Düsseldorf-Friedrichstadt

  • Ach ja, die Fürstenhöfe ... super tolle Anlage. So eng gebaut, dass man dem Nachbarn in die Suppe spucken kann. Und das natürlich zu den üblichen Puffpreisen ...


    Die Vorstellung, in diesem Karree könne sich ein "ausgeprägtes Hofleben" entwickeln, halte ich allerdings für bizarr. Das Klientel, das sich solche Mietpreise leisten kann, wird an allem interessiert sein, aber garantiert nicht an einem kuscheligen Zusammensitzen des abends auf einer Parkbank.


    Immoscout hat einige Wohnungen bereits im Angebot. Wenn ich da eine 48-Quadratmeter-Butze anmieten möchte, komme ich auf eine Kaltmiete von 760 €, also fast 16 € kalt pro qm. Mit Nebenkosten und den 120 € Garagenmiete on top liege ich dann bei 1.005 €/Monat.


    1.005 € Monatsmiete für anderthalb Zimmer auf 48 qm. Düsseldorf, wir hatten ne schöne Zeit ... ich glaub', ich mach' langsam die Biege. Solche Preise sind absurd ...

  • Anonymes Wohnen muss nicht sein, aber Privatsphäre sollte man schon haben - dass scheint nach deiner Aussage aber problematisch zu sein.


    Genau so sehe ich das auch. Deshalb meinte ich auch „.... Mut des Bauherrn“

  • Beim Jakobshof ist der Abstand zwischen den Gebäuden auch nicht besonders groß wie man inzwischen im Rohbau sehen kann. Im Rendering z.B. hier


    http://www.jakobshof-duesseldo…schnitte/uebersichtsplan/


    sieht man einen großen breiten Weg/Platz den es meiner Meinung nach exakt so gar nicht geben wird, weil der Abstand zwischen den Häusern es nicht so hergibt.


    Bei Immoscout stehen jetzt viele der WEs zum Verkauf.



    Viele Grüße........ Friedrich.

  • Die Jakobshöfe haben ihr maximale Höhe erreicht. Der Rohbau ist beendet mit Ausnahmen der Einfahrt zur Tiefgarage. Diese muss noch komplett erstellt werden. Die problematische Enge im Innenhof erfordert hier sicher einige besondere Vorkehrungen und eine gute Planung bei der Ausführung der Arbeiten sowie der Lagerung von Material.


    Viele Grüße,


    Friedrich

  • Kirchfeldstraße 60 (Ecke Friedrichstraße) - RSGV

    Es wird immer noch abgerissen - am abgestützten Bauteil, erkennt man daran, dass die Stützen jetzt frei stehen (Ende Januar standen diese noch im Gebäude (zu sehen in "Weitere Baustellen-Updates").
    In der Kirchfeldstraße wird schon wieder aufgebaut:









    Bilder von mir / 24.02.2019 - hier mehr Bilder dazu

  • Friedrichstraße 56-60 / Fürstenwall 166 + 172 - Fürst & Friedrich

    Nachdem der Rohbau fertig gestellt und die Baukräne entfernt wurden, ist bis auf den Fassadenbau und Fenstereinbau leider nicht mehr viel zu sehen, dieser ist aber schon weit fortgeschritten:




    Bilder von mir / 24.02.2019 - hier mehr Bilder dazu

  • Die Pläne für das Hotel am Standort "Sternverlag" sind jetzt in der BV3 zur genehmigung vorgelegt worden.


    http://ratsinfo.duesseldorf.de…roposal.html?select=79755


    Die gesamten Aufbauten werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt.
    Lediglich der alte Aldi Laden - jetzt Rossmann bleibt im EG und UG erhalten und man baut drumherum. Vermutlich hat Rossmann noch einen langen Vertrag und die (temporäre)Ladenschließung für Abriss Neubau war dem Entwickler zu teuer. Bin mal gespannt wie das im laufenden Betrieb funktioniert wenn die Etagen drüber abgerissen werden.


    Aus den Plänen ist kein weiterer Handel im EG zur Friedrichstraße ersichtlich. Nur die Lobby mit einer kleinen Bar.

  • Kronenstraße 10/12

    ^^ Fuchsbau: Vielen Dank für den Hinweis. Bin mal gespannt wieviele Hotels Düsseldorf noch bekommt. Mir soll es Recht sein. Wir haben immer wieder Besuch den wir im Hotel unterbringen müssen. Geschickt geplant kommt man da derzeit schon günstig dran. Die bestehenden Gebäude sind nicht gerade ein Highlight, genauso wenig wie der geplante Neubau. Er reiht sich in die gesichtslosen Bauten der Friedrichstraße gut ein.


    Ganz im Gegensatz zum anderen BV, welches in der Sitzung behandelt werden soll. Es geht um die Anfrage(n) für die Kronenstraße 10/12. So richtig verstehe ich das nicht. Es gibt zwei Anfragen zu diesem Objekt. Im ersten Teil (Bauvoranfrage) wird ein Komplettabriss und Neubau beschrieben. Im zweiten Teil (Baugenehmigung) dann lediglich (Gott sei Dank) eine Sanierung der straßenseitigen Gebäude und Neubau im Innenhof. Was auch immer die Umstände dieser parallelen Anträge sind, meine Meinung ist klar. Optisch gehören zu den Gebäuden 10 und 12 auch das Gebäude 8, die zusammen erhaltenswert sind. Mit einem Abriss würde wieder ein Stück Düsseldorf verloren gehen, das man mit einem gewissen Engangement auch wieder mit Charme versehen kann. Ich verstehe auch das Denkmalamt immer weniger. Einen Unsinn wie den Bunker an der Aachener Straße stellt man unter Denkmalschutz. Aber dass nach und nach ganze Straßenzüge ihr altes schönes Gesicht verlieren und durch solch blasse Neubauten ersetzt werden, das ist kein Problem. Ich frage mich echt wozu wir ein Denkmalamt noch vorhalten.

  • Kronenstraße 10 + 12

    ^ Du interpretierst den Bauantrag leider falsch....
    Der Bauantrag im Anhang ist von 2016, damals war noch geplant, die Bestandshäuser zu sanieren.
    Die Bauvoranfrage, die jetzt gestellt wurde, sieht den Abriss und eine komplette Neubebauung vor und "begründet" auch, warum eine Sanierung nicht machbar ist.
    Es wird also abgerissen und neu gebaut und nicht saniert.


    Auf der einen Seite finde ich es schade, dass die schönen Häuser verschwinden und kann auch nicht verstehen, warum sie nicht unter Denkmalschutz stehen, auf der anderen Seite sehe ich aber schon ein, das Neubauten eine bessere Kosten/Nutzen-Rechnung haben und energetisch besser aufgestellt sein dürften, sowie bessere Wohnungszuschnitte zulassen.

  • ^Der Denkmalschutz ist hier völlig losgelöst von der öffentlichen Meinung oder intuitiver Einschätzung, es gibt nicht nur fachlich bedingte Differenzen, die der breiteren Öffentlichkeit verborgen bleiben. Ein paar olle Mauern in der Stadtmitte oder eine Hochstraße, die eine Stadt zerschnitten hat, sind unter Denkmalschutz aber nicht Gebäude wie dieses in der Kronenstraße. Ein weiteres Beispiel, dass Stadtplanung sich hauptsächlich auf Innenstadt und die guten Lagen wie Oberkassel konzentriert.


    Anstatt sich beim neuen Entwurf sich Mühe zu geben, den Altbau nachzuahmen oder sogar hinter der alten Fassade neuzubauen, wird ein belangloser Neubauklotz in altrosa Putz hingestellt. Nicht mal der Fassadenschmuck wird weiter verwendet.


    Was der Krieg nicht zerstört hat, schafft die Immobranche im Schulterschluss mit der Denkmalbehörde. Über das Pferdeköpfehaus in der Brunnenstr hätte man noch diskutieren können, wenn nicht daneben Häuser verlottern würde.

  • Ich kann es wirklich nicht fassen...., da überlebt ein Häuserkomplex den Krieg und die Bausünden der 50er, 60 er Jahre und wird nun abgerissen....
    für mich unfassbar und ein Stich ins Herz...., sehr gut der Hinweis auf das Nebengebäude.....
    Das hätte man auch mit Aufstockung/Sanierung profitabel gestalten können !!!
    Habe jahrelang in der Nachbarschaft gewohnt....
    Ich bin sprachlos über diese Dominanz der Wirtschaft vor dem Denkmalschutz.... :-(

  • Bei den Immobilienpreisen, die zurzeit aufgerufen werden, wäre es garantiert möglich, die Gebäude energetisch zu sanieren und wirtschaftlich zu betreiben oder zu veräußern. In anderen Städten ist das auch möglich. Ich empfinde es mittlerweile als absolutes Ärgernis, wie in dieser Stadt mit dem Bauerbe aus der Gründerzeit umgegangen wird.