Beiträge von sw-grisu

    ^^ Die reine Flugzeit als Reisezeit zu betrachten ist Unfug. Von Tür zu Tür Betrachtung ist die einzig Richtige. Deshalb gewinnt ja so oft das Auto, da die meisten Menschen eben nicht direkt am Bahnhof oder Flughafen wohnen, bzw. das Ziel nicht direkt am Bahnhof oder Flughafen liegt.

    Bei BER oder Elbphilharmonie sind diese so gebaut wie geplant.

    Schlecht recherchiert. Die Elbphilarmonie wurde im laufe der Bauphase sehr stark "weiterentwickelt". Die Fassade und die gerundete Rolltreppe sind da nur zwei Beispiele. Hier funktionierte das alte Prinzip von: erst mal übersichtlich beginnen und dann Stück für Stück nachlegen. Von der (prozentualen) Kostensteigerung der Elbphilarmonie ist S21 noch weit entfernt. Geplant war Elphi mit 77 Mio €. Kurz danach wurde mit dem Bau begonnen. Es wurden dann läppische 866 Mio €. Also Faktor 11. Bauzeit: ursprünglich geplant waren 3 Jahre, es wurden dann 10 Jahre.


    Beim BER kamen zwei Kostentreiber zusammen. Zum einen wurden auch hier die ursprünglichen Pläne sehr stark "weiterentwickelt" und verteuerten den Bau nicht unerheblich. Die eigentliche Katastrophe dort war allerdings dem Umstand geschuldet, dass die damalige Stadtregierung den Bau in Eigenregie umsetzen wollte anstatt Profis ran zu lassen. So kam es, dass statt der anvisierten knapp 2 Mrd. € (bei Baubeginn) das Teil nach 17 Jahren 6 Mrd. € kostete. Also Faktor 3.


    Das war wirklich unnötig, denn einen Flughafen auf der grünen Wiese zu errichten ist logistisch ein Kinderspiel, im Vergleich zu einem kompletten Bahnknoten der mitten in einer Großstadt neu geordnet und gebaut wird. Im Vergleich zu den beiden (immer wieder gerne herangezogenen) Projekten hält sich die Kostensteigerung im Rahmen und die inzwischen absehbare Bauzeit von 15-17 Jahren ebenso.

    ^^

    Das hervorkramen der 2,3 Mrd € ist unsinnig und dumm. Öffentliche Projekte in D müssen immer zum jeweiligen Zeitwert beziffert werden. Damals, 1994/1995 wurden die 2,3 Mrd. € genannt. Eventuell hätte ein 100 % Aufschlag gereicht, wenn man direkt mit dem Bau begonnen und 2010 eröffnet hätte.


    Als 2010/2011 (zum Baubeginn) irgendwas von 4,5 Mrd. € im Raum standen habe ich für mich selbst hochgerechnet, dass die Endabrechnung wohl irgendwo zwischen 10 und 15 Mrd. € landen dürfte. Dazu benötigt es keiner großen Wissenschaft, sondern man betrachte einfach den Fakt, dass sich binnen 10-12 Jahren alles um ca. 100 % verteuert. Bei 15 Jahren Bauzeit kommt man somit logischerweise auf die 10-15 Mrd. €.


    Wenn ich dann noch betrachte für wie wenig Leistung in Berlin derzeit die Milliarden rausgehauen werden, dann sind die 10 Mrd. € in Stuttgart sehr gut investiertes Geld und im Verhältnis ein Kleinbetrag.

    Den Eindruck hatte ich auch! Aber: von außen ist die Folie auf den Lichtaugen ja komplett weiß und wohl nichtmal transparent. Nach der Fertigstellung sollte da also deutlich mehr Licht reinkommen (hoffentlich).

    Ich habe auch den Verdacht, dass es eine Kombination aus allem wird. Einerseits befindet sich der Beton noch in der Trocknung und wird mit Sicherheit noch heller. Das sieht man jetzt schon an den älteren Kelchstützen, welche auch schon von der Betonkosmetik nachbearbeitet wurden. Zum anderen werden die richtigen Lichtaugen noch einiges bringen. Dennoch wird man, nach meiner Meinung, nicht um eine durchgängige künstliche Zusatzbeleuchtung herumkommen.

    ^^ Ich wundere mich, dass Dir das noch niemand um die Ohren gehauen hat. Das Projekt an der Rubensstraße wurde vor geraumer Zeit hier schon einmal gepostet. Als ich mich dann dazu positiv äußerte wurde mir das gleich um die Ohren gehauen. Für mich ist das auch eine sehr schöne Gestaltung. Etwas das man gerne sieht und einem auch ein gutes Gefühl vermittelt. Nicht die sonst übliche kubistisch minimalistische seelenlose und kalte Bauweise,

    ^^ gute Frage. Wie so oft in Deutschland (das fällt mir bei Autobahnbaustellen immer stark auf), geht auf den letzten Metern die Puste aus und die Maßnahmen dauern ewig, bis sie tatsächlich zum Abschluss kommen.

    Tut mir Leid TM + D-Dorfer. Wir haben im Zusammenhang mit dem Thema Oper schon viele diskussionswürdige Vorschläge gesehen. Aber dieser ist nicht einmal diskussionswürdig. Er ist einfach nur aberwitzig schlecht. Komplett überdimensioniert und alles erdrückend. Das Steigenberger und die anderen Nachbarschaftsgebäude lässt er wie Katzenklos erscheinen. Der Bau quetscht sich in den Hofgarten und drängt sich in die Kö. Das letzte Bild mit den zwei sitzenden Menschen ist ein wunderbares Symbol für die seelenlose Kälte des Baus. Der (Holz) Eingangsbereich ist einfach nur drückend und erinnert an die Eiche Rustikal Einrichtung im Wohnzimmer meiner Eltern aus den 80er Jahren. Für die Ansicht vom Boden aus, wurde extra ein neblige kaltes Winterkleid gewählt, damit das Monster einen nicht gleich komplett erschlägt.


    Nein, der Vorschlag ist eine einzige Zumutung, der vielleicht noch nach Frankfurt ins Bankenviertel passt. Aber garantiert nicht zwischen Kö und HHA.

    Bauantrag, Kronenstraße 10, 12, 12a-c - Umbau und Nutzungsänderung in ein Wohn- und Geschäftshaus - Sitzung der Bezirksvertretung 3 am 07.09.2021

    Der unter #376 ff bereits diskutierte und kritisierte Abriss der Gebäude Kronenstraße 10/12 ist anscheinend vom Tisch. Das Hauptgebäude an der Straße wurde unter Denkmalschutz gestellt. Die Umbaupläne werden in der BV3 am 07.09.21 vorgestellt und diskutiert.

    Ist nach meiner Meinung wieder nur eine halbgare Lösung. Warum baut man nicht zwei große Kreisverkehre übereinander? Unten den für Autos oben den für Fahrräder und Fußgänger? Und zwar von der Schnittstelle B1/B8 im Westen bis zur Schnittstelle B7/B8 (Beginn der Heinrichstraße) im Osten. Damit wird zwar der Verkehr etwas ausgebremst, aber dennoch deutlich verflüssigt. Zudem nicht gerade wenige Wartungskosten für komplexe Ampelanlagen gespart.

    Zufällig über ein ähnliches Bahnprojekt in noch heftigerem Ausmaß gestolpert. Die Planungen dazu begannen in den 60er Jahren, Fertigstellung voraussichtlich 2022. "Kostenexplosion" von 2,2 Mrd. in den 90ern auf ca 11 Mrd. heute. Die Herausforderungen insgesamt ganz anders als in S, dennoch irgendwo vergleichbar. Viel Spaß beim gucken: guckstdu

    ^^Tja, so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Für mich ist der Vorschlag eine 1 mit *


    Den Platz hatte ich hier im Forum schon vor 2 Jahren vorgeschlagen. Allerdings mit dem Ansatz das hässliche Telekomgebäude zu verdecken. Der jetzige Vorschlag ist perfekt. Das hässliche TK Gebäude wäre weg, die Ostfassade ergänzt das Interconti, die Südfassade passt perfekt zum GAP15. Das Gebäude selbst ist mächtig aber nicht wuchtig.


    Dazu die Lage, perfekt mit allen Verkehrsmitteln zu erreichen, Hotel um die Ecke u.s.w.



    Wenn die Telekom mitspielt, dann dürfte es der Stadt schwerfallen hier eine bessere Lösung an einem anderen Standort zu präsentieren.

    Die Düsseldorfer Stadtentwicklung lebt von mutigen neuen Entwürfen und Brüchen mit konventionellen Ideen. Egal ob Ehrenhof, das Ensemble Drei-Scheiben-Haus & Schauspielhaus, Gherry-Bauten oder jetzt die Gegend um den Kö-Bogen... alles große Eingriffe/ Veränderungen des Bestands. Und ich glaube keiner hier würde diese Bereiche missen wollen.

    Gut herausgepickte Beispiele, jedoch, bis auf das Dreischeibenhaus, alles keine Hochhäuser. Und ja, auch ich möchte keines aus dieser Aufstellung missen. Bis auf das Dreischeibenhaus sind für mich alle anderen neueren Hochhäuser Zweckbauten, bei denen es nicht stören würde wenn sie nicht da wären.


    Gerade mit deiner Beschreibung der einzelnen Gebäude entlang der Skyline, im Vergleich zum zweiten Satz mit dem Verweis auf die mutigen architektonischen Highlights, wird klar, dass Hochhäuser und gute Architektur zwei verschiedene Themen sind, welche man miteinander kombinieren sollte, was aber viel zu selten geschieht.


    Übrigens hast Du ein (zumindest für mich) positives Beispiel für Hochhäuser in Düsseldorf unterschlagen: Die beiden neuen Wohntürme im Medienhafen.

    Welch besondere Silhouette gibt es denn an dieser Stelle?

    Ich meine auch gar nicht diese Stelle. Ersetze Silhouette durch Skyline, dann wird es vielleicht klarer was ich meine. Einfach einmal auf eine der Rheinbrücken stehen und die Silhouette/Skyline ansehen. Ja, da gibt es "Hochhäuser", aber das Maß ist so gehalten, dass diese nicht stören.


    Die übrigen Ausführungen unterschreibe ich sofort mit. Der von Dir beschriebene Bereich ist einfach nur hässlich verbaut. Der Ersatzbau für den bisherigen Kaufhof verdient wirklich einen Hingucker. Nur ohne Hochhaus. Der von Dir genannte Neubau Pandion Francis an der Oststraße, dort das Hochhaus, sollte Abschreckung genug sein.

    Ich habe von Hochhausgegenern noch nie einen sachlich überzeugenden Grund gehört.

    Und ich so gut wie keine von den Befürwortern. Das Argument der Hochhausfreunde über die notwendige Verdichtung kann man einmal im Raum stehen lassen. Ob das für eine relativ kleine Stadt wie Düsseldorf wirklich notwendig ist, darüber streiten wir hier ja gerade. Alle anderen Argumente der Hochhausbefürworter gehören für mich zur Kategorie "Frischluftschneise".

    Wird Zeit für einen Widerspruch an die Hochhausfreunde. Mir hat sich bis heute nicht erschlossen wie und warum Hochhäuser der Erhöhung der Lebensqualität dienen. Hochhäuser sind ein aus der Not geborenes Übel, wenn auf geringem Raum viele Menschen untergebracht werden müssen. Egal ob zum wohnen oder zum arbeiten. Eine angenehme (heimelige) Atmosphäre entsteht durch eine moderate Bebauung, nicht durch Hochhauscluster.


    Wenn man sich das Bankenviertel in Frankfurt bewusst antut, dann wird man schnell feststellen, das das nichts schönes ist. Deshalb ist dort nach Feierabend auch der Hund begraben. Hochhäuser sind einfach kalte, abweisende, bunkerartige Gebäude. Und jetzt kommt mir nicht mit New York. Mit der Stadt wollte schon einmal ein OB Düsseldorf vergleichen, was einfach nur lächerlich ist.


    Die aktuelle Höhenbegrenzung von rund 100 Metern und die verstreute Anordnung finde ich angemessen. Dieses Maß hat den Vorteil, das es die Stadtsilhouette nicht großartig stört. In 100 Jahren werden die Häuser höchstwahrscheinlich höher sein. Dann wird sicherlich wieder über eine angemessene Bebauung gestritten und (wie mamamia richtigerweise anmerkt) kopfschüttelnd in die Vergangenheit geblickt. Derzeit allerdings sehe ich keinerlei Notwendigkeit und Sinn darin noch höher zu bauen, ohne dass das Gesamtbild schaden nimmt.

    ^ alles vollkommen richtig erfasst. Wir sind derzeit in Holland im Urlaub. Was ich hier immer bewundere ist, dass selbst in den kleinsten Städten einem stets das Gefühl vermittelt wird, dass es sich um einen lebhaften und angenehmen Ort handelt. Eben weil die ganzen kleinen Cafés Läden und so weiter überall durchgängig vorhanden sind. Selbst die moderne/neuere Wohnbebauung ist in aller Regel eine angenehme Weide für das Auge wo man sich gerne aufhält.


    Da kann das, was bei uns in den letzten Jahrzehnten gebaut wurde und noch wird nicht im Ansatz das Wasser reichen.

    mamamia: Die schreckliche Visualisierung aus dem Genehmigungsverfahren wurde leider sehr realistisch umgesetzt. Kein Vergleich zum Fürst + Friedrich einen Block nördlich.


    In die fürchterliche Optik reiht sich für mich auch die Regenbogenschule ein. Diese mag als losgelöster Körper irgendwo auf der grünen Wiese oder in ein Industriegebiet passen. Aber bestimmt nicht zu den Gründerzeitbauten auf der Kirchfeldstraße gegenüber.