakademie-Gebäude (zu hell) und Kunstverein mit schmerzlich fehlender Beleuchtung


    Generell wird bis zur Traufhöhe nix am Neumarkt angestrahlt, es gibt nur punktuelle Ausnahmen, die Laternen direkt an den Häusern geben leichten Schimmer, überstrahlt sind darunter die vereinheitlichten Gastro-Aussensitze unter Schirmbeleuchtung. Sicher wäre auch das Johanneum ein Licht-Kandidat, hier reflektiert nur die eine Seite wegen der Laternen davor. Ansonsten war der Neumarkt bisher als abendlich dunkler Platz konzipiert.



    Bonusbilder vom Tage:

    CG-Kräne über den Dächern


    Rampische Strasse


    Moritzhaus vom Altmarkt aus

  • Schlosseck


    erneuter Blick in die nun fast vollständig ausgehobene Baugrube



    Auf der anderen Seite die historischen Kellerreste, welche sich nun von dem Rest der Baugrube abheben, da es bei den restlichen Flächen 2 UGs geben wird.



    Der Keller vom Caesarschen Haus hinten links



    Der Keller vom Fürstlichen Haus im Detail



  • Nach vier Jahren war ich wieder in Dresden und konnte mir persönlich ein Bild von der Entwicklung machen.


    Ich kann sagen es hat mir ausserordendlich gut gefallen. Der Neumarkt hat auf mich einen wirklich schönen und harmonischen Eindruck gemacht. Auch andere Bereiche (Schloss, Zwinger, Brühlsche Terrasse und auch der Altmarkt) zeigten sich, abgesehen von der lästigen und langwierigen Sanierung der Augustusbrücke, auf einem guten Weg. Vermutlich wird es bei so viel historischer Bausubstanz immer kleinere oder größere Sanierunsmaßnahmen geben.


    Hier meine Handy-Fotos von der Aussichtsplattform der Frauenkirche von letzter Woche:








    Alle Fotos von mir.



    Was mir bei aller historischen und historisierenden Bausubstanz besonders auffällt, ist die für mich sehr ansprechende und aufwendige Architektur der zu DDR-Zeiten errichteten Gebäude am Altmarkt und an der Wilsdruffer Straße.


    Was die historischen Kellerreste im Schlosseck angeht, so konnte ich festzustellen, dass diese an ihrer Basis mit Beton eingefasst wurden, was darauf schließen lässt, dass sie erhalten bleiben.

  • QVII/1 - Schlosseck


    Momentan wird mit der Bodenplatte begonnen. Hier ein paar aktuelle Fotos.


    Blick von der Schlossstraße


    Der gesicherte Keller vom Fürstlichen Haus an der Schlossstraße Ecke Sporergasse



    Und der gesicherte Keller vom Caesarschen Haus in der Sporergasse Ecke Schössergasse



    Blick von der Schössergasse

  • ^ bausituation-dresden war schon 3 Tage zuvor da und bietet auch nochmal Motive der Baugrube.



    Die Frauenstrasse erhielt kürzlich auch auf der Seite des Moritzhauses (symmetrie-bedingt im Wechsel) eine historische Laterne (im Bild rechts).


    Am Blobelhaus tut sich weiter nichts, allerdings bietet es auch so einen wunderbaren Anblick.

  • kleines Baustellen-Update (letzte Woche)


    Q 7.1 - Schloßquartier (Baywobau) - vorige Woche (Fotos) wurde gerade der Kran gestellt.

    Die Blicke sind so gewählt, daß die archäologischen Reste gut zu erkennen sind.




    Q6 (USD): im Regimentshaus-EG tut sich weiter nichts, wie auch nebenan am Stellwerk-Eck im EG.
    Im Restquartier sind aber Bauleute am Ausbau tätig. Der Durchgang zum Neumarkt samt neuem Tor stand kurz offen.


    Blick nach oben am Ende des Gangs. Im Rücken befindet sich das Blobel-Haus.


    Rückblick zum Durchgang zum Neumarkt. Die rechte Bildseite müßte schon zum Blobel-Haus gehören.


    gleicher Hofblick senkrecht nach oben


    Im Blobelhaus wird im EG am Ausbau gearbeitet, oder zumindest dient die EG-Fläche als Baustellenlager für den laufenden Ausbau.
    Auch hier scheinen also einige (wenige?) Bauleute tätig. (kein Bild)



    Q 3.2 (CG-Gruppe) - siehe auch bausituation-dresden.




    ^ In einem letzten Amtsblatt wurde eine Baugenehmigung für ein Teilgebäude direkt am Augustiner-Haus (An der FraKi 16) bekannt gemacht.
    Es scheint dort also ein Privater ein Teilgebäude separat zu erstellen. Wie sich das im Bauablauf nun auswirkt, habe ich noch nicht begutachtet.
    alle Bilder: ich