Rebstockgelände mit Stadtviertel "Rebstockpark"

  • Mit der Nordrandbebauung wird das Rebstockviertel rund. Das Hochhaus darf gerne ähnlich ausschauen, beim Vorbeifahren würden sich spannende Perspektiven bilden. An den Katharinenkreisel würde übrigens wunderbar auch einer der Hochhaus-Vorschläge aus Gateway Gardens passen. (Hat jemand gerade Hadid gesagt?)


    Auf die jetzt schon grandiose Stadteinfahrt über die A648 werde ich mich zukünftig noch mehr freuen. Fragt sich, wie lange sich die Kleingartenanlagen nördlich der A648 noch halten werden, wenn dieser Teil des Stadtgebiets immer urbaner wird.

  • Hotel "niu Air Frankfurt"

    Ca. sieben von acht Geschossen weist der Hotelneubau des "niu Air Frankfurt" bereits auf. Das am Eingang zur Stadt stehende Gebäude wird leider relativ unspektakulär, also müssen wir auf das in der Nachbarschaft geplante Projekt "Westpark" als Landmarke warten (s. 2 Beiträge weiter oben).


  • Quartierentwicklung von LBBW und ABG am Katharinenkreisel

    Zu dem unter anderem in den Beiträgen #284 f. erwähnten Bereich in der Nähe des Katharinenkreisels stellten die LBBW Immobilien und die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding heute ihr Bebauungskonzept der Presse vor. Der Text der heutigen Presseerklärung, in dem auch das bisher als Hochhaus geplante Hotel berücksichtigt ist:


    [INDENT]Die LBBW Immobilien und die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding wollen auf einem Areal zwischen Leonardo-da-Vinci-Allee, Wiesbadener Straße und Am Römerhof rund 950 Wohnungen errichten. Das Gelände war ursprünglich für eine gewerbliche Bebauung vorgesehen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef, Frank Berlepp, Geschäftsführer der LBBW Immobilien Management GmbH und ABG-Geschäftsführer Frank Junker das Bebauungskonzept heute vorgestellt.


    „Durch die Änderung des bestehenden Bebauungsplanes nutzen wir eine jahrzehntelange Brache um. Wo ursprünglich die Errichtung von Büros vorgesehen war, schaffen wir jetzt dringend benötigten Wohnraum. Und mit dem neuen Quartiersplatz erhält der Rebstock außerdem seine Mitte", sagt Stadtrat Mike Josef. „Entstehen soll ein gemischt genutztes Stadtquartier mit bis zu 1.000 Wohnungen, davon 30 Prozent öffentlich gefördert. Rund 90 Prozent der Wohnungen werden vermietet. Den neuen Quartiersplatz planen wir gemeinsam mit Bürgern. Hier sollen auch weitere Läden und Gastronomie Raum finden." Die Änderung des Bebauungsplans Nr. 683 Ä – Rebstock – ist derzeit im Verfahren, der Beschluss zur Offenlage soll in den nächsten Wochen vom Magistrat und im Anschluss von der Stadtverordnetenversammlung gefasst werden.


    Nach derzeitigem Planungsstand übernimmt die LBBW Immobilien von den geplanten bis zu 1.000 Wohnungen den Bau von etwa 400 Wohneinheiten. „Dabei", so Frank Berlepp von LBBW Immobilien, „werden wir wie bereits bei den Rebstockhöfen, die wir hier in der Nachbarschaft gebaut haben, auch bei diesem Projekt unseren Schwerpunkt auf den Mietwohnungsbau legen." So ist geplant, rund 350 Mietwohnungen sowie 50 Eigentumswohnungen zu errichten.


    Neben der LBBW Immobilien engagiert sich auch die städtische Wohnungsgesellschaft ABG in großem Maße auf dem Areal. „Wir planen den Bau von rund 550 Wohnungen. Die ABG übernimmt die Realisierung des geförderten Wohnungsbaus, wodurch sich unser Anteil an geförderten Wohnungen im Quartier auf annähernd 50 Prozent beläuft", sagt Frank Junker. „Wenn alles gut geht, können bereits im Jahr 2022 die ersten Wohnungen übergeben werden."


    Ein städtebaulicher Vertrag ist bereits im Unterschriftengang. Dieser sieht unter anderem den Bau einer vierzügigen Kita vor und dass 30 Prozent der entstehenden Wohnbauflächen als geförderter Wohnraum errichtet werden müssen – je zur Hälfte Wohnungen im Förderweg 1 und im Förderweg 2. Vereinbart ist auch die Herstellung eines Stadtplatzes („Lindberghplatz"), dessen Gestaltung in einem Workshop-Verfahren in Abstimmung mit dem Ortsbeirat und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ermittelt werden soll.


    Entlang der Wiesbadener Straße sollen künftig mehrere zusammenhängende Wohngebäude und die Kita entstehen. An der Ecke zum Katharinenkreisel werden voraussichtlich ein Hotel, gewerbliche Nutzungen und weitere circa 50 Wohnungen errichtet werden. Der mittlere Bereich soll mit einer Wohnnutzung und einer Ladenzone zum Stadtplatz entwickelt werden. Im Südwesten ist Platz für eine Grundschule eingeplant.


    Der größte Teil des Rebstock-Areals wurde bereits durch die Rebstock Projektgesellschaft mbH entwickelt und von mehreren namhaften Investoren bebaut. Die ursprünglich vor allem für Büros vorgesehenen Areale im nordöstlichen Bereich liegen jedoch bisher noch brach. Daher sollen sie dem Wohnungsbau zugeführt werden. Die Rebstock Projektgesellschaft wird auch hierfür die Erschließungsmaßnahmen durchführen und hat gemeinsam mit der LBBW Immobilien die Bebauungsplanentwicklung vorangetrieben.


    Die 1. Bauphase für die öffentliche Erschließung beginnt voraussichtlich im kommenden März und wird rund sechs Monate dauern. Diese beinhaltet die Geländenivellierung, die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen und die Herstellung der Straßen ohne die Deckschicht.


    Im Rahmen von vorbereitenden Erschließungsarbeiten werden im Nordwesten des Plangebietes in den kommenden Tagen am Rand des Wäldchens auf einer Fläche von circa 0,38 Hektar Bäume gefällt. Diese Maßnahme gehört noch zum Regelungsbereich des alten Bebauungsplanes Nr. 683, der 1999 Rechtskraft erlangte. Die erforderlichen Ausgleichspflanzungen erfolgten bereits vor mehreren Jahren. Das Wäldchen selbst bleibt auch nach Errichtung der neuen Gebäude erhalten.[/INDENT]


    Bildmaterial aus der heutigen Pressekonferenz - Luftbild mit Geltungsbereich des B'plans 683Ä:



    Nutzungskonzept und Eigentümerplan:



    Und die Legende dazu:



    Alle Grafiken: Stadt Frankfurt am Main

  • Ergänzend zu den beiden vorherigen Posts noch ein paar mündlich erwähnte Punkte aus der gestrigen PK:


    - Voraussichtliches Invest: ABG 155 Mio. Euro, LBBW 150 Mio. Euro
    - Insgesamt rund 110.000 qm BGF
    - Voraussichtliche Miete der frei finanzierten Wohneinheuten: ABG um die 12 Euro/qm, LBBW 12-17 Euro/qm
    - Die ABG steuert die Erschließungsarbeiten und will damit im Frühjahr anfangen, sobald das Wetter passt.
    - Die Schulfläche im Südosten könnte, je nach Entwicklung der Schülerzahlen, auch noch für Wohnhäuser genutzt werden.
    - Mit Sapphire, die ihr Baufenster aus einer Holzmann-Zwangsversteigerung hat, verhandelt die Stadt derzeit über einen städtebaulichen Vertrag.
    - Der Bau ist in einem Durchgang geplant, ohne größere Zeitverschiebungen zwischen einzelnen Bauabschnitten.

  • Danke. Die wohl letzten Info-Krümel von dieser Veranstaltung: Den Entwurf für die ABG-Bauten wird AS+P Albert Speer + Partner fertigen. LBBW hat das Büro Holger Meyer Architekten beauftragt, das ist der nun selbständige Frankfurter Teil des ehemaligen Architekturbüros Meyerschmitzmorkramer (das im Auftrag der LBBW damals die Rebstockhöfe an der Leonardo-da-Vinci-Allee geplant hat). Auch die Planung dieses Quartiers wird sich nach dem städtebaulichen Entwurf von Peter Eisenman richten. Das steht heute in der FAZ.

  • Baugebiet Rebstockpark-Nordost

    Im neuen Baugebiet im nordöstlichen Teil des Rebstockparks haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Hier werden "bis zu 1000 Wohnungen" entstehen, heißt in einer Pressemitteilung der ABG Frankfurt Holding. Informationen zur Planung oben in den Beiträgen #304 ff.




    Bilder: Schmittchen

  • Projekt "Da-Vinci-Garten" und Hotelneubau "Niu Air"

    Lange Zeit war die Baustelle hinter Gerüsten und sichthindernden Netzen verborgen. An der Ost- und Westseite wurden diese nun abgebaut. Das ist hervorgekommen:



    Gut, vom Hotelneubau wird angesichts der Visualisierungen keiner viel erwartet haben. Doch auch Stefan Forsters Wohnhausentwurf erscheint etwas trist.



    Allerdings lag die Ostseite bei der Aufnahme im Schatten. Bei Sonnenschein wirkt der Neubau freundlicher. Westseite:



    Auch erhält der Sockel an der Ostseite wahrscheinlich noch den hier zu sehenden Verblendklinker in kräftigem Rot. Die eigenartige Putzstruktur dürfte auf Peter Eisenmans Restockpark-Masterplan zurückzuführen sein.



    Bilder: Schmittchen

  • Abriss und Neubau des Rebstockbades

    Der zuletzt im Juni 2018 thematisierte Beschluss zum Abriss und Neubau des Rebstockbades, scheint jetzt vollzogen zu werden. In einem ersten Schritt suchen die städtischen Bäderbetriebe ein Planungsbüro, dass den Planungswettbewerb vorbereitet und durchführt.



    Vielleicht wird ja noch in diesem Jahr ein Architektenwettbewerb für das neue Rebstockbad ausgeschrieben.

  • Bebauungsplans Nr. 683 Ä - Rebstock

    Neues zum Bebauungsplan Nr. 683 Ä


    Jetzt sehen wir erstmals die Detailailausarbeitung, bisher waren nur Nutzungskonzept und Rahmenplan bekannt.


    Bebauungsplan:



    https://www.stvv.frankfurt.de/…/M_100_2019_AN1_BPlan.pdf


    Begründung:


    https://www.stvv.frankfurt.de/…00_2019_AN3_Bgr_BPlan.pdf


    Konkretisiert hat sich also der Hotelturm mit 70m.
    Überrascht bin ich über die langweilige Kammartige Wohnbebauung im Norden und generell über die maximal 7 Stockwerke der Wohnbebauung.

  • ^ Danke für den Fund. Die "Kämme" bzw. die Baukörper allgemein folgen den Fluchtlinien des Eisenmanschen Konzeptes, das bekanntermaßen ja ein mehrfach gefaltetes Gitter über das Areal legt. Diese Linien drücken sich sowohl in den Gebäudegrundrissen als auch - am Plan nicht erkennbar - an den Fassaden aus. Hat also durchaus seinen Sinn. Ob es auf mehrheitlichen Gefallen stößt, steht auf einem anderen Blatt.

  • Das Eisenmansche Konzept finde ich ja auch gut, nur ging es mir um die Höhe der Gelenkgebäude des "Kammes". Hier hätte man optisch eine gute Abwechslung schaffen können, wenn man diese zB. mit 9-10 Etagen geplant hätte.
    Vor allem da hier hier früher einmal tatsächlich eine Hochhausbebabauung geplant war, nach dem Eisenmanschen Konzept.

  • Die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Zinken des Kammes sind im B-Plan mit "VII+" gekennzeichnet. Dazu sagt die textliche Festsetzung 3.3.2, dass ein 8. Geschoss zulässig ist, wenn die Gebäudehöhe dadurch 25 m nicht übersteigt; das wird Adama vermutlich nicht besänftigen, sei aber trotzdem angemerkt. Vielleicht wird darauf ja im Wege der Befreiung noch ein Staffelgeschoss bewilligt.


    Mancher wird sich gefragt haben, was im nordwestlichsten Zipfel des Plangebiets der Text "geplanter AS Katharinenkreisel" wohl bedeutet. Ich verweise dazu auf diesen Beitrag im Strang Straßenbau und Straßenplanung

  • Danke, hatte ich aber gelesen. Hilft nur trotzdem nicht. Ich verstehe nicht, wieso man an dieser Stelle nicht mehr Geschosse zulässt. Wir haben ja keine Wohnungsnot. *ironie aus*


    Die anderen Stellen mit "VII" können ja auch 25m hoch werden, wird optisch und bzgl. Auslastung eben nicht so prickelnd werden.

  • Hochhausprojekt "Westpark" in Vermarktung

    Das in #280 von Schmittchen vorgestellte Hochhausprojekt "Westpark" ist jetzt in der Vermarktungsphase, unvergleichbar mit dem Wechsel aus kristallinen Formen und grünen Terrassen:


    https://gewerbeimmobilien.jll.de/bueros/f2625


    Neu ist, dass es ein Mixed Use Hochhaus werden könnte.
    Ein Serviced-Apartments-Konzept als Teil des Projektes (Kombination mit Büro) ist möglich.

  • Projekt "Park Trio" im geplanten Wohngebiet Rebstockpark-Nordost


    Im diesjährigen Messejournal der Stadt Frankfurt zur Expo Real findet sich auf Seite 48 ein Projekt der LBBW Immobilien-Gruppe namens "Park Trio". Ein Ort ist nicht genannt, doch vieles spricht für die nordöstliche Ecke des Rebstockparks (wo derzeit Erschließungsarbeiten laufen). Neben der dem B'planentwurf (#289) entsprechenden Geschosszahl auch die eigenartige Struktur des Fassadenputzes, die dem Masterplan von Peter Eisenman aus dem Jahr 1992 Rechnung tragen dürfte. Der Entwurf müsste dann von Holger Meyer Architekten stammen. Dieses Büro wurde von der LBBW beauftragt (#285).


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    Bild: LBBW Immobilien-Gruppe

  • Abbruch und Ersatzneubau Rebstockbad



    Nicht mehr 2019, wie von tunnelklick in Beitrag #288 für möglich gehalten, aber in diesem Monat hat der Architektenwettbewerb für den Ersatzneubau des Rebstockbads begonnen. Er ist als nicht offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren ausgestaltet. Die Unterlagen wurden am 3. Februar 2020 ausgegeben, weiß die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen. In der ersten Phase sind 15 Teilnehmer vorgesehen, in der zweiten maximal sechs.


    Das Preisgericht tagt in der ersten Phase am 15. April, in der zweiten und entscheidenden Phase am 28. Juli 2020. Anschließend wird es eine Ausstellung geben.


    Auslober ist die Bäderbetriebe Frankfurt GmbH. Der Wettbewerb wird von der BSMF Beratungsgesellschaft betreut. Zu den Teilnehmern ist mir bisher nichts bekannt.


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    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2020, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation