Beiträge von Heidewitzka

    RP berichtet hinter Paywall über ein neues Rad-Projekt: Fahrrahochstraße mit Kreisel über dem Mörsenbroicher Ei. Eine entsprechende Vorstellung findet sich auch unter der Seite der Beratungsgesellschaft Projektschmiede.


    Mich erinnerte das spontan etwas an das Computerspiel Cities: Skylines, wie man dort Fußwege bauen kann. Nach Simcities (Toulouse Allee) hat die Stadt ein neues Spiel für die Verwaltung angeschafft. ;)


    Die Kommentare zum Artikel sind zahlreich und kontrovers: Manche halten das für rausgeworfenes Geld, manche sehen darin eine Trennung von Rad und Auto (ähnlich wie Stadtbahnen kritisiert wurden, da die Autos nun ungestörter fahren können), manche hätten lieber Tunnel statt Hochstraßen, manche kritisieren Steigungen. Der Verweis auf Kopenhagen wird verneint, da im Kopenhagen nur eine Brücke im Hafen gebaut wurde, dort keine Trennung von Auto und Rad.


    Der Eindhoven-Radweg sieht übrigens so aus. Wirkt nicht ganz so futuristisch wie der in Düsseldorf.


    Erstaunlich finde ich, dass das zu 95% vom Land gefördert wird, das komplett parallel zu bestehenden Radplanungsstrukturen läuft (wenn das Ding früher stehen sollen als die Radschnellwege...).


    Als Radfahrer finde ich die Hochwege auf der Grashofstr. extrem hoch, da hätte ich etwas Höhenangst. Und entscheidend wird die Steigung und die Anbindung an Folgeradwege sein. Wie man es lösen möchte, dass auf einer Münsterstr. und weiteren mit einer Zufahrt dann zumindest teilweise ein 2-Spur-Radweg entstehen müsste, bleibt abzuwarten. Fußgänger sollen das auch nutzen, dann bitte mit vernünftiger Trennung.

    Zum Beschluss Tempo 30 in Paris sind Artikel in der RP als Kommentar sowie als Meldung RP Bericht und bei Spiegel.de erschienen.


    Zum Hintergrund: Die Stadt Paris wird von der Peripherique-Autobahn umgeben, also auf Düsseldorfer Verhältnisse übertragen, wäre das so ungefähr innerhalb des B1/B7/B8-Teilrings mit den Stadtbezirken 1 und Teilen von 2 und 3. Das stößt bei Großraum-Parisern auf weniger Freude als bei den Innenstadt-Menschen.


    Spiegel bringt eher eine positive Note zu diesem Thema. Der RP-Bericht folgt dem Spiegel-Artikel, während der Kommentar Tempo 30 negativ bewertet. Schnelle-Punkt-zu-Punkt-Verbindung - den Vorteil kann ein Auto in Paris bereits heute nicht ausspielen. Interessant zu beobachten wird sein, ob die Anziehungskraft von Paris die schlechtere Erreichbarkeit aussticht.


    Ein Zitat aus dem RP-Artikel: "Kein Mensch, es sei denn, er ist kriminell oder asozial, rast durch ein dicht besiedeltes Gebiet. Dagegen kann die Polizei Vorsorge treffen und damit die Gefährdung reduzieren."


    In Düsseldorf gibt es genug Menschen, die durch die dicht besiedelte Stadt rasen, Mannesmannufer, Kö, Moselstraße, Mecumstr., Fischerstr., auf praktisch allen breiten Straßen wird/wurde gerast. Und die Polizei hat nicht genug Mittel, um das wirkungsvoll zu stoppen. Bzw. es wird nur dort mit Schranken und Sperren gestoppt, wo sich Bürger laut genug beschweren.

    Es ist, wie jaDoch geschrieben hat, eine Verbindung vom Kölner Straße und Moskauer Straße über die Eintrachtstraße ist nicht geplant.

    Es macht ja auch keinen Sinn, eine parallele Verbindung neben der Anbindung der Moskauer Straße an die Kölner Straße zu schaffen, die dann eine ruhige Seitenstraße und den Park belastet.

    Hast du das aus meinem Beitrag herausgelesen oder wie kommst du darauf?

    Ja, hatte ich erst so verstanden, aber bei dem Höhenunterschied wäre das nicht so einfach gewesen und wie du schreibst, wäre die Verbindung nicht notwendig, aber bei der autonärrischen Verwaltung hier weiß man ja nie. ;)


    Das Niu Tab hat mit der Lage am Park eine sehr schöne Lage, um an die Diskussion anzuknüpfen, Wohnen hätten mindestens hier gut gebaut werden können.


    Der Haifa/IHZ-Park hat teilweise etwas strenges/wenig naturnahes, gegen etwas Weiterentwicklung hätte ich nichts einzuwenden. :)

    Diesen eigentümlichen Spagat in den Köpfen der Düsseldorfer aus dem wortwörtlichen Dorf und der Weltstadt (gerne Paris) wird auch eine neue Oper im Medienhafen nicht ändern. Dafür müsste auch der eher konservative Einfluß (bevorzugt aus Kö, Pempelfort, Oberkassel, IHK) auf die Lokalpolitik breiter werden. Eine neue Uni mit 50 Tsd. Studenten vielleicht.. ;)


    Mir sind wenige Städte bekannt, bei denen man eine Bandbreite hat von Brennpunkt mit EFH-Siedlungen (äußerster Süden), Stadtteile wie in einer quasi-bankrotten Ruhrgebietsstadt (Eller, Holthausen, Teile von Oberbilk), Speckgürtel-Stadtteile (Norden, Benrath/Urdenbach), wohlhabend alternativ (Flingern Nord, Unterbilk), wohlhabend (Altstadt, Kö, Oberkassel, Pempelfort). Der durchschnittliche Zustand der Schulen in den jew. Stadtteilen ist ein guter Gradmesser für die Ungleichheit dieser Stadt.


    Für mich ist der Medienhafen kein Knotenpunkt sondern ein Bürogebiet am Stadtrand. Für mich könnte man auch eine Oper auf dem Mitsubishi-Electric Halle - Gelände bauen, an Veranstaltungshallen haben wir ja kein Mangel, gerne auch für 200 Mio. € statt 600 Mio. €. Mir ist es auch egal, in welcher Liga wir spielen, ich würde es schon mal begrüßen, wenn es hier etwas mehr Recht und Ordnung gäbe und man statt Obdachlose im Hofgarten zu verscheuchen das Ordnungsamt an sicherheitsrelevanten Stellen einsetzt und z.B. Parkgebote so lange kontrolliert, wie auf den Schildern angegeben ist. Das machen Städte wie London sehr gut, obwohl es eine Weltstadt ist, und damit die Herausforderungen größer sind als hier, sind die Straßen dort i.W. aufgeräumt.

    Ich würde ein Fahrrad auch nicht als Alternative für alle und jeden sehen sondern als sinnvolle Ergänzung im Mobilitäts-Mix. Jobbike sieht auf den ersten Blick toll aus, die möglichen Haken stecken in den Vertragsdetails (z.B. sollte man nicht kündigen oder Stunden verringern).


    Das Lastenbike sollte auch kein Allheilmittel sein, sondern den Mix etwas erweitern und ein paar Autofahrten ersetzen können. Handwerker mit Lastenräder, auf solche Ideen kommen dann eher Fundi-Grüne. Auf so etwas Spinnertes würde man in Holland nicht kommen. Erstmal durchgehend richtige Radwege bauen, darauf sollte man sich konzentrieren. Wie wer diese nutzt, dass bitte den Bürgern überlassen bzw. deren Kreativität. Ohne Radwege ist diese Handwerker-Lastenräder-Diskussion völlige Fantasterei.


    Zumindest könnte man dich mit gut gereinigten Bahnen möglicherweise zurückgewinnen, vielleicht sollte die Rheinbahn mal ein paar Wischsaug-Roboter anschaffen ;)


    Die Picnic-E-Autos sind doch ein schönes Beispiel für ein Transportmittel, was klein und kompakt ist, und mit Strom läuft (zumindest, die die ich sehe).


    Die SUV - Diskussion: Ja war mir nicht bewußt, dass PKWs auch so in die Breite gegangen sind, aber in die Höhe sind die Verbrenner damit deutlich gegangen. Dieses Wettrüsten um immer wuchtigere Autos gefällt mir persönlich nicht. Stimmt, Renault Zoe sollte auch erwähnt werden. Bisher gibt es für Kleinwagen keine reine E-Plattform wie ID.3. PHEV können als Übergangstechnologie auch eine Rolle spielen, gebe ich dir recht. Wenn man viel Autobahn fährt, schleppt man das Zusatzgewicht noch mit rum, aber wer damit viel städtisch und ins Umland pendelt, ist damit gut bedient.

    Nun, kann man aber auch über New York, London und Paris sagen. Die Mieten fressen dort auch so viel von Einkommen, dass die Menschen wenig Geld für ein Auto haben, was in der Innenstadt teilweise höllisch teuer ist, unterzubringen. Aber gut..


    Mahlsdorf liegt ungefähr so wie Vennhausen oder Knittkuhl, am Stadtrand. In beide vorgenannten Stadtteile fahre ich quasi nie und so wird es den meisten Berlinern mit Mahlsdorf gehen. Ein Auto ist in Berlin bei dem ÖPNV und den Möglichkeiten mit dem Rad oä. zu fahren mehr ein Klotz am Bein, meiner Meinung nach.


    Ja, dass ist der springende Punkt: Du siehst es völlig anders, aber wir sprechen ja nur von unserer jeweiligen Wahrnehmung. Wenn du nach 40 Jahren ÖPNV diesen verabscheust, reicht ÖPNV viele Menschen ja noch aus bzw. wenn der ÖPNV besser wäre, würden vielleicht ein paar Leute umsteigen. Wir sprechen hier ja nicht über Vulcanus-City sondern können zumindest Trend-Aussagen abgeben, wie eine große Menge an Menschen sich bei anderen Umständen ggf. verhalten.


    Schrieb ich ja, dass Problem zu laden, dafür sehe ich derzeit noch keine Lösung. Ob das autonome aufladende rollende Powerbanks oder Laternen mit Ladeanschluss sind, bisher gibt es nichts für Laternenparker und die meisten Bestandsgaragen haben auch nichts. Dieser Herausforderung wird man sich irgendwie stellen müssen. Aber Tankstellen gab es ja auch nicht sofort um 1900.


    Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass kleine E-Autos auf den Markt kommen, mit Smart und Renault Tweezy gibt es vereinzelte. Aber die überzeugende Antwort für Polo und kleinere gibt es noch nicht. Eines der meisten verkauftesten E-Autos in China hat eine Länge von 2,90 m (Hongguang Mini EV von Wuling). Es ist also kein ob, sondern ein wie. Aber bisher wuchsen eher die Verbrenner mit den SUVs in Größe und Breite, bei E-Autos sehe ich noch keinen Trend dahin, sich zu vergrößern (wer einen Polo für 20 Tsd. fährt, kauft keinen Tesla).


    Ja, wie vorher gesagt, du bist im Oberbergischen unterwegs, viele, die in Düsseldorf leben, fahren zum Arbeitsplatz in Düsseldorf. Da Düsseldorf größtenteils so flach ist wie eine Stadt in den Niederlande ist das für mich absolut vergleichbar (und z.B. Maastricht hat als eine der wenigen Städte in NL auch etwas Höhen).


    Das ist mir nicht sauber getrennt. Lastenräder oder E-Bikes würden wenige für eine Fahrt in das Bergische oder Oberbergische heranziehen.

    Wir aber reden von Düsseldorf und über Verkehr in Düsseldorf. Um von Pempelfort nach Oberkassel zu fahren ist das geeignet, auch wenn du persönlich das nicht brauchst oder diese Strecke fährst.


    Wie gesagt nicht Vulcanus-City aber es gibt ja durchaus Menschen, die damit Einkäufe, Kinder oder ähnliches in Düsseldorf transportieren. Für Pendler von Erkrath nach Düsseldorf könnte ein E-Bike sinnvoll sein. Aber da hört es dann auch auf. Es gibt auch Menschen, die nicht als Selbständige diverse Ort mit Auto an einem Tag in Düsseldorf und Umgebung abfahren. Wie gesagt, viele Wegebeziehungen kann man Kita, Job, Supermarkt und Restaurant abdecken.

    ^Ich würde Berlin davon ausnehmen, da zieht m.E. auch der Weltstadt-Faktor, dort ist der Anteil der Bewohner mit Auto (ca. ein Drittel) geringer als z.B. in Ddorf.


    Die meisten Autofahrer, die ich kenne, würden auch nicht aufs Autofahren verzichten, aber vielleicht häufiger mit der Bahn fahren, wenn es komfortabel und günstig wäre. Und wie man an den vielen 23,5h am Tag stehenden Autos sehen kann, wenn es bald autonom fahrende Autos geben sollte, warum sollte man dann nicht einige auf den Autokauf verzichten, und wie z.B. nach dem E-Scooter-Prinzip Mobilität nach Minute bezahlen anstatt 20 Tsd. € in einem Batzen


    Also wenn ich eine Prognose abgeben würde, dann wird ein Großteil den Benziner verkaufen/abgeben, wenn E-Autos bezahlbar sind und genug Möglichkeiten zum Aufladen gegeben sind. Es macht Spaß mit E-Autos zu fahren und Benziner haben zu dem Zeitpunkt meiner Meinung nach nur noch nostalgischen Wert.


    Zur Verkehrspolitik würde ich mir manchmal mehr Pragmatismus wie in den Niederlanden wünschen. Dort spricht auch niemand davon, Autos in Amsterdam zu verbieten aber deutlich mehr Maßnahmen werden unternommen, um Radfahren attraktiver zu machen bzw. mit höheren Parkgebühren bzw. weniger Parkplätzen auf Straßen die Anzahl der Autos zu verringern. Man sollte sich eher über das "Wie kommen wir Schritt für ans Ziel" Gedanken machen, anstatt sich über das Ziel zu zerfleischen. Die Lastenrad-Diskussion finde ich auch furchtbar nervig, es werden E-Autos für teures Geld gefördert (und manche verdienen mit der Prämie, wenn nach 6 Monate das E-Auto ins Ausland verkauft wird), aber aus Lasträdern macht man einen Zankapfel. Auch auf dem Land fahren Menschen Lastenrad, ist sogar einfacher, weil man mehr Platz hat als in der Großstadt. In den Niederlanden ist man mit Subventionen auch deutlich geiziger und trotzdem sind Lastenräder dort sehr populär (z.B. Bakfiets), weil Radfahren allgemein dort Freude macht.

    Ja, eine oberirdische Führung ist ohne maßgebliche Einschnitte in den Straßenverkehr kaum möglich auf den Kernabschnitten, ausgenommen Brücke und ggf. Rampe. Was mich interessieren würde, ob man zukünftig nicht einen Malus für die Nutzung von innerstädtischen Straßen für Durchgangsverkehr einführen könnte. Falls ein Weg über die Autobahn etwas länger wäre, würden mehr Gebühren fällig, aber der Verbrauch durch das Stop-and-Go außerhalb der Autobahn überwiegt in vielen Fällen den Mehrverbrauch durch die etwas längere Strecke. Falls das einen nennenswerte Anteil am Verkehr ausmacht, hätte man hier ggf. einen Hebel. Dann hätte man aber immer noch das Problem mit den Kreuzungen. Hochbahnen wird man wahrscheinlich wenn dann nur auf einem kurzen Abschnitt planen, so dass U-Bahn die wahrscheinlichste Variante ist.


    Düssel zuschütten und mit der Bahn bebauen, ein Fall von Re-Denaturierung.. ;)


    Eine Verlängerung der 705, um das Problem von der Kombi von Niedrig- und Hochbahnnetz zu lösen, hört sich nicht besonders schlüssig an.


    Wie du sagst, anders als in Paris und London ist der Anteil der Wähler mit Auto hier höher, was Maßnahmen, die darauf hinauslaufen, die Autonutzung beschränken, unpopulärer macht. Und durch die soziale Entmischung (Arme ziehen raus) und die polyzentrische Lage im Rheinland/Ruhrgebiet zeigt der Trend nicht weg zum Auto, wir ersticken an unserem Reichtum und der Autofreundlichkeit der vergangenen Jahrzehnten, um es pointiert auszudrücken.


    Aber Augen zu und durch hilft auch nicht. Wegen Klimawandel wird der Druck zur Veränderung steigen, das als Allheilmittel proklamierte E-Auto wird uns in Punkto Ladeinfrastruktur in der Stadt auch vor Herausforderungen stellen. So oder so, meiner Meinung führt kein Weg an einer besseren und komfortableren Kombination der Verkehrsmittel vorbei. Wie man mit der ÖPNV-Planung die P+R-Nutzung befördern möchte, sehe ich auf mit den neuen Planungen zu Tangenten etc nicht, es werden eher Lücken geschlossen, als Verkehr umgelenkt.

    Wie wird man die Verbindung zwischen Eintrachtstr. und Moskauer Str. führen? Fällt dafür diese Fußgänger-Serpentine weg? Weiter die Bahnlinie runter sind die Schöffenhofe näher dran an der Bahn als das Niu und das Holiday Inn ist unwesentlich näher. Wußte man dies nicht beim Bau der Schöffenhöfe oder hat man dort so geplant wie du beschrieben hast, Küche und Bad zur Bahn?


    Mit den 3 Hotels am Hbf und dem noch über Jahre hinweg lahmende Messe-Geschäft wird das ein brutaler Verdrängungswettbewerb. Das quasi fertige B'mine am Düsseldorf soll Frühjahr 2022 öffnen, ursprünglich war 2019 geplant.


    Falls Niu noch ein 4. bauen will, schlage ich Amsterdam, Senf & Streets vor. Die Namensfindung für TAB ist sehr befremdlich, null Bezug zu Oberbilk, bzw. Moskauer Straße. Irgendwas mit Stahl, meinetwegen ORE hätte meinetwegen dort gepasst.

    Also ganz so pauschal würde ich das hier nicht ausschließen. Das Niu TAB (der Name ist ja übrigens selten bescheuert) - ich sehe keinen Grund, warum das nicht ein Wohngebäude sein könnte, genau in der Höhe. Grenzt rückseitig auch an Wohnhäuser in der Eintrachtstr.


    Das Holiday Inn liegt an einer wenig befahrenen Bahnstrecke, wenn man an der Worringer Str. direkt an der viel befahrenen Bahn bauen kann, dann sehe ich keinen Grund, warum man das Holiday Inn nicht auch als Wohnung bauen kannte.


    Zumal mit dem Grand Central direkt angrenzend vielleicht irgendwann mal über 1.000 Wohnungen entstehen.


    Billig würde der Wohnraum nicht werden, aber selbst teurer Wohnraum ist knapp. Ein höheres Angebot stabilisiert Preise und neue Wohnungen wird man nie billig anbieten.

    RP berichtet heute über eine mögliche Straßenbahnlinie, die sog. Nordtangente, entlang der B7 vom Seestern über Mörsenbroicher Ei bis Staufenplatz und ggf. mit einem Tunnel nach Ludenberg bzw. Mettmann.


    Der mögliche Neubau der T.-H.-Brücke ist m.E. eine gute Chance für den Ausbau des Rheinbahnnetz sowie die darauf folgende weitere Sanierung der B7. Eine Lücke im Netz würde damit sinnvoll geschlossen werden. Etwas kniffeliger ist meiner Meinung die Kreuzung Danziger und Uerdinger. Den Tunnel der B7 könnte man ggf. ebenerdig überbauen. Im weiteren Verlauf wird man sich entscheiden müssen, ob man Straßenspuren bzw. Mittelstreifen belegt oder unterirdisch bis ca. Grashofstr. geht. Einen oberirdischen Verlauf auf der Heinrichstr. und Vautierstr. kann ich mir derzeitig nicht recht vorstellen. Aber bis Mörsenbroicher Ei wäre das schon ein großer Wurf.


    Dazu gab es einen Artikel, der die gerade im Rat und den BV diskutierten zur Zukunft des Rheinbahnnetzes zusammenfasst.


    Medienhafen, Südtangente, Münchner Str. / Uni und Hellweg würde ich größere Chance einräumen. Osttangente ist m.E. eher etwas für 2040-50. Die Verlängerung der 705 über Schlesische Str. zum Nachbarschaftspark, der Sinn erschließt sich mir nicht (am Ende ist nur der Park, keine S-Bahn o.ä.).

    Den Artikel wollte ich auch posten.. :)


    Ist das noch aus anderen Gründen außer Optik begründet, warum man das Parkhaus anstreicht? Lässt sich das als rausgeschmissenes Geld sehen?

    Ist es von Vorteil, wenn ein BLB-Gebäude von Politikern genutzt wird - der kurze Draht?


    BLB geht sonst mit den Immobilien des Landes NRW wie Auf'm Hennekamp 70, ehemalige Akademie für Gesundheitswesen, nicht unbedingt pfleglich oder wirtschaftlich um, mittlerweile 15 Jahre Leerstand.

    Die CDU (bzw. einzelne Mitglieder) ist in der Vergangenheit mit teils kruden Aussagen zur Verkehrspolitik aufgefallen, deswegen hebe ich die Partei hervor, ansonsten völlig richtig. SPD / Volt stimmt dafür, dass ist auch ziemlich peinlich, dafür, dass Klimanotstand 2019 festgestellt wurde. FDP ist für mich eher eine Kleinpartei, aber dafür, dass Marktwirtschaft und Eigenverantwortung Kern der Partei sind, ist das verwunderlich, dass man keine Gebühren für Parken in bester Lage zahlen möchte. Meinetwegen kann jeder so kommen, wie es passt, wobei ich Bahn begrüßen würde.

    Den Artikel fand ich auch beschämend für eine Stadt, die den Klimanotstand erklärt hat.


    Hat was von Wasser predigen und Wein trinken. Warum hat man nicht zumindest etwas gesichtswahrendes wie 50€ pro Jahr für Parken im Innenhof gemacht, die man über eine höhere Aufwandsentschädigung wieder ausgleicht. Rheinbahnticket kostet auch gerne mal 600€ plus im Jahr, nettes Zubrot, was die meisten Angestellten wie auch systemrelevante Krankenschwester oder Altenpfleger nicht vom Arbeitgeber bekommt, dafür aber Klatschen. Auch Parkplätze müssen von diesen Angestellten oder zB die am Flughafen arbeiten, bezahlt werden, sehr instinklos.


    Für die Grünen wird das immer schwieriger, sich in dieser Koalition zu verbiegen, die CDU zieht stur ihr Ding durch. Eine Partei, bei der ein führender Abgeordneter Parkgebühren für Radfahrer gefordert hat.

    Bezüglich Tempo 30 sehe ich das etwas anders. Aus meiner Sicht eignet sich das sowohl fürs Dorf als auch für eine Weltstadt.

    In der Auto Motor und Sport ist ein Artikel zu einem Modellversuch von sieben dt. Städten, die ungefähr so groß wie Düsseldorf oder kleiner sind.


    Es geht lt. Artikel um bessere Aufenthaltsqualität, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, weniger Lärm, weniger Schilder. Auch der ÖPNV soll untersucht werden. Dementsprechend sehe ich die Verbindung zu einem (guten) ÖPNV nicht so stark wie du, da man hier eher die Folgen des Autofahren abmildern möchte, anstatt die Menschen zu umsteigen zu bewegen.


    2,5-4 Dezibel ist ja schon was. Ich würde mir davon auch versprechen, dass man Alltagsrasen (dieses unlogische Beschleunigen auf 70-80 und scharf abbremsen) verringert. Motorradfahrer, Poserautos, kann man meintwegen gleich mit verbieten, aber wie will man Poserautos effizient rausfischen. Und ein Motorradverbot ist rechtlich nicht ganz einfach, meine ich mich zu erinnern. Einfacher wäre es, beim TÜV oder Zulassung die Grenzwerte für die Lautstärke von Motorrädern zu begrenzen.


    Gut, bisher halten sich die Klagen in der RP bis auf das Cafe Gogo in Grenzen, man kann es ja als Experiment sehen. Und wer in der Stadt lebt, ist ja einen gewissen Lärmpegel gewöhnt.. ;)


    Zur Citymaut: In London, Stockholm bzw. anderen Städten klappt es ja auch, es ist technisch machbar, in der Regel hat man einen Transponder im Auto, das könnte man mit einem bestimmten Tarif/Ausnahme etc. verbinden. Gelegenheitsbesucher buchen per Hand, auch dort kann man mit etwas Digitalisierung (z.B. Foto vom Handwerkerausweis) das gut bewältigen.

    Nein, ich stelle mir etwas wie erweiterte Innenstadt vor, also ein Bereich innerhalb Lastring und Teile von Oberkassel.


    Die anderen Städten müssten nur etwas in dieser Art für ihre erweiterten Innenstädte auch machen, ansonsten könnte es sein, dass eine von den Großstädten auf Kosten der anderen die Besucher anzieht, die keine Maut zahlen wollen. Das Problem hat London nicht, wir leben im polyzentrischen Rhein-Ruhr-Gebiet.


    Es hängt ja davon ab, wo man dann Tempo 50 ausweist. Das Reizthema Bilker Allee bringe ich nicht nochmal auf. :) Aber letztens sah es so aus, als ob es sich hinter einer Bahn staut und zumindest die Bahn recht flüssig vorwärts kam. 704 z.B. kommt in Derendorf jetzt nicht auf 50, 707 hat ein paar eigene Abschnitte und zuckelt sonst einiges, bzw. Ulmenstr. wäre eine Achse mit 50. 701 würde auf Straßen fahren, die teilweise für 50 als Verkehrsachse in Frage kommen. Ich behaupte, der Effekt wäre nicht groß, aber dass könnte man ja über die Studie mit den sieben Städten noch validieren.

    Ist das von der Größe der Stadt abhängig, ob man Tempo 30 in der Innenstadt einführt?


    Inwiefern ist ein Absenken von 50 auf 30 von einem vernünftigen ÖPNV abhängig? So gut wie in Brüssel ist der in Düsseldorf allemal. Auf den Hauptachsen ist 50 erlaubt. In Paris ist die Hauptmotivation dadurch nicht mehr ÖPNV-Nutzer zu haben sondern weniger Lärm, mehr Sicherheit etc.


    Ja, die eine Wirtin hat den Bogen deutlich überspannt, aber deswg. würde man das doch nicht grds. alle in Frage stellen, Cafes schließen in der Regel ja um 18-20h. Aber ist nur meine persönliche Meinung, dass das die Stadt bereichert.


    Ich habe es mit A.3 nachgerechnet, 4er-Ticket Erwachsende 10.70, 4er Kinder 6.10 plus 2 Einzel-Kindel 3.40, sind 20.20.

    Soll als Beispiel aufzeigen, dass gelegentliches Bahnfahren nach Düsseldorf vglweise teuer ist, dass ist quasi eine Citymaut für gelegentl. Bahnfahrer.


    Die Citymaut in London galt von 7-18h, mittlerweile bis 22h. Für Menschen mit Schichtarbeit, die keinen ÖPNV nehmen können, könnte man die Gebühren so einteilen, dass es vergleichweise günstig oder kostenlos ist. Meinetwegen kann man das Tarifsystem einer Citymaut auch so komplex machen wie beim VRR, mit diversen Ausnahmen, für Handwerker, Pflegedienst, Lieferanten, Bärentickets, etc. Und über die Größe der Mautgebiets könnte man ja auch die ausnehmen, deren Arbeit ÖPNV-Nutzung nicht ermöglicht.


    Eine Citymaut hier in der Region macht aber auch nur Sinn, wenn Essen, Duisburg, Köln und Düsseldorf eine gemeinsam einführen. Bis sich die 4 Städte auf etwas gemeinsames einigen, fließt noch viel Wasser durch den Rhein.


    Zum Leben ohne Auto: Den Schluss mit der Masse habe ich nicht gezogen, nur zitiert. :)

    Busse stecken hier mit im Verkehr, der auch schon mal deutlich langsamer als 30 sein kann und auch Busse/Bahnen könnten auf Hauptverkehrsachsen noch 50 fahren. Und bei Bahnen mit eigenem Gleiskörper, was gilt da? Gleis auf der Straße, auch da ist heute bereits 50 selten möglich.

    Kleine Presseschau zu Mobilität in Städten:


    Paris führt Tempo 30 abseits der großen Verkehrsachsen ein, dort ist dann 50 erlaubt. Nur auf der Ringautobahn Peripherique ist dann noch 70 erlaubt. Bürgermeisterin Hidalgo setzt damit aus Gründen der Verkehrssicherheit, der Lärmreduzierung und des Klimaschutzes den autoarmen Kurs der Stadt fort.

    Tempo 30 gibt es auch in Barcelona oder Brüssel.

    Mal sehen, wie lange die in Punkto Verkehr sehr konservative Düsseldorfer CDU sich der Entwicklung entziehen möchte... :)


    Spiegel berichtet über autoarme Städte, den Streit und Diskussionen darüber. Ein Zitat daraus: "Zum Start der City-Maut im Jahr 2006 war die Maßnahme in Stockholm extrem unpopulär. Als alle sehen und erleben konnten, was sie bewirkt, änderte sich das." City-Maut wird dafür kritisiert, dass Menschen mit niedrigen Einkommen benachteiligt werden, aber ärmere Stadt-Bewohner hätten selten ein Auto.

    Am Beispiel des gescheiterten Entscheids von Halle wird aufgezeigt, wie man diese Konflikte bzw. harten Streits mindern kann, nämlich mit Bürgerbeteiligung und einer besseren Darstellung der positiven Effekte von autoarmen Innenstädten wie eine höhere Aufenthaltsqualität. Hier in Ddorf z.B. fielen ein paar Parkplätze wg. zusätzlicher Terrassen weg, meiner Meinung nach belebt das Düsseldorf in den meisten Fällen sehr positiv.


    Das Argument zur Ungerechtigkeit der Citymaut sollte man m.E. eher auf Bahnpreise anwenden. Die Kosten für eine 5-köpfige Familie mit ÖPNV, Erkrath hin und zurück, ohne Monatsticket, mit 4er-Tickets belaufen sich auf 20,20 €. (Mit Monatsticket 2000 wäre das am We kostenlos).

    Es gibt also bereits eine Citymaut für Menschen, die den ÖPNV selten nutzen. Mit dem Auto wäre man bei 0,3€ pro km bei ca. 6 €, Parken Tiefgarage Grabbeplatz 4h sind 6 €, macht in Summe 12 €.


    Auch RP berichtet über das Leben in Düsseldorf ohne eigenes Auto, hier schlägt der Interviewte u.a. Tempo 30 in der Stadt vor, damit der Abstand der Geschwindigkeit von Rad und Auto geringer wird.

    Der Bau einer U/Str.-Bahn-Strecke wird für den Hellweg zumindest positiv bewertet. Zielkonzept Stadtbahn/Straßenbahn


    Die Anbindung zur Röpkestr. wäre mit einer Haltestelle an der Daimlerstr. dann mit ca. 500m ganz ok.


    Busse halte ich für keine gute Wahl in Düsseldorf, da diese häufig unzuverlässig, zu spät/zu früh sind, mit im Stau stecken, die Frequenzen fluktuieren stärker als bei der Bahn, durch Subunternehmer hatte man auch Erlebnisse der besonderen Art im Bus.


    Ich mag es mir einbilden, aber ich bin eine Zeit lang fast jeden Tag Bus gefahren, mir scheint es, als wäre der durchschnittliche Busnutzer weniger gut situiert als Bahnfahrende auf ungefähr der gleichen Strecke. Während man in anderen Städten Busse durch Bus Rapid Transit auf ein ähnliches Niveau wie eine Straßenbahn bringen kann, hat man hier das Gefühl, dass Bus fahren etwas ist für Leute, die sich kein Auto leisten können.


    Damit wird man im Grafental wenige aus dem Auto herauslocken.

    Neben politisch aktiven bzw. klagefreudigen Lörickern ist ein weiteres Argument für einen Tunnel der Naturschutz im Rheinufer-Gebiet, weswg. man sich z.B. bei der A44 Flughafenbrücke für eine Kombi aus Tunnel unter Ilvericher Altrheinschlinge und Brücke über den Rhein entschieden hat.


    Die gleiche Diskussion (Brücke, Tunnel, Brücke/Tunnel) wird man dann auch noch für die neu zu bauende A46 führen dürfen.


    RP berichtet heute über den Ausbau des Radwegs am Rhein - Josef-Boys-Ufer. Stadt Düsseldorf hat auch einen Artikel veröffentlicht.

    Details auf der Radschlag-Internetseite der Stadt.


    Meiner Meinung nach wird hier recht geschickt dem Autoverkehr Platz weg genommen, der für die Leistungsfähigkeit der

    vierspurigen Straße Joseph-Boys-Ufer nicht unbedingt benötigt wird, wie z.B. die dritte Spur in Fahrtrichtung vor der Tonhalle.


    Kritisiert wurde, dass der 2,5m Radweg für ein Zweispurradweg zu schmal wäre, gemäß Vorgaben dafür (4m meine ich).


    Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Ich könnte mir zukünftig hier einen Radweg vorstellen, der aufgeständert über den Parkplätzen verläuft, so dass dort noch geparkt werden kann.