Dresden: Wilsdruffer Vorstadt

  • Campus Musicus - Neubau Studentenwohnungen - Schweriner Strasse


    auch hier wird derzeit gearbeitet. und statt eines bauschilds werden wir nur mit einem A4-Blatt abgespeist, welches immerhin infos und soagr eine fassadenansicht bietet.
    eine webseite gibts natürlich auch nicht (noch nicht).



    die frage bleibt, ob der bau auch das restgrundstück bis zur Grünen Strasse (hinten) noch umfassen wird, oder ob die 68 wohnungen allein im Lückenfüller reingequetscht werden.




    besonderheit dieser baustelle: es wurde ein schneebedeckter kilimandscharo aufgetürmt



    schräg ggü befinden sich diese schönen und letzten zeugen der vorkriegsbebauung

  • Das sind ja interessante Entwicklungen. Gut, dass du vor Ort warst. Es handelt sich also um einen ersten Teil einer Bebauung. Ich vermute, dass sich alle Wohneinheiten in diesem Bau befinden. Allein zur Straße orientieren sich vom 1. bis 5. Obergeschoss 40 Zimmer (meine Vermutung). Im Dachgeschoss scheinen entweder gemeinschaftliche Nutzungen oder weitere Wohnungen untergebracht zu werden. Es bleiben also in etwa 28 Wohnungen, die locker auf der Rückseite des Gebäudes Platz finden werden. Aber da es sich um einen ersten Teil handelt, scheint es durchaus möglich zu sein, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch die Front zur Grünen Straße bebaut wird.
    Die Nutzung durch Studenten liegt aufgrund der naheliegenden Hochschule für Musik auf der Hand. Fraglich ist noch die Erschließung der Tiefgarage. Da die Einfahrt nicht an der Schweriner Straße liegt, kann sie nur an der Grünen Straße sein.
    Der Fassadenentwurf kann mich nicht so wirklich überzeugen. Zunächst hatte ich ja gehofft, dass man sich hier für zwei verschiedene Fassaden entscheidet, da dies im städtebaulichen Kontext besser gepasst hätte. Den Versuch der Zweiteilung erkennt man ja an den zwei verschiedenen Fensterformaten. Durch die durchgehende Ergeschosszone und Dachzone wirkt diese Maßnahme aber nur halbherzig umgesetzt. Entscheidend werden hier die Materialien sein.
    Die Ansicht erinnert mich an das (in meinen Augen misslungene) Hilton-Hotel in der Töpferstraße. Der Entwurf wirkt wie aus den späten DDR-Jahren entnommen und ist letztlich ein wenig uninspiriert.


    Nichtsdestotrotz ist die Lückenschließung erfreulich und ich hoffe, dass mittelfristig weitere Lücken in der Schweriner Straße parzellenweise bebaut und so geschlossen werden.

  • Also im Vergleich zu der am Schützenplatz 3 geplanten Fassade, die selbst noch manchen Hinterhofansichten an Gestaltungswillen unterliegt, sehe ich beim Projekt in der Schweriner Straße ja schon einen optischen Quantensprung auf uns zu kommen.

  • Herzogin Garten


    Residenz am Zwinger - kurz vor dem Baubeginn und nun mit Bauschild



    archäologische Grabungen auf dem Orangerie-Areal beginnen (rest der orangerie am rechten bildrand)

  • Herzogin Garten - Orangerie?


    heute war unsere fleißige baubeobachterin von dresden-fernsehen vor ort und hat einige infos zum derzeitigen stand.
    TV Spot HIER


    schon vor tagen ist der investor saal in der presse zitiert worden, dass derzeit eher ein originaler wiederaufbau der orangerie angestrebt wird, es dazu allerdings noch keine endgültige entscheidung gibt. zumindest war keine rede mehr von möglichen reihenhäusern in der orangerie. da das gesamtprojekt erst im herbst begonnen wird und auch entlang der ehemaligen orangerie zunächst die tiefgarage zu errichten ist, denke ich, dass der investor sich noch richtigerweise zeit nimmt, um etwaige nutzungsoptionen und kostenaspekte abzustimmen. wichtig wäre mE vielmehr ein reibungsloser bauablauf der wohnanlage, denn auch sein budget ist nicht grenzenlos. dann sehe ich auch gute chancen für dieses schmankerl als letzten baustein im gesamtprojekt.

  • Um den Schützenplatz


    Am Herzogin Garten (Saal-Teil) wird irgendwie nicht weitergegraben. Soll es das schon gewesen sein?




    An der Grünen Straße wartet gegenüber dem "Campus Musicus" dieser Bau auf Rettung, ebenso wie die im Innenhof liegende alte "Hutfabrik" (rechts).



    Am Schützenplatz wird nun die Baugrube ausgehoben. Das Nachbargrundstück wurde gerohdet und gibt den Blick frei auf ein weiteres, kleines Fabrikgebäude im Innenhof. Dort waren zwei Leute zugange und notierten sich Zahlen in Tabellen.



  • Dresden: Orangerie / "An der Herzogin Garten"

    Als ich im Herbst vergangenen Jahres nach etlichen Jahren endlich mal wieder in Dresden war, um den Neumarkt zu bestaunen, parkte ich in der völlig uninteressanten Ostrau-Allee, die parallel zum Zwinger-Grundstück verläuft. Diese Allee hat ihre Bezeichnung heute eigentlich nicht mehr verdient. Doch als ich mir gerade diesen Gedanken machte, durfte ich an der Ecke zu einer Seitenstraße die Restfassade der Dresdner Orangerie entdecken, die auf einem zugewucherten, für Toilettenpausen missbrauchten Grundstück steht.


    Damals dachte ich mir: Wie schade. Wann wird das wohl einem Neubau weichen müssen?!


    Doch habe ich mich kundig gemacht, und siehe da: Zumindest die erhaltene Orangerie-Fassade soll nun in ein Neubauprojekt integriert werden! Parallel hierzu läuft eine Initiative, die sich für eine Komplettrekonstruktion einsetzt!


    Gerade weil Orangerie und Ostrauallee an das Zwinger-Ensemble angrenzen, wäre eine komplette Rekonstruktion meines Erachtens erstrebenswert, um die Altstadt in ihrer Wirkung noch etwas verbreitern zu können.


    UND: Die Orangerie war ein durch und durch niedliches Gebäude, ein in meinen Augen absolutes Muss für jeden Dresdenliebhaber:


    https://www.openpetition.de/pe…nach-historischem-vorbild


    http://www.sz-online.de/nachri…ie-gefordert-2717345.html


    Bilder bitte ergoogeln. Hatte damals keine Kamera dabei.


    Mod: Danke für den Beitrag. Ich habe ihn an die passende Stelle verschoben. Grüße Rian

  • Freiberger Straße 6a-c - Neubau


    Der dritte dortige straßenbegleitende Neubau der USD wächst derzeit zügig. Besonderheit ist die betontere Eckausformung.



    So wird es bald aussehen.


    Das erste zu sanierende Hochhaus (Richtung Postplatz) wird nun eingerüstet, die Bauarbeiten laufen dort schon seit Wochen.

  • Ein straßenbegleitender Wohnriegel ist von der Stadtplanung dort angedacht, allerdings ist dafür noch kein Vorhaben oder Projektträger bekannt. Mal sehen, ob sich die USD weiter engagiert, die bisherigen Neubauten werden ja spitzenmäßig verkauft. Keine Ahnung, wer hier Grundeigentümer ist, denn die Fläche müsste erst erworben werden.



    Quelle: Stadtplanungsamt - Absichtsszenario 2012


    Im Plan habe ich auch mal die 2 mE drängendsten Abrisskandidaten (2 Hausaufgänge) in orange umrandet, welche weiteren Lückenschließungen an der Schweriner Straße entgegenstehen. Man solle ja nach dem Stadtrats-Abrissstop nicht etwa denken, es gäbe in Zukunft nichts mehr abzureissen - die Stadtreparatur hat im Dresden der Nachwendezeit noch kaum begonnen. Schließlich kann man auf ordentlichen Bauflächen viel mehr Wohnraum schaffen als durch die äußerst geringen Eckabrisse verloren ginge. Das wird aber der Markt regeln, Bauträger müssten die Ecken aufkaufen und Sozialpläne machen, es wird jedenfalls keine hysterische, politische Diskussion mehr sein. Bis es so weit ist, gibts noch genügend andere Freiflächen zu bebauen. Es wird dauern.

  • Schützengasse - Neues


    Am Sichtbetonkubus des Probensaals der Hochschule für Musik wurde eine ziemlich sinnfreie Werbetafel der Hochschule angebracht. Sieht klar nach etwas "Gestaltung" des Betonwürfels aus, an dem man sich wohl optisch stört.


    Die Ecke ist sowieso reichlich seltsam, steht doch das "Goldene Haus" des Schützenplatz-Bauträgers Columbus seit Jahren leer und die alte Hutfabrik zeugt von einem grauenvollen Umgang mit dem Bauerbe. Irgendwas blockiert hier, vielleicht der Betonkubus als "Drache", der keinen mehr in seine Nähe lässt.


    Immerhin macht im Neubau gegenüber bald ein Music-Store auf, was sicher mit der Musikschule zusammenhängt. Ich hatte mir schon Sorgen um die paar gutgemeinten Läden im Wohnneubau an der Schützengasse gemacht. Die stehen seither nur leer herum.



    Einige Sorgenfalten hingegen kamen hierzu auf - weniger wegen des kleinen Neubaus, sondern vielmehr aufgrund der Beschreibungen zum Projekt:


    SCHÜTZENGARTEN im Musikerviertel
    DAS IST WIE LEBEN AUF DEM LANDE – MITTEN IN DER STADT (du meine Güte)


    Konzept: mehr Lebensqualität pro Quadratmeter
    Architektur: wo Architektur Platz schafft, kann sich Leben entfalten
    Ausstattung: Lebensqualität ohne Kompromisse
    Lage: mitten in einem historischen Dorfanger
    Fazit: ach, du kriegst die Tür nicht zu - aggressive Vermarktung neuen Niveaus


    Zitate aus Projektseite bauwerk group
    Architekt: Prof. Thomas Knerer, Dresden
    Standort: vor dem gelben Altbau


    Die Südbalkone blicken genau auf die oben genannte "Drachensituation", hinten rechts der gelbe Altbau:



    Quelle: bauwerk group dresden

  • Neues Projekt - Schützengasse 2


    Nun folgt bald der abschließende Kopfbau der Schützengasse - Richtung Herzogin Garten. Die Columbus-Bau errichtet absehbar dieses Gebäude - heute die Erstpräsentation:




    Quelle: Exposé bei haese-immo


    Wohnflächen zwischen 70 und 200 m², tlw. Terrassenwohnungen, Fußbodenheizung, TG, Lift, große Balkone.

  • Das könnte bei all den miserablen Exemplaren, die rund um den Schützenplatz und in der näheren Umgebung hochgezogen wurden und werden, fast das beste Gebäude sein.

  • ^^Die Qualität des Entwurfs erkenne ich nach etlichen Entgleisungen um den Schützenplatz (vom gleichen Bauträger wohlgemerkt) durchaus ebenso an. Nur finde ich die Höhe unglücklich. Eine niedrigere Abstufung zum Schützenhaus hätte mir besser gefallen. So wird das kleine Denkmal arg bedrängt. Städtebaulich eine unbefriedigende Lösung, die an frühere Pläne von anderer Stelle erinnern, als die niedrigen kleinen vorgründerzeitlichen Häuslein meist weichen mussten. Diesen Eindruck möchte man doch hoffentlich hier nicht vermitteln...?

  • "Wettiner Höfe" - Großprojekt Könneritzstrasse


    Entwicklung eines neuen Stadtquartiers am Standort des ABB-Büroriegels


    standort hier


    die tage des ddr-büroriegels (vom anfang der 1980er jahre) sind gezählt - das ex-ABB-gebäude wird abgerissen.
    auf 20000 m² des umgebenden gesamtareals sollen von münchner investoren mehrere baukörper entstehen. dabei soll v.a. hochwertiger wohnraum - analog den neubauten am schützenplatz - büros, ein integrierter supermarkt sowie ein parkhaus mit 600 stellplätzen entlang der könneritzstrasse entstehen, da dort laut bauGB kaum wohnraum zulässig ist. fest steht aber noch nichts, man steht noch am anfang der planungen und bezieht schon früh die anwohnerschaft mit ein. investor ist hauptsächlich die optima-aegidius-firmengruppe, die schon die nymphenburger höfe in münchen sowie die opernlofts in berlin mitverantwortet. ein zeitplan für den projektablauf ist derzeit noch nicht möglich.


    zur vorarbeit findet derzeit ein wettbewerbsverfahren mit 5 ausgesuchten architekturbüros statt (darunter 2 dresdner büros). die ergebnisse sollen geplant am 27. juni vorgestellt werden. das projekt soll den namen "wettiner höfe" bekommen. die gebäude sollen sich an der umgebung orientieren und bis zu 7 geschosse haben. nach dem wettbewerb und der prämierung eines siegers soll sich ein b-plan-verfahren anschließen.


    direkt an der könneritzstrasse sind kaum wohnungen möglich, so der investor, daher denkt man an einen schallschutzriegel mit einem supermarkt oder biomarkt (800-1500 m²) sowie einem darüberliegenden parkhaus. es seien aber auch andere konzepte möglich, daher ist man für ideen aus dem wettbewerb sehr offen.
    dahinter können mehrere hundert wohnungen in quartieren entstehen und so die bebauung des schützenplatzes fortsetzen. die investoren schauen dabei auch gen herzogin garten.


    als erstes wird nun der abriss der alten kaffeerösterei erfolgen, die oben im post 51 gezeigt wurde (letzte beiden bilder), um in dem bereich schon baufreiheit zu schaffen. hier nochmal die kaffeerösterei von oben


    natürlich ist der abriss schade, hätte ein tollsanierter fabrikbau sogleich maßstab und atmosphere ins quartier gebracht, aber es ist eben auch eine quasiruine, die möglicherweise kaum noch zu retten war, und sie steht zudem äußerst ungünstig im plangebiet. ein weiteres problem ergibt sich auch hier für die nutzungen an lauten magistralen, denn städte wie dresden können nicht über bestandsregeln agieren sondern sind dem restriktiven bauGB unterworfen, das heute kaum noch eine ordentliche stadtreparatur in den kriegzerstört gebliebenen städten ermöglicht. das ist ein ganz großes problem und es gibt keinerlei ausnahme-regelungen für solche städte, weil diese problematik gar nicht bewußt ist.

  • Wettiner Höfe - KÖ 25


    Tatsächlich besteht schon eine Homepage für das Projekt - KÖ 25


    Das Grundstück wurde bereits erworben.
    Investitionen um 120 Millionen Euro geplant
    Geschossfläche 55000 m²
    300 - 400 Wohnungen


    Hier ein Blick über das Musikerviertel im Stadtmodell - ein vierter Baublock (gelb) wäre aufgrund des Abrisses der Kaffeerösterei (Rotes Kreuz) bis an den Schützenplatz möglich - der Schallschutzriegel an der Könneritzstraße (rosa) würde sich wohl über die Querstraße erstrecken. Die Quartiersausprägung hier im Modell ist zunächst ein Wunschszenario des Planungsamts.



    Das Stadtplanungsamt stellt für das Areal der "Wettiner Höfe" Städtebaufördermittel von über einer Million Euro in Aussicht, um bei der Art und Gestaltung der Quartiersquerungen mitbestimmen zu können - im Sinne öffentlichen Interesses (z.B. öffentliche Zugänglichkeit und gute Wegebeziehungen). Seitens des Investors ist ohnehin keine Gated Community angedacht, vielmehr könnte es ein autofreies Quartier werden.

  • Freiberger Platz - Neugestaltung


    die neugestaltung als stadtplatz und grünzone mit hoher aufenthaltsqualität ist fertig.
    jetzt ist nur noch die anwachsphase abzuwarten. 1,3 mill. euro wurden verbaut.



    ^blick nach ost gen annenkirche / v blick nach west - komplett vergessen wurden wieder mal schattenspendende bäume, da sind noch alleen links und rechts entlang der flanken von strasse und wiese wünschenswert gewesen und auch auf der südseite der grünzone sowie vor dem schwimmhallenausgang



    der platz besteht damit nun aus 4 teilbereichen: der fahrbahn mit parkplätzen, dem stadtplatz vor der schwimmhalle (unten), der grünzone im mittelteil sowie dem kirchplatz vom vorletzten jahr. überall fehlen großkronige baumpflanzungen. die nicht mehr kommende bauliche arrondierung der nord- und südseite des gesamtplatzes verlangt ausserdem besonders eine einfassung mit großen baumalleen. die große fläche bleibt nahezu komplett der sonneneinstrahlung ausgesetzt. hier muss nachgebessert werden.




    Bebauung Freiberger Strasse - Sanierung Hochhaus 1


  • So meine Tour war noch ni zu Ende und geht in der Wilsdruffer Vorstadt weiter


    von der Weißeritzstraße geht es rüber zur Könneritzstraße,
    wo Richtung Schützenplatz an der Ritzenbergstraße noch der Blockrand geschlossen werden muss




    genauso zwischen Ritzenbergstraße und Laurinstraße die Lücke zum Schützenplatz hin



    Für den Blockrand an der Laurinstraße gibt es ja schon Pläne durch die Optima-Aegidius-Firmengruppe. Erste abrissarbeiten an dem alten Industriebau.




    Nebenan folgt das neuste Projekt am Schützenplatz wo schon die Baugrube ausgehoben wurde



    Weitere Eindrücke vom Schützenplatz








    Weiter in die Straße Am Schießhaus



    Blick in die Trabantengasse



    Blick zurück von Höhe Feigengasse



    Blick auf An der Herzogin Garten und Feigengasse



    Und ein Blick auf die Orangerie (links an der Herzogin Garten)


  • links vom Schießhaus geht es weiter in die Schützengasse


    wo auf der Brachfläche im Vordergrund auch dieses Jahr der blaue Columbusbau entstehen soll



    Zwischen Schützengasse und Grüner Straße schlummert noch der alte Industriebau(im Hintergrund das Max Wiessner Projekt auf der Grünen Straße)



    Blick zurück auf den Goldenen Bau



    Am Ende der Schützengasse kommen wir auf die Jahnstraße wo fleißig gewerkelt wird



    Und dann biegen wir direkt wieder in die Grüne Straße ab



    wo auch noch ein zu sanierender Kandidat ist



    Auch von hier können wir den Industriebau zwischen beiden Straßen sehen




    Und dann folgt das Max Wiessner Projekt, wo schon Fortschritte zu sehen sind




    im Hintergrund weder der Industriebau