VAI Campus Stuttgart (Ex-IBM)

  • VAI Campus Stuttgart (Ex-IBM)

    Bei der Umgestaltung und Renovierung des ehemaligen IBM-Standortes S-Vaihingen, gibt es wohl "Probleme"...


    Im Immobrief Stuttgart Ausgabe 84, ist die Rede davon, dass von den beauftragten Analysten alles falsch bewertet wurde.
    Daraufhin scheinen die Arbeiten erst mal in Stocken geraten zu sein.
    Der Bedarf und die bisherigen Mietverträge scheinen wohl kein Problem zu sein, es geht wohl vielmehr um Renditen und höheren Renovierungskosten als bisher angenommen.


    Link zum Artikel:


    http://www.immobilienverlag-st…ces/Immobrief_84_2011.pdf

  • Um-/Neubau Eiermann-Campus (Ex-IBM)

    Das nach Umzug von IBM nach Ehningen leer stehende, denkmalgeschützte Kult-Areal in S-Vaihingen könnte zu einem Misch- und Wohngebiet umgebaut werden, und auf den bisherigen Parkplätzen könnten bis zu 500 Wohnungen entstehen.


    • Derzeit Kolloquium mit Stadt, Insolvenzverwalter des Eigentümers CB Ellis u.a.
    • Areal gesamt: 19,5 ha = 27 Fußballfelder
    • 14,5 ha können davon bebaut werden
    • Denkmalgeschützte Teile sollen saniert werden, drei Pavillons weiter als Büros genutzt, ein Pavillon aus 1984 könnte abgerissen und neu gebaut werden
    • Auf ehemaligen Parkplätzen dichte Bebauung mit 12 Wohngebäuden von 4-7 Geschossen denkbar, sowie ein Wohnhochhaus mit 15 Geschossen


    Quelle: StZ-Online


    Nach Jahren der Hängepartie ein kleiner Hoffnungsschimmer. Der praktisch kaum vorhandene ÖPNV-Anschluss wird natürlich ein Thema.

  • Im Abstand von ca. 100 Metern fahren dort jährlich ca. 78 Millionen Fahrzeuge vorbei.


    Lage: https://maps.google.de/maps?cl…0.018582&t=h&z=16&vpsrc=6


    Daten zum Autobahnkreuz Stuttgart: http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahnkreuz_Stuttgart


    Deswegen ist die IBM weg und deswegen wollte in all den Jahren niemand das Areal haben. Dass die IBM das Areal überhaupt verkaufen konnte liegt nur daran, dass man den Entsorgungsweg über eine Fondslösung an ahnungslose und ortskenntnislose Investoren gewählt hatte.


    Nun versucht man es als letzten Ausweg über den Staat (Uni/Forschung) und Studentenwohnheime. Dabei hatte die Uni bereits abgewunken und außerdem gibt es nördlich des Allmandringes viel bessere und v.a. ruhige und abgasfreie Flächen für neue Wohnheime oder Institute.


    Abreißen und wiederaufforsten ist die einzig sinnvolle Lösung am IBM Standort. Und die Gläubiger gehen dann halt leer aus. Selber schuld, wenn man so dusselig ist dafür Geld zu verleihen.

  • hm ja, abreißen - die Gebäude haben wirklich ihren Charme (vielleicht bin ich auch nur etwas verklärt weil ich dort eine zeitlang ein- und ausging).


    Die Verkehrsbelastung sowie die kaum vorhandene ÖPNV-Verbindung ist natürlich ein großes Problem und man kann echt gespannt sein was für Lösungen in Betracht gezogen werden. Wohnbebauung halte ich für schwierig.


    Ich wähle mal Wagahais Ausdrucksweise für meine Befürchtungen: Hängepartie. Nimmerlein.

  • hm ja, abreißen - die Gebäude haben wirklich ihren Charme ...


    Absolut richtig. Nur, was macht man, wenn selbst ein Großkonzern wie IBM die Gebäude nicht halten will? Der Standort ist halt grottenschlecht. Hätte man die Gebäude damals z.B. in die Nachbarschaft des Max Planck Instituts gestellt, dann sähe es anders aus. Und wo der Wald gerodet worden wäre, wäre gerade egal gewesen.

  • ^^aber man sieht deutlich wie sich die Ansichten wandeln. Ich denke, als dieser Standort bestimmt wurde hatte das Auto noch den Status des alleingültigen Verkehrsmittels und war der einzige ausschlaggebende Standortfaktor. Echt schade um die Gebäude, da sie eigentlich nicht vernünftig zu retten sind IMHO.

  • Echt schade um die Gebäude, da sie eigentlich nicht vernünftig zu retten sind IMHO.


    Insbesondere dann, wenn die "Rettung" darin bestehen soll, dass man die Freiflächen des Campus zubaut. Dann wäre der Campus eh "kaputt".


    Zum Standort:


    Der ist halt sehr dadurch bedingt, dass IBM ein US Unternehmen ist. Erstens in Bezug auf die alleinige Anbindung durch das Automobil (und einen notdürftigen Bushalt) und zweitens durch die Nähe zum Hauptquartier der US-Streitkräfte direkt nebenan.

  • Im Abstand von ca. 100 Metern fahren dort jährlich ca. 78 Millionen Fahrzeuge vorbei.


    Wie man auf Google Maps unschwer ersehen kann, wäre der Eiermann-Campus mit Wohnbebauung nicht der einzige Fleck auf der Erde, an dem in 100m-Entfernung (mit dichtem Waldstück dazwischen wohl gemerkt) eine viel befahrene Autobahn liegt. Das sollte kein K.o.-Kriterium für Wohnbebauung sein. VfB-Spiele sind lauter (wenn Niederlage) ;)


    Z.B. für Daimler-Mitarbeiter und Breuningerland-Shopper, die nach Sindelfingen müssen, wäre die Autobahnnähe sogar ein Plus.


    Es gälte aber zu allererst die Abschottung des Standorts zu überwinden, sei es durch zusätzliche Buslinien oder Radwege :). Auch Nahversorgung sollte möglichst gewährleistet sein, z.B. durch einen kleinen Supermarkt, Kiosk etc.


    Ihr habt aber Recht, natürlich alles nicht ganz einfach, zumal der Denkmalschutz eine radikale Lösung verbietet. Ansonsten hätte ich gesagt 10x 200m-Wohnhochhäuser, und Stuttgart hätte sein Wohnungsproblem auf Jahrzehnte gelöst. S21 würde überflüssig ;)

  • ^^Radwege + S21 überflüssig wenigstens in die Tastatur getippt bekommen - du wirst mir grad echt unheimlich :lach:


    Die Idee mit einem kleinen Hochhäusle ist natürlich so schlecht nicht - da weit genug weg vom Kaltental dürften auch keine Kaltschneisendiskussionen aufkommen.
    So nach ein paar Dinkelacker in der alten Heimat entwickelt der Standort durchaus Potential.

  • Aber der Verkauf der Immobilien ist schon wesentlich länger her, wenn ich mich richtig erinnere. Der Auszug war von langer Hand geplant, weil die IBM genau um die Schwierigkeiten der Nachnutzung wußte.


    Stünden die Gebäude an anderer Stelle, wäre ich übrigens sofort dafür zu sanieren und die Uni einziehen zu lassen.

  • Schwabenpfeil, der Komplex wurde 2007 verkauft, der Auszug von IBM war 2009. Es kommt auf das Konzept und die sonstigen Vertragsbedingungen an. Bisher wurde es allein als unflexibles, zerfallendes, denkmalgeschütztes Monstrum zu verscherbeln & zu vermieten versucht. Willst Du jede Chance der Entwicklung und Vermarktung kategorisch unter Berufung auf Dein Indianerehrenwort ausschließen, so darfst Du das. Ich tue das nicht. Ganz einfach.

  • Im Prinzip steht und fällt doch das Projekt mit der Abschirmung (wieso die Autobahn nicht teilweise abdeckeln? Leider fehlt mir die Befähigung das ansprechend zu visualisieren) zur Autobahn sowie der zusätzlichen Erschließung weiterer Verkehrsmittel.
    Radwege empfehlen sich dabei allerdings weniger, wenn ich mich recht entsinne ist das so ziemlich der höchste Fleck in der weiteren Umgebung.
    Ein bischen Fitness sollte man daher schon aufbringen, ich erinnere mich umgern an meine erste Trainingsrunde vom S-Süd nach BB :)


    Lassen wir mal die Experten ran, bin wie gesagt sehr gespannt auf die ersten Lösungsansätze.


    Das Grundstück wird sich mit Sicherheit entwickeln lassen, etwas besorgt bin ich um die Pavillons.

  • @ Wagahai


    Dann habe ich das falsch in Erinnerung. Ich dachte die Verkaufsüberlegungen gingen noch auf die Jahrtausendwende zurück. Aber auch 2007/2009 ist schon ein Weilchen her.


    @ Maulwurf


    Für einen Deckel dürfte das Autobahnkreuz zu groß sein. Vielleicht kann man anderweitig abschirmen. Ein gesonderter Radweg wäre schon gut. Ich bin einmal von Vaihingen nach Sindelfingen mit dem Rad über die Landstraße gefahren. Nie wieder, denn das ist bei dem Verkehr absolut lebensgefährlich.

  • Also für eine verdichtete Wohnbebauung wie jetzt angedacht, ist die praktisch völlig fehlende ÖV-anbindung das KO-Kriterium - ein klassisches Beispiel, wie man es nicht machen sollte, ein Rückfall in die 60'er Jahre, als man all die, die man nicht in der ANchbarschaft haben wollte, in grosse Wohnsilos möglichst weit vord er stadtgrenze entsorgt hat.
    Eine Lösung für diese Bebauung am falschen Ort habe ich auch nicht - noch mehr Bebauung am falschen Ort macht die sache aber nicht besser.
    Vielleicht wäre ein Downgrading alla Wagenhallen eher sinnvoll - die technischre Ausstattung auf Minimalstandard am Leben erhalten, und preisgünstige Flächen am untersten Ende des Mietmarkts abgeben - so dass dort Standortgerecht flächenintensive Nutzungen mit geringer Wertschöpfung je Fläche unterkommen. Das fördert vielleicht nicht den Umsatz des Investors, ist aber dafür eine Sachgerechte Lösung.