Immobilienwirtschaft

  • So wie ich das Lese, ist das mit Ostermann und Krieger aber reine Vermutung, einfach nur auf der Tatsache das beide eine Baugenehmigung haben und noch nichts passiert.
    Krieger hat ja gesagt das Neuss und Hannover zu erst kommen und dann weiter geschaut wird.
    Bei Ostermann bin ich mir nicht sicher, muss da nicht noch eine Brücke erneuert werden oder so ?
    Wenn die beiden wirklich kein Interesse mehr an einer Umsetzung hätten wären die Grundstücke sicherlich schon verkauft.
    Bei Krieger wäre mir das aber sogar lieber, wenn er da von seinen Plänen zurücktritt, bei Ostermann würde ich es sehr schade finden.
    Zum FOC hier muss endlich ein Schlussstrich gezogen werden. Ich sehe das Projekt zwar prinzipiell als durchaus erfolgsversprechend an, aber die Tatsache das es seit x Jahren jetzt in der Schwebe ist, hemmt einfach andere Entwicklungen. Das ist ja fast wie mit Multi Casa....

  • Jahresrückblick 2015

    Vor einem Jahr wollte ich keinen Ausblick wagen, ob 2015 ein gutes Jahr für die Stadtentwicklung in Duisburg werden könnte. 365 Tage später ist es nun Zeit ein Fazit zu ziehen. In meinen Augen war das Jahr 2015 durchwachsen. Großprojekte wurden auch in den vergangenen zwölf Monaten nicht gestartet, aber zumindest wurden einige auf den Weg gebracht.
    Der Motor der Duisburger Wirtschaft bleibt der Hafen. Zum Jahresende wird die Duisport-Gruppe rund 68 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen haben, 3,3 Mio. Tonnen mehr als noch 2014. Der Containerumschlag legte um sechs Prozent auf 3,6 Mio. TEU zu. In der Region sind mittlerweile mehr als 45.000 Arbeitsplätze vom Hafen abhängig, 22.000 davon alleine in Duisburg selbst. Als Motor kann der Büromarkt gegenwärtig nicht bezeichnet werden. Nach schlechten Jahren zeigte er sich aber wieder leicht erholt. 2014 konnten knapp 60.000 qm Bürofläche umgesetzt werden, für 2015 wird ein ähnlicher Wert erwartet. In diesem Jahr wurde eine gestiegene Nachfrage nach Büroräumen in Duisburg festgestellt, allerdings bleiben zwei alte Probleme: die geringe Leerstandsquote von knapp drei Prozent und die zu geringe Neubautätigkeit. Kräftig investiert wird dagegen derzeitig in die medizinischen Einrichtungen. Die verschiedenen Krankenhausbetreiber investieren rund 400 Millionen Euro in die Sanierung bzw. Modernisierung von sieben der 15 Duisburger Krankenhäuser. Mit den Maßnahmen wird sich jedoch die Krankenhauslandschaft stark verändern. Durch Zusammenlegungen werden drei Krankenhäuser geschlossen. Die verbleibenden zwölf Krankenhäuser sorgen jedoch dafür, dass sich Duisburg zu einem der führenden Klinikstandorte in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Ein führender Hotelstandort ist die Stadt Duisburg dagegen noch lange nicht. ;) Das zarte Pflänzchen Tourismus wächst aber stetig. Zum einen haben erste Reedereien Duisburg als Ziel für Flusskreuzfahrten entdeckt. Zum anderen ist der Aufschwung bei den Übernachtungszahlen auf dem Hotelmarkt angekommen. Zwei Hotelprojekte befinden sich gerade in der Planung, mit dem Neubau eines InterCity-Hotels und der Erweiterung des Hotels Conti wurden zwei Projekte in 2015 gestartet. Innerhalb weniger Monate wurde in diesem Jahr das B&B-Hotel als erstes Gebäude auf dem Gelände der Duisburger Freiheit errichtet und erst vor wenigen Tagen eröffnet. In diesem Jahr wurden aber noch weitere Projekte abgeschlossen.


    Fertigstellungen und laufende Projekte


    Im Juni 2015 hat die Targobank ihren Erweiterungsbau an der Saarstraße eingeweiht. Das 8.500 qm Nutzfläche zählende Bürogebäude bietet Arbeitsplätze für 500 Personen. Wenige Wochen später, am 13. Juli, wurde das Stadtfenster als neue Heimat der Volkshochschule und der Stadtbibliothek eröffnet. Die Fertigstellung erfolgte nach einigen Verzögerungen vier Jahre später als geplant. Aber der Neubau sorgte für eine Belebung des Umfeldes und für erste städtebauliche Impulse. In zwei Bauabschnitten entsteht in direkter Nachbarschaft die Residenz Steinsche Gasse, eine Kombination aus Wohnungen, Büros und Einzelhandel. Nach sieben Jahren und 46 Bauabschnitten wurde im September die Sanierung des denkmalgeschützten Land- und Amtsgerichtes abgeschlossen. Einen Monat später wurde der Grüngürtel Nord freigegeben. Einige Restarbeiten sind noch zu erledigen, ehe der Park mit einer großen Party im Frühjahr 2016 offiziell eröffnet wird. Nach der anfänglich enormen Kritik mehren sich die positiven Stimmen. Zum einen sei durch den Park die Lebensqualität in Bruckhausen gestiegen, zum anderen wird in einem verloren geglaubten Stadtteil wieder investiert.


    Pleiten


    Doch nicht alle Projekte laufen so rund, hinter einigen stehen dicke Fragezeichen. Am unsichersten sind die Pläne für das Factory-Outlet-Center in Hamborn. Einerseits konnte die Sicherheitsfrage in Bezug auf das nahegelegene Chemiewerk nur unzureichend beantwortet werden. Anderseits ist die Finanzierung nach wie vor nicht gesichert. Es wurde zwar kürzlich ein neuer Investor vorgestellt, doch deutet es eher daraufhin, dass sich die Stadt im kommenden Frühjahr von den FOC-Plänen verabschiedet. Noch nicht von seinen Plänen verabschiedet hat sich der Möbelgigant Kurt Krieger. Allerdings wird sein Grundstück zumindest noch einige Jahre brachliegen, haben für den Unternehmer andere Standorte Vorrang. Unklar ist auch, wie es mit den Möbelhausplänen des Unternehmens Ostermann weitergeht. Ebenso unsicher ist eine mögliche Realisierung des Eurogates. Nach einem gescheiterten Versuch im vergangenen Jahr hat die Stadt in diesem Jahr einen neuen Anlauf zur Vermarktung des Filetgrundstückes am Innenhafen gestartet. Eine Pleite war in diesem Jahr auch der Auftritt der Stadt auf der Expo Real. Konkrete Projekte waren Mangelware, obwohl es genug Ansätze hierfür gegeben hätte. Zumindest wurde ein potenzieller Investor für das Marientor-Carree vorgestellt. Dieser möchte gerne Wohnungen, Büros und weitere Dienstleistungen auf der Fläche entwickeln. Konkrete Pläne werden aber frühestens 2016 präsentiert, ein möglicher Baubeginn ist noch unsicher.


    Ausblick auf 2016


    Im April 2016 wird die Volksbank Rhein-Ruhr mit ihrer Zentrale von der Innenstadt in den Innenhafen ziehen. Möglicherweise erfolgt im Anschluss daran der Abriss des derzeitigen Standortes sowie des gegenüberliegenden Europahauses. Danach könnte mit dem Bau des House of Fashion sowie eines weiteren Geschäftshauses an der Düsseldorfer Straße begonnen werden. Mitte 2016 könnte zudem der Startschuss für den Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle fallen, die Eröffnung ist für Ende 2018 vorgesehen. Für Ende 2018 plant außerdem das Landesumweltamt den Einzug in seinen neuen Standort auf dem Gelände der Duisburger Freiheit. Für das Großprojekt südlich des Hauptbahnhofes soll im kommenden Frühjahr der Bauantrag eingereicht werden. Im August 2016 wird aller Voraussicht nach das Duisburger Unternehmen Krohne Messtechnik seine neue Firmenzentrale in Duissern einweihen.
    Nachdem in diesem Jahr der Masterplan für das geplante Stadtquartier am Rheinpark vorgestellt wurde (ca. 3600 WE/Büros/Dienstleistungen), wird Mitte 2016 ein erster Planentwurf für die Bebauung des Wedauer Güterbahnhofes vorgestellt. Damit würden die beiden größten Entwicklungsgebiete in der Stadt innerhalb eines Jahres einen ersten Schritt im Planungsprozess meistern. Wohl erst 2017 werden konkrete Pläne für das Mercator-Quartier aufgestellt. Nachdem bereits vor wenigen Wochen die archäologischen Arbeiten gestartet sind, wird die Erschließung des Grundstückes mit dem für Anfang 2016 vorgesehenen Abriss der Schulgebäude sichtbar beginnen.


    Im kommenden Jahr sollten einige Großprojekte angestoßen werden. Dazu werden die Planungen zu den großen Entwicklungsgebieten voran getrieben, deren Umsetzung jedoch erst in frühestens zwei bis drei Jahren zu erwarten ist. Dennoch denke ich, dass 2016 für die Stadtentwicklung ein besseres Jahr werden kann als 2015.


    In diesem Sinne wünsche ich allen Nutzern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr 2016! :)


    Quellen: Sämtliche Threads des DAF

  • 2016

    Erstmal vielen dank und ebenfalls einen guten Rutsch in ein hoffentlich schönes Jahr 2016. :)
    Ich wollte noch ein paar Kleinigkeiten ergänzen:


    Innenhafen:
    Am Innenhafen tut sich 2016 einiges.
    Zum einen wurde bestätigt das im kommenden Jahr wieder alle gastronomischen Einrichtungen/ Ladenlokale besetzt seien werden.
    Außerdem bekommt der Innenhafen eine neue Attraktion: 3 sog. Escape Rooms werden im Innenhafen eingerichtet.
    Zum Eurogate:
    Da ich diesbezüglich sehr neugierig bin habe ich vor einiger Zeit der Stadt geschrieben. Laut einem Sprecher der Stadt laufen 'in Abstimmung mit dem Fördermittelgeber im Moment Gespräche mit interessierten Projektentwicklern. Erste Ergebnisse, die der Öffentlichkeit präsentiert werden können, werden für das 2. Quartal 2016 erwartet.'.
    Ich bin sehr gespannt wie diese Ergebnisse aussehen werden.
    Auch zum geplanten Umbau des hinteren Innenhafens an der Altstadt, wo der Zeit ein Holzhandel angesiedelt ist gibt es Neuigkeiten: 'Die für eine bauliche Entwicklung zur Verfügung stehende Fläche wurde bereits an einen Projektentwickler übertragen, der sich in Gesprächen mit potentiellen Investoren befindet.'
    Das klingt doch schonmal alles positiv :)


    Innenstadt:
    Die Neubepflasterung in der Stadt wird 2016 beginnen und vorraussichtlich 2019 abgeschlossen sein.

  • So sehr ich diesen Optimismus selber schätze: Was das Eurogate angeht glaube ich erst daran wenn die Bagger rollen. Man befindet sich seit locker 10 Jahren in Gesprächen...


    Zum Bereich Innenhafen/Altstadt befürchte ich das es sich bei dem Projektentwickler um Stüdemann handelt der seinen durchaus interessanten Plänen zuletzt aufgrund der zu geringen Mieterwartung eine Absage erteilte.
    Positiv: Die ersten Arbeiten zur Erweiterung der Küppersmühle haben begonnen.

  • Optimismus zeigen

    Ich finde es immer sehr wichtig bei sowas optimistisch zu sein.
    Es gibt so viele tolle Projekte die für Duisburg geplant sind (living bridge, eurogate, bahnhofsvorplatz, quartier 1 Duisburger Freiheit) deshalb sollte man sich über jeden Schritt nach vorne freuen. :D
    In Duisburg steckt unglaublich viel Potential, gerade in der Stadtmitte.
    Ich glaube an eine positive Entwicklung für Duisburg, es müssen nur so langsam mal einige Leuchtturmprojekte ins rollen gebracht werden.


    Eine Nachricht die mich jedoch negativ stimmt, kommt von der BZ Duisburg.
    Die Zeitung meldet in ihrem Jahresüberblick 2016, dass mit der Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes erst 2017 begonnen wird, da entsprechende Gelder noch bewilligt werden müssten..

  • Innenhafen: Büroflächen in Pier EINS vermietet

    Der Immobilienmakler Cubion konnte der Firma IDW GmbH Duisburg – Toronto einen Mietvertrag vermitteln. Das Unternehmen mietet etwa 410 qm Bürofläche im Pier EINS am Innenhafen an. Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Produktion und den Vertrieb von Schaufensterpuppen sowie auf die Ausstattung von Geschäftsräumen.


    Quelle: IDW mietet Bürofläche im Pier EINS in Duisburg (Deal Magazin vom 13. Januar 2016)

  • Vonovia zieht mit 650 Mitarbeitern nach Duisburg

    Die ehemaligen Räumlichkeiten der Targobank im Silberpalais werden im Juli von der Vonovia bezogen. Das Unternehmen hat insgesamt 6600 qm Bürofläche angemietet und wird mit 650 Mitarbeitern des Kundendienstes nach Duisburg ziehen. Bisher haben diese an Standorten in Essen und Bochum gearbeitet. Möglicherweise wird der Duisburger Standort angesichts des geplanten Unternehmenswachstums in Zukunft noch ausgebaut. Für Vonovia soll Duisburg neben dem Hauptstandort in Bochum das zweite Standbein im Ruhrgebiet werden. Für die Kundenbetreuung plant Vonovia zudem eine zweite Geschäftsstelle in Dresden mit 200 Mitarbeitern.


    Quelle: Vonovia kommt mit 650 Mitarbeitern nach Duisburg (Der Westen vom 13. Februar 2016)

  • Büromarkt Duisburg

    Mit einem Büroflächenumsatz von rund 81.000 m² knüpfte der Duisburger Büromarkt 2015 an fast vergessene Rekorde an. Nur in den Jahren 2006 und 2007, zum Boom des Duisburger Innenhafens, wurden in Duisburg mehr Büroflächen umgesetzt. Das hervorragende Ergebnis übertrifft damit den Vorjahresumsatz (59.500 m²) um satte 36 % und liegt weit über den mittelfristigen (5 Jahre; rd. 56.000 m²) und langfristigen (10 Jahre; rd. 65.500 m²) Durchschnittswerten.


    Die reine Vermietungsleistung erreichte 2015 mit rd. 70.500 m² sogar den zweitbesten Wert der Aufzeichnungs-Historie. Exakt dieser Wert wurde zuletzt 2008 erreicht, nachdem 2006 mit 81.000 m² der Vermietungsrekord erreicht worden war.


    Als größter Eigennutzer errichtet das Evangelische Krankenhaus Duisburg Nord an der Fahrner Str. 133 ein Herzzentrum und in diesem Zusammenhang auch einen neuen Verwaltungstrakt über rd. 3.700 m² Bürofläche. Die Heim und Haus Holding GmbH baut zurzeit ihre neue rd. 2.300 m² große Firmenzentrale „Am weißen Stein“. Insgesamt regulierte sich die Eigennutzerquote mit ca. 10.500 m² nun wieder auf einen eher niedrigen Wert von 13 %, nachdem im Vorjahr ein untypisch hoher Wert registriert wurde (2014: 43 %; langjähriger Durchschnitt: 18 %).


    Die Anzahl der relevanten analysierten Mietverträge erhöhte sich leicht auf 95 Stück (2014: 90 Stück). Dabei betrafen knapp dreiviertel aller Mietverträge Flächen in einer Größenordnung von weniger als jeweils 500 m². Fast die Hälfte aller abgeschlossenen Mietverträge war sogar kleiner als 250 m². Der größte Vertrag wurde durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) im „Quartier 1“ an der Mercatorstraße über etwa 16.500 m² abgeschlossen. Es folgt ein Kontrakt der Stadt Duisburg, die für die Asylantragsstelle rd. 5.100 m² in der Beekstraße 38-42 mietete. Die Deutsche Bahn AG entschied sich für die Mülheimer Straße 50 mit rd. 4.100 m² und die Commerz Direktservice GmbH erweiterte sich um 2.800 m² im „Silberpalais“.


    Die Lagegunst der Mieter fiel 2015 mit etwa 48 % relativem Anteil sehr eindeutig auf den „Citykern“, was freilich durch die Großabschlüsse in dieser Lage beeinflusst wurde. Es folgt der „Innenhafen“ mit guten 14 % und „Neudorf“ mit etwa 10 % der gesamten Vermietungsleistung.


    Die Duisburger Leerstandquote setzte ihren Schrumpfungsprozess -wie bereits zum Halbjahr prognostiziert- ganz erheblich fort und liegt jetzt bei 3,0 % (Vorjahr 4,0 %). Dies entspricht einem absoluten Wert von nur etwa 64.500 m² verfügbarer Bürofläche. Davon werden etwa 6.500 m² zur Untermiete angeboten. Etwa 80 % der ohnehin geringen Angebotsreserve verfügt dabei nur über einen einfachen oder allenfalls mittleren Nutzwert.


    2015 wurden etwa 11.500 m² neuer Bürofläche fertig gestellt. Davon steht dem Markt aber nur noch eine Restfläche von 500 m² zur Verfügung, die zu einer Logistikanlage gehört. Für 2016 wird ein Fertigstellungsvolumen von knapp 9.500 m² erwartet, welches aber ebenfalls bereits zu 100 % einer zukünftigen Nutzung zugeführt ist. Der Büromarkt Duisburg hat in Bezug auf seine Angebotsreserven nun neben dem massiven Qualitätsproblem auch sein altes quantitatives Problem wieder erlangt und wird dieses auf absehbare Zeit wohl behalten. An Leerstandquoten weit unter 2 %, wie zur Jahrtausendwende, sollte man sich besser wieder gewöhnen.


    Die gewichtete effektive Durchschnittsmiete im Bestand (ohne Neubauten) liegt aktuell bei 8,20 EUR/m² und damit knapp 4 % unter dem vergleichbaren Wert Ende 2014. Unter Hinzurechnung der Abschlüsse in Neubauten errechnet sich die Durchschnittmiete derzeit auf 9,86 EUR/m², was in kleinen Märkten jedoch eine bedingt sinnvolle Aussagekraft hat. Die Spitzenmiete rangiert weiterhin im Bereich von etwa 13,50 - 14,00 EUR/m² und kann in neuwertigen Objekten der präferierten Büromarktzone Innenhafen oder in Neubauten im Citykern erreicht werden.

    Für 2016 wird in Duisburg wieder einen geringeren Flächenumsatz im Bereich des mittelfristigen Durchschnittes, also in Höhe von rund 55.000 bis 60.000 m² erwartet. Die Phantasie nach höheren Vermietungsumsätzen verbietet sich schon allein mit Blick auf das magere Flächenangebot. Man fragt sich, wo diese Umsätze her kommen sollen. Mehr denn je wird Duisburg im kommenden Jahr auf Eigennutzer angewiesen sein, um zu respektablen Ergebnissen zu kommen.


    Pressemitteilung: Cubion - Büromarkt Duisburg knüpft an historische Rekordergebnisse an

  • ^^


    Das Onlinemagazin Duisburg365.de hat einen Videobeitrag zum Büromarkt veröffentlich. Im Interview mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung erfolgte auch ein Ausblick auf das Jahr 2016. Angesichts der geringen Leerstandsquote wird die Aufgabe der GfW Duisburg darin bestehen, Investoren für neue Bürogebäude zu finden. Es wird damit gerechnet, dass der Büromarkt noch im 1. Quartal seine Kapazitätsgrenze erreichen wird. Dann sei es schwer, Flächen über 100 qm anzubieten.


    Derzeit befindet sich die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung in konkreten Gesprächen mit Investoren. Man wolle jedoch erst einmal die möglichen Vertragsunterzeichnungen abwarten, ehe weitere Informationen veröffentlich werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung von Räumlichkeiten für chinesische Unternehmen, die den Standort Duisburg derzeit verstärkt nachfragen (sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe, gibt es hierzu einen speziellen Beitrag). Die GfW führt derzeit intensive Gespräche mit Investoren, die Immobilien speziell für chinesische Unternehmen entwickeln sollen. Dort sollen sich später zunächst mehrere kleine Firmen aus dem Reich der Mitte ansiedeln, die die Nähe zu weiteren heimischen Unternehmen bevorzugen.



    Quelle: Details zum Bueromarktbericht 2015 von GFW Duisburg Geschaeftsfuehrer Ralf Meurer (Duisburg365.de vom 13. Februar 2016)

  • Insgesamt sind die Nachrichten vom Duisburger Büromarkt erfreulich. Auch wenn die größten Mieter dem öffentlichen Dienst zuzurechnen sind, scheint die Nachfrage nach Büroflächen in Duisburg nach Jahren der Durststrecke wieder gestiegen zu sein. Dies sollte dabei helfen, Investoren für neue Bürogebäude zu finden. Doch an dieser Stelle sind wir schon beim ABER. Derzeit sind nur kleinere Büroprojekte in konkreter Planung, sodass nur wenige neue Flächen in absehbarer Zeit auf den Markt kommen werden. Der Duisburger Büromarkt bräuchte dagegen wenigstens zwei, drei größere Projekte, die kurzfristig (also in einem Zeitraum von 1-3 Jahren realisiert werden). Aber hierzu fehlen momentan einfach die baureifen Grundstücke in entsprechender Lage. :hmmm: Derzeit sehe ich nur wenige Flächen, auf denen eine zeitnahe Umsetzung möglich ist. Neben dem Quartier 1 fällt mir spontan nur das Eurogate-Grundstück ein. Aber vielleicht ist gerade die derzeitige Situation die Chance, um das Eurogate endlich zu realisieren.


    Die westliche Erweiterung des Innenhafens wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen. Zum einen müsste der Holzhandel umgesiedelt werden und zum anderen besteht auch noch kein endgültiges Planrecht. Daher ist an dieser Stelle noch ein mehrjähriger Planungsprozess nötig. Mit Glück wird die Bebauung dieses Filetstücks mittelfristig (sprich in 3-5 Jahren) in Angriff genommen.

  • Das wäre wünschenswert. Aber der Holzhändler ist ja noch immer da, gab es da nicht sogar Gerichtsverhandlungen, wegen eines Vorkaufsrecht der Stadt oder so. Bekomme das nicht mehr ganz zusammen.


    Der Planungsprozess ist aber zumindest ja schon im Gange. Der Bplan 1097 A befindet sich zumindest schon mal im Stadium des Aufstellungsbeschluss. Das wäre innerhalb 1 Jahres zu realisieren.

  • @Duisburger; ja stimmt. Das eurogate Grundstück gibt es ja auch noch. zudem hat mir die Stadt ja bestätigt das schon sehr bald, im 2ten Quartal 2016 neue Entwürfe gezeigt werden/ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Es könnte dort also tatsächlich bald losgehen.


    Außerdem sind mir ein paar potentielle bauflächen in der Duisburger Innenstadt aufgefallen die ich bald im Rahmen meiner Reihe '' potentielle entwicklungsflächen in duisburg'' zeigen möchte.

  • Auf diese Auflistung bin ich sehr gespannt! Die dürfte bestimmt einigen Input für eine interessante Diskussion geben! :)


    Die Rheinische Post hat übrigens als alternativen Bürostandort die Altstadt ins Spiel gebracht. Dies finde ich eigentlich einen sehr spannenden Gedanken. Immerhin ist die Altstadt verkehrstechnisch über zwei U-Bahnhöfe, diverse Buslinien und einen Autobahnanschluss sehr gut angebunden. Hinzu kommt die günstige Lage zwischen Innenstadt und Innenhafen. Erst im vergangenen Jahr haben die Stadt und ein Callcenter bspw. größere Flächen an der Beekstraße angemietet, das Callcenter plant sogar schon eine Erweiterung seines Standortes. Darüber hinaus wird ja die alte Druckerei zu einem Bürogebäude umgebaut. Die Altstadt scheint für Büroansiedlungen attraktiv zu sein und hat ferner durch ihre Lage ein großes Potenzial, was glaube ich schon mehrfach im Forum angeklungen ist.


    Die Rheinische Post bringt als mögliche Bürostandorte die Steinsche Gasse mit dem Marientor-Carree (dort schweben dem Investor ohnehin Büros als mögliche Nutzung vor) und die Münzstraße ins Gespräch. Im Kern geht es um die leerstehenden Geschäftshäuser von C&A sowie P&C. Vor allem das ehemalige P&C-Gebäude kann ich mir aufgrund seiner Architektur gut als Bürogebäude vorstellen. Das alte C&A-Haus ist dagegen ein Klotz, der nicht wirklich in die Umgebung passt. Hier würde ich mir schon eher einen Neubau wünschen...:D



    Quelle: Gute Büroräume werden zur Rarität (Rheinische Post vom 17. Februar 2016)

  • Duisburg-Ruhrort: Baudienstleister eröffnet Geschäftsstelle


    Der Baudienstleister Wolff & Müller eröffnete am Vinckeweg eine neue Niederlassung (Quelle: eigenes Foto)


    Der Stuttgarter Baudienstleister Wolff & Müller hat Ende Januar am Vinckeufer eine neue Geschäftsstelle mit neun Mitarbeitern eröffnet. Tätig ist das Unternehmen in den Bereichen Hoch-, Industrie-, Ingenieur- und Stahlbau sowie bei der Bauwerkssanierung, im Tief-, Straßen- und Spezialtiefbau. Duisburg ist der bundesweit 28. Standort des Familienbetriebes und nach Dortmund der 2. im Ruhrgebiet. Mit der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle soll die Kundennähe in der Region erhöht werden.


    Ich tippe darauf, dass es sich um jenes baden-württembergische Unternehmen handelt, dessen geplante Ansiedlung am Rande der letzten Expo Real bekanntgegeben wurde. Demnach dürfte Wolff & Müller etwa 200 bis 300 qm Bürofläche am Vinckeweg angemietet haben.


    Quelle: WOLFF & MÜLLER startet im Ruhrgebiet durch (Deal Magazin vom 9. Februar 2016)

  • Innenstadt: Ruhrwert vermittelt Bürofläche

    Der Oberhausener Immobilienberater Ruhrwert hat eine 340 qm große Bürofläche an der Königstraße an einen Onlinedienstleister vermittelt, der in diesem Zuge seinen Firmensitz von Kamp-Lintfort nach Duisburg verlagern wird. Zukünftig will das Unternehmen am neuen Standort zu expandieren.


    Es handelt sich zwar nur um eine kleine Meldung, aber diese Ansiedlung zeigt wieder einmal die Potenziale des Standortes Duisburg, aber auch die große Schwäche. Nach Unternehmensangaben sprachen die sehr gute Erreichbarkeit und die Infrastruktur für den Standort, womit es sich bei den harten Standortfaktoren um die Potenziale der Stadt handelt. Allerdings wird die Büroflächenknappheit ebenfalls deutlich - eine Ansiedlung von 340 qm gehört zu den typischen Duisburger Umsätzen. Umso wichtiger sind die Impulse für den Duisburger Büromarkt durch neue Projekte wie The Curve!:daumen:


    Quelle: RUHRWERT vermittelt Bürofläche auf der Duisburger Königstrasse (Deal Magazin vom 16. März 2016)

  • Duisburg-Hamborn: Zinkhüttensiedlung wurde verkauft

    Der Düsseldorfer Star-Architekt und Immobilien-Unternehmer Walter Brune hat nach dem Aus der FOC-Pläne die Zinkhüttensiedlung für 15 Millionen Euro gekauft. Für weitere drei Millionen Euro sollen die Wohnungen saniert werden. Außerdem soll die Grünfläche der Siedlung zu einem kleinen, attraktiven Park umgestaltet werden. Ggf. wird unterhalb der Siedlung, die künftig unter dem Namen Zinkhüttenpark vermarktet werden soll, noch eine Tiefgarage errichtet. In die Wohnungen sollen zunächst jene Mieter einziehen, die im Zuge der geplanten FOC-Ansiedlung in den vergangenen Jahren umgesiedelt wurden.


    Brune äußerte zudem Pläne für die Grundstücke der Rhein-Ruhr-Halle und des Stadtbades. Nach Vorbild des Kaiserswerther Klemensviertels könnte dort ein kleines Stadtteilzentrum entstehen. Erste Gespräche zwischen der Stadt und Brune, der sich vorstellen könne als Investor aufzutreten, haben bereits stattgefunden.


    Quelle: FOC-Kritiker Brune kauft die Duisburger Zinkhütten-Siedlung (Der Westen vom 10. Juni 2016)

  • Zukunftsschmiede Rhein-Ruhr-Halle & Stadtbad

    ^^


    Am kommenden Donnerstag veranstaltet das Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten der Gesamtschule Emschertal eine Zukunftsschmiede. Dabei sollen Visionen und Ideen zur künftigen Nutzung der Rhein-Ruhr-Halle und des alten Hamborner Stadtbades gesammelt werden. Basierend auf den Ergebnissen soll ein Katalog mit möglichen Nutzungen entwickelt werden. Diese sollen später in ein Exposé aufgenommen werden, mit dem die Stadtverwaltung auf Investorensuche geht.


    Quelle: Einladung zur Zukunftsschmiede Rhein-Ruhr-Halle und das ehemalige Stadtbad (Bürgerzeitung Duisburg vom 17. Juni 2016)

  • Wirtschaftsförderung zieht zurück in die Innenstadt

    Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung verlagert ihren Standort von Ruhrort zurück in die Innenstadt. Sie wird Räumlichkeiten an der Düsseldorfer Straße in Höhe des Lehmbruck-Museums beziehen. Als Gründe für den Umzug werden die kürzeren Wege zur Stadtverwaltung und zur IHK angegeben. Für den bisherigen Sitz in Ruhrort gibt es mit Imperial Logistics bereits einen Interessenten.


    Bekanntgegeben wurde der Umzug im Rahmen der Vorstellung der Jahresbilanz der GfW für 2015. Es folgen einige Zahlen und Fakten zum Jahr 2015 aus Sicht der Wirtschaftsförderung:


    • Es gab 225 Immobilienanfragen, woraus sich 30 Ansiedlungen ergeben haben.
    • Zudem gab es 54 Absolventen der GründungsInitiative Innovation Duisburg (GRID), aus der letztlich 15 Existenzgründungen hervorgegangen sind.
    • In den letzten fünf Jahren hat es aus der Universität heraus 60 Gründungen gegeben, wodurch 300 Arbeitsplätze entstanden sind.
    • Stadtweit hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im selben Zeitraum von 155.094 auf 163.051 erhöht. Allerdings liegt die Zahl immer noch weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.
    • Besonders stark nachgefragt sind unbebaute Grundstücke, jedoch auch Büros, Gewerbehallen und Einzelhandelsflächen.
    • Mit 81.000 Quadratmetern wurde der drittbeste Büroflächenumsatz der letzten 15 Jahre erzielt.
    • Das größte Problem sei nach wie vor der geringe Leerstand - Entspannung könnten die geplanten Neubauten an der Mercator- und Düsseldorfer Straße sowie an der Steinschen Gasse und im Innenhafen bringen.
    • Im vergangenen Jahr haben sich sieben chinesische Firmen in Duisburg angesiedelt, in 2016 waren es schon fünf. Hinzu kommen unter anderem auch ein türkisches und ein isländisches Unternehmen.
    • Bei den neuen Planungen zum Güterbahnhof hofft die GfW darauf, dass neue Büroflächen geschaffen werden können. In der Vergangenheit habe es bauwillige Investoren für Büroimmobilien auf dem alten Güterbahnhofsgelände gegeben, doch der Grundstückseigentümer Krieger habe letztlich abgewunken.


    Quellen:
    Bilanz-Pressekonferenz nach Neustrukturierung – Aktivitäten der GFW Duisburg (GfW Duisburg vom 24. Juni 2016)
    Duisburger Wirtschaftsförderung zieht zurück in die City (Der Westen vom 26. Juni 2016)